Kein schöner Artikel über das Stillen in der Zeit ...

Fragen und Antworten rund um das Thema Stillen

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Masu
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Kein schöner Artikel über das Stillen in der Zeit ...

Beitrag von Masu »

Den Artikel habe ich heute in der Zeit gesehen. Ich hätte von so einer Zeitung etwas anderes erwartet ...

http://www.zeit.de/2012/18/Mutter-Baby- ... e#comments
Liebe Grüße,
Masu


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Cassilda
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Re: Kein schöner Artikel über das Stillen in der Zeit ...

Beitrag von Cassilda »

Hallo Masu, genau diesen Artikel wollte ich eben verlinken. Der Artikel ist für mic als regelmäßige Zeitleserin enttäuschend. Ich bin stark versucht mitzukommentieren. Gerade am Ende wo es allgemeingültig heißt das Wissenschaftler und Kinderärzte nur noch 4-6 Monate stillen als völlig ausreichend ansehen würden... .
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Wortgewitter
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Re: Kein schöner Artikel über das Stillen in der Zeit ...

Beitrag von Wortgewitter »

Naja, ich finde schon, dass die Stilldiskussion krass dogmatisch ist. Da stimme ich mit dem Artikel überein. Aber insgesamt kommt es mir einfach so vor, als wolle da jemand einfach mal eine bisschen anti sein - so richtig ernstnehmen kann ich das Sammelsurium an ZItaten und Meinungen und Halbwissen nicht...
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greenie bird
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Kein schöner Artikel über das Stillen in der Zeit ...

Beitrag von greenie bird »

ja, da wurde eben mal eine Frau herangezogen und es ist eben ihre Meinung. schade, dass da steht es würde von den Ärzten viel das stillen befürwortet, denn wieviele stillen ab weil der Arzt es sagt oder schaffen es dank KH personal nicht mal nach Hause ohne mindestens schon ein mal Kontakt mit einem Kunstsauger geschlossen zu haben und in allen "aufklärungsheftchen" geht es natürlich um Pulver also von stilleinlaufklärung kann ich da nicht reden. wenn jedoch solche Maßnahmen wie in gb so schnell zu einer bemerkenswert höheren stillquote führt, dann liegt doch bei uns offensichtlich ein Motivations - und aufklärungsproblem vor. dann wäre doch nun eine Umfrage interessant, wer durch das stillen unglücklich geworden ist, denn sonst handelt es sich ja ausschließlich um einen zugewinn.


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Nachtfrau
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Re: Kein schöner Artikel über das Stillen in der Zeit ...

Beitrag von Nachtfrau »

Du vielleicht nicht. :( Ich habe den Eindruck, dass der gesellschaftliche Trend in letzter Zeit wieder stark gegen das Stillen läuft. Man könnte direkt eine Verschwörungstheorie draus machen: Da die gesundheitlichen Vorteile des Stillens inzwischen so breit bekannt sind, dass eine Argumentation gegen das Stillen allgemein ins Leere laufen würde, wird halt versucht, wenigstens die Stilldauer so weit zu reduzieren wie möglich.
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Cassilda
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Re: Kein schöner Artikel über das Stillen in der Zeit ...

Beitrag von Cassilda »

Wortgewitter ich hatte vonAnfanf an Gegenwind bei stillen nach bedarf und nach 3 monaten und dann nochmal nach 6 monaten, ich empfand ihn als schwierig
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Captainsparrow

Re: Kein schöner Artikel über das Stillen in der Zeit ...

Beitrag von Captainsparrow »

