2 Monate Vollzeit - Sorgen wegen dem Stillen

Fragen und Antworten rund um das Thema Stillen

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SchnuppisMama
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2 Monate Vollzeit - Sorgen wegen dem Stillen

Beitrag von SchnuppisMama »

Mein kleiner Mann wird nächste Woche 8 Monate alt. Ich hatte ursprünglich vor nach 6 Monaten abzustillen (schönes Klischeestillen also), doch mittlerweile verschwende ich keinen Gedanken mehr ans Abstillen. Ich stille gern und möchte am liebsten, dass sich mein Sohn von alleine abstillt, wenn die richtige Zeit gekommen ist. Allerdings schließe ich nicht aus, dass ich irgendwann vielleicht an meine Grenzen stoße. Davon bin ich aber im Moment weit entfernt. Doch jetzt stehen mir 2 Monate Vollzeit arbeiten bevor, während mein Mann Elternzeit hat.

Ich arbeite im Aussendienst und kann mir die Zeit relativ frei einteilen. Doch arbeite ich in einer anderen Stadt und während der Arbeit nach Hause fahren lohnt sich überhaupt nicht. Ich wäre entweder 3 Tage die Woche länger (ca. 6-8 Std.) außer Haus oder an 5 Tagen dafür kürzer. Das mit dem kürzer wäre natürlich einfacher, aber dann habe ich das Gefühl viel zu viel Zeit auf der Autobahn zu verschwenden und dann schaffe ich weniger Termine (und da es sich um eine Präsenterunde handelt ist dies wichtig) und ich bekomme an 5 Tagen nur Bruchteile von meinem Schatz mit.

Brei isst mein Kleiner bisher nur unwesentlich. Danach wird er immer noch gestillt. Er lässt sich vom Essen allgemein schwer begeistern. Auch für Fläschchen ist er nicht so wirklich zu haben. Er trinkt zwar ca. 50 ml. MM daraus, aber dann macht er rambazamba bis er die Brust bekommt.

Jetzt mache ich mir aus verschiedenen Gründen Sorgen. 1. Mein Sohn leidet während meiner Abwesenheit, wenn er Hunger bekommt 2. Er nimmt irgendwann die Flasche aus der Not heraus so gut an, dass er die Brust nicht mehr will (habe ich hier im Forum von einem Fall gelesen) 3. Streit mit meinem Mann, weil er schon meinte, "wenn der dann immer so leidlich ist, dann bekommt der die Brust solange nicht bis er die Flasche nimmt, ich tu mir das doch dann nicht jeden Tag an bis du nach Hause kommst"
Bis jetzt wurde mein Sohn immer nach Bedarf gestillt. Es sind meist Zeitfenster von 2 Std., wenn viel los ist oder wir was unternehmen dann werden es auch mal 3-4 Std. ohne Probleme.

Habt Ihr Tipps für mich????
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Sakura
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Re: 2 Monate Vollzeit - Sorgen wegen dem Stillen

Beitrag von Sakura »

wie trinkt denn dein sohn MuMi aus der flasche, wenn du wirklich NICHT da bist? weit weg? überhaupt gar nicht erreichbar?
also, nicht nur im nebenzimmer oder unten auf der straße, sondern wirklich wirklich weg? habt ihr das schonmal probiert?
Sakura mit zwei tollen Mädels 04/11 und 05/13

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elamshin
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Re: 2 Monate Vollzeit - Sorgen wegen dem Stillen

Beitrag von elamshin »

Bei uns klappt die Flasche seit wir vollstillen auch nur noch wenn ich wirklich weg bin. Er wartet aber auch solange, bis er richtig Kohldampf hat.
Besser funktioniert bei uns "spielerisches" Füttern. Mit dem Löffel oder aus dem Becher, weil er alles probieren möchte was wir auch tun. Vielleicht probiert ihr das mal, ganz ohne Druck? Und gibt es Nahrungsmittel die er lieber isst?

Ich muss noch nicht arbeiten, daher kann ich keine Praxistipps geben. Aber bei uns klappten die wenigen größeren Zeitfenster immer recht mit einer Erklärung, warum die Mama jetzt weg ist und das später wieder gestillt wird. Mag sein das es Zufall war, ich finde aber auch die kleinen Zwerge verstehen schon relativ viel.

Alles Gute für euch!
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honigtopf2010
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Re: AW: 2 Monate Vollzeit - Sorgen wegen dem Stillen

Beitrag von honigtopf2010 »

Wann geht es denn los mit deiner Arbeit? Wie alt ist er dann?
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Sakura
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Re: 2 Monate Vollzeit - Sorgen wegen dem Stillen

Beitrag von Sakura »

stimmt. auf jeden fall mit dem kind reden und es ihm gründlich erklären.
damit geht bei uns quasi alles, da wächst das mäusel über sich hinaus.
die lütten verstehen uns sehr gut, auch wenn sie noch nicht sprechen können.
Sakura mit zwei tollen Mädels 04/11 und 05/13

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SchnuppisMama
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Re: 2 Monate Vollzeit - Sorgen wegen dem Stillen

Beitrag von SchnuppisMama »

Als er ca. 3 Monate war, da hat er die Flasche gut genommen. Da war ich dann auch mal mit meinem Mann Essen und alles lief gut. Aber irgendwann so um den 4 Monat rum fing er an die Flasche zu verweigern. Er hat richtige Tobsuchtsanfälle bekommen, wenn sie ihm nur zu nah kam. Daraufhin bin ich dann auch nicht mehr so lange außer Haus gewesen, dass die Flasche nötig geworden wäre. Daher kann ich gar nicht sagen, wie er die Flasche nimmt, wenn ich richtig weg bin. Werde das die Tage jetzt mal probieren. Wäre ja toll, wenn das dann besser klappt.

