Stillen ist auf einmal ein Kampf

Fragen und Antworten rund um das Thema Stillen

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JUST-ME
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Stillen ist auf einmal ein Kampf

Beitrag von JUST-ME »

Hallo,

ich habe gerade große Probleme beim stillen meiner Tochter :(
Seit etwa einer Woche hat sie plötzlich wieder extreme Blähungen (denke ich zumindest, denn sie pupst wie eine verrückte, windet sich und biegt sich durch..) und genau seitdem ist das stillen ein richtiger Kampf.
Obwohl sie lange nicht getrunken hat (letztes stillen oft schon 4 Stunden oder mehr her, normalerweise stillst sie alle 2-3 Std) kriege ich sie nicht an die Brust, sie biegt sich von der Brust weg, kreischt und schlägt mit dem Kopf. Heute Nacht waren meine Brüste so voll das ich nicht schlafen konnte, aber sie war erst um 4 Uhr (nach 6 Std Stillpause ) dazu zu bewegen an die Brust zu gehen. Dafür saugt sie sich grad an allem fest, wollte heute Nacht meinen kleinen Finger dauerhaft im Mund haben, sobald er rausgefallen ist oder ich ihn rausgezogen habe hat sie geschrien und war wach.
Scheinbar bekommt sie aber wenigstens trotzdem genug Milch, denn sie hat so viele nasse Windeln wie sonst auch, ihre Fontanelle ist so wie sie sein soll und nach dem stillen ist sie total zufrieden und gut gelaunt... nur davor ist es wirklich furchtbar, muss mich echt zusammennehmen nicht zu heulen wenn ich sie so an die Brust "zwinge"... sonst war unsere Stillbeziehung so harmonisch bisher :(
Habt ihr eine Idee was das sein könnte, oder wie ich es ihr irgendwie leichter machen kann?
Ich bin über jede Idee dankbar...
Liebe Grüße von ME mit Mini-ME (*06/10) an der Hand und Micro-ME (*02/12) im Arm

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cocotte
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Re: Stillen ist auf einmal ein Kampf

Beitrag von cocotte »

Ohje, das klingt anstrengend... (((( ))))

Ich schreib mal alles was mir dazu einfällt.
1. Hast du mal Kiss/Blockaden abklären lassen?
2. Ansonsten könnten es ja wirklich Blähungen sein - bei meiner Kleinen war es z.T. auch so, dass sie sich bei Verdauungsschwierigkeiten arg gewunden hat. Bei ihr (wie auch bei der Großen schon) hat Abhalten echt Wunder gewirkt in solchen Momenten! Vielleicht machst du ja eh schon windelfrei, wenn nicht, probier es zumindest mit dem Abhalten aus, wenn du merkst, dass sie zuviel Luft im Bäuchlein hat. Also, das Baby in Hockstellung vor den eigenen Bauch halten, die Kniechen so ganz leicht gegen das Bäuchlein drücken. Ich hab sie so immer übers Waschbecken gehalten, und zu 99 % kam dann auch ordentlich was. Das war so eine Erleichterung für meine Mädels!
Ich denke, das kann man auch praktizieren, wenn man kein Windelfrei machen möchte. Du kannst sie ja auch mit Windel in diese Haltung bringen, es schafft auf jeden Fall Erleichterung.

3. Was ich sonst noch so an Ideen habe. V.a. bei meiner Großen war es so, dass sie so ab 3-4 Monaten plötzlich tagsüber unruhig wurde beim Stillen, wenn zuviel los war drumherum. Sie hat ab da einfach mehr mitbekommen, was um sie herum passierte. Das hat sie sehr abgelenkt, sie wollte ständig kucken, hat dann dauernd ab- und wieder angedockt, dann hat sie sich verschluckt oder der MSR kam dadurch etwas später als normal, was sie dann noch mehr aufgeregt hat. Sie war einfach sehr sensibel. Ne zeitlang half nur, zum Stillen in eine wirklich ruhige, ggf. etwas abgedunkelte Ecke zu gehen oder sich am besten zum Stillen hinzulegen mit ihr, sooft wie möglich.

