ich habe mich nun durch etliche Fäden gelesen und bin begeistern von der geduldigen und kompetenten Hilfe, die einigen hier zuteil wurde. Da ich auch ein ähnliches Problem habe, hoffe ich nun sehr auf Unterstützung.
Meine Tochter ist vor gut 6 Wochen mit nur 2880 gr auf die Welt gekommen, obschon sie nicht zu früh kam. Nach langer und für mich auch emotional schwerer Geburt kam sie - leider - letztendlich per Kaiserschnitt zur Welt.
Unser Stillstart verlief alles andere als ideal, denn die kleine Maus hatte selbst auch Startschwierigkeiten. Ihr Zuckerwert war derart niedrig, dass sie am zweiten bis vierten Lebenstag eine Glukoseinfusion bekam. Außerdem war neben Flaschenfütterung eine Magensonde notwendig (Pre). Derart gepusht hatte sie bei der Entlassung ihr Geburtsgewicht wieder. Zuhause haben wir dann in Absprache mit der Hebi sehr schnell auf Vollstillen umgestellt. Leider ist die Gewichtszunahme seither ein Problem und ich weiß nicht, ob es verantwortungsvoll ist, dies noch länger so weiter zu machen. Sie hat zwei Wochen lang nur sehr wenig zugenommen, dann zwei Wochen je etwa 150 gr und nun die letzte Woche wieder nur 50 gr., worauf die Hebi nun noch eine Woche abwarten und dann evt. Zufüttern wollte. Am Donnerstag wird wieder gewogen und ich zittere jetzt schon.
Genaue Werte kann ich dann auch nachliefern. Ich habe sie selbst dummerweise nicht notiert und werde die Hebi bitten, sie mir nochmal zu geben.
Ich habe hier vom Wechselstillen gelesen, was ich seit zwei Tagen versuche, es funktioniert unterschiedlich gut. weil sie einfach oft sehr müde ist. Was ich mich dazu frage: einerseits heißt es, man soll eine Seite ganz leer trinken lassen (das hat sie trotz stundenlanger Still- bzw Nuckelaktionen noch nicht oft geschafft, obwohl ich nicht glaube, dass ich soo viel Milch habe, aber sie ist eben sehr, sehr langsam). Andererseits wird hier Wechselstillen empfohlen. Ich habe bereits gemerkt, dass das Wechselstillen auch gut ist für die Anregung, würde aber gerne wissen, ob sie dann auch die hochkalorische Hintermilch bekommt. MSR werden ja (meistens glaube ich) ausgelöst, meine Hebi meinte, dann ist es auch Hintermilch? Ist das also gut so, oder ist es wirklich wichtig, dass sie auch mal bis zum Schluss leer trinkt? Das ist wie gesagt kaum zu schaffen für sie. Verpasst sie damit den fettesten Teil?
Zudem versuche ich seit drei Tagen wieder abzupumpen. Das fällt mir nicht ganz leicht, v.a. weil die Kleine eben den ganzen Tag an oder auf mir hängt. Lege ich sie ab, dann ist sie binnen max. 5 Minuten wach und weint. Abpumpen klappt daher eher nur, wenn mein Mann sie mal nehmen kann (abends - wenn sie aber eigentlich am hungrigsten ist und auch selbst an die Brust will). Manchmal pumpe ich untertags trotzdem - dann halt nur 5 bis 10 Minuten. Mehr als etwa 40 ml sind es aber auch bei 20 Minuten selten (gestern waren es nach dem Aufwachen mal fast 60 ml).
Sie hat meist nur eine Stuhlwindel am Tag aber etliche Pipiwindeln. Auch ist sie fit und gelegentlich sehr munter, wirkt zufrieden (wobei sie im KKH einfach zu schwach war zu schreien - sie hat dort keinen Mucks von sich gegeben). Schreien kann sie jetzt auch, wenn es Grund zur Beschwerde gibt
Soweit man von einer Regelmäßigkeit sprechen kann ist es grob so, dass sie an vielen Tagen Clusterstillt - allerdings oft dabei auch so müde ist, dass sie immer abwechselnd trinkt und schläft. An manchen Tagen (wie heute) habe ich leider das Gefühl, dass dabei keine nennenswerten Mahlzeiten heraus kommen, weil sie immer nur ein paar Schluck nimmt. Es ist dann sehr schwer sie zu wecken, einzig beim Wickeln wacht sie auf oder wenn ich sie ablege (sie braucht derzeit noch fast ständigen Körperkontakt), schläft aber auch schnell wieder, sobald es gemütlich wird. Trotzdem hat sie sich in den Wochen seit der Entlassung ziemlich gemacht, auch ihr Saugen, das anfangs wirklich sehr, sehr schwach war (Technik ist ansonsten gut, denke ich, allerdings kann sie nicht alleine andocken, ich muss ihr die Brust zurecht drücken) ist mitlerweile zumindest gelegentlich deutlich kräftiger.
Dabei ist sie vormittags am schläfrigsten und wird gegen Abend immer aktiver. Am meisten trinkt sie in den (späteren) Abendstunden. Nachts stille ich sie noch lange (1-2 Stunden) beim ins Bett gehen (meist zwischen 23 und 01 Uhr). Dann trinkt sie meist zwischen 4 und 5 einmal und noch einmal zwischen 8 und 9. Zumindest bei einer der beiden Nachtmahlzeiten versuche ich, sie länger (ca. 1 Std) zu stillen, was auch meist so klappt. Dann trinkt sie oft gegen 11 wieder und dann kommt eben das unregelmäßige Clusterstillen, wo ich einfach nicht weiß, wie ich das zählen soll.
Bisher wird sie mit der Flasche gefüttert, wenn sie die abgepumpte Mumi kriegt. Bei uns waren die Berührungsängste wohl erstmal nicht so groß, gewissermaßen schien es nach dem Start eh schon egal - was es natürlich nicht ist. Gerne würde ich da wieder weg davon. Mit Becher haben wir es mal kurz versucht, klappte nicht so gut - wie kriegt man die Kinder da zum Schlucken? Löffel macht sie gut, ist aber ehr mühseelig in der Größenordnung. Ich würde gerne weiteres ausprobieren, weiß nicht so recht, was. Für meinen Mann müsste es nicht allzulange dauern (er gibt die abgepumpte Milch meistens).
Saugverwirrung befürchte ich schon, denn sie kennt nun Flasche mit unterschiedlichen Saugern, Feeder (KKH), Brusthütchen (abgesetzt nach ein paar Tagen zuhause).
So, habe ich etwas vergessen? Ich wäre so froh, wenn Ihr mich unterstützen könntet. Ich war seit der Entlassung schon mehrmals an dem Punkt, wo ich dachte, ich muss wohl akzeptieren, dass es ohne Zufüttern nicht geht, aber ich möchte doch alle Möglichkeiten ausgeschöpft haben, denn es fühlt sich für mich schrecklich an, meinem Baby evt. nicht geben zu können, was es braucht. Muss ich schnell zufüttern bei der geringen Zunahme, schade ich ihr, wenn wir noch ein bisschen abwarten?