Kontrastmittel und Stillen
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under30
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Kontrastmittel und Stillen
Hallo,
morgen bekomme ich ein Kopf-MRT gemacht. Es kann sein, dass ich Kontrastmittel gespritzt bekomme. Verträgt es sich mit Stillen oder muss ich das Stillen aussetzen?
Hat jemand damit Erfahrungen gesammelt?
Theresa
morgen bekomme ich ein Kopf-MRT gemacht. Es kann sein, dass ich Kontrastmittel gespritzt bekomme. Verträgt es sich mit Stillen oder muss ich das Stillen aussetzen?
Hat jemand damit Erfahrungen gesammelt?
Theresa
Theresa mit Nasenzwerg 2/2011 und großer Kampfzicke 8/2007
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maikeferl
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Re: Kontrastmittel und Stillen
Ich würde jetzt mal ganz spontan "ja" sagen.
Ich bekam auf das Kontrastmittel sogar eine allergische Reaktion, ist zwar schon Jahre her und das Mittel soll besser geworden sein aber trotzdem.
Ich würde es ansprechen, dass du stillst und ob sie es weglassen können.
Ich bekam auf das Kontrastmittel sogar eine allergische Reaktion, ist zwar schon Jahre her und das Mittel soll besser geworden sein aber trotzdem.
Ich würde es ansprechen, dass du stillst und ob sie es weglassen können.
- Katha
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Re: Kontrastmittel und Stillen
Zu müde f. die Suche, aber gibt über die Suche Threads dazu. Hängt wohl auch davon ab, welches Mittel (aber bin Laie und total müde)
Katha mit dem Hasen *01/2012
"Eure Kinder sind nicht eure Kinder.
Sie sind die Söhne und Töchter der Sehnsucht des Lebens nach sich selber.
Sie kommen durch euch, aber nicht von euch, Und obwohl sie mit euch sind, gehören sie euch doch nicht.
Ihr dürft ihnen eure Liebe geben, aber nicht eure Gedanken, Denn sie haben ihre eigenen Gedanken." Khalil Gibran[/color]
Viel vom iPhone, Buchstabendreher, Tippfehler... inkl. [/size]
"Eure Kinder sind nicht eure Kinder.
Sie sind die Söhne und Töchter der Sehnsucht des Lebens nach sich selber.
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- Katha
- Dipl.-SuT
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Re: Kontrastmittel und Stillen
Generell soll der Radiologe mit Embryotox telefonieren 
Katha mit dem Hasen *01/2012
"Eure Kinder sind nicht eure Kinder.
Sie sind die Söhne und Töchter der Sehnsucht des Lebens nach sich selber.
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Lösche Benutzer 8492
Re: Kontrastmittel und Stillen
Ich habe das bei der Terminabsprache gefragt, mein MRT wird ohne Kontrastmittel gemacht, wurde extra vermerkt.
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Lösche Benutzer 14141
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Re: Kontrastmittel und Stillen
Falls KM doch erforderlich sein soll: für mind. 24 Std. Stillen unterbrechen. Empfohlen werden aber 48 Std. , da es doch toxisch ist. http://www.diagnosia.com/de/medikament/ ... onsloesung. Das Gleiche gil für jodhaltiges - KM beim Computertomographie.
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jusl
- Jusl Almighty
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Re: Kontrastmittel und Stillen
Liebe Pansi,
meist nützt es wenig, nur die Beipackzettel zu verlinken, denn die darin aufgeführten Einschränkungen haben bekanntermaßen eher einen juristischen als einen medizinischen Hintergrung.
Eine unabhängige Quelle für Arzneimittel in Schwangerschaft und Stillzeit ist z.B. die Embryonaltoxikologie, und die schreibt das hier zum Thema Kontrastmittel.
In jedem Falle ist es so, dass wenn der Hersteller eine 24-Stunden-Pause angibt, definitiv KEINE 48-Stunden-Pause notwendig ist - die Hersteller geben immer die "maximale Sicherheitsstufe" an, um juristisch abgesichert zu sein.
Davon abgesehen ist die Anweisung "für mind. 24 Stunden unterbrechen" definitiv zu pauschal und damit falsch. Die Abschätzung einer möglicherweise sinnvollen Stillpause kann nur individuell erfolgen, in Abhängigkeit von körperlichen Eigenschaften der Mutter, Alter des Kindes, Stillhäufigkeit, Dosierung des KM und weiteren med. Maßnahmen, die Einfluss auf den Abbau des KM haben können.
