Was ist besser: überhaupt tragen oder gut/richtig tragen?
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- nora84
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Was ist besser: überhaupt tragen oder gut/richtig tragen?
Hallo Zusammen,
ich bin ein bisschen hin- und hergerissen und weiß nicht so recht, was ich machen soll und hoffe, ihr könnt mir weiterhelfen.
Folgende Situation:
Meine Pekip-Gruppenleiterin hat direkt am Anfang erzählt, wie wichtig es ist, die Kinder zu tragen. Sie hat die Manduca vorgestellt und die Kreuztrage und mehrmals darauf hingewiesen, dass es ganz wichtig ist, die Kinder nicht mit dem Gesicht nach vorn zu tragen. Das fand ich ja schon mal gut, aber sie hat halt nicht erklärt, worauf man beim Tragen so achten soll. Ich hab dann die WXT mit dem kleinen Strahlemann vorgestellt und dabei so Sachen erklärt, wie Kopf-Kuss-Höhe, eng binden für gute Stützung, runder Rücken des Babies und natürlich die ASH. Ich glaube aber nicht, dass das wirklich bei den anderen Müttern angekommen ist. Die haben übrigens fast alle eine Manduca, ein Bondolino ist dabei und eine Mutter hat sich nach der Pekip-Stunde ein Tragetuch gekauft, um die Kreuztrage zu machen. Dass die Manduca nur was für ganz kleine und dann eben ab Sitzalter geeignet ist, ist nicht bekannt bzw. wird ignoriert, denn sie tragen ihre Kinder dann eben mit überspreizten Beinen. Die anderen Kinder sind übrigens bis zu 2 Monate jünger als der kleine Strahlemann.
Diese Woche hat die Pekip-Leiterin vom "Babytuch" geschwärmt. Das hätte sie bei einer Mutter gesehen und wäre ja so einfach und toll anzulegen. Ich habe dann meine Bedenken geäußert, u. a. dass ich mir nicht vorstellen kann, dass das Kind darin ordentlich gestützt wird. Sie meinte daraufhin, dass das schon ziemlich gut wäre. Ich habe dann hier einmal nachgelesen und wurde in meinen Zweifeln bestätigt.
Jetzt weiß ich, wie eingangs geschrieben, nicht so genau, was ich machen soll. Ich freue mich ja, dass die anderen Mütter ihre Kleinen tragen, aber irgendwie find ich es nicht gut, dass sie nicht geeignete Tragehilfen oder eben nicht gut gebundene Tücher verwenden. Ich möchte ja nicht belehrend wirken und bin ja auch keine ausgebildete Trageberaterin, aber soll ich vielleicht dennoch die Pekip-Leiterin darauf ansprechen und bitten, vielleicht mal mit einer Trageberaterin zu sprechen und vor allen Dingen eben keine Tragen zu empfehlen, die eher semi-optimal sind? Oder soll ich einfach schweigen und mich freuen, dass das Tragen überhaupt unterstützt wird?
Liebe Grüße
Nora
ich bin ein bisschen hin- und hergerissen und weiß nicht so recht, was ich machen soll und hoffe, ihr könnt mir weiterhelfen.
Folgende Situation:
Meine Pekip-Gruppenleiterin hat direkt am Anfang erzählt, wie wichtig es ist, die Kinder zu tragen. Sie hat die Manduca vorgestellt und die Kreuztrage und mehrmals darauf hingewiesen, dass es ganz wichtig ist, die Kinder nicht mit dem Gesicht nach vorn zu tragen. Das fand ich ja schon mal gut, aber sie hat halt nicht erklärt, worauf man beim Tragen so achten soll. Ich hab dann die WXT mit dem kleinen Strahlemann vorgestellt und dabei so Sachen erklärt, wie Kopf-Kuss-Höhe, eng binden für gute Stützung, runder Rücken des Babies und natürlich die ASH. Ich glaube aber nicht, dass das wirklich bei den anderen Müttern angekommen ist. Die haben übrigens fast alle eine Manduca, ein Bondolino ist dabei und eine Mutter hat sich nach der Pekip-Stunde ein Tragetuch gekauft, um die Kreuztrage zu machen. Dass die Manduca nur was für ganz kleine und dann eben ab Sitzalter geeignet ist, ist nicht bekannt bzw. wird ignoriert, denn sie tragen ihre Kinder dann eben mit überspreizten Beinen. Die anderen Kinder sind übrigens bis zu 2 Monate jünger als der kleine Strahlemann.
