Geht es nicht auch mal ohne weinen... *ausheulthread*

Wiege oder Familienbett? Allein oder zusammen? Wie schlafen wir alle am besten?

Moderator: Giraeffchen

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kroete
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Geht es nicht auch mal ohne weinen... *ausheulthread*

Beitrag von kroete »

Hallöchen an Alle.
Ich muss mich mal ausheulen.
Miniheld will seit dem 12 Wochen - Schub nicht mehr schlafen. Nachts schläft er mit Stillen fast 11h "durch" (also nur wach um zu trinken). Hinzukommt, dass er total schnell überreizt. Heisst, wir haben immernoch jeden Abend Schreistunde, und nun zusätzlich 3-4 Mal am Tag Heulerei beim Einschlafen... egal ob ich ihn trage oder nur sitze es wird immer bitterlich geweint. Er stillt immer so lange, bis er einzuschlafen droht, dann reisst er den Kopf zurück, mehrmals, um dann loszuwimmern. Stehe ich dann auf, ist erstmal Ruhe, aber der kleene guckt wieder rum mit großen Augen um dann nach 1h tragen auch auf dem Arm loszuheulen (wenn ich nicht zufällig staubsauge....).... also so oder so ein weinendes Kind... Aber sitzen bleiben ist ja auch keine Lösung, oder? Oder ziehe ich mit dem Herrumtragen alles in die Länge? Ich hab schon immer das totale schlechte Gewissen, egal wie ichs mache. Im Moment bin ich sogar wegen der Schreistunde total verunsichert. Bisher habe ich ihn da immer nur gehalten, irgendwann dann gekrault, und dann gestillt und er ist eingeschlafen... wenn er ohne das alles vor der Schreistunde einschläft, wird er wach und weint... also kann ich das Schreien wirklich noch nicht verhindern und er braucht es noch? Liegt es also immernoch nicht an mir, wenn er weint? Oder ist das vielleicht keine Schreistunde, sondern Übermüdung? Überseh ich was, weil ich etwas als Schreistunde abtue und ihn quasi im Arm ferber??? mein armer Wurm.....1000 Fragen...
Lege ich ihn ab, wirds natürlich noch schlimmer. Kann mir bitte einer sagen, das das besser wird? Meine Mutter meinte, meine SChwester wäre auch so gewesen bis sie 2 (!) war...............

Übrigens zahnt er im Moment wohl auch... hat ständig die Hände im Mund und sabbert. Er trinkt und spuckt viel... und er würde am liebsten schon sitzen... darf es aber nur im Sling...wo er aber nicht schlafen kann...
VG, Annika
mit Tristan, geboren am 12.2.2012
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Rechtschreibfehler sind tatsächlich aus Bequemlichkeit entstanden. Ich bitte meinen Anfall von Egoismus zu entschuldigen ;-)
"Alles wesentliche geschieht von selbst, Haare wachsen auch nicht schneller, wenn man an ihnen zieht."
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Re: Geht es nicht auch mal ohne weinen... *ausheulthread*

Beitrag von allymcbeal »

Hallo Annika,

meine Kleine hat auch monatelang (!) vor dem Einschlafen geschrieen.
Besonders abends, es war schlimm. 2 - 3 Stunden haben wir meistens gebraucht bis sie wirklich mal geschlafen hat, in dieser Zeit ist sie immer mal wieder kurz eingenickt, wieder aufgewacht, hat gebrüllt wie am Spieß, nicht stillen gewollt, dann doch, dann wieder kurz eingenickt und alles von vorn. Ich bin immer mit ihr ins Bett gegangen (Familienbett) und gleich dort geblieben. Wenn sie dann mal richtig schlief, dann auch relativ gut mit eingen Stillunterbrechungen, bei denen sie aber ruhig wieder eingeschlafen ist.
Es war wirklich schrecklich, das Kind brüllt im Arm und beruhigt sich einfach nicht. Habe mich oft wie die schlechteste Mutter der Welt gefühlt.
Ich bin auch nicht mehr mit ihr aufgestanden, habe sie nur ab und zu mal kurz hoch auf den Arm genommen, falls sie ein Bäuerchen machen muss oder um die Situation kurz zu unterbrechen. Aufstehen und rumtragen haben wir nur in den allerersten Nächten (es ging seit der Geburt so) gemacht, das hat aber wenn überhaupt nur kurz geholfen, spätestens im Bett ging es weiter.
Ich habe mir auch den Kopf zerbrochen, was ich ändern oder besser machen könnte, aber mir fiel einfach nix ein. Alleine schreien lassen wollten wir auf keinen Fall.
Mit 5-6 Monaten wurde es besser, sie schreit jetzt nur noch selten und wenn dann viel kürzer vor dem Einschlafen. Eher turnt sie noch rum, das kann auch mal eine Stunden dauern, aber das ist ok. Und wenn sie dann schläft, kann ich sogar wieder aufstehen. Luxus!! Sie wacht zwar noch oft auf bis wir dann auch ins Bett gehen, schläft aber mit wieder-einschlafstillen in der Regel schnell weiter. Nur die letzten beiden Abende war wieder mal schlimmes Gebrüll angesagt, ich hoffe aber dass das nur vom kommenden ersten Zahn kam, seit heute morgen ist nämlich ein Schlitz unten im Zahnfleisch zu sehen.

