Abstillen / Gordon / Schlafen?

Fragen und Antworten rund um das Thema Stillen

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Hoppetosse
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Abstillen / Gordon / Schlafen?

Beitrag von Hoppetosse »

Hallo gesammeltes Wissen,
ich habe mich durch die Linksammlung gelesen, aber es bleiben doch ein paar offene Fragen.
Ich hoffe, Ihr habt ein paar Denkanstöße , Ideen, was auch immer für mich.

Mein Zwerg ist jetzt ein Jahr alt und ich merke, wie ich immer mehr ans Abstillen denke. Obwohl ich eigentlich 18 Monate stillen wollte, ich mag einfach nicht mehr. Liegt vielleicht daran, dass hier derzeit eine recht anstrengende Phase ist, ich mich völlig fremdbestimmt fühle, weil 24 Std eine kleine Klette an mir klebt und ich einfach wieder etwas unabhängiger sein möchte. Oder auch mal eine Nacht im Keller schlafen möchte, ohne schlechtes Gewissen, weil ich ja eigentlich noch stille und nun nicht greifbar bin (weswegen ich dann letztlich nicht im Keller schlafe). Wenn nicht mehr Stillen die Lösung ist, kann der Vater nachts auch mal mehr übernehmen; dieser Schlafmangel bringt mich nun langsam echt an meine Grenzen, psychisch und physisch.
Und da ich im Feb ohnehin 3 Tage ohne Kind unterwegs bin, ist es vielleicht ein guter Zeitpunkt, es jetzt ganz langsam anzugehen. Ich weiß, dass diese 3 Tage auch so zu überbrücken wären, aber ich spüre einfach immer mehr Widerwillen, so dass ich auch auf Abpumpen uä keine Lust habe.

Derzeit sieht es bei uns so aus, dass Zwergie gut und gerne an der Familienkost teilnimmt. Stillen wird tagsüber nicht eingefordert. Abends wird dann vor dem Einschlafen nochmal gestillt, wobei das eher Ritual ist, als notwendig. Bin ich mal einen Abend nicht da, kann mein Mann ihn auch gut so ins Bett bringen.
Meist meldet der Zwerg sich 3 Std später wieder, dann
gehe ich auch ins Bett und schlafe angekuschelt mit ihm ein.
An guten Tagen wird er dann erst nach 4 Std wieder wach, die sind aber selten. Derzeit eher alle 60-90 Min., inkl. Aufkreischen und Rumwälzen und Festklammern. Wenn ich ihm Wasser anbiete, trinkt er rund 200ml, dann klappt es oft, dass er -natürlich festgeklammert, so dass ich mich nicht bewegen kann- nochmal einschläft. Gegen 3/4 Uhr ist aber Stillen erforderlich, da wird Wasser nicht akzeptiert.

Nun heißt es bei Herrn Gordon ja, man solle sich 7 Std raussuchen, in denen man schlafen will und da dann nicht stillen (vereinfacht und sehr platt gesagt). Auch kein Wasser anbieten? Denn das ist es ja, was die ersten 2-3 Mal bei uns im Angebot ist und statt Stillen akzeptiert wird. Und es wird ja auch wirklich viel getrunken...(letzte Nacht 600ml). Hat er echt soviel Durst, oder ist das eher eine Angewohnheit, frei nach dem Motto 'nachts nur in großen Mengen'?

Auch das 'nur kurz stillen, dann andocken' läuft bei uns ohnehin so, es gibt kein ewiges Nuckeln. Es wird kurz und gut getrunken, fertig.

Ich bin einfach ratlos, wie ich den Einstieg finden soll. Ich hatte ja gehofft, dass er sich schon bei Wasser statt Stillen überlegt, dann lieber weiterzuschlafen. Aber Pustekuchen!

Hach, ich bin ratlos und offenbar etwas wirr, hoffe, Ihr habt trotzdem etwas Input für mich.

(Jurastudium kein Problem, aber hier verständlich formulieren bringt mich an den Rand meiner Möglichkeiten...verdammter Schlafmangel!)










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blueberry
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Re: Abstillen / Gordon / Schlafen?

Beitrag von blueberry »

oh, jetzt hatte ich Dir so eine lange Antwort geschrieben, wollte auf "Absenden" klicken und dann kam ein "general error" wegen Serverüberlastung und alles war weg :(

Ich versuch mir heute Abend nochmal Zeit zu nehmen, weiß aber nicht, ob mir alles wieder einfällt, was ich geschrieben hatte...
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Sakura
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Re: Abstillen / Gordon / Schlafen?