LG
Julia
meist nützt es wenig, nur die Beipackzettel zu verlinken, denn die darin aufgeführten Einschränkungen haben bekanntermaßen eher einen juristischen als einen medizinischen Hintergrung.
Eine unabhängige Quelle für Arzneimittel in Schwangerschaft und Stillzeit ist z.B. die Embryonaltoxikologie, und die schreibt das hier zum Thema Kontrastmittel.
In jedem Falle ist es so, dass wenn der Hersteller eine 24-Stunden-Pause angibt, definitiv KEINE 48-Stunden-Pause notwendig ist - die Hersteller geben immer die "maximale Sicherheitsstufe" an, um juristisch abgesichert zu sein.
Davon abgesehen ist die Anweisung "für mind. 24 Stunden unterbrechen" definitiv zu pauschal und damit falsch. Die Abschätzung einer möglicherweise sinnvollen Stillpause kann nur individuell erfolgen, in Abhängigkeit von körperlichen Eigenschaften der Mutter, Alter des Kindes, Stillhäufigkeit, Dosierung des KM und weiteren med. Maßnahmen, die Einfluss auf den Abbau des KM haben können.
LG
Julia
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Lösche Benutzer 14141
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Re: Kontrastmittel und Stillen
HAllo Julia,
hab jetzt diverse Seiten hier im Forum durchgeblättert und gesehen, dass es dazu schon etliche Diskussionen gab und dass du dich damit offensichtlich gut auskennst (Physikerin/Ärztin?) . Sorry wenn mein vorherrige Antwort zu pauschal war und die verlinkte Seite zu unprofessionell. Dann nehme ich alle pauschalen Aussagen zurück und sage wie es bei uns in der Radiologie (Uniklinikum mit StrokkeUnitstation, sehr viele Schwangere/stillende Pat, Früchenintensiv, Kinderonko usw.) gehandhabt wird: Pat. werden schriftlich übers Risiken aufgeklärt und entscheiden selber ob die KM ablehnen oder nicht. Empfohlen wird grundsätzlich 24 h abzustillen. Laut letzten Studien der Pharmazie wären 48h am sichersten. Natürlich versuchen wir damit uns juristisch abzusichern. Die Leitlinie ändert sich auch ständig, laut unseren Oberärzten sollen Pat. über 48h Stillpause aufgeklärt werden.
Ich masse mir aber nicht an letzte Instanz zu sein, es sind nur praxiserfahrungen aus fünf Jahren CT und MRT Routinebetrieb
Grüß
hab jetzt diverse Seiten hier im Forum durchgeblättert und gesehen, dass es dazu schon etliche Diskussionen gab und dass du dich damit offensichtlich gut auskennst (Physikerin/Ärztin?) . Sorry wenn mein vorherrige Antwort zu pauschal war und die verlinkte Seite zu unprofessionell. Dann nehme ich alle pauschalen Aussagen zurück und sage wie es bei uns in der Radiologie (Uniklinikum mit StrokkeUnitstation, sehr viele Schwangere/stillende Pat, Früchenintensiv, Kinderonko usw.) gehandhabt wird: Pat. werden schriftlich übers Risiken aufgeklärt und entscheiden selber ob die KM ablehnen oder nicht. Empfohlen wird grundsätzlich 24 h abzustillen. Laut letzten Studien der Pharmazie wären 48h am sichersten. Natürlich versuchen wir damit uns juristisch abzusichern. Die Leitlinie ändert sich auch ständig, laut unseren Oberärzten sollen Pat. über 48h Stillpause aufgeklärt werden.
Ich masse mir aber nicht an letzte Instanz zu sein, es sind nur praxiserfahrungen aus fünf Jahren CT und MRT Routinebetrieb
Grüß
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jusl
- Jusl Almighty
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Re: Kontrastmittel und Stillen
Vielen Dank für Deine Antwort - zu diesen letzten Studien wäre ich für eine Quellenangabe dankbar.Laut letzten Studien der Pharmazie wären 48h am sichersten.
Praxiserfahrungen und Routine sind wertvoll, keine Frage, aber wie unzählige Beispiele zeigen, sind sie kein Garant für sinnvolles Vorgehen. Man denke bloß an die routinemäßige Zufütterung von Neugeborenen, was den Stillerfolg erheblich gefährden kann, oder an die Praxiserfahrungen von Hebammen und anderem KH-Personal, die ihre Patienten nicht so behandeln können, wie es sinnvoll wäre, weil eben andere Strukturen, Sachzwänge oder Lehrmeinungen an dem Haus herrschen.
