Fragen an mehrjährig stillende Mütter
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Sussa
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Fragen an mehrjährig stillende Mütter
Hallo ihr Lieben. Ich bin schon eine Weile am Grübeln. Thema: Stillen über das zweite Lebensjahr hinaus.
Zum Verständnis muss ich ein bisschen ausholen.
Ich lebe in einer ziemlich rückständigen Gegend. In den meisten Lebensbereichen habe ich das Gefühl, dass wir 20 Jahre zurück liegen. In Bezug auf Mutterschaft und Kinder bedeutet das:
- das Krankenhaus hat deutschlandweit eine der höchsten Kaiserschnittraten (43%).
- Neumütter werden extrem bearbeitet, das Kind Nachts im Kinderzimmer zu deponieren und zuzufüttern.
- etwa die Hälfte der mir bekannten Hebammen (hab früher beruflich mit einigen zu tun gehabt) sind glühende Verfechter der Ansicht "alle drei Stunden stillen reicht, alles andere ist überflüssig".
Vielleicht versteht ihr so, wie sich meine Fragen ergeben. Das Internet ist einfach meine einzige Informationsquelle.
- Wie seid Ihr ans Langzeitstillen gekommen? War es von Anfang an geplant oder hat es sich selbst ergeben?
- gibt das Kind den Impuls (und wie? Kommt es und grabbelt am Pulli rum oder sagt es, dass es an die Brust will?) oder gebt ihr ihn im Sinne von 'Kind, komm her, Zeit fürs Abendessen!' ?
- habt ihr ein Alterslimit oder werdet ihr einfach abwarten, bis das Kind nicht mehr will?
- wie hat euer Umfeld darauf reagiert? Und wie seid ihr damit umgegangen? (Ich kann mir schon vorstellen, wie es hier abgehen wird, wenn ich länger als 6 Monate stillen werde. Was ich werde.)
Ich habe so eine Freude am Stillen, ich will stillen, solange es geht. Das Argument, 'warum artfremde Milch, wenn auch Menschenmilch da ist' lässt mich nicht mehr los.
Zum Verständnis muss ich ein bisschen ausholen.
Ich lebe in einer ziemlich rückständigen Gegend. In den meisten Lebensbereichen habe ich das Gefühl, dass wir 20 Jahre zurück liegen. In Bezug auf Mutterschaft und Kinder bedeutet das:
- das Krankenhaus hat deutschlandweit eine der höchsten Kaiserschnittraten (43%).
- Neumütter werden extrem bearbeitet, das Kind Nachts im Kinderzimmer zu deponieren und zuzufüttern.
- etwa die Hälfte der mir bekannten Hebammen (hab früher beruflich mit einigen zu tun gehabt) sind glühende Verfechter der Ansicht "alle drei Stunden stillen reicht, alles andere ist überflüssig".
Vielleicht versteht ihr so, wie sich meine Fragen ergeben. Das Internet ist einfach meine einzige Informationsquelle.
- Wie seid Ihr ans Langzeitstillen gekommen? War es von Anfang an geplant oder hat es sich selbst ergeben?
- gibt das Kind den Impuls (und wie? Kommt es und grabbelt am Pulli rum oder sagt es, dass es an die Brust will?) oder gebt ihr ihn im Sinne von 'Kind, komm her, Zeit fürs Abendessen!' ?
- habt ihr ein Alterslimit oder werdet ihr einfach abwarten, bis das Kind nicht mehr will?
- wie hat euer Umfeld darauf reagiert? Und wie seid ihr damit umgegangen? (Ich kann mir schon vorstellen, wie es hier abgehen wird, wenn ich länger als 6 Monate stillen werde. Was ich werde.)
Ich habe so eine Freude am Stillen, ich will stillen, solange es geht. Das Argument, 'warum artfremde Milch, wenn auch Menschenmilch da ist' lässt mich nicht mehr los.
Zuletzt geändert von Mondenkind am 23.02.2014, 19:47, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Begriff "LZS" im Titel ersetzt
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Sussa mit Sussalinchen (10/2012)
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Re: Fragen an Langzeitstillerinnen
Sussa hat geschrieben:
- Wie seid Ihr ans Langzeitstillen gekommen? War es von Anfang an geplant oder hat es sich selbst ergeben?