Beitrag von Sakura »

Hi Hoppetosse,

für mich sind das viele Punkte, die Du ansprichst. Was mir spontan auffällt/einfällt: könnte es sein, dass Dein Kind nachts echten Stillbedarf hat, vor allem wenn er tagsüber nicht mehr stillt? Also, was würde passieren, wenn Du ihm anstatt Wasser beim ersten Aufwachen Stillen anbietest? Wasser löscht ja Durst, aber es macht nicht satt. Es füllt erst mal den Magen, 200ml ist ja reichlich, aber der Hunger geht davon ja nicht weg. Oder besteht die Option, tagsüber noch 1-2 Stillmahlzeiten einzuschieben?

Dann wäre die Frage, ob Du komplett abstillen möchtest, oder nur nachts abstillen? Nachts Abstillen hätte den Vorteil, dass Du tags weiter stillen könntest, solange und soviel Du magst, aber nachts mal allein im Keller schlafen könntest.

Gordon: habe ich persönlich keine so tolle Meinung von dem Programm. Ich persönlich denke, dass ein Kind - zumal in dem Alter - davon überfordert ist, zu erraten, ob es sich jetzt innerhalb oder außerhalb des von der Mutter festgelegten 7-h-Limits befindet. In der Anleitung steht ja: wenn das Kind 22.59 aufwacht, dann stillen Sie es, aber nicht, wenn es 23.00 aufwacht. Das finde ich aus Sicht eines Kleinstkindes nicht nachvollziehbar. Wenn ich hätte nur nachts abstillen wollen, dann hätte ich die Regel aufgestellt, es wird im Bett nicht mehr gestillt, egal um welche Uhrzeit. Das ist glaube ich schon für die ganz kleinen nachvollziehbar. Stillen dann abends nochmal im Wohnzimmer oder wo auch immer, im Bett wird nur geschlafen und gekuschelt aber nicht gestillt, und früh nach dem Aufstehen gibt es dann in der Küche wieder Stillen.

Ach so, und ob sich das mit der Klette durchs Abstillen ändert, ist auch die Frage. Du schreibst ja, dass er das Stillen tagsüber gar nicht einfordert. Aber das ist einfach das typische Alter, wo ohne Mama gar nichts geht. Hast Du andere, dem Kind sehr vertraute, geliebte Personen, die das Kind mal ein paar Stunden hüten können, damit Du mal ab und zu ein paar Stunden ungestört für Dich sein kannst?

lg,
S. :-)
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EhMiKS

Re: Abstillen / Gordon / Schlafen?

Beitrag von EhMiKS »

ich lese hier mal mit..... in schlechten nächten denke ich auch über das abstillen nach (mein sohn ist 15 monate alt), so langsam sind meine kräfte auch etwas erschöpft. also schonmal einen solidarischen gruß!! (die nächte sind hier komplett unberechenbar.... von bis 6h früh durchschlafen (eher selten....) bis alle 90-120min aufwachen gibt es alles und das kann ich echt nicht mehr machen, sonst muss ich ins sanatorium ;-))
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blueberry
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Re: Abstillen / Gordon / Schlafen?

Beitrag von blueberry »

So, also ich versuche nochmal meine Gedanken von vorhin zu sortieren. Erstmal: es tut mir leid, dass es bei Euch gerade so stressig ist alles. Kein Wunder, dass Du das Bedürfnis hast, etwas zu verändern an der Gesamtsituation. Auch naheliegend ist, dass Du das Stillen als vorrangig veränderbaren Faktor im Leben eines Kleinkindes empfindest - schließlich gibt es hier in Deutschland um einen herum ausreichend ungestillte Kleinkinder, dass das als "Veränderungsfaktor" ins Auge springt.

Wenn ich mir Dein Posting aber durchlese, fällt mir eines besonders auf:

Die Dinge, die Du zum Stillen ansich schreibst (tagsüber wird es bis auf nach der Tagesmutter kaum noch eingefordert, Einschlafstillen ist oft schon nicht mehr nötig, in der ersten Hälfte der Nacht lässt sich Dein Kind anders beruhigen, es gibt kein Dauernuckeln bei Euch, sondern es wird kurz und konzentriert gestillt und dann ist gut...) hören sich eigentlich alle recht entspannt an.