Die pauschale Empfehlung, 48 anstatt 24 Stunden Stillpause einzuhalten (zumal auch der Hersteller nur 24 Std. angibt), kann ERHEBLICHE Auswirkungen auf Mütter und Kinder haben. Deshalb sollte diese Empfehlung unbedingt sehr genau hinterfragt werden, das muss schon erlaubt sein
LG
Julia
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Lösche Benutzer 14141
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Re: Kontrastmittel und Stillen
Quellenangaben habe ich nicht parat, da es eine Fortbildung durch Pharmavertreter war, wovon ich leider keine Unterlagen mehr besitze und durch BV nicht mehr so schnell an den Anweisungsordner kommen würde.
Wie ich schon gesagt habe, wollte ich keine These aufstellen, sondern rein praxisbezogen berichten.Es KANN erhebliche toxische Auswirkung haben. Die Quellen sind leider aus 2010-2011 "Anwendung während der Schwangerschaft und Stillzeit
Während der Schwangerschaft wird die Anwendung Gd-haltiger Kontrastmittel wegen der Möglichkeit
der Akkumulation von Gadolinium in Humangeweben
nicht empfohlen. Es werden zwar nur kleine
Mengen Gadoliniums in die menschliche Muttermilc
h ausgeschieden, aber die nicht ausgereiften
fetalen Nieren könnten die Exkretion von Gadolin
ium verzögern, was zu der Möglichkeit einer
Langzeitakkumulation von Gadolinium in Geweben führ
t. Deshalb wird empfohlen, dass alle Patienten,
die Gd-haltige Kontrastmittel mit hohem NSF-Risiko
erhalten, das Stillen für mindestens 24 Stunden
einstellen. Bei allen anderen Gd-haltigen Kontrast
mitteln bleibt die Fortsetzung oder Aussetzung des
Stillens dem Ermessen der Mutter nach Konsultation mit dem Arzt überlassen." http://www.bfarm.de/SharedDocs/1_Downlo ... cationFile , http://www.akdae.de/Arzneimittelsicherh ... 100903.pdf Entscheiden muss, wie es hier im Forum schon mehrfach betont wurde, jeder für sich selber was für ihn vertretbar ist .
P.S.: Garantien gibt es nie, z.B. dürften jahrelang schwangere Mittarbeiterinnen am MRT beschäftigt werden, laut aktuelle StrSchV (und unseren Betriebsarzt)wurden MRT-Scann-Räume für absolute Sperrbereich erklärt. So schnell kann es sich ändern...
LG Anne
Wie ich schon gesagt habe, wollte ich keine These aufstellen, sondern rein praxisbezogen berichten.Es KANN erhebliche toxische Auswirkung haben. Die Quellen sind leider aus 2010-2011 "Anwendung während der Schwangerschaft und Stillzeit
Während der Schwangerschaft wird die Anwendung Gd-haltiger Kontrastmittel wegen der Möglichkeit
der Akkumulation von Gadolinium in Humangeweben
nicht empfohlen. Es werden zwar nur kleine
Mengen Gadoliniums in die menschliche Muttermilc
h ausgeschieden, aber die nicht ausgereiften
fetalen Nieren könnten die Exkretion von Gadolin
ium verzögern, was zu der Möglichkeit einer
Langzeitakkumulation von Gadolinium in Geweben führ
t. Deshalb wird empfohlen, dass alle Patienten,
die Gd-haltige Kontrastmittel mit hohem NSF-Risiko
erhalten, das Stillen für mindestens 24 Stunden
einstellen. Bei allen anderen Gd-haltigen Kontrast
mitteln bleibt die Fortsetzung oder Aussetzung des
Stillens dem Ermessen der Mutter nach Konsultation mit dem Arzt überlassen." http://www.bfarm.de/SharedDocs/1_Downlo ... cationFile , http://www.akdae.de/Arzneimittelsicherh ... 100903.pdf Entscheiden muss, wie es hier im Forum schon mehrfach betont wurde, jeder für sich selber was für ihn vertretbar ist .
P.S.: Garantien gibt es nie, z.B. dürften jahrelang schwangere Mittarbeiterinnen am MRT beschäftigt werden, laut aktuelle StrSchV (und unseren Betriebsarzt)wurden MRT-Scann-Räume für absolute Sperrbereich erklärt. So schnell kann es sich ändern...
LG Anne