Stillkrampf nach Flaschengabe auf Intensiv, Hilfe gesucht!
Verfasst: 02.05.2013, 13:32
Hallo,
habe in der Schwangerschaft schon immer hier gelesen und nun benötige ich tatsächlich Hilfe.
Ich habe am 19.04. meinen Sohn zur Welt gebracht. Für mich war die Geburt eine Katastrophe, mit Einleitung, auf die zu schnell zu schmerzhafte Wehen im Abstand von einer halben bis einer Minute folgten, sodaß eine PDA notwendig wurde. Das ganze endete dann in einem Geburtsstillstand aufgrund der Größe des KU meines Sohnes, der mit seiner Riesenmurmel (38cm) einfach nicht den Beckeneingang verlassen konnte. Ich also ab in den OP zur Sectio.
Kind hatte dann grünes Fruchtwasser geschluckt und wurde auf die Kinderintensiv verlegt.
Immerhin, wurde er mir direkt aus dem Bauch kurz auf die Brust gelegt, allerdings nicht die nackte und mein Mann hat, bevor der Kleine endgültig auf der Intensiv verschwand noch dafür gesorgt, daß ich ihn noch mal 2 Min. bekam. Dafür werde ich ihm ewig dankbar sein.
Auf der Kinderintensiv bekam er Sauerstoff und wurde überwacht, aber soweit ging es ihm ganz gut. Ich fand mich auf der Frauenstation wieder, zusammen mit einer anderen Frau auf dem Zimmer, die ihr Baby bei sich hatte. Für mich ziemlich grausam, aber nur ein weiteres Steinchen, an dem ich noch einiges zu knabbern haben werde.
Nach zwei Tagen hat sich wieder mein Mann durchgesetzt und so lange rumgenervt, bis ich endlich mit meinem Sohn zusammen auf ein Zimmer kam, auf dem er auch überwacht werden konnte. Ich glaube, sonst hätten die ihn und mich einfach weiter getrennt gelassen.
Zu diesem Zeitpunkt hatte der Kleine auf der Intensiv Nahrung per Flasche bekommen, sie haben ihm sogar einen Schnuller gegeben, den er aber verweigert hat.
Wenn ich nicht so fertig gewesen wäre, hätte ich die rund gemacht. Als wir endlich zusammen auf einer anderen Station waren, wurde stillfreundlich zugefüttert, per Spritze, aber da war die Flasche natürlich schon passiert und im OP konnte ich ihn nicht anlegen. Das erste, was er zu nuckeln bekam, war die Falsche.
Ich habe noch am Tag des KS mit Abpumpen begonnen, beide Brüste, je 15 Min. in der 7-5-3 Taktung. Stillhütchen bekam ich auch noch, aber damit er überhaupt mal gesaugt hat, war schon große Geduld und Kampf nötig. Er hat immer den Kopf hin-und hergeschüttelt und an der Brust geweint und sich weggedrückt, wenn er gemerkt hat, daß nicht sofort was kam.
Ich habe dann mit einer Spritze neben das Stillhütchen in seinen Mund immer wieder ein bißchen Pre träufeln lassen, damit er saugt und so hat er gelernt, ein wenig an der Brust zu trinken.
Allerdings bekam er nicht genug, sodaß ich weiter zufüttern musste.
Zu Hause schließlich, wurde entschieden, daß wir mehr zufüttern müssen, weil er die 10% geknackt hatte. Das sollten wir dann per Fläschchen machen, denn mittlerweile klappte das Anlegen an die Brust mit Hütchen ganz gut. Nach einer Nacht mit Flasche hat er dann am nächsten Morgen überhaupt nicht mehr gesaugt und ich war völlig fertig mit den Nerven.
Wir haben schließlich eine Methode entwickelt, ihn wieder zum Saugen zu bringen: Stillhütchen in den Mund, Finger verschließt die Löcher und löst den Saugreflex aus - Immer wenn er saugt, wird mit der Spritze ein wenig MuMi oder Pre ins Hütchen geträufelt, damit er was bekommt.
Hat etwas von einer kleinen Mastgans, aber damit haben wir es geschafft, daß er erstens zunimmt und zweitens wieder an der Brust saugt.
Durch kontinuierliches Abpumpen habe ich meine Milchmenge mittlerweile auch soweit gesteigert, daß es ihm reichen könnte, aller zwei- drei Stunden kommen so 100- 120 ml zusammen.
Im Moment sind wir dabei, die Pre-Nahrung komplett zu eliminieren, er bekommt aber noch etwa 1-2 Mahlzeiten Pre.