Die Dinge die Dich stark nerven an den Nächten wiederum, scheinen (zumindest für mich als Leserin) mit dem Stillen hingegen nichts zu tun zu haben:
Hoppetosse hat geschrieben:An guten Tagen wird er dann erst nach 4 Std wieder wach, die sind aber selten. Derzeit eher alle 60-90 Min., inkl. Aufkreischen und Rumwälzen und Festklammern. Wenn ich ihm Wasser anbiete, trinkt er rund 200ml, dann klappt es oft, dass er -natürlich festgeklammert, so dass ich mich nicht bewegen kann- nochmal einschläft. Gegen 3/4 Uhr ist aber Stillen erforderlich, da wird Wasser nicht akzeptiert.
Das klingt als habe Dein Kind ein sehr starkes Bedürfnis nach Körperkontakt und die Art wie sich das äußert (das Festklammern an Dir, so dass Du Dich kaum rühren kannst) und das häufige Aufwachen nerven Dich und rauben Dir den Schlaf.

Du möchtest also Abstillen. Ich bin mir nicht sicher, ob ein Entzug von intensivem Haut- und Körperkontakt (in Form von Stillen) an einer Stelle, das Bedürfnis Deines Kindes nach Körperkontakt allgemein verringern würde. Intuitiv würde ich jetzt eher vom Gegenteil ausgehen.

Zweitens erhoffst Du Dir vom Abstillen, dass Dein Partner dann auch mal "Nachtdienste" mit übernehmen könnte. Ich bin mir nicht ganz sicher, aus welchem Grund Ihr das nicht einfach in der gegebenen Situation schonmal versucht? In der gesamten Zeit bis 3 oder 4 Uhr nachts lässt sich Dein Kind ja komplett ohne Stillen zum Einschlafen und Weiterschlafen bringen. Dann wäre das doch das ideale Zeitintervall um Papa zum Einsatz zu bringen 8) Ich kann aus eigener Erfahrung im zweiten Lebensjahr meines Kindes sagen, dass das keine schlechte Variante sein muss: bei meinem Sohn gab es auch den Zeitpunkt, ab dem es nicht ohne Stillen ging (meist deutlich in der zweiten Nachthälfte). Ich habe also einschlafgestillt, Papa und Sohn haben im Schlafzimmer geschlafen und ich im Kinderzimmer ganz allein. Wenn der Punkt in der Nacht erreicht war, an dem nur noch Stillen ging, hat mein Mann mich geweckt und ich war dann die zweite Nachthälfte fürs Kind verantwortlich. Bei uns hat das die Situation sehr entspannt und ich war wesentlich ausgeschlafener.

Ein dritter Punkt, der mir einfiel: ich weiß, dass die ersten STunden, nachdem das Kind eingeschlafen ist, für viele Mütter eine Art "heilige Kuh" sind, die für Schlaf zu "opfern" ihnen oft gar nicht einfällt, weil "man" da doch anderes zu erledigen hat. Da Du aber schreibst, Dein momentan psychisch wie physisches Hauptproblem sei der massive Schlafmangel (und da Du zudem schreibst, Dein Kind sei bei einer Tagesmutter, so dass Du durchaus "kinderfreie" Wachzeiten am Tag hast :wink: ) - wie wäre es denn dann, wenn Du mal eine zeitlang jeden (oder jeden zweiten) Tag ins Bett gehst, wenn Dein Kind eingeschlafen ist (oder meinetwegen eine Stunde, nachdem es eingeschlafen ist)? Das würde Dir schonmal zwei bis drei Stunden ununterbrochenen Schlaf geben.

Und wenn Du nun Punkt drei und zwei kombinierst (Du Dich also hinlegst, wenn Dein Kind eingeschlafen ist und dann Dein Partner das Weiterberuhigen übernimmt, bis Mama wirklich stillenderweise gebraucht wird), hast Du schon eine erkleckliche Anzahl ununterbrochenen Schlafes im Keller zusammen vor drei Uhr nachts 8) Wenn Du das mal zwei, drei Wochen so versuchst, hast Du vielleicht durch diese "Schlafkur" schon wieder so viele Energien zusammen, dass alles in einem anderen Licht erscheint.


