Beerdigung

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mimmi
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Beerdigung

Beitrag von mimmi »

Hallo,

ich wollte Euch aus aktuellem Anlass mal fragen ob Ihr Eure Kinder schon mal mit bei einer Beerdigung hattet oder ob Ihr sie mitnehmen würdet. Die Oma meines Mannes ist getorben und ich überlege nun ob unsere Tochter da mit soll :roll: Sie kannte die Uroma, aber nicht so wiklich gut. Ich wäre über Erfahrungen eurer seits dankbar. Ach ja, meine Tochter ist 3,5 Jahre.
lg mimmi




Prinzessin 06/09 gestillt, lange getragen und auf eigenen Wunsch nur noch teilfamiliengebettet
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youtee
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Re: Beerdigung

Beitrag von youtee »

Meine Tochter war 3 Jahre und 1 Monat, als ihre Oma starb. Sie war mit auf der Beerdigung, stand mit am Grab als der Sarg versenkt wurde. Für uns war das nur logisch, daß sie davon nicht ausgeschlossen wurde. Sie gehört zu uns. Es war auch nicht schlimm für sie, sondern eher förderlich für das Verstehen, daß der Körper der Oma nun nicht mehr da ist. Und daß die Anwesenden darüber traurig sind, konnte sie auch gut verkraften. Kinder verstehen den Tod noch ganz anders als wir, sie haben nicht diesen Schrecken davor und gehen damit ganz selbstverständlich um. Ein anwesendes Kleinkind kann auch ein schöner Trost für die anderen sein, so als Beweis für die Kontinuität. Sie hat jedenfalls mit ihrer Lebensfreude auch an diesem Tag niemandem geschadet, zumindest habe ich nichts dergleichen gesagt bekommen.
Ich durfte als Kind - auch als älteres Kind und Jugendliche - nicht auf Beerdigungen gehen weil meine Mutter das nicht wollte, und ich fand das doof.
ClauWi Trageberaterin, MK 06/12
mella08
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Re: Beerdigung

Beitrag von mella08 »

Mein Beileid.

Also ich persönlich würde meine Tochter nicht mitnehmen. Einfach aus dem Gefühl heraus.
Eine Trauerfeier ist für mich selbst sehr belastend und aufwühlend.
Alle weinen.... Das würde ich meinem Kind ersparen wollen in dem Alter.
Man könnte am selben Tag oder am Tag danach vielleicht zusammen im Ruhe ans Grab gehen und ihr alles nochmal in Ruhe erklären wenn das Grab schön gemacht ist und mit vielen Blumen ausgelegt ist.

Auf die Trauerfeier danach würde ich sie allerdings mitnehmen und sagen, dass jetzt alle der Oma gedenken .

Das kann ich nur vom Gefühl aus sagen.

Lg. Melanie
m mit Prinzessin 2/09 und Prinzen 4/2011

"Kinder müssen mit großen Leuten viel Nachsicht haben" , "Alle großen Leute sind einmal Kinder gewesen"
Der Kleine Prinz, Antoine de Saint-Exupéry
matah
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Re: Beerdigung

Beitrag von matah »

Ich moechte mich youtee anschliessen, meine Erfahrungen gehen genau die gleichen Wege.
Liebe Grüße von M.H. mit J. 02/03 und P. 04/05
tomine
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Re: Beerdigung

Beitrag von tomine »

Meine Tochter war knapp 3 als mein Onkel starb. auf der Trauerfeier war sie nicht dabei. Ich glaube, es wäre einfach todlangweilig für sie gewesen. Zum Kafee danach kam sie und später zur Beisetzung auch. mein Onkel wurde in einem Ruheforst bestattet und das Weinen der anderen hat ihr nichts ausgemacht. Sie ist im Wald rumgelaufen und durfte später noch Rosenblättter ins Grab werfen. Für uns und alle Trauernden war sie eine absolute Bereicherung. Sowas wie ein bunter LIchtblick zwischen all den schwarzen, traurigen Menschen.
Heute ist sie 7 und kann sich nicht mehr daran erinnern, sagt sie.

Liebe Grüße
Dani
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beccarei
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Re: Beerdigung

Beitrag von beccarei »

Meine Oma starb, als ich drei war und ich war auf der Trauerfeier dabei. Hätten mir meine Eltern das nicht irgendwann erzählt, ich hätte es nicht mehr gewußt.
Ich soll durch die Kirche getobt sein und alle zum Lächeln gebracht haben.

Das im Hinterkopf habend würde ich mein Kind mitnehmen.
Liebe Grüße,
Becca
(Mit der Bari-Sax-Spielerin (2012), dem Posaunisten (2015) und dem Kämpfer im Herzen (2015)
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manie
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Re: Beerdigung

Beitrag von manie »

mein bruder ist vor kurzem gestorben. Deshalb hab ich mich etwas mit dem thema auseinander gesetzt. Ich bin der meinung kinder sollten auch lernen mit dem tod umzugehen, weil er einfach zum leben dazu gehört. Man kann kindern das auch kindgerecht erklären. Leider ist das sterben bei uns so ein tabuthema. Das finde ich echt schade.
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Ich bin fast immer einhändig mit dem Handy hier, darum bitte nicht böse sein, wenn alles klein geschrieben ist.
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manie
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Re: Beerdigung

Beitrag von manie »

und ja, kinder bringen auch wieder ein wenig leichtigkeit in die feier und halten uns vor augen, dass das leben weitergeht.
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Mijoco
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Re: Beerdigung

Beitrag von Mijoco »

Wir waren im August auf der Beerdigung der Oma meines Mannes. Alle drei Kinder waren mit, damals 3, 6 und noch nicht ganz 8 Jahre alt. Das war für uns gar keine Frage. Sie kannten die Oma, die Bindung war aber nicht sooo eng, da sie schon sehr alt war. Der Große war vor allem an der Technik interessiert, zum Beispiel wie der Sarg nun ins Grab abgesenkt wird. Sie haben alle drei begeistert auch noch die letzten Blumen aus den bereit stehenden Körben auf den Sarg geworfen. Sie haben interessiert zugeschaut wie die Erwachsenen geweint haben, und gerade das finde ich sehr wichtig. Hierzulande erlebt man es ja kaum, dass Erwachsene in der Öffentlichkeit weinen, wir verstecken unsere Gefühle meist. Ich fand es sehr gut, dass sie mal miterleben konnten, dass auch Erwachsene Gefühle haben und sie zeigen können.
Sohn 2004, Tochter 2006, Sohn 2009, Hund 2018
pallina
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Re: Beerdigung

Beitrag von pallina »

ich war mit beiden kindern auf der beerdigung meiner tante. die große war 4, die kleine 5 monate. die große kannte die tante nicht wirklich, hatte sie nur einmal kurz kennengelernt.
für die große war das trotzdem eine sehr gute erfahrung. wir haben viel darüber geredet, sie hatte viele fragen. bei der ansprache in der friedhofskapelle (die fast ne stunde dauerte) hat sie die atmosphäre schon sehr berührt, sie hat sich an mich und ihre oma gekuschelt, war aber sehr aufmerksam. ich habe natürlich schon geschaut, ob es ihr vielleicht zu viel würde. die kleine hat die ganze zeit im meitai geschlafen.
ich würde es immer wieder tun! ich finde es wichtig und gut, dass kinder teilhaben, als teil einer familie.
ich selbst war beim sterben meines opas dabei (ich war 11) und bin meinen eltern sehr dankbar dafür, dass sie mir das zugetraut haben und mich nicht nach hause oder zu freunden geschickt haben.
pallina mit drei kindern, geboren 2006, 2010 und 2016
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