Sie ist fast 15 Monate alt und aktuell übersteigt ihr Stillbedürfnis einfach gerade meines und ich hab den Eindruck, diese Diskrepanz wird grad immer größer.
Eigentlich stille ich sehr gerne und auch wenn freie Abende und weniger gestörte Nächte ganz verlockend sind will ich um Gottes Willen kein schlimmes Abstillen-Programm fahren.
Nur will ich auch einfach mal (vor allem tagsüber) Nein sagen können, ohne daß sie komplett durchdreht.
Bisher klappte es eigentlich ganz gut, sie auch mal einfach abzulenken - aber jetzt ist jede Einschränkung ihres immensen Stillbedürfnisses vom allerfeinsten Trotzanfall gefolgt. Und mir fällt es gerade so schwer, da nicht genervt sondern liebevoll zu reagieren! Ja, es gibt grad mehrere Baustellen - Zähne, Schnupfen, seit 2 Wochen ist sie bei der Tagesmutter (2h am Tag) und ich hab vor nem Monat das erste Mal seit Maya wieder meine Periode bekommen, bin also wahrscheinlich grad in einem neuen Hormonchaos.. aber trotzdem, wie mach ich das denn, bei ihr auch ein bißchen Verständnis für mein Bedürfnis einzufordern? Ich fühl mich da grad einfach irgendwie hilflos und sauer und habe so blöde Gedanken, wie " hab's einfach falsch gemacht" und weiß rational sehr wohl, daß das alles wenig förderlich ist... Ich bin eigentlich so eine absolute meinkindsollnichtschreien-Mutter und merke gerade, daß es mir sehr schwer fällt möglicherweise nicht vermeidbaren Trotz, den das Alter wohl mit sich bringt, empathisch zu begleiten. Und geht es denn gar nicht, daß Maya auch mal ein Nein an der Brust ohne schlimmes Theater akzeptiert? Habt ihr da Tipps für mich?
Danke fürs Zuhören,
Julia