Beikost und Tagesmutter

Was kommt nach dem Vollstillen?

Moderatoren: klecksauge, Mondenkind

Antworten
Beoby
Herzlich Willkommen
Beiträge: 1
Registriert: 05.02.2013, 20:25

Beikost und Tagesmutter

Beitrag von Beoby »

Hallo,
ich habe da mit meinem Sohn (6 Monate) wirklich ein in meinen Augen großes Problem: Ich bin gezwungen, ihn 6 Stunden am Tag zur Tagesmutter zu geben. Die beiden kommen gut aus und sie unterstützt mich bei allem, was ich mit ihm vor habe. Ich stille voll und nach Bedarf und schleppe ihn so oft es geht im Tuch umher (schleppe, weil er echt ein Brocken ist :) ).
Nun fängt er langsam an, am Tisch Interesse an meinem Essen zu zeigen. Ich möchte ihn gerne selbst entscheiden lassen, was er isst etc. Das Konzept Baby led weaning hat mich überzeugt und so versuchen wir es hier auch, allerdings nicht sklavisch. Ich ess auch mal zusammen mit ihm einen geriebenen Apfel oder so, da halte ich ihm hinten den Löffel und er stopft ihn sich vorne selbst in den Mund :) Er isst auch schon ziemlich gerne z.B. Apfel vom Stück oder Kartoffelstücke oder lutscht an einer Karotte. Nun hat er Samstag Kartoffeln gegessen, einfach am Stück, ohne etwas. Und seitdem hatte er keinen Stuhlgang mehr. Die Tagesmutter hat ihm heute - nach Absprache - gestampfte Kartoffel/Möhren gefüttert und mir beim Abholen gesagt, dass er wahrscheinlich deshalb Verstopfung hat, weil er zuwenig Flüssigkeit bekommt. Er müsse nun Tee und Wasser bekommen.
Mein Problem ist: Zuhause könnte ich ihn ja einfach nach dem Essen stillen, dann hätte er genug Flüssigkeit. Sie bekommt von mir immer zwei Fläschen a 150 ml Muttermilch, die er dann in den 6 Stunden trinkt. Normalerweise trinkt er seit Geburt alle 1,5 Stunden 150 ml. Das ist also jetzt nach Beikosteinführung noch genauso wie vorher und nicht mehr geworden.
Liegt es nun daran? Muss sie bei sich wirklich Wasser zu geben? Muss ich das zuhause auch tun? Ich hätte kein Problem damit, wenn sie es dort tut (da ich denke, es tut ihm nichts). Aber zuhause will ich das eigentlich nicht, da ich nicht abstillen will und denke die Milch ist eh das beste.
Außerdem wollte ich fragen, ob 4 Tage Verstopfung schlimm ist und was ich nun tun kann?
Wenn ihr mir helfen könntet, wäre ich sehr sehr froh! Ich bin sowieso schon traurig, dass ich nicht alles alleine zuhause mit ihm machen kann.
Liebe Grüße,
beoby
CurlyJay
hat viel zu erzählen
Beiträge: 163
Registriert: 07.08.2012, 23:58
Wohnort: Hessen

Re: Beikost und Tagesmutter

Beitrag von CurlyJay »

Hallo :)

Ich bin zwar keine Beikost-Expertin, aber ich schreib dir trotzdem mal ;)
Meine Wullemaus isst auch mit mir am Tisch mit, Kartoffeln, Brot, Nudeln sind ihr absolutes Lieblingsessen. Da diese Lebensmittel aber kaum Wasser enthalten, biete ich ihr zum Essen auch immer etwas Wasser in einem Glas an. Das führt sie dann auch selbst zu ihrem Mund und ich helfe ihr dabei etwas, damit sie sich nicht gleich damit duscht ;)
Ich habe gemerkt, dass gerade kohlenhydratreiche Lebensmittel sehr schnell zu "Verstopfungen" führen können, auch wenn noch viel gestillt wird. Deswegen glaub ich, dass die Tagesmutter da schon recht hat mit dem zusätzlichen Wassertrinken. Bei der "klassischen" Beikost mit Brei würde ich das entspannter sehen, weil der Brei an sich ja schon Wasser enthält und die MuMi dann den restlichen Flüssigkeitsbedarf decken würde.
Und zu deiner Beruhigung: Trotz Wassertrinken denkt meine Maus nicht im Traum daran auf ihre Brust zu verzichten. Die wird immer gleich nach dem Essen und Trinken eingefordert :slürp*
~Liebe Grüße von Curly mit ihrem Mäusemädchen 04/12 und Wullemann 06/16~ gestillt, getragen, mamagebettet, bis zur Unendlichkeit geliebt ^^

Ihr seid das Schönste, was mir je passieren konnte <3
CurlyJay
hat viel zu erzählen
Beiträge: 163
Registriert: 07.08.2012, 23:58
Wohnort: Hessen

Re: Beikost und Tagesmutter

Beitrag von CurlyJay »

Achso und wegen der Verstopfung:
Also mein KIA sah das eigentlich entspannt, auch nach dem 7.Tag ohne Stuhlgang, da wir ja noch sehr viel Stillen.
Versuch's doch mal damit ihren Bauch leicht zu massieren, ein bißchen anföhnen hilft auch sich zu entleeren, also Wärme allgemein, auch Baden etc.
Ich hab sie auch über die Toilette gehalten, wenn sie gedrückt hat, die Position hat ihr dann wohl geholfen sich zu entleeren.
Sonst achte ich darauf, dass sie nur wenig isst, das stopft, so ganz vermeiden lässt es sich nicht, weil sie sooo gerne Brot & Co. isst.
~Liebe Grüße von Curly mit ihrem Mäusemädchen 04/12 und Wullemann 06/16~ gestillt, getragen, mamagebettet, bis zur Unendlichkeit geliebt ^^

Ihr seid das Schönste, was mir je passieren konnte <3
Benutzeravatar
Sakura
Miss SuTiversum
Beiträge: 16267
Registriert: 01.05.2011, 19:17
Wohnort: MEI

Re: Beikost und Tagesmutter

Beitrag von Sakura »

Beoby, es ist leider nicht selten, dass Babys bei Beikostbeginn Verstopfung bekommen. Aber gerade da ist Muttermilch besser als Wasser, denn Muttermilch wirkt abführend, während Wasser einfach "nur" flüssig ist. Und außerdem enthält Brei selbst ja schon einen sehr hohen Wasseranteil. Wäre es für Euch eine Option, noch ein bisschen Muttermilch zusätzlich zur TaMu mitzugeben?

Gegen die Verstopfung KANN es helfen, die Sache mit der Beikost zunächst langsamer angehen zu lassen, also z.b. noch einmal zu pausieren, und in ein paar Tagen/Wochen nochmal zu probieren. Der Darm muss sich erst mal auf die neue Nahrung einstellen, manche Babys meistern das schneller, andere langsamer.
Sakura mit zwei tollen Mädels 04/11 und 05/13

Ich werde sie lehren, den eigenen Weg zu gehen,
vor keinem Popanz, keinem Weltgericht,
vor keinem als sich selber gerade zu stehen. (Reinhard Mey)

Antworten

Zurück zu „Beikost und Familientisch“