Sollte es so sein, dass Dein Kind eben einfach MAMA braucht - egal ob mit oder ohne Stillen, dann ist die Frage, ob das durch Abstillen anders würde - vermutlich erstmal eher nicht, denn Abstillzeiten sind erfahrungsgemäß Zeiten besonders intensiver Mamanähe, um das "intensive" Stillen durch weniger "intensive" Zeiten des Mamakontakts zu kompensieren. Deine kleine "Klette" würde dadurch mit großer Wahrscheinlichkeit wohl NICHT weniger "klettig" werden...


Zu den großen getrunkenen Wassermengen nachts: wie und woraus trinkt Dein Kind denn dieses Wasser? Und: nimmt Dein Kind einen Schnuller?
Mir kam übrigens spontan der gleiche Einfall wie Sakura: es könnte sein, dass Dein Kind einfach nachts (was nicht untypisch wäre für sein Alter) ein ausgeprägtes Stillbedürfnis hat. Nun lässt es sich zu Beginn der Nacht ein ums andere Mal auf "Kompromisslösungen" ein um weiterzuschlafen - es lässt sich durch Streicheln/Kuscheln beruhigen (das hilft kurz, aber dann wacht es völlig aufgelöst auf), lässt sich dann mit Wasser zum Weiterschlafen bewegen (das dämpft kurz das Stillbedürfnis - aber dann wacht Dein Kind wieder auf) - und irgendwann kommt der Moment wo das Stillbedürfnis übermächtig wird...

Mein - vielleicht etwas kontraintuitiv wirkender - Vorschlag wäre auch genau der gewesen: ich glaub als allererste Sache würde ich versuchen, das Stillen mal gezielt ein, zwei Wochen bereitwillig beim ersten, zweiten, dritten, ... Aufwachen gleich anzubieten. Einfach sobald Dein Kind aufwacht: Stillen. Lange dauert das bei Euch ja nicht. Es kann gut sein, dass mit diesem befriedigten Stillbedürfnis Dein Kind im ganzen gesehen besser schlafen würde, kein Wasser nachts bräuchte (weil es ja gehaltvollere Milch im Bäuchlein hätte), länger bis zur nächsten Stillmahlzeit schliefe.
Ob das was am restlichen "Kuschelbedürfnis" nachts ändern würde, ist nicht abzusehen. Vielleicht ja, vielleicht nicht. Wenn nein: Kuscheln kann auch Dein Partner, ob Du nun vorher abstillst oder nicht.


Alles Gute Dir und Deiner kleinen "Klette" und dass Ihr einen guten Weg für Euch findet - ob mit oder ohne (nächtliches) Stillen.
blueberry mit großem und kleinem Frühlingskind (2010 und 2013)
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Hoppetosse
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Re: Abstillen / Gordon / Schlafen?

Beitrag von Hoppetosse »

Schonmal danke für Eure Gedanken und Anregungen.

Es stimmt schon, vielleicht ist gar nicht so sehr das Stillen als solches das Problem, sondern das Gefühl der ununterbrochenen Fremdbestimmtheit, dem man hofft, durch Abstillen ein wenig zu entkommen.
Und das was Du schreibst, Sakura, dass es fraglich erscheint, wie ein kleines Kind verstehen soll, dass es um Punkt 23h nichts mehr gibt, um 22.59 aber schon, genau das war auch eine Sache, an der ich gedanklich etwas gehakt habe. Zumal ich auch sonst kein Freund von vorgegebenen Programmen bin.

Blueberry, ja, ich denke, der Ansatz von aufgeteilter Arbeit ist sicherlich gut. Ich habe da nur oftmals Hemmungen, weil mein Mann auch nicht ganz fit ist (er hat MS) und ohnehin schon vieles macht, was hier tagsüber liegenbleibt. Zumal ich auch immer ein wenig 'komm, Mutti macht, das geht einfacher' denke - ich weiß, selbst schuld, so kann ich auch nicht entlastet werden.
Allerdings habe ich gar keine Tagesmutter, hab ich auch gar nicht geschrieben. Oder weißt Du Dinge, die ich nicht weiß? ;-) Mr. Klett ist tatsächlich den ganzen Tag mit mir zusammen, dazu sehr aktiv und neugierig. Immer in Action.
Wir haben vor einiger Zeit angefangen, einen wöchentlichen Ausflug zur Tante einzuführen, die dann 1-2 Std (erstmal) etwas mit ihm macht. Eben in der Absicht, so eine weitere Bezugsperson zu etablieren. Naja, klappt eher weniger. Er weint sehr viel und hat so gar keine Freude daran, Trennung von mir ist einfach nicht sein Ding.

