Relaktation bei Zwiemilch, Beikost, wenig Milch...ach Mist..

Fragen und Antworten rund um das Thema Stillen

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DieStudentin
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Relaktation bei Zwiemilch, Beikost, wenig Milch...ach Mist..

Beitrag von DieStudentin »

Hallo Ihr Lieben,

ich hab hier ganz lang nicht mehr reingeschaut weil wir eigentlich eine schöne Stillzeit hatten. Die Maus ist nun vier Monate alt, toll gewachsen und kugelrund mit gut 7 kg und ich bin trotzdem nicht glücklich mit ihrer Ernährung :?
Zur Erklärung: Seit etwa sieben Wochen wird Hannah nur noch teilgestillt. Vielleicht erinnern sich einige, dass wir solche Startschwierigkeiten hatten mit wunden Brustwarzen und ab dem dritten Monat gab es soviel Theater beim Stillen... besonders das Nachmittagsclustern hat mich fertig gemacht, weil Hannah nach keiner Stillmahlzeit zufrieden war.
Nach und nach wollte ich dann endlich abstillen, um ein paar mehr Freiheiten zu haben, und um den Stress am Nachmittag rauszunehmen. Ja. Ich weiß. Blöd.
Vor einigen Wochen waren wir dann bei drei Flaschen am Tag angekommen. Vormittags und nachmittags ca. 120 ml, abends 200 ml. Den Rest habe ich gestillt und ich war mit dieser Lösung sehr glücklich. Hannah hat die Flasche akzeptiert, davon allerdings gerade soviel getrunken, dass sie nicht mehr sehr hungrig war. Ich hatte damit die Möglichkeit, mal zum Chor zu gehen oder die Kleine mal beim Papa zu lassen für ein bisschen babyfrei.
Auf einmal war das Stillen sehr entspannt. Ich war entspannter und das hat sich wohl auch auf Hannah ausgewirkt. Wir haben so richtig mit Genuss gestillt und ich konnte mir zum ersten Mal vorstellen, noch lange weiter zu stillen - sozusagen in Teilzeit. Vorher habe ich immer gesagt, drei Monate mache ich es, und dann ist ganz schnell Schluss.
Leider ist es nicht so entspannt geblieben, denn meine Milch geht zurück. Hannah wird an der Brust nicht mehr richtig satt und hat auch überhaupt keine Lust mehr, sich für die Milch sehr anzustrengen. Je später es am Tage ist, desto länger brauchen wir, bis der MSR kommt. Es hat sich umgekehrt, sie trinkt an der Brust nur noch gerade so viel, dass der Magen nicht knurrt, und wartet dann sehnsüchtig auf die nächste Flasche. Wenn sie nach einem Schläfchen besonders hungrig aufwacht, verweigert sie die Brust komplett. Nur nachts trinkt sie entspannt und genussvoll.
Ich bin so traurig darüber und weiß nicht so recht, was ich machen soll. Wie ich da am besten vorgehe...
Nun wollen wir in einem Monat mal Brei versuchen. Hannah ist sehr an unserem Essen interessiert und verfolgt jeden Löffel und Bissen gespannt. Ich würde sie zur Beikosteinführung gerne noch eine Weile wenigstens teilstillen, weil ihr Papa Neurodermitis und Asthma und Heuschnupfen hat. So hoffe ich, ein eventuelles Allergierisiko zu minimieren...
Also dachte ich, dann ersetze ich eine Flaschenmahlzeit und nicht die Brust. So würde ich das Stillen nicht weiter reduzieren, aber meine Brust hat da offenbar andere Pläne.
Was mache ich denn jetzt? Ich würde so gerne wieder mehr und weiter stillen, aber ich habe das Gefühl, mein Kind zu quälen. Im Augenblick enden die meisten Stillmahlzeiten am Tage in einem Wutausbruch oder fangen gleich damit an. Wenn sie überhaupt andockt, fängt sie schnell an zu weinen, wenn der MSR nicht gleich kommt, und sobald das erste Sprudeln versiegt, saugt sie nicht mehr weiter, will auch nicht mehr an die andere Seite, schreit die Brust an und säuft dann die Flasche leer, als hätte sie drei Tage nichts bekommen.
Ich weiß, dass ich mir das selbst eingebrockt habe. Es wäre nett, wenn es keine Kommentare in dieser Hinsicht gäbe...ich weiß selbst, dass das Zufüttern Mist war. Vielleicht habt ihr ja ein paar Tipps und ein bisschen Trost für mich.
Vielleicht muss ich noch dazu schreiben, dass mein Mann nicht so richtig dahinter steht. Er findet es wichtig, dass ich gestillt habe, findet aber Stillen über den sechsten Monat hinaus seltsam (wobei er dabei war, seine Meinung zu ändern, weil er sich vor den aktuellen Problemen immer sehr über das selige Baby an meiner Brust gefreut hat), und er meint, irgendwann ist es doch eh vorbei mit dem Stillen, da müsste ich sowieso durch und später wäre es sicher noch schwerer für mich...
Danke fürs Lesen von diesem Roman!

