Erhaltungsbedarf bei Lungenentzündung

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Karinke
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Erhaltungsbedarf bei Lungenentzündung

Beitrag von Karinke »

Nun wäre ich doch froh um etwas rückenstärkung:

Seit Mittwoch Abend bin ich mit J hospitalisiert wegen einer Lungenentzündung.
Da ein venenzugang nicht gelegt werden konnte (9 versuche) wurde das AB oral verabreicht. Allerdings wollten sie vom Spital her gerne auch gleich zusätzliche Flüssigkeit iv geben, was dann aber nicht möglich war. Ich bot ums stillen wegen an, stillprobe-Buch zu führen. Der Rest sollte nachsondiert werden.
Basierend auf ihrem Ausgangsgewicht von 8300 nackt/nüchtern sprach man von 1000 ml die sie trinken müsste.
Da dies nicht erreicht wurde, korrigierte man auf 800ml soll.
Aber auch das schaffen wir nicht, und das Gewicht scheint rückläufig.

Was kann ich am stillmanagement noch optimieren? Braucht J wirklich einfach nicht mehr?

26.4:
02:00 - 80g
06:15 - 80g
09:00 - 50g
09.40 - 60g
12.40 - 70g
14.10 - 60g
15.40 - 120g
18.20 - 40g
20.25 - 40g
22.00 - 65g

27.4:
00.50 - 75g
04.30 - 60g
09.00 - 70g
10.05 - 55g
13.20 - 100g
15.00 - 55g
16.30 - 30g
17.45 - 65g
20.00 - 50g
22.00 - 125g


Dazwischen schläft sie eigentlich immer.
Die Urinkonzentriertheitskonzrolle war unauffällig. Viel pinkeln tut sie aber nicht. Häufiger wechsle ich "feuchtefurz-Windeln", die eine Portion schleimigen Stuhl innehalten.

Wir kämpfen oft gegen Ablenkung, und gegen die verstopfte (flüssigschleimige) Nase, so wie den sauerstoffschlauch.
Irgendwie stehe ich mir gerade auf dem Schlauch, wo ich konkret ansetzen soll. Was ich spontan wusste habe ich optimiert. So zb wieder vermehrt liegend zu stillen, Ruhe zu schaffen, trinkanimation, wechselstillen, viel Nähe und kuscheleinheiten…
Was ginge noch?


Danke euch schon jetzt!
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Lösche Benutzer 8465

Re: Erhaltungsbedarf bei Lungenentzündung

Beitrag von Lösche Benutzer 8465 »

Hej karinke,
Fachlich beitragen kann ich nicht, aber wenn du magst lass ich dir nen knuddler hier ((()))
Liäbs grüessli, eski


**********Entschuldigt bitte die Rechtschreibefehler - das Tablet macht nicht immer was ich will...
katpaje
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Re: Erhaltungsbedarf bei Lungenentzündung

Beitrag von katpaje »

Ach je :-( Deja vue...

Wir haben ohne Infusion nie die Kurve bekommen bei den Lungenentzündungen, weil das Kind auch zu schwach war um übers Stillen genügend aufzunehmen.

Einen Rat habe ich auch nicht, ich war immer ganz dankbar, wenn die infusion lag (hat sie doch die Lage akut entspannt), kenne aber auch diese unzähligen Versuche, selbige ins Kind zu bekommen. Schrecklich.

ich wünsche euch schnelle Besserung und eine möglichst ruhige Nacht! Alles Gute der kleinen Maus!