Ich lege Ihn auch an, zumindest, wenn ich entspannt bin, denn ich habe festgestellt, daß sonst der Horror wieder losgeht und ich denke, daß macht mich unentspannt und ihn auch. Dann klappt es nicht und ich habe ebenfalls festgestellt, daß ich jedesmal mit reduzierter Milchmenge reagiere, wenn ich mich beim Stillen so stresse.
Wenn das Anlegen klappt, immer noch mit Hütchen, dann saugt er mitlerweile auch 10-20 Min ausdauernd. Hin- und wieder gibt es Rückschläge, sodaß ich wieder auf die Träufel-Methode zurückgreife, damit er an der Brust weiter trinkt.
Problematisch ist das Anlegen, ohne die Milch vorher anzusaugen, das klappt leider gar nicht. Ich muss also immer ein wenig vorpumpen, damit gleich was kommt. Derzeit trinkt er auch nur gut von der rechten Brust, ich arbeite im Moment daran, ihn auch an die Linke zu bekommen, ich danke, das klappt soweit ganz gut.
Sind wir beide entspannt, biete ich auch mal die Brustwarze ohne Hütchen an, er bekommt sie auch gut zu fassen, denke ich, mit Warzenvorhof. Bisher saugt er allerdings gar nicht daran.
Unsere Baustellen sind derzeit:
a) Trinken, ohne vorher Milch hochzupumpen. (Mache ich das nicht, schüttelt er wieder den Kopf hin und her, brüllt und weint, und drückt sich weg.)
b) Trinken von beiden Brüsten, ohne noch extra mit der Hütchen-Spritze-Methode extra MuMi oder Pre nachzufüttern.
c) Die blöden Hütchen abschaffen. Wobei ich sehr dankbar bin, daß es die Dinger gibt, ohne wäre er jetzt warhscheinlich ein reines Flaschenkind.
Windeln haben wir bestimmt 6 schwere, nasse und 1-3x Stuhlgang am Tag.
So ich hoffe, das war ein Einblick, mit dem man was anfangen kann, in unsere Situation.
Ich bin wirklich willens, alles zu tun, was nötig ist, um ihn an die blanke Brust zu bekommen, viel mehr Aufwand kann's ja nun auch kaum noch werden.
Ich hoffe wirklich auf Hilfe, denn irgendwie, scheinen wir ein wenig festzustecken.
habe in der Schwangerschaft schon immer hier gelesen und nun benötige ich tatsächlich Hilfe.
Ich habe am 19.04. meinen Sohn zur Welt gebracht. Für mich war die Geburt eine Katastrophe, mit Einleitung, auf die zu schnell zu schmerzhafte Wehen im Abstand von einer halben bis einer Minute folgten, sodaß eine PDA notwendig wurde. Das ganze endete dann in einem Geburtsstillstand aufgrund der Größe des KU meines Sohnes, der mit seiner Riesenmurmel (38cm) einfach nicht den Beckeneingang verlassen konnte. Ich also ab in den OP zur Sectio.
Kind hatte dann grünes Fruchtwasser geschluckt und wurde auf die Kinderintensiv verlegt.
Immerhin, wurde er mir direkt aus dem Bauch kurz auf die Brust gelegt, allerdings nicht die nackte und mein Mann hat, bevor der Kleine endgültig auf der Intensiv verschwand noch dafür gesorgt, daß ich ihn noch mal 2 Min. bekam. Dafür werde ich ihm ewig dankbar sein.
Auf der Kinderintensiv bekam er Sauerstoff und wurde überwacht, aber soweit ging es ihm ganz gut. Ich fand mich auf der Frauenstation wieder, zusammen mit einer anderen Frau auf dem Zimmer, die ihr Baby bei sich hatte. Für mich ziemlich grausam, aber nur ein weiteres Steinchen, an dem ich noch einiges zu knabbern haben werde.
Nach zwei Tagen hat sich wieder mein Mann durchgesetzt und so lange rumgenervt, bis ich endlich mit meinem Sohn zusammen auf ein Zimmer kam, auf dem er auch überwacht werden konnte. Ich glaube, sonst hätten die ihn und mich einfach weiter getrennt gelassen.
Zu diesem Zeitpunkt hatte der Kleine auf der Intensiv Nahrung per Flasche bekommen, sie haben ihm sogar einen Schnuller gegeben, den er aber verweigert hat.
Wenn ich nicht so fertig gewesen wäre, hätte ich die rund gemacht. Als wir endlich zusammen auf einer anderen Station waren, wurde stillfreundlich zugefüttert, per Spritze, aber da war die Flasche natürlich schon passiert und im OP konnte ich ihn nicht anlegen. Das erste, was er zu nuckeln bekam, war die Falsche.