DieStudentin
Fleur
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Relaktation bei Zwiemilch, Beikost, wenig Milch...ach Mist..

Beitrag von Fleur »

Hallo Studentin,
als meine Süße ein paar Wochen alt war, waren wir in einer ähnlichen Lage. Ich habe mit der Flasche zugefüttert, weil ich zu wenig Milch hatte. Erst hat sie die Flasche von mir nicht haben wollen, mein kluges Kind, und später dann die Brust angebrüllt. Das war furchtbar für uns, ich wollte doch so gerne weiter stillen. Nachdem mir dann zwei Stillberaterinnen in Stillgruppen unabhängig von einander das Brusternährungsset (BES) vorgeschlagen hatten, habe ich es ausprobiert - und siehe da, nach ein paar Tagen hat mein Kind die Brust wieder voll akzeptiert. Ich war schlagartig entspannter, endlich konnte ich mein Baby stillen ohne Stress. Für mich war es die einzige Möglichkeit, weiter stillen zu können - mit Wechsel Brust/Flasche hätten wir nicht länger weitermachen können. Probier es doch einfach mal aus. Wenn Du eine zeitlang voll gestillt hast, wirst Du damit bestimmt auch Deine Milchmenge wieder steigern können.

Alles Liebe Euch beiden!
Viele Grüße
Fleur
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jusl
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Re: Relaktation bei Zwiemilch, Beikost, wenig Milch...ach Mi

Beitrag von jusl »

Hallo Studentin,

ich kann gut nachvollziehen, dass Du traurig bist - Teilzeitstillen war für Euch eigentlich perfekt, aber ärgerlicherweise hat das nicht funktioniert. Ich habe den Eindruck, dass Du Dich ein bisschen über Dich selbst ärgerst. Das ist verständlich, aber wichtig ist, dass Du nicht darin stecken bleibst, Dich über irgendwelche Fehler zu ärgern, das nützt niemandem. Vielleicht kannst Du stattdessen diese Gefühle günstigerweise in Schwung umwandeln, das Ruder noch mal herumzureißen sozusagen ;-); ich drück Dir die Daumen, dass das klappt, was Du Dir wünschst.

Konkret: Du hast das Problem schon selbst erkannt; Deine Milchbildung ist durch das Zufüttern stark zurückgegangen. Du schriebst, dass Du insg. rund 440 ml täglich zufütterst. Ein Baby im Alter Deiner Tochter trinkt durchschnittlich rund 800 ml täglich (Quelle), vielleicht sind es auch 700 oder 900, das weiß man nicht. 440 von 800 ml sind 55 %, das heißt wahrscheinlich liegt Deine Milchbildung derzeit also in der Größenordnung 45 %. Es ist also kein Wunder, dass Dein Baby beginnt, an der Brust zu streiken - es ist inzwischen den leichten Milchfluss aus der Flasche gewohnt und hat Schwierigkeiten, sich für wenig Milch an der Brust abzumühen.
Was gut ist und Eure Erfolgschancen erheblich steigert ist die Tatsache, dass Dein Baby grundsätzlich schon noch an die Brust geht, also die Verweigerung noch nicht komplett ist. Auf dieser Basis lässt sich wahrscheinlich gut aufbauen.