Diese Woche hat die Pekip-Leiterin vom "Babytuch" geschwärmt. Das hätte sie bei einer Mutter gesehen und wäre ja so einfach und toll anzulegen. Ich habe dann meine Bedenken geäußert, u. a. dass ich mir nicht vorstellen kann, dass das Kind darin ordentlich gestützt wird. Sie meinte daraufhin, dass das schon ziemlich gut wäre. Ich habe dann hier einmal nachgelesen und wurde in meinen Zweifeln bestätigt.
Jetzt weiß ich, wie eingangs geschrieben, nicht so genau, was ich machen soll. Ich freue mich ja, dass die anderen Mütter ihre Kleinen tragen, aber irgendwie find ich es nicht gut, dass sie nicht geeignete Tragehilfen oder eben nicht gut gebundene Tücher verwenden. Ich möchte ja nicht belehrend wirken und bin ja auch keine ausgebildete Trageberaterin, aber soll ich vielleicht dennoch die Pekip-Leiterin darauf ansprechen und bitten, vielleicht mal mit einer Trageberaterin zu sprechen und vor allen Dingen eben keine Tragen zu empfehlen, die eher semi-optimal sind? Oder soll ich einfach schweigen und mich freuen, dass das Tragen überhaupt unterstützt wird?
Liebe Grüße
Nora
Liebe Grüsse von Nora
mit dem kleinen Strahlemann (03/2013)
Trageberaterin der Trageschule ClauWi, GK (03/14) & MK (05/14)
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- palme56
- alter SuT-Hase
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- Registriert: 29.07.2011, 11:58
Re: AW: Was ist besser: überhaupt tragen oder gut/richtig tr
Hallo, ich glaube dein letzter Gedanke, die Pekip Leitern mal anzusprechen, unter 4 Augen, ist ein guter Weg.
Es ist schwierig Kritik anzubringen in so einer Gruppe ohne belehrend zu wirken, außerdem bist du selbst ja als Mama dort und die Pekip Leitern fühlt sich eventuell auch in ihrer Position angegriffen wenn du ihre Aussagen berichtigst.
Wenn eine andere Mutter DICH fragt ist es, finde ich etwas anderes.
Es gab diese Frage so und ähnlich immer mal wieder hier, kann vom Telefon aus gerade schlecht suchen.
... mobil mit tapatalk
Es ist schwierig Kritik anzubringen in so einer Gruppe ohne belehrend zu wirken, außerdem bist du selbst ja als Mama dort und die Pekip Leitern fühlt sich eventuell auch in ihrer Position angegriffen wenn du ihre Aussagen berichtigst.
Wenn eine andere Mutter DICH fragt ist es, finde ich etwas anderes.
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Liebe Grüße von A. mit Sohn 6/12 und Sohn 3/15
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Samama
- hat viel zu erzählen
- Beiträge: 196
- Registriert: 17.06.2013, 12:51
Re: Was ist besser: überhaupt tragen oder gut/richtig tragen
Jaaa, das kenne ich auch, im Babymassagekurs unserer Hebamme... Sie empfiehlt Manduca oder Moby Wrap. Ich hab dann auch vorsichtig versucht zu ergänzen, dass das MW vielleicht ganz am Anfang schön ist, aber später dann doch eher ein gewebtes. Und die Manduca Moms waren eher nur enttäuscht darüber dass man die Kinder da nicht vornherum reinsetzen kann...