Dort steht ja nicht dass 4-6 Monate Stillen ausreicht,sondern es dreht sich um AUSSCHLIESSLICHES Stillen. Was so viel heisst man "muss" nicht mehr die 6 Monate vollstillen, sondern das Baby darf nach dem vierten Monat BEIkost bekommen. Was aber bei weitem nicht bedeutet, dass die Milch komplett wegfallen sollte oder gar Muttermilch durch Flaschenmilch ersetzt werden soll.
Ich persönlich kann es nicht verstehen warum jemand sich bewusst gegen das Stillen entscheidet, ohne es versucht zu haben. Das Stillen ist etwas das ich meinem Kind Gutes tun kann, ich alleine, und was niemand sonst auf der Welt ihm kaufen kann. Und JA, auch wenn es eigentlich das normalste der Welt sein sollte sein Kin zu stillen, bin ich verdammt stolz darauf es trotz all der Anfangsprobleme durchgebissen zu haben bis zu einem Punkt, ab dem es schön war. Ich wäre bereit für mein Kind zu sterben. Also bin ich auch bereit dazu ein paar Wochen blutige Brustwarzen zu haben. Und erst recht, mich eben in den ersten Wochen einzuschränken was meine persönlichen Interessen angeht. Ja, ich finde (auch wenn es total unemanzipiert ist) dass das Wohl des Kindes in den ersten Jahren immer zu 100% über den Interessen (nicht dem Gesundeitszustand/psychischen Zustand!) der Mutter steht. Sich selbst zurückzunehmen und sich auf das Kind auszurichten ist der Deal dafür, dass man dieses Wunder erleben darf, ein Kind zu haben. Ein Mann wird es nie erleben können, nie fühlen wie in der Schwagerschaft das Band zwischen Mutter und Kind wächst und wie eng diese Bindung auch nach der Geburt ist. Und für dieses Geschenk, da gibt man halt auch etwas zurück. Zu erwarten dass man so etwas Großartiges erleben darf und aber nach der Geburt gleich seinen 1000 anderen Interessen nachgehen kann und das Baby hintenanstehen muss...das ist ein etwas verschobenes Weltbild. Aber typisch für den menschlichen Egoismus der heutzutage herrsch...nur nehmen, nichts geben wollen. Baby zum Vorzeigen , als Beweis dass man "das auch kann", sehr süß, vielleicht auch das Bedürfnis wenigstens IRGENDETWAS positives auf dieser Welt geschaffen zu haben (wenn man sonst nicht gerade jemand ist den die Welt vermissen würde.)..macht sich auch optisch gut so als perfekte kleine Familie.....aber BITTE keinen Schlabberbauch, bitte keine siffenden Brüste, OMG ein Babyspuckfleck auf meiner Bluse...das KInd soll gleich durchschlafen weil es ja eine ZUMUTUNG wäre wenn man für das Kind auch noch nachts aufstehen müsste, und Stillen...verträgt sich nicht mit ständigem Kind-Abschieben zu Papa oder Oma damit Mama schon nach 2 Monaten ins Fitnesstudio kann und sich mit "ihren Mädels" wieder zum Proseccofrühstück treffen kann, natürlich ohne störendes Anhängsel.....man will halt 100%, aber nichts geben.
Wortgewitter
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Re: Kein schöner Artikel über das Stillen in der Zeit ...

Beitrag von Wortgewitter »

Cassilda hat geschrieben:Wortgewitter ich hatte vonAnfanf an Gegenwind bei stillen nach bedarf und nach 3 monaten und dann nochmal nach 6 monaten, ich empfand ihn als schwierig
Nein, das wollte ich nicht bestreiten!

Ich muss es wohl nochmal präzisieren: Ich finde die Diskussion dogmatisch. Also, ich kenne Mütter, die würde gerne stillen und können nicht und leiden und ich kenne Mütter die wollen stillen und werden total verunsichert und ich kenne Mütter, die wollen nicht stillen und haben ein schlechtes Gewissen...

Die Möglichkeiten, einen eigenen Weg und zwar ganz frei von irgendwelchen Interessen und Druck zu finden, die halte ich aufgrund dieses engen Grades für beschränkt. Und DAS aufzuzeigen finde ich absolut gerechtfertigt.
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greenie bird
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Beitrag von greenie bird »

na, laut dem Artikel muss man aber wieder schon fast Mitleid mit den Nahrungsherstellern haben, die ja sooo strenge Auflagen erfüllen müssen für ihre so tollen produkte...
die verkaufen das sicher nur um den Frauen und Kindern zu helfen...
also, das finde ich geradezu gefährlich


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MaareMum
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AW: Kein schöner Artikel über das Stillen in der Zeit ...

Beitrag von MaareMum »

Ich find den Artikel gar nicht schlecht und auch sachlich. Da wird gar keine Anti-Still-Stimmung gemacht. Die schreiben nur, dass es inzwischen regelrecht dogmatisch gesehen wird. Und das finde ich auch. Mütter, die Babys jünger als 4-6 Monate die Flasche geben, werden regelrecht angefeindet, ich kenn da genug. Ich finde, auch wenn ich absolute Stillbefürworterin bin, aber das soll doch bitte jede Frau noch selbst entscheiden dürfen. Auch Flaschenkinder werden gross. Und genauso möchte ich nicht angefeindet werden, wenn ich mit 6 Monaten noch nicht abstille. Das ist genau das gleiche.
Und mal ehrlich, es stimmt doch auch, dass man von der Vielzahl an Babynahrung erschlagen wird. Mir reichen schon die Gläschen, ich bin sehr froh, dass ich mich nicht mit Pre-Milch und Co auseinandersetzen musste. Flaschenmütter bekommen da echt nicht viel Info. Wobei ein Werbeverbot in meinen Augen auch gut ist. Man sieht ja an anderen Lebensmitteln, wie agressiv Schrott-Essen beworben wird.

Die aktuellen Empfehlungen lauten ja auch nicht, dass man mit 4-6 Monaten abstillen soll, sondern BEIkost einführen soll. Und es gibt schliesslich genug Kinder, die schon mit 4 Monaten Beikostreif sind. Warum sollen die noch 2 Monate hingehalten werden.
Wenn man mal die aktuellen Empfehlungen liest, dann sind die eigentlich sehr tolerant. Da wird immer gesagt, es muss für Mutter und Kind passen, man muss das selbst entscheiden.

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