Hallo, es ist lange her, dass ich hier geschrieben habe.
Damals hatte ich massivste Probleme mit dem Stillen, es hat gar nicht geklappt. Ich lese mir auch die Beiträge von damals jetzt lieber gar nicht durch, sonst heule ich bloss wieder los.
Jedenfalls haben wir es nach mehreren Wochen in den Griff bekommen: 100% gestillt, das Kind wurde satt, alles lief prima. Allerdings war sie da auch schon 5 Monate alt, und mit 7 Monaten haben wir dann so langsam die Beikost eingeführt.
Bislang hat sie alles vom Tisch mitgegessen, parallel dazu aber auch oft gestillt. Nächste Woche wird sie ein Jahr alt.
Nachts stillen wir überhaupt nicht mehr (nur in Ausnahmefällen, manchmal wird sie wach, wenn sie sich nicht so wohl fühlt - dann mag sie das Stillen sehr). Morgens nach dem Aufwachen stillen wir im Bett (an der einen Brust), nach dem Aufstehen im Sessel (die andere), dann gibt's "richtiges" Frühstück.
Bislang haben wir am späten Vormittag, am späten Nachmittag und abends zum Einschlafen nochmal gestillt; vor allem die letzte Stillmahlzeit war sehr ausgedehnt und kuschlig. Aber die Kleine scheint das Interesse daran zu verlieren: dockt ab, schaut mich an, "erzählt" irgendwelche Dinge, kichert... Sie dockt dann auch wieder an, aber alles im 4-Sekunden-Takt, und das tut weh und, ja, ich gebe es zu, es nervt mich auch. Wenn ich sie dann aber ganz abdocke ist sie gar nicht empört, es scheint ihr nichts auszumachen. Signalisiert sie mir so, dass sie nicht mehr stillen möchte?
Versteht mich nicht falsch, ich will ihr ja nichts aufzwingen. Es kommt für mich nur so sehr unvermittelt, ich hätte sie schon gerne noch ein Jahr weitergestillt. Im Moment mach ich mir auch den Stress mit zwischenzeitlichem Abpumpen, weil ich die Angst hab, dass alles wieder einbricht (so wie es ganz am Anfang war) und ich in kürzester Zeit überhaupt keine Milch mehr habe. Ich bin auch richtig weinerlich und regelrecht deprimiert (sogar meinem Mann fällt es auf).
Danke, dass ich mich hier mal ausheulen durfte, vielleicht treffe ich hier auf ein wenig Verständnis. Und vielleicht habt ihr auch den einen oder anderen Tip für mich? Soll ich ihr die Brust überhaupt noch anbieten? Oder es einfach "auslaufen" lassen?
Vielen Dank und viele Grüße!
Ist das das Ende der Stillzeit?
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geldbeutel
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Ist das das Ende der Stillzeit?
geldbeutel mit grossem (09/2011) und kleinem (01/2014) Schnäuzchen
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EhUSb
Re: Ist das das Ende der Stillzeit?
Hallo,
ich kann dir in der Sache leider wenig weiterhelfen, wollte dich aber nicht einfach wegklicken.
Meine Tochter ist etwa so alt wie deine und stillt noch sehr viel (manchmal mehr als mir lieb ist...
), aber wir haben es auch oft tagsüber, dass sie gar nicht so sehr interessiert zu sein scheint. Es gibt Tage, da kaspert sie nur rum an der Brust, obwohl sie sicher hungrig ist. Nur ist eben alles andere viel interessanter... Bei uns ist es so, dass sie an solchen Tagen dann nachts vermehrt stillt. Will ich das vermeiden, versuche ich mich tagsüber zum Stillen an einen möglichst ruhigen Ort zurückzuziehen, das klappt dann noch am ehesten...