Hinweise auf Lösungsmöglichkeiten lieferst Du hier schon selbst:
Was mache ich denn jetzt? Ich würde so gerne wieder mehr und weiter stillen, aber ich habe das Gefühl, mein Kind zu quälen. Im Augenblick enden die meisten Stillmahlzeiten am Tage in einem Wutausbruch oder fangen gleich damit an. Wenn sie überhaupt andockt, fängt sie schnell an zu weinen, wenn der MSR nicht gleich kommt, und sobald das erste Sprudeln versiegt, saugt sie nicht mehr weiter, will auch nicht mehr an die andere Seite, schreit die Brust an und säuft dann die Flasche leer, als hätte sie drei Tage nichts bekommen.
Das Problem ist zum einen, dass Dein Baby nicht gut warten kann, bis der MSR ausgelöst ist, und zum anderen, dass sie nicht an der Brust bleibt, wenn nichts mehr kommt. Sinnvoll wäre also das Zufüttern WÄHREND des Stillens: Die Zeit bis zum MSR wird überbrückt, weil bereits Milch fließt - das ermutigt das Baby, bis zum MSR weiterzusaugen. Bei Nachlassen des Muttermilchflusses ist ebenfalls noch Zufüttermilch da - das ermutigt das Baby, länger an der Brust zu bleiben. Entsprechend kann ich mich Fleurs Erfahrungsbericht anschließen: bei Euch könnte der Einsatz des Brusternährungssets in der Tat sehr hilfreich sein. Kennst Du dieses Stillhilfsmittel?

Allgemein gilt:
* Wenn Du die Zufüttermengen reduzieren willst, musst Du Deine Milchproduktion erhöhen. Dies funktioniert nur über erhöhte Nachfrage. Die Nachfrage kann durch Dein Baby selbst kommen (= häufiger Stillen anbieten) oder durch Dich ( = Abpumpen oder Milch von Hand gewinnen). Insgesamt solltest Du auf mindestens 8 erfolgreiche(!) "Nachfragen" in 24 Stunden kommen. Wenn Du z.B. vier mal in der Nacht erfolgreich stillst, dann wäre es gut, wenn Du tagsüber mindestens 4 mal pumpst, so lange das Stillen tags nicht gelingt. Ausführliche Info dazu findest Du auch in unserer Linksammlung Stillwissen, Stichwort "Verringerung von Zufüttermengen"

* Dein Baby sollte möglichst viel Zeit an der Brust verbringen, um die Milchbildung zu stimulieren. Dies bedeutet, dass Ihr wahrscheinlich in der nächsten Zeit auf die Verwendung von Flaschensaugern und Schnullern verzichten müsst, oder deren Verwendung zumindest sehr stark einschränken. Das Brusternährungsset ist nicht die einzige stillfreundliche Möglichkeit, Milch zuzufüttern. Eine Übersicht über die gängigen Methoden stillfreundlichen Zufütterns findest Du hier.

* Mit 4 Monaten ist Dein Baby bereits in einem Alter, in dem Routine und Gewohnheiten eine Rolle spielen. Möglicherweise mag es seine gewohnten Flaschen zunächst nicht so gerne aufgeben. Du kannst Dein Baby dann mit einem klassischen, kleinschrittigen Umgewöhnungsprogramm dabei unterstützen. In der Linksammlung Stillwissen findest Du nähere Infos dazu, wie solch ein Programm funktioniert.

