Warum schreit das Kind?
Moderator: Giraeffchen
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AnnaundHenri
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Warum schreit das Kind?
Hallo Ihr Lieben,
die gleich von mir geschilderte Problematik belastet nicht meine eigene, sondern eine befreundete Familie. Deshalb werde ich eventuelle Rückfragen vielleicht nicht zufriedenstellend beantworten können. Vielleicht könnt Ihr trotzdem helfen?
In der Familie gibt es zwei Kinder. Die große Tochter ist grade drei Jahre alt geworden, der kleine Bruder ist jetzt ein halbes Jahr alt. Seit seiner Geburt schläft der Junge im Elternschlafzimmer im eigenen Bettchen. In einem Familienurlaub im Sommer ergab es sich, dass das Mädchen mit Bruder und Eltern ein Bett teilen durfte. Bis dahin hatte die Kleine immer problemlos in ihrem eigenen Kinderzimmer geschlafen. Abends wurde und wird immer eine Geschichte vorgelesen und dann Gute Nacht gesagt. Nach dem erwähnten Urlaub wollte sie dann nicht mehr in ihr eigenes Zimmer zurück. Es gab einige Tage abendliche Kämpfe, bis die Eltern entschieden, das Kind erstmal im Elternbett zu dulden, bis der Bruder auch nicht mehr im Elternschlafzimmer schläft.
Nun beginnt die Mama wieder zu Arbeiten und die Kinder sollten ins Kinderzimmer umziehen (beide teilen sich ein Zimmer). Das funktionierte auch am ersten Abend problemlos.
Seitdem zweiten Abend gibt es aber wieder massive Probleme. Die Kleine fängt zunächst an, sich nach einem Schlaflied noch eine weitere Strophe zu wünschen. Das macht die Mama dann noch ganz ruhig mit. nach der nächsten Strophe soll dann ncoh eine gesungen werden, da muss die Mama dann schon verhandeln (eine Strophe sing ich noch, aber danach gehe ich raus). Das Kind lässt sich bereitwillig auf die Absprache ein, reagiert dann aber auf das Verlassen des Kinderzimmers mit sofortigem heftigen Schreien. das Einschlafen wird so bis zu zwei Stunden hinausgezögert und die Nerven liegen überall blank.
Darf die Kleine mit bei Mama und Papa ins Bett, kuschelt sie sich ganz herzerweichend an.
Jetzt ist die Frage, warum die Kleine das macht und was die Eltern machen können, um die Situation zu entspannen.
Fraglich ist auch, ob es eventuell auch eine Rolle spielen könnte, dass die Eltern im Moment ein paar Schwierigkeiten miteinander haben und die Kleine auch Streit und negative Gefühle zwischen ihnen wahr nimmt.
Hat hier vielleicht schon mal jemand etwas ähnliches erlebt, oder weiß, was zu tun ist?
die gleich von mir geschilderte Problematik belastet nicht meine eigene, sondern eine befreundete Familie. Deshalb werde ich eventuelle Rückfragen vielleicht nicht zufriedenstellend beantworten können. Vielleicht könnt Ihr trotzdem helfen?
In der Familie gibt es zwei Kinder. Die große Tochter ist grade drei Jahre alt geworden, der kleine Bruder ist jetzt ein halbes Jahr alt. Seit seiner Geburt schläft der Junge im Elternschlafzimmer im eigenen Bettchen. In einem Familienurlaub im Sommer ergab es sich, dass das Mädchen mit Bruder und Eltern ein Bett teilen durfte. Bis dahin hatte die Kleine immer problemlos in ihrem eigenen Kinderzimmer geschlafen. Abends wurde und wird immer eine Geschichte vorgelesen und dann Gute Nacht gesagt. Nach dem erwähnten Urlaub wollte sie dann nicht mehr in ihr eigenes Zimmer zurück. Es gab einige Tage abendliche Kämpfe, bis die Eltern entschieden, das Kind erstmal im Elternbett zu dulden, bis der Bruder auch nicht mehr im Elternschlafzimmer schläft.
Nun beginnt die Mama wieder zu Arbeiten und die Kinder sollten ins Kinderzimmer umziehen (beide teilen sich ein Zimmer). Das funktionierte auch am ersten Abend problemlos.
Seitdem zweiten Abend gibt es aber wieder massive Probleme. Die Kleine fängt zunächst an, sich nach einem Schlaflied noch eine weitere Strophe zu wünschen. Das macht die Mama dann noch ganz ruhig mit. nach der nächsten Strophe soll dann ncoh eine gesungen werden, da muss die Mama dann schon verhandeln (eine Strophe sing ich noch, aber danach gehe ich raus). Das Kind lässt sich bereitwillig auf die Absprache ein, reagiert dann aber auf das Verlassen des Kinderzimmers mit sofortigem heftigen Schreien. das Einschlafen wird so bis zu zwei Stunden hinausgezögert und die Nerven liegen überall blank.
