Sind wir nicht alle ein bisschen SuT...?

Fragen und Antworten rund um das Thema Stillen

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Isa_Belotti
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Sind wir nicht alle ein bisschen SuT...?

Beitrag von Isa_Belotti »

... leider nein, leider gar nicht ;-).

Da ich seit der Geburt meines Sohnes vermehrt mit anderen Müttern ins Gespräch komme (und überhaupt ganz viele Leute mit mir über Baby reden wollen), bin ich etwas nachdenklich geworden. Kuhmilch mit sieben Monaten verdünnt mit Wasser... Pulvermilch nach dem Stillen (erinnert mich an die Fernsehwerbung von Hipp). Da der Kleine aktuell zahnt: "naja, dann kannst du ja wahrscheinlich gar nicht mehr stillen". "Ich hab/hatte einfach keine Milch mehr" (hat nach vier Wochen angefangen zuzufüttern). Könnte ewig so weitermachen, aber dafür gibt es ja schon einige Threads mit blöden Sprüchen hier.

Bei den meisten Sachen denk ich mir nur :shock: uääh. Aber nachdem ich mich mal zurückerinnert habe, ist mir aufgefallen, dass ich es vor dem SuT auch nicht besser wusste und meine Hand nicht dafür ins Feuer legen kann, ob mir vielleicht auch mal so ein blöder Spruch rausgerutscht ist.

In diesem Sinne: Gehen wir mit gutem Beispiel voran und tragen die frohe Botschaft hinaus in die Welt ;-). Spaß! Aber uns täte sicher ein bisschen Nachsicht mit unseren Mitmenschen gut. Sie wissen es einfach nicht besser und unser SuT-Goldstandard ist gar nicht die Regel " da draußen ". Das merke ich immer wieder (wenn ich mich mal wieder wundere ...)

Es ist halt nicht jeder SuT'ler
FraDa
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Re: Sind wir nicht alle ein bisschen SuT...?

Beitrag von FraDa »

stimmt :)
mit Kind 1 *07.2011 und Kind 2 *02.2014
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KleinMy
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Re: Sind wir nicht alle ein bisschen SuT...?

Beitrag von KleinMy »

Ja, das stimmt wirklich, ich wusste vor dem sut auch soooooo vieles nicht!!! Ich versuche immer anderen von unserem weg zu erzählen, aber es ist eben nur ein weg und jeder muss den weg finden bei dem er am authentischsten bleibt, da nutzt auch kein sut goldstandard etwas ;) das fällt mir noch manchmal etwas schwer zu akzeptieren!
Glücklich mit kleinem Wurzelsepp (04/11) und zwei Sternenkindern im Herzen

Mit dem Handy online und daher etwas wirr und seltsam in der Rechtschreibung ...

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Mel82
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Re: Sind wir nicht alle ein bisschen SuT...?

Beitrag von Mel82 »

KleinMy hat geschrieben:Ja, das stimmt wirklich, ich wusste vor dem sut auch soooooo vieles nicht!!! Ich versuche immer anderen von unserem weg zu erzählen, aber es ist eben nur ein weg und jeder muss den weg finden bei dem er am authentischsten bleibt, da nutzt auch kein sut goldstandard etwas ;) das fällt mir noch manchmal etwas schwer zu akzeptieren!
Hier unterschreib ich einfach mal. Genau meine Gedanken :)
Melanie mit großer Maus *06/2011, kleiner Maus *08/2014 & kleinem Mäuserich *11/2019 🐭🐭🐭
Sommersternchen 07/2018 (11. SSW)⭐️
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Isa_Belotti
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Re: Sind wir nicht alle ein bisschen SuT...?

Beitrag von Isa_Belotti »

Ja, das mit dem akzeptieren fällt mir auch nicht immer leicht. Heute z.B. fand eine Mutter es im Gespräch so schade, dass sie ihr Kind (12/2011) nicht vorwärts in die Manduca setzen kann - hoffe, meine Alternativvorschläge finden Gehört. Aber wenn nicht und sie es doch irgendwie schafft, dann ist es eben so.