Allerdings kann ich berichten, dass Vater und Sohn es wohl tatsächlich auch m ohne mich hinbekommen. Mein Mann hat mich heute Nacht zwangsverpflichtet, im Keller zu schlafen, da ich mir eine solche Erkältung eingefangen habe, dass ich mich kaum auf den Beinen halten konnte. Zwergie ist also um 19h ins Bett gegangen, Papa hat ihn dann beim ersten Aufwachen um 22.30 zu sich geholt und 0h gab es ca. 100ml Kuhmilch und dann hat der Kleene bis 4.30 geschlafen... Spricht doch für nächtlichen Hunger, oder? Danach hat er sich mit Wasser begnügt, um 6 bin ich aber eh dazugekommen, Mutti hatte Sehnsucht (da hat se endlich mal Ruhe und dann nutzt sie es nichtmal...).


So, hier geht nun der Terror los, Kletti möchte Bespaßung, nachher nochmal mehr.


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Re: Abstillen / Gordon / Schlafen?

Beitrag von Hoppetosse »

Nun nochmal ein Nachtrag zu zwei Sachen (sind nun im Schneechaos auf der Autobahn, Kind schläft, ich habe zwei Arme für mich, juchhu!):

1.Was mir immer wieder auffällt und was sich auch heute Nacht wieder bestätigt hat: wenn Zwergie mit Papa allein ist und ich gar nicht greifbar bin, ist der Kleene nachts weniger unruhig. Es ist schon tagsüber so, dass mit Papa alles bestens ist, doch sobald ich theoretisch greifbar bin (also zB sichtbar im Nebenzimmer), ist Theater, bis ich mich um ihn kümmer.
Nachts wird ja im Moment wie wild gerödelt, gezappelt und sich im Halbschlaf auf mich geworfen, sich an mir festgeklammert, da es gilt, maximalen Körperkontakt herzustellen. Heute Nacht nun hat der Zwerg nach Angaben meines Mannes bis auf die Trinkphasen recht ruhig geschlafen, ab und an hat Papa Händchen halten müssen, sonst nichts. Kaum war ich um 6 wieder mit im Bett, ging die Rödelei wieder los... Ich hab ihn dann sofort gestillt, hat aber nichts geändert. Es wurde sich bis zum Aufstehen um 7 trotz offensichtlicher Müdigkeit hin- und hergeworfen, gequiekt, geklammert.

2. wenn ich nicht abstille, wie handhabe ich das sinnvollerweise bei meiner 3tägigen (genau genommen sind es 3 Nächte, also 4 Tage) Abwesenheit? Die Männer bekommen das sicherlich ohne mich hin. Wie gesagt, wenn ich nicht greifbar bin, ist Papa super und heute Nacht hat es ja jedenfalls auch Kuhmilch getan. Insofern müsste es wohl auch ohne Abpumpen gehen, oder?
Nur wie ist es dann bei mir? Während der 4 Tage ausstreichen, wenn es drückt? Bin da irgendwie verunsichert, wie das funktionieren wird...

LG von der erstaunlich freien Autobahn


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blueberry
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Re: Abstillen / Gordon / Schlafen?

Beitrag von blueberry »

Hoppetosse hat geschrieben:Allerdings habe ich gar keine Tagesmutter, hab ich auch gar nicht geschrieben. Oder weißt Du Dinge, die ich nicht weiß? ;-)
Sorry, das muss dann durch das "schonmal schreiben, alles gelöscht, am Abend nochmal geschrieben" aus einem anderen Thread in mein Hirn gewandert sein. Peinlich, peinlich :oops:

Deine Nacht klang doch schonmal gut! :D Wenn es wirklich so sein sollte, dass Dein Kind - aus was für Gründen auch immer - auf Deine Anwesenheit mit viel mehr Unruhe reagiert, dann ist vielleicht zeitweiliges "Getrenntschlafen" von Mann und Kind für Euch eine gute Kompromisslösung. (Bei uns war es übrigens oft so, dass mein Mann gegen "unruhiges SChlafen" einfach weniger sensibel war. Er konnte bei all den kleinen Rumwältzereien, Schmatz- und Grunzgeräuschen einfach weiterschlafen - oder erinnerte sich später zumindest nicht an ein Aufwachen - während ich phasenweise bei jedem Geräusch wach wurde...).