Darf die Kleine mit bei Mama und Papa ins Bett, kuschelt sie sich ganz herzerweichend an.
Jetzt ist die Frage, warum die Kleine das macht und was die Eltern machen können, um die Situation zu entspannen.
Fraglich ist auch, ob es eventuell auch eine Rolle spielen könnte, dass die Eltern im Moment ein paar Schwierigkeiten miteinander haben und die Kleine auch Streit und negative Gefühle zwischen ihnen wahr nimmt.
Hat hier vielleicht schon mal jemand etwas ähnliches erlebt, oder weiß, was zu tun ist?
Liebe Grüße von Anna mit Henri (03/12)
- Sakura
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Re: Warum schreit das Kind?
Klingt für mich nach Kuschelbedürfnis, nach Unsicherheit, nach der Sehnsucht nach Geborgenheit.AnnaundHenri hat geschrieben:Jetzt ist die Frage, warum die Kleine das macht
Das wäre für mich direkt die Erklärung. Mehr Erklärung brauche ich da nicht.Fraglich ist auch, ob es eventuell auch eine Rolle spielen könnte, dass die Eltern im Moment ein paar Schwierigkeiten miteinander haben und die Kleine auch Streit und negative Gefühle zwischen ihnen wahr nimmt.
Die Lösung? Noch zwei Matratzen im Elternschlafzimmer, so können alle beieinander schlafen, ohne sich zu stören. So ist die Mama ausgeschlafen auf Arbeit, und das Kind kriegt extra Kuscheleinheiten. Solange aber zwischen den Eltern Bodennebel herrscht, wird sich da wahrscheinlich kaum was entspannen...
Sakura mit zwei tollen Mädels 04/11 und 05/13
Ich werde sie lehren, den eigenen Weg zu gehen,
vor keinem Popanz, keinem Weltgericht,
vor keinem als sich selber gerade zu stehen. (Reinhard Mey)
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AnnaundHenri
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Re: Warum schreit das Kind?
@Sakura:Die Eltern sind aber mMn sehr liebevolle Eltern, so dass es eigentlich kein tatsächlicher Mangel an Zuneigung sein kann. Und die Kleine ist ein ganz selbstbewußtes, süßes Mädchen.
Und auch der Stress der Eltern ist auf einen Bereich des gemeinsamen Lebens begrenzt und nicht so allumfassend, das er immer präsent wäre.
Muss man nicht vielleicht auch differenzieren, ob es sich um unerfüllte Bedürfnisse oder um Manipulationsversuche handelt? könnte das in dem Alter überhaupt sein?
Und auch der Stress der Eltern ist auf einen Bereich des gemeinsamen Lebens begrenzt und nicht so allumfassend, das er immer präsent wäre.
Muss man nicht vielleicht auch differenzieren, ob es sich um unerfüllte Bedürfnisse oder um Manipulationsversuche handelt? könnte das in dem Alter überhaupt sein?
Liebe Grüße von Anna mit Henri (03/12)
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Potsdame
- ist nicht mehr wegzudenken
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- Registriert: 14.07.2011, 18:07
Re: Warum schreit das Kind?
naja, das kind hat erlebt, dass es anders und viel schöner geht und will das natürlich zurück. ist ja verständlich.
ich glaube nicht, dass das mit dem streiten der eltern direkt zusammenhängt.
ich glaube nicht, dass das mit dem streiten der eltern direkt zusammenhängt.
Mops kam im Juli 2010 und wurde lange getragen und gestillt. Jetzt fährt er lieber Laufrad und will sich seine Milch unbedingt selbst eingießen 
Wieviel Erdbeereis muss der Mensch noch essen, dass er endlich einmal sagt, ich bin dafür?
(Am Ende denk ich immer nur an dich, Element of Crime)
Wieviel Erdbeereis muss der Mensch noch essen, dass er endlich einmal sagt, ich bin dafür?
(Am Ende denk ich immer nur an dich, Element of Crime)
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Jadzia
- Dipl.-SuT
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- Registriert: 15.07.2011, 21:10
Re: Warum schreit das Kind?
Das Kind wird "weggeschoben"
und reagiert ganz reflexhaft mit Klammern.
Wäre ich die Mutter würde ich meine Einstellung "Reparieren" im Sinne von : Es ist In Ordnung, daß mein Kind bei mir sein will.
dann gibt sich der Wiederstand auch.
Gibt der Wiederstand sich nicht, würde ich andere ERklärungen in Frage stellen.
Niemals nimmer nich ist das Manipulation. Das ist ein typischer Erwachsenen Gedanke.