Wir sind reingewachsen. Ich wollte aber stillen, so lang sie es braucht, das schloss für mich alles bis zum Ende des ersten Lebensjahres ein. Sie zeigte aber lange kein großes Interesse an Beikost und genießt das Stillen so unglaublich, dass es für mich noch nicht den Zeitpunkt gab, es ihr zu versagen.
- gibt das Kind den Impuls (und wie? Kommt es und grabbelt am Pulli rum oder sagt es, dass es an die Brust will?) oder gebt ihr ihn im Sinne von 'Kind, komm her, Zeit fürs Abendessen!' ?
zu 99,9 % melden sich die Kinder, wenn sie stillen wollen. Ich biete stillen bei der Großen nur noch an, wenn der Kleine schläft und mir eine Seite gerade überläuft.
- habt ihr ein Alterslimit oder werdet ihr einfach abwarten, bis das Kind nicht mehr will?
schwer zu sagen... Es gibt kein ultimatives Ende für mich, aber ab und an, verweigere ich das stillen der Großen, weil es mit 2 Kindern doch anstrengend ist und der Kleine vor geht.
- wie hat euer Umfeld darauf reagiert? Und wie seid ihr damit umgegangen? (Ich kann mir schon vorstellen, wie es hier abgehen wird, wenn ich länger als 6 Monate stillen werde. Was ich werde.)
Ich stille so selbstverständlich, dass selten blöde Kommentare kommen. Viele sind überrascht, dass man so lang stillen kann und will. Blöde Kommentare überhöre ich, oder sage nur dass ich es halt so mache. Punkt. Ich diskutiere gar nicht. Wozu auch? Jeder hat das Recht selbst seinen Weg zu wählen. Das gilt für mich ebenso wie für andere.
LG avoila mit der Elfe (10/10), dem Weihnachtsgeschenk (12/12), dem Wildfang (08/17) und der Lady on a Mission (05/21)
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Re: Fragen an Langzeitstillerinnen
Ich mag dir mal antworten:-)
Geplant war es beim Großn nicht, 23 Monate zu stillen und ich kenne hier auch niemanden, der auch nur ansatzweise so lange gestillt hat.
Er war halt immer ein eher schlechter Esser uhnd als ich dann mit 7 Monaten dachte, ich müsse nun- wie alle anderen auch -abstillen, gab es wehemenden Protest. Er hat die Beikost komplett verweigert und ich hab mich gefragt, was ich eigentlich für einen Blödsinn mache......und tief in mich hineingehorcht, warum ich eigentlich abstillen "will".......und festgestellt, dass die einzige Begrünunf in dem Drängen der Außenwelt liegt.
Ich hab dann zum Glück recht schnell den Absprung geschafft und bin unseren Weg gegangen. Weiter stillen nach Bedarf, lockere Beikosteinführung, Fingerfood usw.
Hm.....er ist halt gekommen, wenn er Durst hat und irgendwann haben wir eh nur noch morgens nd abends gestillt, zwischendurch auch mal zuhause, aber nicht mehr unterwegs.
Wenn er morgens wach geworden ist und ich ihn aus seinem Bett gehoben hat, hat er immer gestrahlt: Mama , Miiich.
Hach, das war soooo süß
Bei der zweiten war klar, dass ich stille, bis einer von uns nicht mehr mag. Nun mit 9 Monaten und keiner ersetzten mahlzeit bin ich wieder eine absolute Seltenheit. Dazu noch Fingerfood, was die meisten ganz erschreckend finden
Ich sag immer, dass es für mich vollkommen überflüssig ist, nun auf Kunstmilch umzustellen. Schließlich kauft auch niemand, der Hühner im Garten hat, seine Eier bei Aldi, oder der Bauer seine Milch im Tetrapack.
Geplant war es beim Großn nicht, 23 Monate zu stillen und ich kenne hier auch niemanden, der auch nur ansatzweise so lange gestillt hat.