Ich habe also leider keinen Tipp für dich, wollte dir nur sagen dass es dir nicht alleine so geht und sicher nicht an dir liegt.
Es wird sich bestimmt auch von alleine wieder geben, und solange kannst du wohl leider nur so gut es geht für den Kleinen da sein.
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posy
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Re: Geht es nicht auch mal ohne weinen... *ausheulthread*

Beitrag von posy »

Owei, das klingt wirklich heftig.

Für deinen Kleinen passiert gerade so viel an Entwicklung, das Zahnen, so viel zu bearbeiten, dass er auch viel wieder loswerden muss. Du hilfst ihm da durch, so wie er es braucht. Nähe, Körperkontakt, Sicherheit.
Was kannst du tun: Durchatmen und durchhalten!
Es wird besser!

Wenn du merkst, dass er schnell überflutet ist von Reizen, dann versuche, soweit möglich, euren Tag reizarm zu gestalten.
Mein Kleiner war in den ersten vier Monaten auch sehr empfindlich. Wir haben kein Pekip gemacht, Babymassage war ihm schon zu viel.

Er muss noch ein bisschen ankommen in der Welt! Aber das wird!
Liebe Grüße von Nina mit dem großen (05/07), dem mittleren (10/09) und dem kleinen Tragling (2/2013)
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Geht es nicht auch mal ohne weinen... *ausheulthread*

Beitrag von Fliegenpilz »

Bei uns war es, bis aufs überreizen, eine Weile lang ähnlich - aber nur kurz, ca 4-6 Wochen. Sie brauchte und braucht viel Action tagsüber und schläft zur Zeit ausschließlich wenn man sich neben sie legt. Tipps habe ich dementsprechend auch keine, aber ich würde drauf hoffen, dass es so schnell aufhört wie es kam, so wie bei uns! ;)
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Lea97
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Re: Geht es nicht auch mal ohne weinen... *ausheulthread*

Beitrag von Lea97 »

Ich hab die Tage noch zu meiner Mutter gesagt, das Schlimmste und Schwerste für mich ist zu akzeptieren, dass sie auch mal schreien/weinen ohne Grund, ohne dass ich was tun kann, außer da sein und das ist ja ganz viel. Obwohl ich es eigentlich weiß, suche ich immer nach Gründen, stelle ich mir immer die Frage, was ich falsch mache, suche ich den Grund bei mir, mache ich mir Vorwürfe: Ich esse das falsche, ich trinke das falsche, ich trage zu wenig, ich trage zu viel, ich bin selber zu unruhig, ich hab zu wenig Milch, ich hab zu viel Milch, die Liste ist endlos weiterführbar.
Immer wieder zweifel ich daran eine gute Mutter zu sein, damit muss ich mich abfinden. Ich liebe meine beiden Mädels so unfassbar wahnsinnig, dass jede Art von Schmerz, Trauer etc. mir weh tut und ich muss einfach eine Möglichkeit finden, ihren Schmerz zu stillen.
Ich habe akzeptiert, dass das so ist, dass ich so bin und irgendwie hilft mir das auch in den Momenten, wo Lotta weint und ich sie zunächst nicht beruhigt bekomme. Es gehört für mich zum Muttersein dazu und es wird mich wohl immer begleiten, es wird anders, aber es wird bleiben.
Ich drück dich, Annika, du bist mit all deinen Zweifeln und 1000 Fragen nicht allein. Wenn man so liebt, und so hat man zuvor noch nie geliebt, dann will man einfach alles richtig machen und keine Fehler.
Liebe Grüße, Tine.

Wenn Sie beschließen, ein Kind zu bekommen,
dürfen Sie eines nicht vergessen:
Ihr Herz schlägt fortan außerhalb Ihres eigenen Körpers.
Katherine Hadley


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Re: Geht es nicht auch mal ohne weinen... *ausheulthread*

Beitrag von morgenstern »

Ich drück dich auch mal und kann dir (leider) nur sagen, dass es bei uns genauso war. Das ging mit Punkt 12 Wochen los und hat auch 4 bis 6 Wochen gedauert.
Er hat einfach nur geschrien, solange bis er nicht mehr konnte und dass bei jedem Schlafen gehen tagsüber (3 bis 4mal) und abends. Nur in der Nacht nicht. Es hat nichts
geholfen, ihn rumtragen, ihn an uns zu kuscheln - es war wirklich wie verhext.
Was habe ich an mir gezweifelt und letztendlich auch jedes Mal auch angefangen vor Verzweiflung zu weinen. Mein Mann hatte zu diesem Zeitpunkt gerade Elternzeit, ich hatte
schon Angst, dass das unseren Sohn so aus der Bahn geworfen hat. Irgendwann wurde es weniger und ist heute (6 Monate) nur noch, wenn er total fertig ist und ihn dann
irgendwas am einschlafen stört (z.B. Klingelalarm unseres Nachbarn gestern :evil: ). Komischweise hilft die Nähe aber jetzt. Er hört dann kurz auf, fängt zwar mehrmals wieder an
aber es ist nicht mehr das durchgängige Brüllen.
Ansonsten turnt er meistens, trotz müde sein, auch erstmal noch im Bett rum.