Er beschuldigt das Kind und bürdet ihm alle Verantwortung auf.
Anstatt es in Ammgriff zu nehmen, das Problem zu lösen.
Ach singen und sagen : du bleibst jetzt schön in deinem Bett hier ist alles sich - DAS ist Manipulation.
nach dem Motto : ich überrede, ich lenke ein ERWARTE dass du dann auch einlenkst.
Gruß
und reagiert ganz reflexhaft mit Klammern.
Wäre ich die Mutter würde ich meine Einstellung "Reparieren" im Sinne von : Es ist In Ordnung, daß mein Kind bei mir sein will.
dann gibt sich der Wiederstand auch.
Gibt der Wiederstand sich nicht, würde ich andere ERklärungen in Frage stellen.
Niemals nimmer nich ist das Manipulation. Das ist ein typischer Erwachsenen Gedanke.
Er beschuldigt das Kind und bürdet ihm alle Verantwortung auf.
Anstatt es in Ammgriff zu nehmen, das Problem zu lösen.
Ach singen und sagen : du bleibst jetzt schön in deinem Bett hier ist alles sich - DAS ist Manipulation.
nach dem Motto : ich überrede, ich lenke ein ERWARTE dass du dann auch einlenkst.
Gruß
Alles kann, Liebe muss
Jadzia mit Dax (03/11)
1000 Streams, 100 Kommentare, 50 mal 5 ⭐️
Sind unser Ziel ( psst, geht auch doppelt und dreifach und sogar ohne Zuzuhören 😊)
https://open.spotify.com/episode/4UUhYl ... OBYY39nlir
https://youtu.be/4fegPvOL94Y?si=-3kT2Fg70wF1BD7H
https://www.instagram.com/12briefe_der_ ... _source=qr
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- Sakura
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Re: Warum schreit das Kind?
Muss es auch nicht. Kinder sind auf ein harmonisches Zuhause angewiesen. Wenn sich die Eltern streiten, dann leidet das Kind, auch wenn beide Eltern weiterhin sehr liebevoll zum Kind sind. Ich kenne das aus eigener Erfahrung. Meine Eltern sind seit mehr als 35 Jahren verheiratet, und lieben sich sehr. Als ich .... puh.... 6 oder 7 oder so war, da gab es mal Bodennebel. Keine Ahnung warum, aber es flogen die Fetzen. Ich weiß noch, wie fertig mich das gemacht hat. Kinder können es nicht aushalten, wenn sie merken, dass die Eltern sich streiten!AnnaundHenri hat geschrieben:@Sakura:Die Eltern sind aber mMn sehr liebevolle Eltern, so dass es eigentlich kein tatsächlicher Mangel an Zuneigung sein kann
Für diese Frage fände ich es interessant, wie man Manipulation definiert. Manipulation für mich ist eine absichtliche, arglistige Hintergehung, z.b. durch Lügen oder Schmeicheleien, um etwas zu erreichen, dass man auf direktem, impulsiven Wege nicht erreichen würde. Das setzt ein immenses Maß an abstraktem Denken voraus. Es setzt voraus, dass man den direkten Weg zum Ziel durchdacht hat, und als wenig erfolgversprechend verworfen hat, und nun einen anderen Weg, etwa über Lügen oder Schmeicheleien, konstruiert. Soviel Abstraktionsvermögen traue ich einer Dreijährigen nicht zu.Muss man nicht vielleicht auch differenzieren, ob es sich um unerfüllte Bedürfnisse oder um Manipulationsversuche handelt?
Sie ist direkt, sie sagt direkt was sie möchte (die Mama soll abends nicht aus dem Zimmer gehen sondern immer weiter singen), sie zeigt direkt, was sie braucht (wenn sie mit ins Bett darf, kuschelt sie sofort), und sie reagiert sehr direkt und sehr unreflektiert und wenig erfolgversprechend, wenn sie sich allein gelassen fühlt (schreien). Manipulation wäre hier für mich, die Kleine würde all ihre Angst und Unsicherheit hinter einem Lächeln verbergen, und sie würde die Belohnung Elternbett zu erreichen versuchen, indem sie der Mutter verspricht, immer abends den Aufwasch zu machen, damit sie mit ins Bett darf.
Sakura mit zwei tollen Mädels 04/11 und 05/13
Ich werde sie lehren, den eigenen Weg zu gehen,
vor keinem Popanz, keinem Weltgericht,
vor keinem als sich selber gerade zu stehen. (Reinhard Mey)
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AnnaundHenri
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Re: Warum schreit das Kind?
@Sakura: danke, so erscheint mir das auch logisch zu sein
...also doch auf jeden Fall Familienbett anschaffen (bin ich ja sowieso für)
Liebe Grüße von Anna mit Henri (03/12)