Er war halt immer ein eher schlechter Esser uhnd als ich dann mit 7 Monaten dachte, ich müsse nun- wie alle anderen auch -abstillen, gab es wehemenden Protest. Er hat die Beikost komplett verweigert und ich hab mich gefragt, was ich eigentlich für einen Blödsinn mache......und tief in mich hineingehorcht, warum ich eigentlich abstillen "will".......und festgestellt, dass die einzige Begrünunf in dem Drängen der Außenwelt liegt.
Ich hab dann zum Glück recht schnell den Absprung geschafft und bin unseren Weg gegangen. Weiter stillen nach Bedarf, lockere Beikosteinführung, Fingerfood usw.
Hm.....er ist halt gekommen, wenn er Durst hat und irgendwann haben wir eh nur noch morgens nd abends gestillt, zwischendurch auch mal zuhause, aber nicht mehr unterwegs.
Wenn er morgens wach geworden ist und ich ihn aus seinem Bett gehoben hat, hat er immer gestrahlt: Mama , Miiich.
Hach, das war soooo süß
Bei der zweiten war klar, dass ich stille, bis einer von uns nicht mehr mag. Nun mit 9 Monaten und keiner ersetzten mahlzeit bin ich wieder eine absolute Seltenheit. Dazu noch Fingerfood, was die meisten ganz erschreckend finden
Ich sag immer, dass es für mich vollkommen überflüssig ist, nun auf Kunstmilch umzustellen. Schließlich kauft auch niemand, der Hühner im Garten hat, seine Eier bei Aldi, oder der Bauer seine Milch im Tetrapack.
Großzwerg 6/2009, Kleinzwerg 5/2012
Wir haben Langhaarkatzen.
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Re: Fragen an Langzeitstillerinnen
Bei mir hat es sich einfahc so ergeben. Mir war klar, dass ich stillen will, und ich "wusste" nach dem 6.Monat gibt es Beikost. Keine Mahnung mehr, ob ich gedacht habe, dass das dann das Still-ende ist, oder was, jedenfalls ließen meine Zwillinge mich gar nicht an soetwas denken. Meine eigene Familie hat es überraschenderweise sehr positiv angeknommen. Mein etwas prüder Vater fand es urkomisch, wenn ich mich halbnackt auf den Boden legte und zwei "halbwüchsige" sich auf mich stürzten. Meistens wolllten sie selber von sich aus trinken, manchmal, wenn es einfach sehr stressig wude und ich nicht wusste, wie ich Ruhe reinbringen kann, dann habe ich es auch von mir aus angeboten, Das waren dann ein paar Minuten Ruhe für mich. Irgendwann finden sie an, beim Stillen zu streiten, aber das brauchst du ja bei einem Kind nicht zu befürchten. und dann wurde es meinem Mann zuviel. Er fand, dass ich es den Kindern nicht ermögliche, groß zu werden, und er keine Chance hat, sie beim einschlafen zu begleiten. (zumindest das letztere stimmte auch)
Mit ein-einhalb wurde es mir auch langsam zuviel, vor allem weil sie nachts zusammen noch ca 10mal stillten, und ich mich tagsüber nicht zu ihnen auf den Boden setzen konnte, weil sie dann sofort an meinem Pulli rissen
Ich habe mit ca. 1 3/4 tagsüber abgestillt, mit 2, bzw. 2 1/4 Jahren nachts, und dann noch ein Jahr zum Einschlafen. Dann merkte ich, dass sie es nicht mehr wirklich "brauchen". Brauchen ist ja relativ, aber sie schliefen auch dann ohne Gezeter ein, wenn die Milch leer war. Offensichtlich konnten sie das besser akzeptieren, als irgendeine Maßnahme meinerseits. Dass ich die Milch nicht nachfüllen kann, war ihnen wohl klar.
Ich merkte dann, dass es sich jetzt wohl von alleine erledigt, habe dann aber noch etwas beschleunigt, d.h ihnen gesagt, dass ich nciht mehr mag, und dass es von jetzt an keine Milch mehr gibt, was sie super akzeptiert haben.