Achja und zu meinem Sling meinte die Hebamme, dass sie damit nicht zurecht käme, und das wäre ja auch nicht sehr sinnvoll, da man ja trotzdem eine Hand am Kind haben müsste. Und ein gewebtes Tuch sei eben total schwer und dick, man schwitze und es sei sehr viel schwieriger zu binden. Naja...Ich hab dann halt nix mehr gesagt, eine Mutter hat mich nochmal alleine angesprochen und war sehr interessiert, aber ich möchte vor der auch nicht belehrend wirken oder gar die Hebamme zurechtweisen aber das was sie sagte stimmt schlicht nicht. Jetzt ist der Kurs aber eh rum.
Achja und zu meinem Sling meinte die Hebamme, dass sie damit nicht zurecht käme, und das wäre ja auch nicht sehr sinnvoll, da man ja trotzdem eine Hand am Kind haben müsste. Und ein gewebtes Tuch sei eben total schwer und dick, man schwitze und es sei sehr viel schwieriger zu binden. Naja...Ich hab dann halt nix mehr gesagt, eine Mutter hat mich nochmal alleine angesprochen und war sehr interessiert, aber ich möchte vor der auch nicht belehrend wirken oder gar die Hebamme zurechtweisen aber das was sie sagte stimmt schlicht nicht. Jetzt ist der Kurs aber eh rum.
mit dem wunderschönen Maikäferbuben 05/13
- Alexandra
- Homo sapiens SuTtensis
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Re: Was ist besser: überhaupt tragen oder gut/richtig tragen
Hallo Nora,
deine Eingangsfrage würde ich beantworten mit: ja, besser überhaupt tragen, als gut/richtig tragen. Es gibt bis heute keinen Beweis, dass das Tragen in den von dir genannten Trageweisen (Manduca, Kreuztragen) wirklich gesundheitliche Schäden hervorruft. Es ist aber sehr wohl bekannt, dass das Weglegen und das Nichteingehen auf kindliche Bedürfnisse einen seelischen Schaden hinterlassen kann. Ich persönlich halte Letzteres sogar für deutlich wahrscheinlicher, als einen Haltungsschaden durch "falsches" Tragen. Und für schlimmer...
Die einzige Siutation, in der ich wohl etwas sagen würde, ist, wenn ich eine akute Gefahr für das Kind erkennen würde. So gab es beispielsweise Tdoesfälle in diesen tiefen Pouches durch Ersticken.
Selbstverständlich finde ich es gut, wenn du die Möglichkeit hast, auf das "richtige" Tragen aufmerksam zu machen ohne zu belehren - sprich, immer dann, wenn du auch einen Beratungsauftrag hast. Das war ja wohl schon ein Mal der Fall, oder?
Was die anderen Mütter aus den Informationen machen ist ja dann deren Sache - und nicht dein Fehler, wenn sie das, was du sagt, nicht beachten. So wenig ich selbst die Manduca vor dem Sitzalter empfehle, aber hej, es gibt echt Schlimmeres, was man mit seinem Baby machen könnte! Und jemand anderes schrieb noch, dass die Mütter enttäuscht seien, wenn sie feststellten, dass sie darin nicht mit dem Gesicht nach vorne tragen können. Halte ich auch für nachvollziehbar, immerhin wollen viele Kinder mit fünf oder sechs Monaten scheinbar nicht mehr mit dem Gesicht dem Tragenden zugewandt getragen werden - und wer weiß schon, wie komplett einfach die Alternative Rückentragen geht, ja, dass das überhaupt möglich ist?
Nora, da würde ich höchstens sagen, dass die Pekipleiterin deine Ansprechpartnerin ist, und zwar unter vier Augen. Es gibt mittlerweile auch kurze Ausbildungskurse, die sich genau an solche Zielgruppen wenden.