Vielleicht schießen auch schon die ersten Zähnchen ein, wegen dem Saugen (evtl. doch mal einen Schnuller anbieten? ich hatte meist zuviel Milch, und wenn sie sich dann durchs Saugen einfach nur beruhigen wollten, verschluckten sie sich beide oft, da war ein Schnuller manchmal die bessere Wahl), oder es ist halt einfach ein Schub - grade in dem Alter passt das ganz gut, finde ich. Dann sind sie furchtbar unruhig und oft ungehalten, weil sie einfach so viel neues lernen. Kann sie sich schon drehen bzw. versucht sie sich zu drehen oder so? Was dann hilft bei der Unruhe- siehe 3.

Ach ja, noch was:
4. Wenn sie die Brust nur noch anschreit, versuch mal sie anzulegen, während du sie rumträgst und wiegst, entweder einfach so auf dem Arm oder im TT. Das hat hier auch oft total gut geholfen. Ansonsten
5. Tief durchatmen und versuchen selber ruhig zu bleiben! Du machst das toll! Und das harmonische Gefühl, das kommt wieder, ganz bestimmt!
S. mit großem Mädchen *04/08 und fast großem Mädchen *02/10 und kleinem Mädchen *12/14 und winzigem Sternenbübchen *+11/17 im Herzen

Nicht müde werden
sondern dem Wunder
leise
wie einem Vogel
die Hand hinhalten.

Hilde Domin
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Re: Stillen ist auf einmal ein Kampf

Beitrag von Lösche Benutzer 10716 »

Hatten ähnliches Problem in genau dem Alter. Mein Sohn hat zwar nicht seltener, aber immer nur kurz gestillt und dann geweint. Das war schwierig für mich. Habe mal gelesen, dass es die einsetzende Darmaktivität sein kann. Als ich von dieser Phase aber später mal in meiner LLL-Gruppe gesprochen habe, meinte die Stillberaterin, dass sie auf Zahneinschuss tippen würde. Manchmal beruhigt es ja auch schon ein wenig, wenn man eine Ahnung hat, was gerade passiert...
Ich lasse dir mal viele Grüße da! Verzweifel nicht, es wird wieder besser! Ganz bestimmt!!!
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JUST-ME
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Re: Stillen ist auf einmal ein Kampf

Beitrag von JUST-ME »

DANKE Cocette für deine Ideen! Das hat mich alles schon ziemlich weitergebracht, auch ohne das ich es schon probiert habe!! Wenigstens kann ich jetzt noch etwas tun und neues versuchen und muss es nicht nur einfach aushalten, denn das fällt mir echt schwer.
Ich antworte mal in Nummern :wink:

zu 1
Kiss ist hier glaub kein Thema, sie hat keine Lieblingsseite, schläft und liegt mit dem Kopf mal hier mal da, hat immer problemlos und sehr ruhig getrunken etc... dann kann es kein Kiss sein, oder doch?

zu 2
Ich praktiziere kein Windelfrei, aber das mit dem abhalten werde ich trotzdem mal testen, denn sie liebt es wenn man in solchen "Bauchwehphasen" ihre Beinchen nimmt und sie durchwackelt, sie im "yogasitz" an den Bauch drückt usw.

zu 3
Das ist hier leider durchaus ein Problem, druch den kleinen großen Burder ist es hier oft recht laut... ändern kann ich daran leider nichts. Zwar kommt er beim stillen oft mit einem Buch an, aber wirklich Ruhe hat die Maus dann halt auch nicht.

zu 4
Das ist auch nen Versuch wert, sie wird sowieso am liebsten ständig getragen, möglich das es so auch mit dem stillen besser klappt... warum kommt man auf sowas eigentlich nie selbst :oops:

