Probleme: Arbeiten und Stillen
Verfasst: 17.11.2012, 12:44
Meine Tochter (10 Wochen) macht Zirkus beim Stillen. Angefangen hat das ganze, als ich vor ca. 2 Wochen wieder angefangen habe zu arbeiten. Papa macht Elternzeit, und ich gehe ganztags arbeiten, d.h. Ich gehe morgens so zwischen halb 7 und 7 aus dem Haus und bis erst gegen 17.30 wieder da, Freitags schon um 13.30. Tagsüber kriegt sie Fläschchen (mit Calma-Sauger) vom Papa – ca 300 ml Muttermilch und zusätzlich Pre-Nahrung (wir müssen leider seit ca. der 6. Woche zufüttern
), wenn ich zuhause bin wird sie gestillt.
Jetzt trinkt sie scheinbar nicht mehr so gerne an der Brust (trinkt nicht „zuende“, obwohl die Milch teils schon von alleine läuft, schläft entweder ein und ist dann nicht wieder wach zu kriegen, oder schreit an der Brust, dreht sich weg usw.). In der Woche geht das noch halbwegs, zumindest nachts, aber die Wochenenden sind heftig. Wir wiegen seit einiger Zeit immer vor und nach dem Stillen, daher weiß ich dass sie dann teils nur 40 ml zu sich nimmt, meistens so 60 - 80 (bevor ich angefangen habe zu arbeiten waren es immer so um die 100 – 130). Meine Hebamme meinte, es wäre unwahrscheinlich, dass das eine Saugverwirrung wäre, und meinte ich sollte hart bleiben und einfach immer wieder anlegen, weil meine Tochter wohl austesten wollte, ob sie uns dazu bewegen kann ihr die Flasche zu geben.
Ich möchte grundsätzlich nicht, dass meine Tochter Fläschen bekommt, wenn ich da bin, aber natürlich will ich sie auch nicht hungern lassen. Jetzt habe ich zum einen Angst, dass wir abstillen (das Stillen ist mir total wichtig, gerade weil ich in der Woche so oft von ihr getrennt bin), aber auch, dass sie nicht genug zunimmt. Außerdem wäre ich gerne wieder zum Vollstillen zurück gekommen, aber das ist unter diesen Voraussetzungen sicher utopisch, oder?
Zur Vorgeschichte:
Meine Tochter hatte bei der Geburt 4200 g bei 54 cm. Leider hatten wir einen schlechten Stillstart. Als wir aus dem Krankenhaus nach hause kamen, hat sie auch schon Pre-Nahrung zusätzlich bekommen, da die Milch recht lange auf sich warten lies. Nach ein paar Tagen zuhause und guter Unterstützung durch die Hebamme haben wir aber doch noch die Kurve gekriegt und voll gestillt, sie hat zugenommen – zwar nicht gewaltig, aber unsere Hebamme war zufrieden. Nachdem alles lief, haben wir auch nicht mehr so oft gewogen. Das Stillen ging immer schneller, ich dachte wir hätten einfach mehr Übung. Aber scheinbar ist entweder meine Milch weniger geworden, oder sie hat weniger getrunken, jedenfalls hat sie nicht mehr zugenommen. Das Gewicht bei der U 3 war denn ein Schock, obwohl der Kinderarzt gar nichts dazu gesagt hat: 4120 g. Ein paar Tage vorher und auch ein paar Tage nachher ist sie von der Hebamme gewogen worden (mit 2 verschiedenen Waagen), da hatte sie deutlich mehr. Ich hatte schon den Verdacht, dass die Waage beim Kinderarzt vielleicht nicht richtig funktioniert hat.. Ich habe darauf versucht die Milchbildung zu steigern (Stilltee, Bockshornkleesamen, Malzbier, mehr trinken, öfter anlegen), was auch geklappt hat, aber zunächst nahm sie trotzdem nicht zu. Auf anraten der Hebamme haben wir dann schweren Herzens angefangen zuzufüttern. Jetzt ist die Gewichtszunahme wieder ok, und seitdem hat sie auch immer mehr süßen Babyspeck. Heute morgen hatte sie 5040 g.
Nur, mit den oben beschriebenen Problemen kann sich das ja auch schnell wieder ändern. Ich will doch so gerne weiterstillen! Da ich arbeite, kann ich sie ja auch nicht ständig zum üben anlegen
Die ganze Situation nimmt mich ganz schön mit. Mein Mann hat mich bis jetzt immer gut unterstützt. Aber von anderen konnte ich mir schon einiges anhören – dass Stillen und arbeiten nicht geht, dass ich mich dann halt entscheiden müsste, und dass es mit dem Stillen sowie bald vorbei wäre. Ich habe echt das Gefühl, dass mich viele für eine ziemlich verbohrte Stillfanatikern halten – dass mir einfach diese Nähe so wichtig ist versteht scheinbar keiner.. alle haben scheinbar erwartet, dass ich schnellstmöglich abstille, sobald ich anfange zu arbeiten.