Allgemein würde ich aber den Trageeinstieg so niedrigschwellig wie möglich gestalten. Ich finde es mittlerweile sehr bedenklich, dass Eltern das Gefühl bekommen, ihre Kompetenz reiche nicht mal aus, ihr Baby ohne fremde Hilfe tragen zu können.
Liebe Grüße Alex
deine Eingangsfrage würde ich beantworten mit: ja, besser überhaupt tragen, als gut/richtig tragen. Es gibt bis heute keinen Beweis, dass das Tragen in den von dir genannten Trageweisen (Manduca, Kreuztragen) wirklich gesundheitliche Schäden hervorruft. Es ist aber sehr wohl bekannt, dass das Weglegen und das Nichteingehen auf kindliche Bedürfnisse einen seelischen Schaden hinterlassen kann. Ich persönlich halte Letzteres sogar für deutlich wahrscheinlicher, als einen Haltungsschaden durch "falsches" Tragen. Und für schlimmer...
Die einzige Siutation, in der ich wohl etwas sagen würde, ist, wenn ich eine akute Gefahr für das Kind erkennen würde. So gab es beispielsweise Tdoesfälle in diesen tiefen Pouches durch Ersticken.
Selbstverständlich finde ich es gut, wenn du die Möglichkeit hast, auf das "richtige" Tragen aufmerksam zu machen ohne zu belehren - sprich, immer dann, wenn du auch einen Beratungsauftrag hast. Das war ja wohl schon ein Mal der Fall, oder?
Was die anderen Mütter aus den Informationen machen ist ja dann deren Sache - und nicht dein Fehler, wenn sie das, was du sagt, nicht beachten. So wenig ich selbst die Manduca vor dem Sitzalter empfehle, aber hej, es gibt echt Schlimmeres, was man mit seinem Baby machen könnte! Und jemand anderes schrieb noch, dass die Mütter enttäuscht seien, wenn sie feststellten, dass sie darin nicht mit dem Gesicht nach vorne tragen können. Halte ich auch für nachvollziehbar, immerhin wollen viele Kinder mit fünf oder sechs Monaten scheinbar nicht mehr mit dem Gesicht dem Tragenden zugewandt getragen werden - und wer weiß schon, wie komplett einfach die Alternative Rückentragen geht, ja, dass das überhaupt möglich ist?
Nora, da würde ich höchstens sagen, dass die Pekipleiterin deine Ansprechpartnerin ist, und zwar unter vier Augen. Es gibt mittlerweile auch kurze Ausbildungskurse, die sich genau an solche Zielgruppen wenden.
Allgemein würde ich aber den Trageeinstieg so niedrigschwellig wie möglich gestalten. Ich finde es mittlerweile sehr bedenklich, dass Eltern das Gefühl bekommen, ihre Kompetenz reiche nicht mal aus, ihr Baby ohne fremde Hilfe tragen zu können.
Liebe Grüße Alex
Liebe Grüße von Alex mit dem ganz Großen 05/00, dem Großen 06/04, dem ziemlich Großen 01/08, der Pferdenärrin 11/13 an der Hand und Mondmädchen Luna Nicole (*+ 9/11) für immer im Herzen
Tragekinder - "Mein" Kindersachbuch zum Tragen
"Ich ehre das Leben... In tiefer Dankbarkeit..." alequito
Ließe der Mensch sich genügen, so hätte er Ruhe. Jakob Böhme
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- Tigerlein
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Re: Was ist besser: überhaupt tragen oder gut/richtig tragen
Also ich finde es ehrlich gesagt auch super, dass die Pekipleiterin so für's Tragen wirbt. Es gibt ehrlich gesagt Schlimmeres als Manduca und Kreuztrage.
Ich würde evtl auch das Gespräch unter vier Augen suchen und ihr zuerst etwas Positives erzählen. Vielleicht dass du es toll findest dass sie so überzeugt ist vom Tragen. Dann würde ich vielleicht noch sagen, dass es mittlerweile soviele neue Tragehilfen gibt, dass man da leicht den Überblick verlieren kann. Vielleicht gibt es auch eine Trageberaterin in deiner Nähe, die du ihr empfehlen und eine Zusammenarbeit vorschlagen kannst. Direkte Kritik würde ich mir ehrlich gesagt schenken.