Also, das Nicht-interessiert-wirken-und-rumkaspern hat auch mein Vielstillkind phasenweise - hier zumindest deutet es nicht auf Abstillen hin. Bei euch ist die Situation ja aber ein wenig anders, ich hoffe, es melden sich da noch Leute mit mehr Erfahrung zu Wort und können dir helfen! Bis dahin möchte ich dir aber sagen, dass deine Gefühle dem Abstillen gegenüber sicher völlig normal und nachvollziehbar sind! Es ist ja eine so schöne und innige Zeit, ich finde es normal, das man da ein wenig trauert, wenn man das Gefühl hat, dass diese Zeit sich dem Ende nähert. Aber ihr werdet andere Möglichkeiten haben, euch nahe zu sein, viel kuscheln, miteinander lachen... Ich drücke dir die Daumen, dass es dir bald wieder besser geht!
ich kann dir in der Sache leider wenig weiterhelfen, wollte dich aber nicht einfach wegklicken.
Meine Tochter ist etwa so alt wie deine und stillt noch sehr viel (manchmal mehr als mir lieb ist...
Also, das Nicht-interessiert-wirken-und-rumkaspern hat auch mein Vielstillkind phasenweise - hier zumindest deutet es nicht auf Abstillen hin. Bei euch ist die Situation ja aber ein wenig anders, ich hoffe, es melden sich da noch Leute mit mehr Erfahrung zu Wort und können dir helfen! Bis dahin möchte ich dir aber sagen, dass deine Gefühle dem Abstillen gegenüber sicher völlig normal und nachvollziehbar sind! Es ist ja eine so schöne und innige Zeit, ich finde es normal, das man da ein wenig trauert, wenn man das Gefühl hat, dass diese Zeit sich dem Ende nähert. Aber ihr werdet andere Möglichkeiten haben, euch nahe zu sein, viel kuscheln, miteinander lachen... Ich drücke dir die Daumen, dass es dir bald wieder besser geht!
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Fleur
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Re: Ist das das Ende der Stillzeit?
Guten Morgen! Ich kann Dich gut verstehen. Für mich hat das Stillen meiner Tochter auch noch einen sehr hohen Stellenwert. Wenn man sich wie Du durch ganz viele Widerstände beim Stillen gekämpft hat, kann man schnell verunsichert sein, wenn sich etwas ändert innerhalb der Stillbeziehung. Neulich hat eine gute Freundin ganz sanft abgestillt, ihre Tochter wollte immer weniger stillen. Meine Freundin hatte - nun ja - Bedenken, was ich wohl dazu sage. Anscheinend wirke ich nach außen wohl etwas "militant" pro Stillen
Ich hab mich gefreut, dass es so problemlos geklappt hat für beide. Ich wünschte, ich könnte auch ganz unbefangen an das Thema Abstillen heran gehen. Ich versuche, auf die Signale meiner Tochter zu achten. Oft zeigt oder sagt sie mir, dass sie "Miiii!" will. Wenn ich frage, ob sie möchte und sie sagt nein, dann ist es eben so. Aber ich habe dann auch Angst, dass es bald vorbei ist. Ich muss da ein bisschen an mir arbeiten... Ich bin sicher, Ihr findet einen Weg, mit dem Ihr beide zufrieden seid.
Ich frage mich in letzter Zeit oft, wie es anderen beim Thema Abstillen ergangen ist, die am Anfang Schwierigkeiten hatten.
Ich wünsche Euch beiden alles Liebe!
Ich hab mich gefreut, dass es so problemlos geklappt hat für beide. Ich wünschte, ich könnte auch ganz unbefangen an das Thema Abstillen heran gehen. Ich versuche, auf die Signale meiner Tochter zu achten. Oft zeigt oder sagt sie mir, dass sie "Miiii!" will. Wenn ich frage, ob sie möchte und sie sagt nein, dann ist es eben so. Aber ich habe dann auch Angst, dass es bald vorbei ist. Ich muss da ein bisschen an mir arbeiten... Ich bin sicher, Ihr findet einen Weg, mit dem Ihr beide zufrieden seid.
Ich frage mich in letzter Zeit oft, wie es anderen beim Thema Abstillen ergangen ist, die am Anfang Schwierigkeiten hatten.
Ich wünsche Euch beiden alles Liebe!