Jede Menge Text – ich hoffe nicht zu wirr.. Ich hoffe ihr könnt mir helfen?
Jetzt trinkt sie scheinbar nicht mehr so gerne an der Brust (trinkt nicht „zuende“, obwohl die Milch teils schon von alleine läuft, schläft entweder ein und ist dann nicht wieder wach zu kriegen, oder schreit an der Brust, dreht sich weg usw.). In der Woche geht das noch halbwegs, zumindest nachts, aber die Wochenenden sind heftig. Wir wiegen seit einiger Zeit immer vor und nach dem Stillen, daher weiß ich dass sie dann teils nur 40 ml zu sich nimmt, meistens so 60 - 80 (bevor ich angefangen habe zu arbeiten waren es immer so um die 100 – 130). Meine Hebamme meinte, es wäre unwahrscheinlich, dass das eine Saugverwirrung wäre, und meinte ich sollte hart bleiben und einfach immer wieder anlegen, weil meine Tochter wohl austesten wollte, ob sie uns dazu bewegen kann ihr die Flasche zu geben.
Ich möchte grundsätzlich nicht, dass meine Tochter Fläschen bekommt, wenn ich da bin, aber natürlich will ich sie auch nicht hungern lassen. Jetzt habe ich zum einen Angst, dass wir abstillen (das Stillen ist mir total wichtig, gerade weil ich in der Woche so oft von ihr getrennt bin), aber auch, dass sie nicht genug zunimmt. Außerdem wäre ich gerne wieder zum Vollstillen zurück gekommen, aber das ist unter diesen Voraussetzungen sicher utopisch, oder?
Zur Vorgeschichte:
Meine Tochter hatte bei der Geburt 4200 g bei 54 cm. Leider hatten wir einen schlechten Stillstart. Als wir aus dem Krankenhaus nach hause kamen, hat sie auch schon Pre-Nahrung zusätzlich bekommen, da die Milch recht lange auf sich warten lies. Nach ein paar Tagen zuhause und guter Unterstützung durch die Hebamme haben wir aber doch noch die Kurve gekriegt und voll gestillt, sie hat zugenommen – zwar nicht gewaltig, aber unsere Hebamme war zufrieden. Nachdem alles lief, haben wir auch nicht mehr so oft gewogen. Das Stillen ging immer schneller, ich dachte wir hätten einfach mehr Übung. Aber scheinbar ist entweder meine Milch weniger geworden, oder sie hat weniger getrunken, jedenfalls hat sie nicht mehr zugenommen. Das Gewicht bei der U 3 war denn ein Schock, obwohl der Kinderarzt gar nichts dazu gesagt hat: 4120 g. Ein paar Tage vorher und auch ein paar Tage nachher ist sie von der Hebamme gewogen worden (mit 2 verschiedenen Waagen), da hatte sie deutlich mehr. Ich hatte schon den Verdacht, dass die Waage beim Kinderarzt vielleicht nicht richtig funktioniert hat.. Ich habe darauf versucht die Milchbildung zu steigern (Stilltee, Bockshornkleesamen, Malzbier, mehr trinken, öfter anlegen), was auch geklappt hat, aber zunächst nahm sie trotzdem nicht zu. Auf anraten der Hebamme haben wir dann schweren Herzens angefangen zuzufüttern. Jetzt ist die Gewichtszunahme wieder ok, und seitdem hat sie auch immer mehr süßen Babyspeck. Heute morgen hatte sie 5040 g.
Nur, mit den oben beschriebenen Problemen kann sich das ja auch schnell wieder ändern. Ich will doch so gerne weiterstillen! Da ich arbeite, kann ich sie ja auch nicht ständig zum üben anlegen
Die ganze Situation nimmt mich ganz schön mit. Mein Mann hat mich bis jetzt immer gut unterstützt. Aber von anderen konnte ich mir schon einiges anhören – dass Stillen und arbeiten nicht geht, dass ich mich dann halt entscheiden müsste, und dass es mit dem Stillen sowie bald vorbei wäre. Ich habe echt das Gefühl, dass mich viele für eine ziemlich verbohrte Stillfanatikern halten – dass mir einfach diese Nähe so wichtig ist versteht scheinbar keiner.. alle haben scheinbar erwartet, dass ich schnellstmöglich abstille, sobald ich anfange zu arbeiten.
Jede Menge Text – ich hoffe nicht zu wirr.. Ich hoffe ihr könnt mir helfen?