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Ich würde evtl auch das Gespräch unter vier Augen suchen und ihr zuerst etwas Positives erzählen. Vielleicht dass du es toll findest dass sie so überzeugt ist vom Tragen. Dann würde ich vielleicht noch sagen, dass es mittlerweile soviele neue Tragehilfen gibt, dass man da leicht den Überblick verlieren kann. Vielleicht gibt es auch eine Trageberaterin in deiner Nähe, die du ihr empfehlen und eine Zusammenarbeit vorschlagen kannst. Direkte Kritik würde ich mir ehrlich gesagt schenken.
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Tigerlein mit Groß (02/08), Mittel (04/10), Keks (04/13), Küken (10/15), Käfer (05/18) und Knöpfin (11/20)
- nora84
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Re: Was ist besser: überhaupt tragen oder gut/richtig tragen
Vielen Dank für eure Kommentare! 
Ich habe mir schon gedacht, dass es gut ist, überhaupt zu tragen. Da wir ja ausschließlich tragen, war es für mich damals wichtig, mich intensiv mit dem Thema zu beschäftigen und mich auch von einer Trageberaterin beraten zu lassen. Aber klar, diesen "Maßstab" kann ich ja nicht 1:1 auf andere übertragen.
So richtig was zu kritisieren, gibt es in meinen Augen auch nicht. Ich denke, wenn ich die Pekipleiterin unter vier Augen, so wie Tigerlein es beschrieben hat, darauf aufmerksam mache, z.B. mit einer Trageberaterin zusammenzuarbeiten, wäre das doch schon ein guter Weg.
Ich habe mir schon gedacht, dass es gut ist, überhaupt zu tragen. Da wir ja ausschließlich tragen, war es für mich damals wichtig, mich intensiv mit dem Thema zu beschäftigen und mich auch von einer Trageberaterin beraten zu lassen. Aber klar, diesen "Maßstab" kann ich ja nicht 1:1 auf andere übertragen.
So richtig was zu kritisieren, gibt es in meinen Augen auch nicht. Ich denke, wenn ich die Pekipleiterin unter vier Augen, so wie Tigerlein es beschrieben hat, darauf aufmerksam mache, z.B. mit einer Trageberaterin zusammenzuarbeiten, wäre das doch schon ein guter Weg.
Liebe Grüsse von Nora
mit dem kleinen Strahlemann (03/2013)
Trageberaterin der Trageschule ClauWi, GK (03/14) & MK (05/14)
mit dem kleinen Strahlemann (03/2013)
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Samama
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Re: Was ist besser: überhaupt tragen oder gut/richtig tragen
Ich gebe Alex natürlich auch völlig Recht und wollte damit auch nicht sagen, dass ich es fürchterlich finde in der Manduca zu tragen, im Gegenteil. Ich finde es nur schade, dass die Hebamme den Müttern so wenig richtige Empfehlungen gegeben hat, wie bsp. das "Nicht-loslassen-können" vom Sling und dass eben das Tragen im Tuch (elastisch) dann dementsprechend ab 9 Kg vorbei ist. Das finde ich sehr schade, denn all diese Mütter hatten sich ja schon mit dem Tragen angefreundet und stellten dann nur fest, dass ihre Babies mit 5-6 Monaten es nicht mehr mochten weil sie nichts sehen konnten. Da wäre es ja ein leichtes gewesen, ihnen den Hinweis zu geben, einfach auf dem Rücken oder Hüfte zu tragen.
mit dem wunderschönen Maikäferbuben 05/13
-
ulmue
- ist gern hier dabei
- Beiträge: 68
- Registriert: 15.07.2013, 13:34
Re: Was ist besser: überhaupt tragen oder gut/richtig tragen
Hallo, ich habe den Thread mit großem Interesse gelesen und bin froh und auch ein bisschen dankbar für das, was hier geschrieben wurde.