* Horche gut in Dich hinein, was Du wirklich möchtest. Mütter, die "ohne wenn und aber" (wieder) stillen bzw. vom Zufüttern wegkommen wollen, haben i.A. eine sehr hohe Motivation und sind entsprechend bereit, es wenn nötig auch komplett ohne künstliche Sauger zu versuchen (eben weil das Hin-und-her-wechseln oft einfach nicht klappt bzw. den Stillerfolg verhindert, wie Fleur ja auch berichtete). Fakt ist, dass viele Babys mit dem Wechseln auf kurz oder lang Schwierigkeiten entwickeln. Die Mütter müssen sich dann entscheiden, was ihnen wichtiger ist: das Unabhängigkeitsgefühl durch die Flasche (was i.A. eine erhebliche Verkürzung der Stillzeit bzw. unfreiwilliges Abstillen zur Folge hat) oder alle Kraft in die Aufrechterhaltung der Stillbeziehung legen (was i.A. bedeutet, - zunächst oder für immer - auf künstliche Sauger verzichten zu müssen).
und er meint, irgendwann ist es doch eh vorbei mit dem Stillen, da müsste ich sowieso durch und später wäre es sicher noch schwerer für mich...
Super, dass sich Dein Partner Gedanken macht, um Dich und sein Kind. Aber mit dieser Prognose liegt er daneben. ;-) "Schwer" sind immer solche Situationen, in denen wir das Gefühl haben, dass uns die Dinge entgleiten. Wenn etwas passiert, was nicht wollen. Bei Deinem Partner scheint die weit verbreitete Vorstellung zu herrschen, dass man einem Kind das Stillen irgendwann doch "abgewöhnen" müsse, so ähnlich wie ein schlechte Angewohnheit, die man mühselig aufgibt. Diese Vorstellung ist aber falsch. Ein Kind, was so lange stillen darf wie es mag, schiebt keinen Frust, und die Mütter müssen durch nichts "durch". ;-) Man wächst einfach gemeinsam aus der Stillzeit heraus; das ist nicht "schwer", sondern normalerweise eine sehr schöne Erfahrung.

Ich hoffe diese ersten Hinweise sind hilfreich für Dich, Rückfragen immer gerne und
LG
Julia
DieStudentin
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Re: Relaktation bei Zwiemilch, Beikost, wenig Milch...ach Mi

Beitrag von DieStudentin »

Ich antworte nur kurz weil ich mit dem dusseligen Tablet nicht richtig schreiben kann. Julia, ich vielen Dank für deine lieben Worte. Ich bin sehr unschlüssig...
Gerade habe ich den Thread aus der Linksammlung von Franzine gelesen und bin eigentlich guter Dinge. Aber eben unsicher. Ich glaube, ich brauche meinen Mann voll hinter mir, um das zu schaffen.
Heute musste ich Hannah 5 Flaschen machen, um sie satt zu kriegen. :cry: ich habe sie also den ganzen Tag nicht gestillt. Und ich könnte heulen deswegen.
Nachts kommt sie nur einmal... Kann ich so überhaupt relaktieren oder müsste ich nachts extra pumpen? Ich würde so einiges auf mich nehmen, aber das...
Ich muss wohl noch ein bisschen nachdenken.
DieStudentin
gut eingelebt
Beiträge: 30
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Re: Relaktation bei Zwiemilch, Beikost, wenig Milch...ach Mi

Beitrag von DieStudentin »

So, jetzt endlich an meinem richtigen PC...und mit ein paar mehr Gedanken, die mir durch den Kopf gegangen sind. Und ich bin mir jetzt ganz sicher, ich will wieder mehr stillen und ich bin bereit, einiges dafür zu tun :!: Ich nehme mir aber lieber nicht vor, um jeden Preis wieder voll zu stillen, sonst bin ich nur schwerst enttäuscht, wenn ich es nicht schaffe.
Mein Mann ist leider nicht überzeugt. Er denkt, dass ich das nur für mich tue, weil ich das Stillen vermisse :roll: Natürlich, aber wenn es nur ums Kuscheln ginge - das habe ich auch ohne stillen - welche Mama kuschelt nicht gerne?
Also leider kein Ehemann, der voll hinter mir steht. Wir haben uns darauf geeinigt, es erstmal zu probieren, aber nur, so lange es keine Quälerei für Hannah ist. Ja, da braucht er sich keine Sorgen zu machen, an die Brust zwingen kann man ein Baby doch normalerweise nicht...
Ich will es erst mal ohne Hilfsmittel versuchen und habe mir ein paar Gedanken gemacht. Vielleicht können die Stillprofis noch mal ihren Kommentar dazu abgeben. Ich weiß nicht, von welcher Zufüttermenge ich gerade ausgehen muss. In den letzten drei Tagen hat Hannah besonders oft gestreikt und darum mehr Flaschen bekommen als vorher. Es dürften ungefähr 600 ml sein.
Folgendes habe ich mir überlegt:

:arrow: Trinkmengen aus der Flasche, Stillzeiten und Stilldauer protokollieren
:arrow: Hannah tagsüber alle zwei Stunden anlegen, möglichst an beiden Seiten, sie so lange an der Brust behalten wie möglich, bei jedem Hungerzeichen erstmal die Brust geben, damit die Milchbildung wieder angeregt wird
:arrow: sofort abbrechen, wenn es zum Wutanfall kommt, damit sie keine negative Verbindung herstellt
:arrow: nachts und morgens nach dem Aufstehen wie gehabt stillen
:arrow: den Rest vom Abendfläschchen nicht wie sonst beim Schlafengehen nachfüttern, sondern stillen (ca. 23 Uhr)
:arrow: Stilltee und Malzbier trinken

Wenn ich wieder mehr Milch habe, müsste ich das ja an den Zufüttermengen sehen, oder? Wenn Hannah nicht schon vor Hunger brüllt, weil sie z.B. im Auto aufgewacht ist, dann geht sie normalerweise erst mal an die Brust. Meistens jedenfalls.
Falls ich keine erhöhte Milchbildung feststellen kann, dann leihe ich mir eine elektrische Pumpe. Ob ich dafür wohl noch ein Rezept kriege?

Eine andere Frage...wenn ich zurück zum Vollstillen oder zum Vielstillen will, sollte ich den Beikoststart lieber verschieben? Wir wollten nach dem fünften Monat mal Brei anbieten, weil Hannah uns beim Essen nicht mehr aus den Augen lässt. Bis dahin sind wir auf keinen Fall weg von der Flasche...

Alles nicht so einfach. Wie gewinne ich bloß meinen Mann für die Idee?
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Re: Relaktation bei Zwiemilch, Beikost, wenig Milch...ach Mi

Beitrag von Katha »

nur kurz, weil sorry, bin zu müde, hatte beim lesen Deines ersten Posts schon gedacht "wie kann man nur Deinen Mann überzeugen, dass er Dich unterstützt?"
welche Fachrichtung ist er, wenn ich fragen darf? (wenn "nur Kuscheln" als Gegenargument vermutlich eher was rationales??? sorry, Klischee)

Das "nur Kuscheln" kannst Du evtl. aushebeln, dass das Kuscheln für Euer Kind total wichtig ist, weil Nähe und Sicherheit und Selbstbewusstsein gibt. Will er nicht auch eine Tochter, die später mal ausgeglichen ist und ihre Frau steht?

Und dann: Falls mehr Aufwand und Mühe seiner Eltern nur eine seiner Krankheiten, auch nur einen schweren Anfall hätten verhindern oder reduzieren können, hätte er sich dann nicht auch gewünscht, dass sie es versucht hätten? Und es gibt einige Belege, dass Allergierisiko gesenkt wird, wenn noch Gestillt bei eingeführten Lebensmittel. Und Länge der Stillzeit spielt auch ne Rolle. Gibt hier von den Expertinnen vielleicht auch einige Infos/Links, die beim Überzeugen helfen.

Wenn Du bereit bist, den schwierigen Weg zu gehen, warum macht er es nicht auch? Zum Wohle Eurer Tochter! Wirklich ersthaft, nicht als Vorwurf, was er für Vorbehalte hat, vielleicht kommt Ihr da besser ins Gespräch.
Wenn es der akute Hunger ist, den er vermeiden will, den wirst Du ja bekämpfen, aber Du wägst die langfristigen Vorteile gegen die kurzfristigen ab. Das ist aber was, das Menschen nie besonders leicht fällt (drum treiben wir ja fast alle auch nicht so viel Sport, wie wir müssten).