Tief durchatmen und durchhalten. Alles wird wieder gut!
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Cocorella
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Re: Geht es nicht auch mal ohne weinen... *ausheulthread*

Beitrag von Cocorella »

Ich lass dir auch mal einen virtuellen Drücker da, ich weiß genau, wie du dich fühlst.

Sohnemann war ein Schreikind und er hat monatelang gebrüllt. Vor dem Einschlafen war's am schlimmsten. In den ersten 4 Monaten ist er kein einziges Mal ohne Brüllen eingeschlafen. Ich bin hier wirklich nervlich auf dem Zahnfleisch gekrochen und war verzweifelt, weil ich dachte, ich mache alles falsch. Vor allem, als nach den berühmten 3 Monaten eben keine Ruhe war (abends geschrieen hat er 5 Monate und vor dem Schlafen immer mal wieder bis ca. zum 7. Monat).

ABER es ist besser geworden! In kleinen Schrittchen und es hat lange gedauert, aber mittlerweile weint er nur noch, wenn er sich weh getan hat und Einschlafen geht auch in 9 von 10 Fällen problemlos.
Ich weiß noch genau, wie er das erste Mal einfach so eingeschlafen ist. Ich steh im Supermarkt an der Kasse und guck an mir runter, weil ich mich wundere, was da plötzlich so schwer ist auf der Brust. Da ist er ohne einen Mucks im TT eingeschlafen. Ich hätte fast einen Freudenhüpfer gemacht, wenn ich ihn damit nicht wieder geweckt hätte.

Es gab nach der schlimmsten Schreiphase immer Dinge, mit denen ich Sohnemann das Einschlafen erleichtern konnte, es war nur gar nicht leicht, das rauszufinden, da es monatlich wechselte. Aber am Anfang hat wirklich nichts geholfen, außer es durchzustehen.

Ich wünsche dir ganz viel Kraft. Keiner wird dir sagen können, wann es bei euch besser wird, aber es wird besser werden.
Mach einfach so weiter wie bisher und gib ihm die Nähe, die er braucht. Auf einem Arm kann man ein Baby übrigens nicht ferbern. :wink:

Kleiner Tipp, was mir immer geholfen hat, wenn gar nichts mehr ging:
Baby ins Tuch, Kopfhörer ins Ohr und ganz laut meine Lieblingsmusik hören. Das hat mich so manches Mal vor dem Wahnsinn bewahrt.
Liebe Grüße von Cocorella mit ihrer Hamsterbacke 09/11

*Was glauben sie, was hier los wäre, wenn die Leute wüssten, was hier los ist!*
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Re: Geht es nicht auch mal ohne weinen... *ausheulthread*

Beitrag von kroete »

Hallöchen...
Danke für eure lieben Worte.
Erstmal vorab: Sich hier auszuheulen hat schon etwas gebracht: seit 3 Abenden ist die Schreistunde ausgefallen und er lässt sich tagsüber fast ohne Probleme in den Schlaf stillen... wir waren aber auch in den letzten Tagen viel unterwegs, und er kam tags nicht richtig zum schlafen... eigentlich sollte man doch meinen, dass er dann abends umso mehr weint... aber nein, seither wirds besser. Wir hatten direkt zu anfang das Glück einen tollen Kinderarzt zu finden, der uns direkt erklärt hat, wie man mit den "3monatskoliken" umgehen muss, daher war hier auch die ersten Wochen Besuchssperre, und kein Fernseher an, wenn der kleine im Raum war. auch waren wir kaum unterwegs. Deshalb kamen wir ja erst zum Dauertragen und Familienbett, weil er ansonsten nicht in den Schlaf fand... weil es garnicht anders ging wenn man ein Herz in der Brust hat....

Seit ein paar Tagen haben wir eine Veilchenwurzel, die er auch gern nimmt... jetzt brauch ich nur noch einen zweiten Sling... mit dem TT krieg ich ihn nicht vernünftig auf die Hüfte gebunden... und Spuckkind und nur ein Sling verträgt sich nich;-) Wird Zeit für die KK:)

Achso und wegen "im Arm Ferbern": Ich denke halt manchmal ich verweigere ihm Hilfe wie rumtragen oder so... und dann fällt mir ein, dass ich das voher ja versucht habe...
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Re: Geht es nicht auch mal ohne weinen... *ausheulthread*

Beitrag von Lea97 »

Annika, was für ein zuckersüße Avatar!!!! Das ist so herzig wie der lacht!
Liebe Grüße, Tine.

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Re: Geht es nicht auch mal ohne weinen... *ausheulthread*

Beitrag von kroete »

Lea97 hat geschrieben:Annika, was für ein zuckersüße Avatar!!!! Das ist so herzig wie der lacht!
Danke :) ist mir letztens morgens um halb 6 gelungen der Schnappschuss <3 ich liebe ihn einfach
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