Inzwischen bin ich etwas lockerer geworden und kann das Tragen mehr genießen. Mit dem Tuch (Rucksack) kämpfen wir zwar immer noch (sie wehrt sich momentan dagegen, so dass ich noch nicht mal üben kann), aber jetzt sage ich mir einfach: Wir versuchen es immer mal wieder, und ansonsten nehmen wir eben den Mei Tai. So kommen wir momentan gut zurecht und können beide (hoffe ich
) das Tragen genießen.
Zweifel flammen immer mal wieder auf, wenn das Töchterchen plötzlich mal beim Einbinden oder beim Tragen weint, dann kommt schnell das Gefühl: Mache ich was falsch? Ist die Haltung für sie unangenehm oder sogar schmerzhaft? Aber diese Fälle kommen zum Glück nur selten vor, meist habe ich schon das Gefühl, dass sie gerne getragen wird.
Will damit also sagen, dass das hier Geschriebene für Leute wie mich, die schnell zweifeln und alles immer zu 110 Prozent richtig machen wollen, irgendwie entlastend und aufbauend wirkt.
Danke!
ulmue
Dazu möchte ich sagen, dass ich selbst wohl so eine bin, die oft (vielleicht unnötigerweise) an ihrer Kompetenz gezweifelt hat. Ich habe zwar (fast) von Anfang an getragen, hatte aber immer wieder Phasen, in denen das Tragen für mich mehr Stress als Freude war, weil ich mir ständig nur Gedanken darüber gemacht habe, ob ich alles richtig mache, ob die Haltung des Kindes auch perfekt ist etc. Ich habe bei jeder Gelegenheit (z.B. in jedem Schaufenster) kontrolliert, ob alles richtig sitzt, die Anhockung gut ist, das Kind nicht zusammengesackt ist, nichts unangenehm einschnürt etc. Da könnt ihr euch sicher denken, dass die vielen Vorteile, die das Tragen mit sich bringt, irgendwie in den Schatten gestellt wurden. Es kam auch vor, dass ich völlig entnervt den Kinderwagen genommen habe, weil das Tuchbinden zweimal nicht geklappt hat (bzw. ich nicht zufrieden war) und das Kind mir im Mei Tai nicht hoch genug auf dem Rücken saß... Und hatte dann auch noch ein schlechtes Gewissen, weil ich den KiWa genommen habe und meiner Tochter somit die Vorzüge des Tragens in diesem Moment vorenthalten habe!Alexandra hat geschrieben: Ich finde es mittlerweile sehr bedenklich, dass Eltern das Gefühl bekommen, ihre Kompetenz reiche nicht mal aus, ihr Baby ohne fremde Hilfe tragen zu können.
Inzwischen bin ich etwas lockerer geworden und kann das Tragen mehr genießen. Mit dem Tuch (Rucksack) kämpfen wir zwar immer noch (sie wehrt sich momentan dagegen, so dass ich noch nicht mal üben kann), aber jetzt sage ich mir einfach: Wir versuchen es immer mal wieder, und ansonsten nehmen wir eben den Mei Tai. So kommen wir momentan gut zurecht und können beide (hoffe ich
Zweifel flammen immer mal wieder auf, wenn das Töchterchen plötzlich mal beim Einbinden oder beim Tragen weint, dann kommt schnell das Gefühl: Mache ich was falsch? Ist die Haltung für sie unangenehm oder sogar schmerzhaft? Aber diese Fälle kommen zum Glück nur selten vor, meist habe ich schon das Gefühl, dass sie gerne getragen wird.
Will damit also sagen, dass das hier Geschriebene für Leute wie mich, die schnell zweifeln und alles immer zu 110 Prozent richtig machen wollen, irgendwie entlastend und aufbauend wirkt.