Angestoßen wurde mein Thread dadurch, dass ich so häufig gefragt werde, wie lang ich denn vorhabe zu stillen. Ich antworte mittlerweile nur noch, dass ich gern auf Pulvermilch verzichten möchte. Ich habe gemerkt, dass ich mit meinen (SuT-beeinflussten) Ansichten in der Außenwelt doch lieber etwas sparsamer und zurückhaltender bin...
Maijoh
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Re: Sind wir nicht alle ein bisschen SuT...?

Beitrag von Maijoh »

Ich weiß auch nicht wo ich ohne das Forum heute stünde...

Nur durch die tollen Infos und den Austausch hier ist mir im Gespräch mit anderen Müttern überhaupt klar,
was für Irrtümer ihren Entscheidungen oft zugrunde liegen (gerade was das abstillen/zufüttern betrifft).

Oft hab ich eher Mitleid wenn jemandem durch unqualifizierte Kommentare die Stillbeziehung vermasselt wurde und ich möchte diesen Müttern dann auch nicht sagen das es vielleicht anders gegangen wäre, das tut mir einfach leid.

Wir haben es hier doch sehr gut miteinander! :knutsch
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Malo81
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Re: Sind wir nicht alle ein bisschen SuT...?

Beitrag von Malo81 »

Maijoh hat geschrieben:Ich weiß auch nicht wo ich ohne das Forum heute stünde...

Nur durch die tollen Infos und den Austausch hier ist mir im Gespräch mit anderen Müttern überhaupt klar,
was für Irrtümer ihren Entscheidungen oft zugrunde liegen (gerade was das abstillen/zufüttern betrifft).

Oft hab ich eher Mitleid wenn jemandem durch unqualifizierte Kommentare die Stillbeziehung vermasselt wurde und ich möchte diesen Müttern dann auch nicht sagen das es vielleicht anders gegangen wäre, das tut mir einfach leid.

Wir haben es hier doch sehr gut miteinander! :knutsch
Das kann ich nur unterschreiben.

Und ja, mir geht es auch so, dass ich denke, SuT-Ansichten (in all ihren Ausführungen) sind normal, und dann im RL bin ich das Alien....Aber ich steh dazu. :lol:

Meiner hat übrigens seinen Milchbrei mit 8 oder 9 Monaten auch mit verdünnter Kuhmilch bekommen. :oops: Mit MuMi wurde es immer so schnell so flüssig...Ich finde da muss man auch immer schauen, wie die Gesamtumstände sind.
Liebe Grüße Y.
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Cocorella
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Re: Sind wir nicht alle ein bisschen SuT...?

Beitrag von Cocorella »

Ich fange auch langsam an zu akzeptieren, dass ich im RL das Alien bin. :D

Trotzdem will es mir nicht in den Kopf, warum andere Mütter sich bei Problemen nicht auch informieren (wenn man mal davon ausgeht, dass im Jahr 2012 die meisten Zugang zum Internet haben). Vor meiner Schwangerschaft hatte ich null Ahnung vom Stillen, Tragen usw. Mein Wissen darüber habe ich mir erst nach und nach angeeignet, weil es mir wichtig ist, es möglichst richtig zu machen. Man stößt doch unweigerlich, beim googeln irgendwelcher Probleme, auf diese oder andere gute Seiten.
Ich bin damals nicht mit meinem Moby Wrap zurecht gekommen, hab nach Bindeanleitungen gesucht und zack, war ich hier. :)

Einer Mutter riet ich letztens zu Blw, weil ihr Sohn keinen Brei mag. Sie war ganz begeistert und wird es probieren.
Eine andere war glücklich, als sie im Gespräch rausgehört hat, dass wir auch noch vollstillen. Sie dachte, sie würde ihrem, 6 Monate altem Sohn, damit schaden.
Es gibt ständig solche Situationen.