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Lieben Gruß von mir mit Herrn P. (09/03), Mausi (07/07), Mops (11/10) und Frl. Mittendrein Zwetschge (07/13)
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Re: Erhaltungsbedarf bei Lungenentzündung

Beitrag von Mondenkind »

Aus dem Becher Getränke anbieten nimmt sie nicht an? Das darf bei einem kranken Kind ruhig auch mal was anderes sein als nur Wasser, Saftschorle zB. Ein leicht rückläufiges Gewicht bei einem kranken, schlecht essenden und trinkenden Kind sagt nichts aus.
Liebe Grüße, Mondenkind, Modteam Stillberatung

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Karinke
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Re: Erhaltungsbedarf bei Lungenentzündung

Beitrag von Karinke »

Du meinst, die Menge gar nicht über mumi zu decken?
Mein Gedankengang war, dass der vorhandene Schleim das magenvolumen so verkleinert, dass wir uns ganz auf stillen konzentrieren und sämtliche andere magenfüllung minimieren, da die trinkmenge von Wichtigkeit ist, diese aber gut zu verwertende Kalorien enthalten soll. Beim essen biete ich ihr etwas Fingerfood, konzentrieren uns aber auch mangels Interesse ihrerseits aufs stillen.
Es ist auch nicht milchmangel meinerseits, ich muss paralell dazu ja entlastungspumpen, bzw Stille Tandem.
Ich Kriege einfach nicht mehr ins Kind…
Du meinst, neues zu probieren, würde motivierend helfen?

Das nacktgewicht heute war selbiges wie gestern - 8230g

Sehr eng sind wir schon nicht. Urin lassen wir auch nochmal überprüfen. Es ist einfach etwas unwohlig die vorgegebenen 800ml nicht zu erfüllen, wobei die wägerei schon so n Ding ist… eine seca-digitalwaage…
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Re: Erhaltungsbedarf bei Lungenentzündung

Beitrag von Mondenkind »

Ich frage, weil ich es ganz normal finden würde, wenn ein Beikost essendes Kind seinen Flüssigkeitsbedarf nicht mehr vollständig über Mumi deckt. Das ist halt so, kein Kind stillt ewig voll. Und von Flüssigkeit mit Kalorien hattest Du nichts gesagt, Infusionen hätten ja auch keine Kalorien (abgesehen von Glucoseinfusionen). Wenn man meint, unbedingt eine bestimmte ml-Zahl erreichen zu müssen, dann verstehe ich nicht, warum das bei einem Beikost essenden Kind ausschließlich über Mumi geschehen soll. Und wenn sie isst, dann biete ich dazu Trinken an, das steht für mich völlig außer Frage. Was sie annehmen will, das nimmt sie an. Und wenn sie nicht mehr trinken will und dabei gut zu Wege ist, dann sehe ich keinen Grund, sie zu mehr zu zwingen. Dass man bei einer Lungenentzündung abnimmt, ist nur verständlich. Das ginge mir auch so, jedem geht das so, Krankheit zehrt.
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Re: Erhaltungsbedarf bei Lungenentzündung

Beitrag von Karinke »

Dass wir mumi rechnen ist, weil sie nichts nennenswertes isst bisher und eben, im krankzustand kein Interesse zeigt.
Mit Kalorien aus dem Gedanke heraus, nicht ein abnehmen herbei zu führen durch kalorienfreie magenfüller.
Dann versuche ich also einfach zu Vertrauen, dass sie auch jetzt sich holt, was sie braucht, und lasse die erreichten 750ml gut sein.

Es irritierte einfach, weil von spitalaeite ein Mehrbedarf an Flüssigkeit kommuniziert wurde wegen der schleimbildung.
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Re: Erhaltungsbedarf bei Lungenentzündung

Beitrag von Mondenkind »

Ist ja auch verständlich, wenn sie nichts essen mag. Aber ob sie da ein paar ml mehr oder weniger trinkt... Ich fürchte, dass ist halt deren Vorgabe, was geschieht, wenn sie die nicht erreicht, wirst Du mit denen aushandeln müssen... Gute Besserung auf jeden Fall!
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Re: Erhaltungsbedarf bei Lungenentzündung

Beitrag von Karinke »

Das ist so. Mit den 750 und dem Versuch den Urin zu kontrollieren machen sie auch nichts weiter.

Eben für mich wäre einzig gut zu wissen ob ich noch was optimieren könnte im Management, oder ob ich das bestehende als gegeben akzeptieren soll.
Optimieren vom stillmanagement her, bzw in den wachphasen ihr noch zusätzlich mit weiterer Flüssigkeit nach springen, oder mal 2h zulassen ohne dem essen nach zu springen.
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