Danke!
ulmue
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ulmue mit Töchterchen (6/2012)
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- Schnuetchen22
- möchten wir nicht mehr missen
- Beiträge: 365
- Registriert: 08.04.2013, 10:31
Re: Was ist besser: überhaupt tragen oder gut/richtig tragen
Ich würde auch mal die Pekip Leiterin ansprechen. Vielleicht wäre es nett einen Trageberater/ eine Trageberaterin zu einem Pekiptreffen einzuladen. Ich habe das bei unserem Babymassagekurs vorgeschlagen und dann auch organisiert. Jeder hat 6 Euro bezahlt.
Grüße von Schnute mit Schnuetchen
-
nido56
- Dipl.-SuT
- Beiträge: 4493
- Registriert: 07.02.2013, 15:11
Re: Was ist besser: überhaupt tragen oder gut/richtig tragen
Ich habe den Piraten die ersten Monate fast ausschliesslich getragen. Er war ein nicht-ablege-Kind, ich den ganzen Tag allein mit ihm, und ausserdem wohnten wir im 4. Stock ohne Aufzug und ohne Abstellmoeglichkeit fuer den Kinderwagen. Getragen habe mit einem elastischen Tragetuch in der WXT. Damals kannte ich SuT noch nicht. Einerseits denke ich heute, dass das schade war, weil sonst mit dem Kauf eines gewebten Tuchs nicht gewartet haette, bis der Pirat zu schwer und zu zappelig fuer das elastische wurde. Andererseits hatte es den Vorteil, dass ich ganz unbefangen ans Tragen rangehen konnte und mir nie Gedanken darueber gemacht habe, ob da eventuell etwas nicht korrekt gebunden, die Beinchen zu wenig/zu sehr gespreizt, der Ruecken zu gerade/zu wenig gestuetzt etc. etc. Ich habe halt geschaut, dass der Kleine nicht sichtbar zusammengesackt ist und es fuer uns beide bequem war. Haette ich vorher hier reingeschaut, haette ich es wohlmoeglich mit der Angst bekommen und mich nicht getraut, mein 2.2 kg Fruehchen an seinem 4. Lebenstag morgens unbeschwert ins Tuch zu packen, um mir Fruehstueck zu machen.
Aus meiner Erfahrung wuerde ich also sagen, bei Eltern, die keine absoluten Ueberzeugungstaeter und Trageprofis sind, anfangs Hauptsache tragen, sofern die absoluten Basics erfuellt sind (also nicht unbedingt das Neugeborene stundenlang nach vorne schauend im BB baumelt) und es fuer alle Beteiligten bequem ist. Wenn man dann so richtig auf den Geschmack gekommen ist und sich sicherer fuehlt, dann ist man sicher auch aufgeschlossener um neue Bindeweisen auszuprobieren und die bereits bekannten noch zu verfeinern.
Also wuerde ich auch nicht gross kritisieren, hoechstens sagen, dass Du das ganz toll findest und man das Thema vielleicht noch ausbauen koennte, weil es ja sooo viele Moeglichkeiten gibt.
Aus meiner Erfahrung wuerde ich also sagen, bei Eltern, die keine absoluten Ueberzeugungstaeter und Trageprofis sind, anfangs Hauptsache tragen, sofern die absoluten Basics erfuellt sind (also nicht unbedingt das Neugeborene stundenlang nach vorne schauend im BB baumelt) und es fuer alle Beteiligten bequem ist. Wenn man dann so richtig auf den Geschmack gekommen ist und sich sicherer fuehlt, dann ist man sicher auch aufgeschlossener um neue Bindeweisen auszuprobieren und die bereits bekannten noch zu verfeinern.
Also wuerde ich auch nicht gross kritisieren, hoechstens sagen, dass Du das ganz toll findest und man das Thema vielleicht noch ausbauen koennte, weil es ja sooo viele Moeglichkeiten gibt.
nido mit dem Piraten (01/2012)
