Neugeborenes will nicht an die Brust, gibts das?
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- millenia
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Neugeborenes will nicht an die Brust, gibts das?
Eine Freundin von mir hat ein Baby bekommen und sie wollte eigentlich stillen. Aber das Baby hat wohl von Anfang an die Brust nur angeschrieen und sich durchgestreckt und schien sich gegen das Anlegen richtig zu wehren. Gibt es sowas, dass ein Baby nicht gestillt werden möchte? Das kann ich mir gar nicht vorstellen. Und was könnte die Ursache für so ein Verhalten sein?
stolze Mutter von großer Schwester Ida (03/11) und kleinem Möpschen Alma (6/14)
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Athene79
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Re: Neugeborenes will nicht an die Brust, gibts das?
Guten Morgen,
ja, unser Großer hatte wg traumatischer Geburt, Schlüsselbeinbruch, Halsmuskelverkürzung, Kopfhämatomen die ersten 36 Stunden auch nicht gestillt werden wollen. Musste abpumpen und löffeln. Aber danach war es das problemloseste Stillbaby der Welt. Es besteht also noch Hoffnung für Deine Freundin.
Ihr alles Gute und lg
ja, unser Großer hatte wg traumatischer Geburt, Schlüsselbeinbruch, Halsmuskelverkürzung, Kopfhämatomen die ersten 36 Stunden auch nicht gestillt werden wollen. Musste abpumpen und löffeln. Aber danach war es das problemloseste Stillbaby der Welt. Es besteht also noch Hoffnung für Deine Freundin.
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- greenie bird
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Neugeborenes will nicht an die Brust, gibts das?
Die Ursache kann man ohne, das Kind zu sehen nicht feststellen. Es könnte KiSS sein, so dass die Position beim Stillen unangenehm sein kann, sowie u.U. schwierig zu saugen, wenn Verspannungen und Blockaden vorliegen. Die Flasche wird dann in Schonhaltung getrunken und es sind weniger Muskeln dazu nötig, was viele denken lässt, das Kind verweigere die Brust. Was natürlich nicht der Fall wäre.
ǝlıqoɯ ɯoɹɟ ʇuǝs
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Sprache ist ein mangelhaftes Instrument zum Ausdrücken von Gefühlen bzw. scheine ich schlecht darin zu sein, bitte fragt bei zweifelhaften Äußerungen von mir nach...
Gazelle (08/07)+Katerchen (07/10)
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- Jea
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Neugeborenes will nicht an die Brust, gibts das?
Ja das gibt es. Meine Maus hat die ersten 14 Tage nicht an der Brust getrunken. Ich habe gepumpt, wir haben gelöffelt und immer wieder versucht anzulegen. Ein Termin bei der Osteopathin brachte allmählich Besserung. Es war ein verschobener Wirbel (vermutlicg) Immer wieder versuchen anzulegen aber erst mal das Bäuchlein füllen damit man entspannter an die Sache ran gehen kann. Mittlerweile stillen wir seit 15 Monaten wie die Weltmeister
Ich Wünsche deiner Bekannten viel Erfolg und Kraft!
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- Mondkristall
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Re: Neugeborenes will nicht an die Brust, gibts das?
ich glaube, dass "nicht wollen" falsch ist, es ist eher "nicht können". meine tochter konnte schlecht saugen, wir haben 10 wochen alles probiert, waren bei zig ärzten, dann hab ich aufgegeben. selbst aus der flasche war es bis zum 5.monat schwierig.
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jusl
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Re: Neugeborenes will nicht an die Brust, gibts das?
Dem stimme ich komplett zu - das eigentlich Missverständliche ist die Formulierung, dass manches Neugeborene nicht gestillt werden MÖCHTE. Das Worten "MÖGEN" passt einfach nicht. Es passt ja auch nicht zu sagen, ein Neugeborenes mit Lungenfehlbildung oder neurologischer Schädigung MÖCHTE nach der Geburt nicht atmen. Sondern viel richtiger wäre: Es KANN nicht atmen! Und exakt das Selbe ist der Fall mit Neugeborenen, die nach der Geburt massive Probleme beim Stillen haben.
Im Klartext: Wenn ein Baby ein normalerweise seit Jahrmillionen angeborenes, lebenswichtiges Verhalten nicht zeigt, dann nicht, weil es nicht MÖCHTE, sondern deshalb, weil es nicht KANN.