Der Ansatz mit der Tante scheint mir auch eine gute Idee zu sein, auch wenn es erstmal sehr zögerlich anläuft. Mich haben regelmäßige Oma-Opa-Zeiten, als mein Sohn anderthalb wurde, auch unglaublich entlastet. Hast Du eine Eingewöhnung bei der Tante gemacht? Vielleicht geht es besser, wenn Du einfach dabei bleibst (z.B. erstmal mitspielst und später was auf dem Sofa liest, aber eben da bist). Wir hatten in diesem Alter einen ganzen Monat, in dem ich oder mein Mann zunächst immer dabei waren, wenn der Kleine bei Oma und Opa war. Wir haben uns dann mehr und mehr aus dem Spielgeschehen zurückgezogen und dann nach vier Wochen blieb der Kleine gern allein dort).

Zu Deinen drei Tagen Abwesenheit: was passiert denn momentan, wenn Du länger nicht stillst? Tagsüber stillst Du schon nicht mehr - und wenn dann noch das Einschlafstillen ausfällt und Du wie heute erst gegen 6 Uhr dazukommst - wie fühlen sich dann Deine Brüste an?
Wenn Du ausstreichen oder pumpen kannst, würde ich das dann einfach bei Bedarf (also wenn es spannt) machen. Du musst die Milch ja nicht aufbewahren unterwegs sondern kannst sie einfach wegkippen...
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Re: Abstillen / Gordon / Schlafen?

Beitrag von blueberry »

blueberry hat geschrieben:...dann ist vielleicht zeitweiliges "Getrenntschlafen" von Mann und Kind für Euch eine gute Kompromisslösung.
Das war missverständlich: ich meine, dass DU getrennt von Papa und Kind schläfst, Papa und Kind aber eben im selben Zimmer/Bett. :wink:
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Re: Abstillen / Gordon / Schlafen?

Beitrag von Sakura »

Hi Hoppetosse,

dein zweites Post verstärkt mein Gefühl vom ersten Post: das Stillen scheint bei Euch nicht das Hauptproblem zu sein. Ich kann sehr gut nachfühlen, wie es ist, den ganzen Tag mit einer kleinen Klette allein zu sein, und auch immer die Hauptansprechperson zu sein, egal ob Papa dabei ist oder nicht. Wie soll ich sagen, es nervt, aber es wird irgendwann anders :-). Aber Abstillen ändert nichts daran, dass Mama die unersetzbare Hauptperson ist.

Der Ansatz mit der Tante klingt gut. Aber 1-2 Stunden scheinen mir etwas kurz, vor allem, wenn er bisher nicht sehr oft und sehr regelmäßig Kontakt zur Tante hatte. Mein Kind hat in dem Alter 1-2 Stunden gebraucht, um in einer anderen Umgebung mit anderen Personen überhaupt erst mal AUFZUTAUEN. Und erst DANACH war sie bereit, die Umgebung zu erkunden und auf andere Personen zuzugehen. Falls die Tante da mitmacht, würde ich da mindestens Halbtagesausflüge draus machen und/oder diese Ausflüge deutlich häufiger unternehmen.

Und wenn Papa und Sohn gut zurecht kommen, dann ist im Augenblick wohl die Lösung, dass Du öfter mal z.b. Wochenends ein paar Stunden was für Dich machst, während Papa und Sohn zusammen Spaß haben. Wegen des Schlafmangels stimme ich Blueberry zu, solange der so akut ist, kann es sehr hilfreich sein, jede Möglichkeit zum Schlafen zu nutzen, also immer wenn das Kind schläft.

Die Tage Deiner Abwesenheit überbrücken: hm... eine Milchpumpe mitnehmen und schauen, was passiert? Wenn Du mit der Pumpe gut zurecht kommst, dann pumpst Du, wenn nicht, dann schaust Du, ob der Druck arg wird, dann dürfte auch das Pumpen leichter gehen. Und da Dein Zwergi vom Papa Kuhmilch genommen hat, wird er das vermutlich wieder tun, wenn Du weg bist.

Liebe Grüße
S. :-)
Sakura mit zwei tollen Mädels 04/11 und 05/13

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