Einen Schnuller nimmt sie nicht, das haben wir schon probiert, mitlerweile lutscht sie aber am Daumen... nur leider nicht wenn sie so drauf ist wie heute Nacht :(

PS: Grad hat sie ganz ruhig getrunken :mrgreen: allerdings schläft sie auch schon und es ist hier grad völlig ruhig und recht dunkel.
Liebe Grüße von ME mit Mini-ME (*06/10) an der Hand und Micro-ME (*02/12) im Arm

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Sushi2000
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Re: Stillen ist auf einmal ein Kampf

Beitrag von Sushi2000 »

Hallo,
helfen kann ich dir zwar nicht, aber evtl. ist es ein kleiner Trost dass es uns im Moment auch so geht. Das einzige was noch ganz gut klappt ist dass ich die kleine Maus während ich gehe anlege. Sie trinkt dann, aber auch kürzer als sonst. Hoffen wir dass es bald wieder harmonisch wird!
Machs gut LG
LG Sushi mit Zwerg 10/10 und Zwergin 3/12
Wir stillen und tragen und schlafen im großen Familienbett

Das iPad und ich sind bei der Schreibweise meist nicht einer Meinung ;)
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Re: Stillen ist auf einmal ein Kampf

Beitrag von JUST-ME »

DANKE Karola und Sushi, das beruhigt mich das es auch anderen so geht, dann scheint das vlt einfach eine doofe Phase zu sein. Von meinem Sohn kenne ich das so gar nicht, aber so ist halt jedes Kind anders... hoffe nur das es wirklich bald vorbei ist!!!
Liebe Grüße von ME mit Mini-ME (*06/10) an der Hand und Micro-ME (*02/12) im Arm

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bienenmeister
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Re: Stillen ist auf einmal ein Kampf

Beitrag von bienenmeister »

huhu bei uns geht stillen tagsüber immer nur beim gehen :lol:
mit Äffchen (02/2012) und Sommerhoffnung (07/2015)
Tragen für Fortgeschrittene: Heute mal ohne Tuch!

.... lost in translation ....
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Re: Stillen ist auf einmal ein Kampf

Beitrag von Lösche Benutzer 10716 »

bienenmeister hat geschrieben:huhu bei uns geht stillen tagsüber immer nur beim gehen :lol:

Ja, das ist auch eine gute Idee! Kind ins Tuch, und dann beim Gehen stillen, das hat bei uns auch manchmal Wunder bewirkt;-)
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JUST-ME
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Re: Stillen ist auf einmal ein Kampf

Beitrag von JUST-ME »

So, nach dem ersten Testtag:

-Stillen im gehen geht überhaupt nicht, weder im Tuch noch einfach auf dem Arm.
-abhalten hat null funktioniert und auch keine Reaktion gezeigt :( aber ich werds noch bischen probieren, vlt muss sie sich daran gewöhnen.


... und wir haben ein neues Problem: Jetzt will sie die rechte Brust nicht mehr!! :shock: Was mach ich denn jetzt? Ich werde es nachher nochmal versuchen wenn sie schlafend stillen will, aber wenns sie sie dann auch nicht nimmt? Die rechte Seite ist jetzt schon recht voll und prall, noch ein paar Stunden und ich züchte mir den nächsten Milchstau :( sie hat heute aber insgesamt extrem schlecht getrunken mit grooooßen Stillabständen. Och menno...
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Sushi2000
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Re: Stillen ist auf einmal ein Kampf

Beitrag von Sushi2000 »

Hallo,
hab dir ja gestern schon geschrieben, bei uns läuft es ja zur Zeit auch bescheiden... Hast du zufällig einen Pezi-Ball ein bischen "hüpfen" während des Stillens, das hat uns heute ein wenig geholfen.
Aber wirst sehen wir schaffen das!!
Zum Thema volle Brust, mir half/hilft immer warm duschen und ausstreichen fürs erste.
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