Hallo,
hab da mal wieder eine Frage, vielleicht kennt das jemand bzw. hat eine Expertin einen Tip.
Mittlerweile kann ich die Zeichen von meinem Kleinen (morgen 14 Wochen) häufig gut deuten.
Gerade Nachts sind wir sehr gut eingespielt, dass er beim ersten Kruscheln die Brust bekommt, so dass wir beide im Halbschlaf sind (er signalisiert aber auch, wenn er mal nichts mag). Und auch so klappt das meistens ganz gut (auch mein Freund erkennt das sehr gut, wenn er ihn trägt und bringt ihn mir dann).
Wir hatten jetzt den 12-Wochen-Schub, bei dem er ab späten Nachmittag dann auch die Brust angebrüllt hat und nicht trinken wollte. Jetzt nimmer der Schub wohl langsam ab, aber was er noch immer macht (vor allem Nachmittags) - und ich glaube, das war auch vorher schon so:
Er fängt an, den Mund aufzureißen oder zu suchen. Macht das immer intensiver (weil ich jetzt tw. auch warte).
Aber wenn ich dann die Brust anbiete, dann weint er und will sie partout nicht haben. Dann lass ich es sein, pack schnell was drüber und beruhige ihn.
Manchmal trinkt er dann aber doch nach 5 Minuten, wenn er schon bitterlich weint.
Ich will ja nicht, dass er weinen muss.
Aber wie geh ich mir der Situation um?
Ist das immer noch der Schub?
Oder - was ich mir auch so zusammenreime - ist er dann manchmal so im Spielen oder Gucken (hat seine Fingerchen entdeckt und guckt sich total gern getragen werdend die Wohnung an), dass er keinen Bock hat zu trinken/essen, auch wenn schon Hunger da?
Oder denkt er, er müsste danach schlafen (hab ich in nem Tragen-Thread gelesen, dass Kind daher nicht mehr ins TT wollte; sag ihm jetzt auch immer, dass er danach nicht schlafen muss)?
Und dann zahnt er zusätzlich noch, was natürlich die Zeichen auch verschwimmen lässt.
Mir macht es nur - wie schon beim Schub - Sorgen, dass er dann irgendwann sie Brust negativ assoziiert.
Weiß halt auch noch nicht wirklich den Rhythmus, in dem ich sie ihm dann wieder anbieten soll.
Wenn ich es relativ knapp danach wieder mache und er nicht will, dann brüllt er noch mehr.
Warte ich zu lange (auch schon passiert), ist er deswegen frustriert und weint noch mehr.
Manchmal ist es sogar so, dass er dann beim Beschweren/Ningeln/Weinen grinst, wenn er die freigemachte Brust sieht - aber dann weint, wenn ich sie ihm hinhalte. Und dann a) überhaupt nicht versucht sie zu nehmen oder b) sie ein-, zweimal ableckt (wenn er sie im Mund hat) und dann weint (hoffentlich keine Saugverwirrung von den ca. 10 Mal, die er MuMi aus der Flache bekommen hat und Frust, weil nicht sofort was kommt, aber manchmal auch, wenn MSR schon da)
[[[[Manchmal kommt auch schlechtes Gewissen hoch, weil in den ersten 4 Wochen hat ihn der Papa ab und an nochmal zwei, drei Runden im den Tisch getragen, als der Kleine geclustert hat - weil ich so fertig war, u.a. weil mir die Hebamme das nie richtig erklärt hat, was und warum der Kleine das konkret tut. Und es war immer, wenn er so aufgedreht war, dass er eh nicht trinken konnte. Und bei Papa wurde er wieder ruhiger. Er ist da nicht traumatisiert????]]]
Ich will doch nicht, dass er weinen muss, bevor er was bekommt.
Aber irgendwie scheint es mir, als braucht er das gerade.
Oder übersehe ich was????
Ratlose Grüße
trinkt erst, wenn er weint
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- Katha
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trinkt erst, wenn er weint
Katha mit dem Hasen *01/2012
"Eure Kinder sind nicht eure Kinder.
Sie sind die Söhne und Töchter der Sehnsucht des Lebens nach sich selber.
Sie kommen durch euch, aber nicht von euch, Und obwohl sie mit euch sind, gehören sie euch doch nicht.
Ihr dürft ihnen eure Liebe geben, aber nicht eure Gedanken, Denn sie haben ihre eigenen Gedanken." Khalil Gibran[/color]
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spacerabbit
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Re: trinkt erst, wenn er weint
Also, so, wie Du das beschreibst, hört sich das erst einmal so an, dass Du Dir ganz ganz viele Gedanken machst und auf ganz viele Sachen achtest, Du versuchst Dich, so gut, wie es nur geht, in Dein Baby einzufühlen. Nur hört sich das für mich so an, dass Du Dir vielleicht manchmal ein bißchen viel Gedanken machst. Du bietest Deinem Baby so oft, wie es nun mal nötig ist, die Brust an, und er gibt Dir, wie Du ja total gut beschreibst, immer wieder ein Zeichen, ob er gerade gestillt werden mag oder lieber nicht. Das Beste wäre vielleicht, ein bißchem mehr auf Deinen Bauch zu hören, den Kopf nicht zu sehr arbeiten zu lassen, dann werdet Ihr beide ein noch viel besser eingespieltes Team, als es jetzt schon ist. Du bist ja immer bei Deinem Baby, und manchmal weinen die Kleinen halt auch, wenn man ihnen schon vieles angeboten hat, trotzdem ist das ja dann nicht schlimm, trotzdem bist Du ja für Dein Kind da. Also, lass Dich nicht entmutigen und mach weiter so, Dein Kleiner wird Dir mit jedem Tag mehr zeigen können, was er gerade am meisten braucht!
Großer Bruder 29.06.2008
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- Katha
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Re: trinkt erst, wenn er weint
danke für die Antwort!
Ist es wirklich so einfach und ich mache es mir zu kompliziert?
Wäre einerseits eine Erleichterung, andererseits muss ich es dann akzeptieren (hach, große Aufgabe).
Ist es wirklich so einfach und ich mache es mir zu kompliziert?
Wäre einerseits eine Erleichterung, andererseits muss ich es dann akzeptieren (hach, große Aufgabe).
Katha mit dem Hasen *01/2012
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spacerabbit
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Re: trinkt erst, wenn er weint
Verstehe aber bitte das, was ich Dir geschrieben habe, keinesfalls als Kritik. Ich habe nur selbst die Erfahrung gemacht, dass ich mir am Anfang manchmal zu viele Gedanken gemacht habe. Beim zweiten Kind hat man dann gar nicht mehr so viel Zeit, sich so viele Gedanken zu machen und entscheidet dann vielleicht mehr aus dem Bauch raus. Genieße also einfach die Zeit mit Deinem Kleinen, und Tag für Tag wird es sich mehr dahin entwickeln, dass Du die Zeichen von ihm besser verstehst...
Großer Bruder 29.06.2008
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- Katha
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Re: trinkt erst, wenn er weint
Hab ich auch nicht als böse Kritik aufgefasst 
Bin nur ratlos, weil zu schnell anbieten führt genauso zu Schreierei wie zu spät. Und mein Verdacht ist, dass zwischen diesem beiden Optionen nur wenige Momente liegen.
Bin nur ratlos, weil zu schnell anbieten führt genauso zu Schreierei wie zu spät. Und mein Verdacht ist, dass zwischen diesem beiden Optionen nur wenige Momente liegen.
Katha mit dem Hasen *01/2012
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