Wie alt ist denn Dein Stillkind?
Ich kann nur von mir berichten und bei mir war es definitiv genau andersherum: Ich war nie gesünder als in Schwangerschaft und Stillzeit. Noch nie war ich so selten erkältet oder mit allgemeinen Infekten belastet. Klar, müde bin ich, aber das liegt eher daran, dass das Leben mit einem Kleinkind wirklich anstrengend ist und allein schon viel mehr körperliche BEtätigung beinhaltet als z.B. ein durchschnittlicher Bürotag - selbst wenn man danach normalerweise ne Runde joggen ging. Und die SChlafunterbrechungen halt - die durch (nächtliches) Abstillen weniger werden KÖNNEN, aber ganz sicher nicht müssen. Es gibt immer wieder Mütter, die dann statt nachts zu stillen, eben aufstehen und rumtragen müssen oder sich neue, aufwendigere Beruhigungsstrategien ausdenken müssen... (und auch nicht eben selten Mütter, die Fläschchenmachen, -spülen, ... wesentlich aufwendiger finden als das Stillen zuvor - vor allem nachts).
Ich denke, dass man als Mutter meist allein für seine kleinen Kindern hauptverantwortlich ist, schlaucht ungemein, weil man a) unter Dauerbelastung steht und b) sich meist nicht genügend auskuriert, wenn man krank war, sondern schnell wieder funktionieren muss
Es ist denke ich aber vor allem wichtig, dass man vernünftig auf seine Ernährung achtet, ausgewogen und vor allem:
in ausreichenden Mengen und ausreichend oft isst und trinkt. Es ist z.T. erschreckend, wenn man im Alltag mit Baby/Kleinkind mal bilanziert, wieviel man z.B. an einem hektischen Vormittag, an dem einige Besorgungen anstanden, gegessen hat. Stillen verbraucht keine Unmengen an Resourcen (durch einige Tricks der Natur braucht man stillend sogar weniger Kalorien
zusätzlich zu sich zu nehmen als die Milch dann letzlich an Kalorien enthält!), aber die wenigen Resourcen, die das Stillen verbraucht, muss man eben schon zu sich nehmen. Ebenso wie man ja auch mehr essen/trinken muss, wenn man Sport macht oder wie man Nervennahrung braucht bei intensiven geistigen Tätigkeiten, ... .
Der Körper gibt gerade Vitamine konzentriert an das Baby weiter (die Konzentration von Vitamin C in der MuMi ist z.B. kann um ein Vielfaches höher sein als im mütterlichen Blutplasma!) - wenn Du nicht genügend aufnimmst, bekommst also sehr schnell DU einen Mangel (nicht das Baby). Bei großer Infektanfälligkeit würde ich also gezielt auf meine Zufuhr an Mikronährstoffen achten - im Zweifelsfall eben auch mal durch ein Vitaminpräparat für die Schwangerschaft/Stillzeit. (Sowas hab ich z.B. in der Zeit regelmäßig genommen - vielleicht liegt meine gesunkene Infektanfälligkeit ja auch daran, wer weiß

- vor allem Vitamin D nehme ich regelmäßig, da führt z.B. ein Mangel sehr schnell zu Infektanfälligkeit, aber es gibt noch so viel mehr... )
Vielleicht würde ein Blutbild beim Allgemeinmediziner helfen, akuten Mängeln auf die Spur zu kommen. Vielleicht ist es auch einfach nur Zufall und hat mit dem Stillen/Mehrbedarf überhaupt nichts zu tun. Auch das ist möglich.
Ich wünsche Dir jedenfalls gute Besserung.