ich habe grade große Sorge, dass ich mein Kind abstille. Mal von vorn:
Helene ist am 08.08. mit 17 Tagen Übertragung durch Einleitung und Saugglocke auf die Welt gekommen. Ich kann mich nicht erinnern, dass ich sie gleich angelegt hätte und auch in den nächsten Stunden hat mir niemand gezeigt, wie das Stillen funktioniert bzw. ob sie genug trinkt. Bei der Entlassung am nächsten Tag hatte sie schon 10% Gewicht verloren. Nach ein paar Stunden zuhause hat sie hohes Fieber entwickelt und wir sind in die Notaufnahme mit ihr. Dort wurden wir aufgenommen und sie hat 5 Tage Antibiose bekommen. Allerdings liegt der Verdacht nahe, dass sie Durstfieber hatte, da das Fieber nach ein paar Stunden weg war und auch nicht wieder kam. Dort hat sich herausgestellt, dass ihr Zungenbändchen zu kurz war und es wurde gekappt. Danach hat das Saugen bei ihr besser funktioniert, allerdings kam bei mir kaum Milch. Die Milchmenge hat sich auch in den nächsten Tagen nicht vermehrt und Helene war super ungeduldig an der Brust, weil sie immer hungrig war. Die Schwestern, die uns eigentlich helfen sollten, haben mir unheimlichen Stress gemacht und ich sollte sie immer wieder an- und abdocken, weil sie angeblich nicht richtig angesaugt war. Ich habe dort abgepumpt und per Finger- bzw. auch Brustfeeding (super umständlich mit Magensonde, die immer weggerutscht ist) gefüttert. Diese erste Woche war die reinste Hölle und Stress pur für uns beide.
Seit wir wieder zuhause sind, sind wir zwar entspannter, aber die Milch kommt trotzdem nicht in Schwung. Ich hab mit der Hebamme schon alles Mögliche probiert: Stilltee, Bockshornklee-Kapseln, Galega - nichts hat geklappt. Ich hatte für 6 Wochen eine Profi-Pumpe aus der Apotheke da. Nach dem Stillen hab ich dann abgepumpt, leider unregelmäßig, weil Helene nicht alleine liegen mag und dann schnell losweint. Ich hatte immer nur zw. 20-50 ml Abpumpmenge. Die haben wir dann in der ersten Zeit per Fingerfeeding zugefüttert. Leider hat das alles nicht ausgereicht und Helene nimmt zu wenig zu. Dieses Thema stresst mich unglaublich, macht mir Schuldgefühle und ich fühle mich von meinem Körper verraten, weil ich so gerne vollstillen möchte und es nicht funktioniert.
Seit 5 Wochen füttern wir zu, erst sehr wenig. Dann haben wir pausiert um zu sehen, ob die Maßnahmen greifen und mussten dann wieder zufüttern, weil sie so gut wie gar nicht zugenommen hat. Auch die Kinderärztin meinte, sie sollte ruhig mehr zunehmen. Sie ist zwar im Rahmen, aber grenzwertig und sehr zart.
Jetzt mal die "harten Fakten":
08.08. 3325g (KH)
09.08. 3050g (KH)
14.08. 3180g (KH2)
16.08. 3180g (Hebamme)
17.08. 3220g (Hebamme)
20.08. 3300g (Hebamme)
23.08. 3320g (Hebamme)
27.08. 3360g (Hebamme)
28.08. 3360g (Hebamme)
29.08. 3380g (Hebamme) ab da Zufüttern mit Pre
30.08. 3420g (Hebamme)
04.09. 3600g (Hebamme)
07.09. 3700g (Hebamme) ab da ohne Zufüttern
12.09. 3720g (Hebamme) Zufüttern wieder gestartet
ab da meine Werte mit der Apothekenwaage:
12.09. 3860g +80ml Pre
13.09. 3950g + 100ml Pre und großer Stuhlgang
14.09. 3970g + 130ml Pre
15.09. 3970g + 120 ml Pre
16.09. 3990g + 260ml Pre
17.09. 4020g ohne Zufüttern (sie wollte nichts)
18.09. 4100g + 110ml Pre
19.09. 4140g + 40ml Pre
20.09. 4170g + 50 ml Pre
21.09. 4190g + 30 ml Pre
22.09. 4110g + 50 ml Pre und großer Stuhlgang
23.09. 4120g + 30ml Pre
24.09. 4100g + 100ml Pre
25.09. 4200g + 50ml Pre
26.09. 4260g + 130ml Pre und großer Stuhlgang
27.09. 4240g + 200ml Pre
28.09. 4260g + 180 ml Pre
29.09. 4360g + 210 ml Pre
30.09. 4330g + 120ml Pre
01.10. 4370g + 200ml Pre
02.10. 4420g + 180ml Pre und großer Stuhlgang
03.10. 4460g + 140ml Pre
04.10. 4460g + 200ml Pre
05.10. 4420g + 280ml Pre und Stuhlgang
06.10. 4450g
Ich lege sie immer erst an und sie trinkt dann auch, aber irgendwann dockt sie sich ab und fängt an zu zappeln und zu schreien. Am Anfang dachte ich, sie hätte Bauchweh, aber inzwischen glaube ich, dass sie Hunger hat und biete ihr danach noch eine Flasche an. Meist nimmt sie dann noch 20-60ml. Das Problem ist, dass ich das Gefühl habe, dass meine Milch immer mehr zurückgeht (falls sie jemals überhaupt da war).
Helene wird tagsüber alle 2-3 Stunden und nachts alle 3 Stunden gestillt, völlig nach ihrem Bedarf. Wir haben jeden Tag 5-7 volle Urinwindeln. Stuhlgang nur selten (siehe oben).
Ich würde sehr gern voll stillen und bin momentan tottraurig und gestresst, weil es einfach nicht klappen will und sie nur so wenig zunimmt.