Ich habe noch am Tag des KS mit Abpumpen begonnen, beide Brüste, je 15 Min. in der 7-5-3 Taktung. Stillhütchen bekam ich auch noch, aber damit er überhaupt mal gesaugt hat, war schon große Geduld und Kampf nötig. Er hat immer den Kopf hin-und hergeschüttelt und an der Brust geweint und sich weggedrückt, wenn er gemerkt hat, daß nicht sofort was kam.
Ich habe dann mit einer Spritze neben das Stillhütchen in seinen Mund immer wieder ein bißchen Pre träufeln lassen, damit er saugt und so hat er gelernt, ein wenig an der Brust zu trinken.
Allerdings bekam er nicht genug, sodaß ich weiter zufüttern musste.
Zu Hause schließlich, wurde entschieden, daß wir mehr zufüttern müssen, weil er die 10% geknackt hatte. Das sollten wir dann per Fläschchen machen, denn mittlerweile klappte das Anlegen an die Brust mit Hütchen ganz gut. Nach einer Nacht mit Flasche hat er dann am nächsten Morgen überhaupt nicht mehr gesaugt und ich war völlig fertig mit den Nerven.
Wir haben schließlich eine Methode entwickelt, ihn wieder zum Saugen zu bringen: Stillhütchen in den Mund, Finger verschließt die Löcher und löst den Saugreflex aus - Immer wenn er saugt, wird mit der Spritze ein wenig MuMi oder Pre ins Hütchen geträufelt, damit er was bekommt.
Hat etwas von einer kleinen Mastgans, aber damit haben wir es geschafft, daß er erstens zunimmt und zweitens wieder an der Brust saugt.
Durch kontinuierliches Abpumpen habe ich meine Milchmenge mittlerweile auch soweit gesteigert, daß es ihm reichen könnte, aller zwei- drei Stunden kommen so 100- 120 ml zusammen.
Im Moment sind wir dabei, die Pre-Nahrung komplett zu eliminieren, er bekommt aber noch etwa 1-2 Mahlzeiten Pre.
Ich lege Ihn auch an, zumindest, wenn ich entspannt bin, denn ich habe festgestellt, daß sonst der Horror wieder losgeht und ich denke, daß macht mich unentspannt und ihn auch. Dann klappt es nicht und ich habe ebenfalls festgestellt, daß ich jedesmal mit reduzierter Milchmenge reagiere, wenn ich mich beim Stillen so stresse.
Wenn das Anlegen klappt, immer noch mit Hütchen, dann saugt er mitlerweile auch 10-20 Min ausdauernd. Hin- und wieder gibt es Rückschläge, sodaß ich wieder auf die Träufel-Methode zurückgreife, damit er an der Brust weiter trinkt.
Problematisch ist das Anlegen, ohne die Milch vorher anzusaugen, das klappt leider gar nicht. Ich muss also immer ein wenig vorpumpen, damit gleich was kommt. Derzeit trinkt er auch nur gut von der rechten Brust, ich arbeite im Moment daran, ihn auch an die Linke zu bekommen, ich danke, das klappt soweit ganz gut.
Sind wir beide entspannt, biete ich auch mal die Brustwarze ohne Hütchen an, er bekommt sie auch gut zu fassen, denke ich, mit Warzenvorhof. Bisher saugt er allerdings gar nicht daran.
Unsere Baustellen sind derzeit:
a) Trinken, ohne vorher Milch hochzupumpen. (Mache ich das nicht, schüttelt er wieder den Kopf hin und her, brüllt und weint, und drückt sich weg.)
b) Trinken von beiden Brüsten, ohne noch extra mit der Hütchen-Spritze-Methode extra MuMi oder Pre nachzufüttern.
c) Die blöden Hütchen abschaffen. Wobei ich sehr dankbar bin, daß es die Dinger gibt, ohne wäre er jetzt warhscheinlich ein reines Flaschenkind.
Windeln haben wir bestimmt 6 schwere, nasse und 1-3x Stuhlgang am Tag.
So ich hoffe, das war ein Einblick, mit dem man was anfangen kann, in unsere Situation.
Ich bin wirklich willens, alles zu tun, was nötig ist, um ihn an die blanke Brust zu bekommen, viel mehr Aufwand kann's ja nun auch kaum noch werden.
Ich hoffe wirklich auf Hilfe, denn irgendwie, scheinen wir ein wenig festzustecken.