Mit ein-einhalb wurde es mir auch langsam zuviel, vor allem weil sie nachts zusammen noch ca 10mal stillten, und ich mich tagsüber nicht zu ihnen auf den Boden setzen konnte, weil sie dann sofort an meinem Pulli rissen
Ich habe mit ca. 1 3/4 tagsüber abgestillt, mit 2, bzw. 2 1/4 Jahren nachts, und dann noch ein Jahr zum Einschlafen. Dann merkte ich, dass sie es nicht mehr wirklich "brauchen". Brauchen ist ja relativ, aber sie schliefen auch dann ohne Gezeter ein, wenn die Milch leer war. Offensichtlich konnten sie das besser akzeptieren, als irgendeine Maßnahme meinerseits. Dass ich die Milch nicht nachfüllen kann, war ihnen wohl klar.
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schlangengurke
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Re: Fragen an Langzeitstillerinnen
"keine Ahnung" sollte es in der ersten Zeile heißen
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Tragling
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Re: Fragen an Langzeitstillerinnen
Sussa hat geschrieben:
- Wie seid Ihr ans Langzeitstillen gekommen? War es von Anfang an geplant oder hat es sich selbst ergeben?
Eigentlich eher zufällig. Am Anfang (noch vor der SWS) war mal geplant, nicht zu stillen. Dann (in der SWS) war geplant, nach 3 Monaten abzupumpen u auch Flasche zu geben, damit ich wieder "frei" sein konnte.
heute kann ich da drüber nur mehr lachen.
Als die Kleine auf die Welt kam, gabs da überhaupt keine Diskussionen oder Alternativen mehr.
Stillen und aus.
Dann war das erste halbe Jahr um u keine Interesse an Beikost da. Breis wurden sofort ausgespuckt (bis heute kann ich sie damit jagen) so haben wir weiter gestillt u immer mal wieder Fingerfood angeboten.
So haben wir bis zum Ende 1.LJ hauptsächl gestillt.
Danach hat sie schon auch gegessen, aber auch viel gestillt.
Wir hatten schwere Nächte bis über den 2. Geb Tag hinaus - ohne Stillen wäre ich wahrscheinl durchgedreht.
- gibt das Kind den Impuls (und wie? Kommt es und grabbelt am Pulli rum oder sagt es, dass es an die Brust will?) oder gebt ihr ihn im Sinne von 'Kind, komm her, Zeit fürs Abendessen!' ?
Den Impuls setzt das Kind. Mit ca 10 Monaten hat sie mittels Zeichensprache "Milch" oder "Wasser" signalisieren können. Später kam sprachlich ein "NiiNii" dazu (keine Ahnung woher sie das hatte, bedeutete aber ebenfalls stillen u war mir ganz recht - wusste keiner was das heisst u wir konnten i d Öffentlichkeit recht unauffällig stillen)
Ich weiss nicht mehr, ab wann genau der Impuls nur mehr von ihr ausging. Mit 2 Jahren aber ganz bestimmt. Da hab ich aktiv nur mehr zum Einschlafen angeboten - und nicht mal das. Es war einfach Tei unseres Schlafen gehens.
Achja. Ich glaube rumzupfen u rumkrabbeln hätte ich nicht wollen - das wär mir recht unangenehm gewesen, weil ich es nicht leiden kann
- habt ihr ein Alterslimit oder werdet ihr einfach abwarten, bis das Kind nicht mehr will?
Ich wollte abwarten, bis sie nicht mehr will. Durch die SWS schmeckte die Milch aber dann nicht mehr so gut u wurde immer weniger, bis sich das Stillen dann ausgeschlichen hat. Da war sie 2,5 Jahre alt.
- wie hat euer Umfeld darauf reagiert? Und wie seid ihr damit umgegangen? (Ich kann mir schon vorstellen, wie es hier abgehen wird, wenn ich länger als 6 Monate stillen werde. Was ich werde.)
Hm. Meine Schwiemu war immer eine Verfechterin f langes Stillen.
Meine Mutter hat immer vorsichtig nachgefragt, ob es nicht schön langsam..., und das Kind braucht doch anderes...., und ich brauche....