Solche Babys brauchen logischerweise sofort Hilfe: Wenn ein Baby zunächst nicht atmet, dann tut die Fachleute erstmal ALLES, damit es den lebensnotwendigen Sauerstoff bekommt, und DANACH tun die Fachleute ALLES, um von der Beatmung wenn irgendmöglich auch schnell wieder wegzukommen - "einfach so weiter beatmen, sei es für Monate oder Jahre" gilt einleuchtenderweise nicht als annehmbare Möglichkeit. GENAU SO sollte es auch mit dem Stillen sein: Zuerst muss man selbstverständlich sicherstellen, dass ein Baby notwendige Nahrung bekommt, aber danach sollten die Fachleute ebenso ALLES tun, damit normales Stillen doch noch möglich ist. Dazu muss normalerweise die Ursache (zumeist Grunderkrankungen oder (Geburts-)Verletzungen) behandelt werden. Und gleichzeitig brauchen Mutter und Kind stillberaterische Unterstützung.
LG
Julia
Im Klartext: Wenn ein Baby ein normalerweise seit Jahrmillionen angeborenes, lebenswichtiges Verhalten nicht zeigt, dann nicht, weil es nicht MÖCHTE, sondern deshalb, weil es nicht KANN.
Solche Babys brauchen logischerweise sofort Hilfe: Wenn ein Baby zunächst nicht atmet, dann tut die Fachleute erstmal ALLES, damit es den lebensnotwendigen Sauerstoff bekommt, und DANACH tun die Fachleute ALLES, um von der Beatmung wenn irgendmöglich auch schnell wieder wegzukommen - "einfach so weiter beatmen, sei es für Monate oder Jahre" gilt einleuchtenderweise nicht als annehmbare Möglichkeit. GENAU SO sollte es auch mit dem Stillen sein: Zuerst muss man selbstverständlich sicherstellen, dass ein Baby notwendige Nahrung bekommt, aber danach sollten die Fachleute ebenso ALLES tun, damit normales Stillen doch noch möglich ist. Dazu muss normalerweise die Ursache (zumeist Grunderkrankungen oder (Geburts-)Verletzungen) behandelt werden. Und gleichzeitig brauchen Mutter und Kind stillberaterische Unterstützung.
LG
Julia
- alexvw
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Re: Neugeborenes will nicht an die Brust, gibts das?
Ich kann mich auch nur für Osteopathen oder KISS-Spezialisten aussprechen. Jacob konnte die ersten Tage auch nicht stillen, es war schrecklich. Ich habe gepumpt und irgendwie die Milch in ihn reingebracht. Am Tag nach dem Osteopathen hat er die Hälfte gestillt, die Hälfte aus der Flasche getrunken, und noch einen Tag später hat er voll gestillt.
Viel Erfolg!!
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FraDa
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Re: Neugeborenes will nicht an die Brust, gibts das?
Ich hatte das auch und mit den Stillhütchen, die die Hebamme mir dann gegeben hat, hats gleich funktioniert. Aber das muss man sicher den Einzelfall ansehen, um die richtige Lösung zu finden...
mit Kind 1 *07.2011 und Kind 2 *02.2014
- Stankade
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Re: Neugeborenes will nicht an die Brust, gibts das?
Wir hatten das anfänglich auch, bei uns waren ebenfalls Stillhütchen die Lösung, da der Saugreflex einfach nicht ausgelöst wurde. Nach 3 Wochen klappte es ohne Hütchen. Wenn das Baby sich aber stark durch biegt würde ich auch mal abklären lassen ob alles okay ist. Evtl. hat es einfach Schmerzen beim Trinken...
- millenia
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Neugeborenes will nicht an die Brust, gibts das?
Da kann man mal sehen wie die Beratung durch Hebammen alles kaputt machen kann. Laut Hebamme WOLLTE das Baby nicht an die Brust, also hat es direkt die Flasche bekommen. Das Baby ist jetzt schon über ein Jahr alt, aber meine Freundin ist jetzt wieder schwanger und falls sowas wieder passiert würde ich ihr halt gerne helfen. Aber die Anhaltspunkte KISS und traumatische Geburt sind ja schonmal Hilfen. Und sollte es wieder nicht klappen, ich kenne ja jetzt einige Stillberaterinnen, die ich ihr ggfs vermitteln kann.
Vielen Dank.
stolze Mutter von großer Schwester Ida (03/11) und kleinem Möpschen Alma (6/14)