Der Tipp mit dem Becher ist interessant. Habe hier im Forum auch bereits an anderer Stelle einen solchen Hinweis gelesen, sogar mit Hinweis auf ein youtube Video. Muss ich nochmal nach schauen. Bisher haben wir ihm Wasser in einem Becher angeboten, ab und zu auch mal mit einem Spritzer Apfelschorle, aber auch wenn er immer wieder interessiert daran ist es auszuprobieren, macht er dann nach dem ersten Schluck ein komisches Gesicht und oft spuckt er dann auch alles wieder aus. Andere Lebensmittel - tja, Interesse besteht für alles was wir auf dem Teller haben und wir lassen ihn auch fast alles probieren, aber er hat dann schnell genug. Und Brei - wenn ich mehrere Tage pausiere, dann isst er eine gute Portion, aber dann will er erstmal tagelang nichts davon wissen.

Mit der Arbeit geht es im Oktober los, dann ist er 8 Monate.

Und was sagt Ihr zu meiner Sorge, dass er nachher nur noch die Flasche will?

Ich wünschte ich müsste nicht arbeiten gehen. Ich habe mir das damals so viel leichter vorgestellt von ihm getrennt zu sein. Ich dachte, ich wäre froh darum, wenn mein Mann mal rann muss. Jetzt sehe ich das ganz anders. Es fällt mir auch besonders schwer, da mein Mann oft der Meinung ist, ich würde den Kleinen zu sehr verwöhnen und zu oft nach seiner Pfeife tanzen. "Der muss auch mal Weinen.... davon stirbt der nicht..." etc. Ich bin der Meinung, dass es noch zu früh ist und ich meinem Sohn ganz viel von dem Gefühl "ich bin immer für dich da" mit auf den Weg geben will. Ich habe nicht das Gefühl, wie mein Mann, dass der Kleine "uns schon was vormacht". Da ist somit auch die Sorge wie das wird.
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Leyket
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Re: 2 Monate Vollzeit - Sorgen wegen dem Stillen

Beitrag von Leyket »

SchnuppisMama hat geschrieben:Und was sagt Ihr zu meiner Sorge, dass er nachher nur noch die Flasche will?
Kann ich verstehen. Die Sorge hätte ich, glaube ich, auch. Obwohl ja auch nicht alle Kinder Probleme mit dem Wechsel zwischen Brust und Flasche haben. Verlassen würde ich persönlich mich darauf nicht. Wäre der Becher eventuell eine Alternative für euch?
In der Linksammlung Stillwissen gibt es die Kategorie Stillfreundliche Zufüttermethoden. Vielleicht findest du dort ja noch Input, der euch weiterhelfen würde?
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honigtopf2010
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Re: AW: 2 Monate Vollzeit - Sorgen wegen dem Stillen

Beitrag von honigtopf2010 »

Ich finde den Zeitabstand für das Alter relativ lang. Da werdet ihr also eine gute Lösung finden. Gerade zu der Zeit passiert ja aber viel. Es kann also gut sein, dass er innerhalb kurzer Zeit viel mehr Brei oder andere Nahrung zu sich nimmt. Wenn es dir um den Erhalt der StillBeziehung geht, würde ich keine Flasche sondern einen Becher nützen ABER: Letztlich ist dein Mann in der Zeit verantwortlich und es muss auch für ihn passen. Von daher kannst du ihm natürlich sagen, dass wir uns hier ziemlich sicher sind, dass das mit dem Becher nach ein paar Übungstagen funktioniert, aber er muss es ja umsetzen. Es klingt mir eher danach als solltet ihr vorher noch mal deine Ängste besprechen.
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SchnuppisMama
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Re: 2 Monate Vollzeit - Sorgen wegen dem Stillen

Beitrag von SchnuppisMama »

Das mit dem Becher haben wir direkt mal ausprobiert. Ich denke das hat Potential. Aber die Milch kühlt sehr schnell ab. Gibt es da einen Trick?

Habt Ihr vielleicht auch Tipps für eine Frühstücksmahlzeit oder einen Mittagsbrei, welche mit Muttermilch zubereitet werden können und gut sättigen? Wäre doch eventuell auch eine Möglichkeit um den Geschmack der Muttermilch mit dem Brei zu kombinieren. Da er vorhin richtig Spass dran hatte die Milch anfangs aus dem Becher zu löffeln. Werde heute Abend auch nochmal einen Haferbrei versuchen.
elamshin
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Re: 2 Monate Vollzeit - Sorgen wegen dem Stillen

Beitrag von elamshin »

Vielleicht kannst du immer nur kleinere Mengen in den Becher tun und den Rest im Wasserbad warm halten?

Mittags gibt es bei uns einen Hirsebrei mit Muttermilch angerührt und Obst, wird von Junior heiß geliebt. Bei uns kommen Mahlzeiten mit MuMi auch immer besser an als der Rest. Wenn ihm der Becher Spaß macht, könnt ihr den Brei ja vielleicht daraus löffeln?

Viel Erfolg euch, finde es toll das es mit dem Löffel/Becher gut klappt. Ich würde auch ungern mit einem mulmigen Gefühl zur Arbeit fahren.
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