Jo. Ich hab die Meinung der anderen in solchen Dingen einfach immer ausgeblendet f mich und bin auf Diskussionen irgndwann nicht mehr eingegangen.Fertig. Geht auch niemanden was an.
Vielleicht hab ich das auch ausgestrahlt.
Manchmal hab ich auch gesagt, dass ich sicher kein Geld f Kunstmilch ausgebe, so lange ich sie selber hab. Aber selbst das hab ich irgendwann nicht mehr gesagt.
Lg Lizzy mit Hannah (geb. 03/2010) und Theo (geb. 01/2013)
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Re: Fragen an Langzeitstillerinnen
rumzuppel odergar ausziehn gab es hier nie. als sie damit anfing, habe sofort abgebrochen vertröstet, abgelenkt und ihr gesagt, dass ich nicht stille, wenn sie mich auszieht. So war das Thema schnell vom Tisch.
LG avoila mit der Elfe (10/10), dem Weihnachtsgeschenk (12/12), dem Wildfang (08/17) und der Lady on a Mission (05/21)
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Re: Fragen an Langzeitstillerinnen
Nun gut, wir stillen ja noch nicht wirklich lange und ich weiß auch nicht, wie lange es werden wird.
Eigentlich war der plan ein halbes Jahr voll zu stillen und dann mit B(r)eikost anzufangen, einen mahlzeit nach der anderen zu ersetzen, sodass der kleine mit einem Jahr abgestillt ist. das klassische eben.
So, dann kam ich vor gut zwei Monaten in dieses Forum und hab mich richtig intensiv mit stillen beschäftigt und hörte das erste mal von BLW und bin begeistert!
Mein Mann hat mich GsD immer unterstützt (habe ja richtig heftigen gegenwind
), ging aber auch von abstillen mit einem jahr aus. Es gab keinen grund fürs LZS.
Als ich ihm dann erzählt hab, dass man ab Beikostreife nicht nur Brei geben kann, sondern auch feste Lebensmittel und man lässt das Kind entscheiden, wie viel es was essen will, vorausgesetzt man stillt weiter nach Bedarf, was deutlich über das erste LJ hinausgehen kann, fand er die Idee toll
Also schauen wir mal, wohin uns der weg führt. Hab aber ehrlich gesagt etwas Angst vor den ersten zähnchen
.
Eigentlich war der plan ein halbes Jahr voll zu stillen und dann mit B(r)eikost anzufangen, einen mahlzeit nach der anderen zu ersetzen, sodass der kleine mit einem Jahr abgestillt ist. das klassische eben.
So, dann kam ich vor gut zwei Monaten in dieses Forum und hab mich richtig intensiv mit stillen beschäftigt und hörte das erste mal von BLW und bin begeistert!
Mein Mann hat mich GsD immer unterstützt (habe ja richtig heftigen gegenwind
Als ich ihm dann erzählt hab, dass man ab Beikostreife nicht nur Brei geben kann, sondern auch feste Lebensmittel und man lässt das Kind entscheiden, wie viel es was essen will, vorausgesetzt man stillt weiter nach Bedarf, was deutlich über das erste LJ hinausgehen kann, fand er die Idee toll
Also schauen wir mal, wohin uns der weg führt. Hab aber ehrlich gesagt etwas Angst vor den ersten zähnchen
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Re: Fragen an Langzeitstillerinnen
Hallo!
Ich wusste in der Schwangerschaft, dass ich stillen möchte. Wie lange war mit nicht klar, hab ich auch gar nicht dran gedacht. Als der Kleine dann da war ging's halt los und erst da hab ich mich mit der Stilldauer auseinander gesetzt und auch schon die ersten Grabenkämpfe gefochten. Es ging da noch um Stillen nach Bedarf. Mit sechs Monaten sollte ich dann Brei füttern- das macht man so. Das hab ich auch für Unsinn abgetan und auf mein Baby gehört. Die Beikostbereitschaft wurde also von meinem Kind signalisiert; mit elf Monaten. Dann zog sich das so hin mit wenig essen und viel Stillerei. Einschlaf- und Aufwachstillen inklusive. Mit knapp anderthalb offenbarte mir dann auch der Papa, dass er das lange Stillen ekelig findet und er denkt, dass ich Kind und mir schade. Wurde dann schwanger und stille noch immer. Auch wenn es jetzt weniger ist. Wir haben inzwischen Stillregeln. Also stillen wir nicht mehr wenn wir unterwegs sind ( würde er sich noch tragen lassen, wäre das was anderes. Dann könnte er unterwegs auch schlafen.) und zuhause auch nur Bett, damit nicht jede Langeweile zur Stillgelegenheit genutzt wird. Weil mir die BW durch die erneute Schwangerschaft weh tun, versuche ich die Stilldauer recht kurz zu halten. Aber wenn das Baby da ist, wird das hoffentlich auch verschwinden.