Fällt mir jetzt auf die schnelle ein, vielleicht etwas andere Warte, aber vielleicht hast Du die Argumentation ja schon versucht.
Falls etw. polemisch in Argumentation wirken sollte, muss jetzt dringend wieder ins Bett ;)

Wünsch Dir und Deiner Maus ganz viel Kraft!
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"Eure Kinder sind nicht eure Kinder.
Sie sind die Söhne und Töchter der Sehnsucht des Lebens nach sich selber.
Sie kommen durch euch, aber nicht von euch, Und obwohl sie mit euch sind, gehören sie euch doch nicht.
Ihr dürft ihnen eure Liebe geben, aber nicht eure Gedanken, Denn sie haben ihre eigenen Gedanken." Khalil Gibran[/color]

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Re: Relaktation bei Zwiemilch, Beikost, wenig Milch...ach Mi

Beitrag von MaareMum »

DieStudentin hat geschrieben: Ich weiß, dass ich mir das selbst eingebrockt habe. Es wäre nett, wenn es keine Kommentare in dieser Hinsicht gäbe...ich weiß selbst, dass das Zufüttern Mist war. Vielleicht habt ihr ja ein paar Tipps und ein bisschen Trost für mich.
Ich kann dir leider keine Tipps geben, wollte aber mal kurz auf diesen Satz eingehen.
Prügel dich nicht selber, indem du denkst, dass du mit dem Zufüttern Mist gebaut hast.
Es war für eure Situation offensichtlich die beste Entscheidung zu dem Zeitpunkt. Das liest man doch ganz deutlich raus. Was später einmal draus werden würde, konntest du doch da noch nicht wissen. Natürlich ist Stillen toll, aber auch Flaschenkinder werden groß. Quäl dich nicht selber, sondern freu dich lieber, dass du wenigstens schön teilstillen konntest. Und zwing dich jetzt nicht zum Stillen, wenns wieder ne Qual wird, nur um des Stillens willen. Ihr werdet einen Weg finden, der für euch passt, und dieser Weg ist dann auch ok, und kein "Mist".
Gruß, MaareMum
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Re: Relaktation bei Zwiemilch, Beikost, wenig Milch...ach Mi

Beitrag von Katha »

Ach, was mir wg. Rezept für. Pumpe noch einfällt, hab da zwar keine Erfahrung, würde bei Arzt mit Allergien Deines Mannes argumentieren, ist ja ein med. Grund.
Katha mit dem Hasen *01/2012
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Re: Relaktation bei Zwiemilch, Beikost, wenig Milch...ach Mi

Beitrag von DieStudentin »

Ich wollte kurz (blödes Tablet) von heute berichten. Hannah hat über den Tag verteilt 610 ml aus der Flasche bekommen, jeweils direkt nach dem stillen. Sie hat 7x bei mir getrunken und jedes Mal den MSR ausgelöst. Allerdings war ihr die Brustmahlzeit nie genug, nur die erste nachts um vier. Nachher gegen zehn werde ich sie noch mal anlegen.
Mein Mann ist immer noch skeptisch. Er sagt zu jedem Argument, dass ich das ganz anders gesehen habe, als ich abstillen wollte.. Vielleicht muss ich mal meine Hebamme auf ihn ansetzen. :twisted:
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Re: Relaktation bei Zwiemilch, Beikost, wenig Milch...ach Mi

Beitrag von Katha »

Ein Mensch mit Größe kann seine Meinung auch ändern.
Aber wird vermutlich auch nichts ändern, wenn er so festgefahren ist.

Aber er läuft der Diskussion davon, das ist ihm schon klar, oder?

Schade, dass Du an der Ehemann-Front kämpfen muss.

Das mit dem MSR hört sich für mich als Laie sehr positiv an :)

Viel Kraft weiterhin!
Katha mit dem Hasen *01/2012
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