meine kleine Maus war jetzt zum ersten Mal so richtig krank bzw. hatte zum ersten Mal hohes Fieber
Ich war beim Kinderarzt und dieser stellte eine eher harmlose Entzündung im Hals fest. Dennoch bekam sie sehr hohes Fieber, das sich auch durch Fiebersaft und Zäpfchen (sollte ich im Wechsel geben) nur schwer senken ließ
Sie sah ganz elend aus und am zweiten Tag musste sie dann auch zweimal sehr heftig brechen
Bis zum Abend hat sie dann auch nicht mehr gebrochen, aber sie mag keinen Tee und ich hatte daher weiterhin Sorge, ob die Flüssigkeitsmenge genug ist. Vom Gefühl her hätte ich sie lieber gestillt.
Bei meinem Arzt kommt immer zunächst eine der Helferinnen (mir fehlt gerade der Fachbegriff, sorry!). Ich hatte irgendwie das Gefühl, dass diese es befremdlich findet, dass ich noch stille und das Gleiche empfand ich auch am Telefon. Dabei wird meine Tochter morgen gerade mal 7 Monate
Irgendwie kam ich mir doof vor immer wieder zu sagen, dass mein Kind aber kaum Tee oder Wasser annimmt
Bei allen vorherigen Untersuchungen hatte ich die Praxis als sehr stillfreundlich empfunden und ich wurde auch in keinster Weise zu früher Beikost oder mehr Beikost gedrängt. Ich empfand immer alles als sehr entspannt.
Aber wenn das Kind auszutrocknen droht, möchte man halt nicht ein paar Löffelchen Wasser oder Tee geben, sondern, das Kind RICHTIG trinkt. Der Kinderarzt sagte dann auch ich solle ihr weiterhin Tee geben und viel Zucker rein tun damit sie zu Kräften kommt. Da es ihr wirklich elend ging, war ich da auch zu bereit obwohl ich ansonsten natürlich keinen Zucker ins Essen oder in die Getränke gebe. Ich erwähnte dann gegenüber dem Kinderarzt nochmal dass meine Tochter Tee ganz schlecht annimmt und er sagte dann, dass ich 2/3 Tee mit 1/3 Milch mischen dürfte.
Habe ich dann versucht. Aus der Flasche nahm sie es gar nicht (an dieser Stelle muss ich erwähnen, dass meine Tochter ansonsten kein Problem mit dem Trinken aus der Flasche hat! Aber scheinbar nur nicht wenn (abgepumpte) Muttermilch drin ist.) Dann habe ich die Flasche aufgeschraubt und ihr das Zeug auf dem Löffel gegeben. Sie nahm aber nur 5-6 Löffel und das erschien mir einfach zu wenig, denn sie hatte seit über sechs Stunden nur diese paar Löffel Tee gehabt und ja vorher zweimal ebrochen.
Dann setzte sich irgendwie mein Bauchgefühl durch und ich schnappte sie mir und hab sie einfach doch gestillt. Sie hat dann gut getrunken! Später am Abend nochmals und am nächsten Morgen auch. Erbrochen hat sie nicht mehr. Beim Kontrollbesuch beim Arzt war sie dann wie ausgewechselt, das Fieber war weg
Ich bin menschlich und fachlich ansonsten sehr zufrieden mit dem Kinderarzt!! Deswegen bin ich so unsicher jetzt... War das fahrlässig zu stillen? Es fühlte sich so richtig an! Nun hatte sie aber ja tatsächlich zweimal Muttermilch erbrochen.
Ich hätte daher gerne mal eine Expertenmeinung. Sollte man bei Fieber und Erbrechen nicht stillen??
Grundsätzlich bin ich auch traurig, dass ich inzwischen von vielen Leuten als etwas abnorm behandelt werde, weil ich noch stille. Ich wollte eigentlich ohnehin nur das erste Jahr stillen (kann natürlich sein, dass ich meine Meinung noch ändere). Ich habe erst Ende des 6. Monats Beikost eingeführt (weil meine Tochter mir vorher nicht beikostreif erschien) und es heißt doch immr die Einführung von Beikost gelingt besser, wenn man noch stillt. Warum wird man dann so komisch angeguckt, wenn man erwähnt dass man noch stillt
Im Moment stille ich wieder voll, da sie noch keinen Brei mag. Ich denke das ist für einige Tage okay, oder?