Manchmal kann man sich gar nicht vorstellen, welche persönliche Entwicklung man mit Kind nochmal durch macht und welche Horizonte sich auftun. Wenn du das Gefühl hast, dass du mit deinem Kind ein Stillpaar bist dann lass dir da kein zeitliches Limit aufsetzen.
Wir haben eine Codewort fürs Stillen. So wissen nur mein Kind und ich was er möchte. Ich finde das sehr angenehm. Diese Geheimsprache ist wie eine kleine Schutzmauer vor den teilweise dämlichen Kommentaren der Außenwelt.
Ich wusste in der Schwangerschaft, dass ich stillen möchte. Wie lange war mit nicht klar, hab ich auch gar nicht dran gedacht. Als der Kleine dann da war ging's halt los und erst da hab ich mich mit der Stilldauer auseinander gesetzt und auch schon die ersten Grabenkämpfe gefochten. Es ging da noch um Stillen nach Bedarf. Mit sechs Monaten sollte ich dann Brei füttern- das macht man so. Das hab ich auch für Unsinn abgetan und auf mein Baby gehört. Die Beikostbereitschaft wurde also von meinem Kind signalisiert; mit elf Monaten. Dann zog sich das so hin mit wenig essen und viel Stillerei. Einschlaf- und Aufwachstillen inklusive. Mit knapp anderthalb offenbarte mir dann auch der Papa, dass er das lange Stillen ekelig findet und er denkt, dass ich Kind und mir schade. Wurde dann schwanger und stille noch immer. Auch wenn es jetzt weniger ist. Wir haben inzwischen Stillregeln. Also stillen wir nicht mehr wenn wir unterwegs sind ( würde er sich noch tragen lassen, wäre das was anderes. Dann könnte er unterwegs auch schlafen.) und zuhause auch nur Bett, damit nicht jede Langeweile zur Stillgelegenheit genutzt wird. Weil mir die BW durch die erneute Schwangerschaft weh tun, versuche ich die Stilldauer recht kurz zu halten. Aber wenn das Baby da ist, wird das hoffentlich auch verschwinden.
Manchmal kann man sich gar nicht vorstellen, welche persönliche Entwicklung man mit Kind nochmal durch macht und welche Horizonte sich auftun. Wenn du das Gefühl hast, dass du mit deinem Kind ein Stillpaar bist dann lass dir da kein zeitliches Limit aufsetzen.
Wir haben eine Codewort fürs Stillen. So wissen nur mein Kind und ich was er möchte. Ich finde das sehr angenehm. Diese Geheimsprache ist wie eine kleine Schutzmauer vor den teilweise dämlichen Kommentaren der Außenwelt.
Alles Liebe von C. mit dem kleinen Bären (02/11), der kleinen Möhre (06/13), dem wilden Chaoszwerg (5/21) und der Winterüberraschung (02/24)
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Tragling
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Re: Fragen an Langzeitstillerinnen
das war bei uns nie ein problemSabbermäuschen hat geschrieben:. Hab aber ehrlich gesagt etwas Angst vor den ersten zähnchen.
ja, das fand ich auchWir haben eine Codewort fürs Stillen. So wissen nur mein Kind und ich was er möchte. Ich finde das sehr angenehm. Diese Geheimsprache ist wie eine kleine Schutzmauer vor den teilweise dämlichen Kommentaren der Außenwelt.
Lg Lizzy mit Hannah (geb. 03/2010) und Theo (geb. 01/2013)