Dass man als frischgebackene Erstmutti wenig bis gar keine Ahnung hat ist klar, aber warum informiert man sich nicht, wenn Probleme auftreten?
Liebe Grüße von Cocorella mit ihrer Hamsterbacke 09/11

*Was glauben sie, was hier los wäre, wenn die Leute wüssten, was hier los ist!*
Volker Pispers
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Leyket
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Re: Sind wir nicht alle ein bisschen SuT...?

Beitrag von Leyket »

Cocorella hat geschrieben:

Einer Mutter riet ich letztens zu Blw, weil ihr Sohn keinen Brei mag. Sie war ganz begeistert und wird es probieren.
Eine andere war glücklich, als sie im Gespräch rausgehört hat, dass wir auch noch vollstillen. Sie dachte, sie würde ihrem, 6 Monate altem Sohn, damit schaden.
Es gibt ständig solche Situationen.

Dass man als frischgebackene Erstmutti wenig bis gar keine Ahnung hat ist klar, aber warum informiert man sich nicht, wenn Probleme auftreten?
Ich denke, das nicht immer der fehlende Wille sich zu informieren an anderen Ansichten "schuld" ist. Sondern zum größten Teil sind es die Quellen.
Wenn man nach BLW, Tragetuch Bindeweisen usw sucht, wird man im Internet uU hier landen oder auch ganz woanders.
Ich glaube, ich hatte das schonmal irgendwo geschrieben, dass ich mich wegen der Schlafprobleme von Julian mehrfach im Netz informieren wollte. Meine ersten Treffer waren JKKSL, Ferbermethode usw. Zum einen war ich völlig übermüdet, verunsichert, einfach viel zu fertig um wirklich ausgiebig nach Informationen zu suchen. Zum anderen auch gar keine Zeit. Juli war Schreibaby, ich hatte echt anderes zu tun, anfangs noch kein TT und war völlig hilf- und planlos. Wir hatten Glück und eine sehr bedürfnisorientierte Hebamme, die uns dann ein Tragetuch(imitat *schmunzel* es war das Amazonas Carry Baby) lieh und erst da fing ich an mich auch darüber ausgiebiger zu informieren und bin dann hier gelandet. Allein die Ratschläge der Familie, Kinderärztin usw hätten mich sicher auf andere Wege gebracht. Vertraut hätte ich ihnen zwangsläufig bestimmt irgendwann. Julis Geschrei hat mich genug zermürbt, ich hätte vielleicht wirklich irgendwann gegen meine Intuitionen gehandelt vor lauter Verzweiflung. Auch weil auch diese Wege "funktionieren" hätte ich sie dann wohl auch gar nicht angezweifelt und wäre dann auf diesem Weg vielleicht auch weitergegangen.

Ich finde, gerade was Kindererziehung, Ratschläge zur Ernährung usw angeht ist es sehr schwierig die wirklich wichtigen und richtigen Informationen von Fehlinformationen und Werbestrategien zu trennen.

Für mich ist unser Weg, den wir zuhause gehen jetzt normal. Für viele in meinem Umfeld ist er noch recht befremdlich. Aber wir tun uns ja gegenseitig nix ;) Und soooo viel Kontakt mit anderen Müttern und ihren Kindern habe ich nicht, deshalb sind da Vergleiche sowieso kaum zu machen.
Wenn ich dann aber aus dem breiteren sozialen Netzwerk manchmal so Fotos von gerade 1-jährigen mit Nutellaschnute sehe oder stolzen Präsentationen vom ersten Karottenschnütchen mit gerade 4 Monaten, Schokomündchen mit 6 Monaten usw. dann merke ich, dass wir doch anders leben, als der größte Teil meines Umfeldes. Und wir leben nur nach wenigen SuT Facetten, ich find uns weder Öko noch Bio, sondern irgendwie normal :)
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Melly mit Juli (8 1/2) und neuer Liebe Marco
Lösche Benutzer 9067

Re: Sind wir nicht alle ein bisschen SuT...?

Beitrag von Lösche Benutzer 9067 »

Cocorella hat geschrieben:Ich fange auch langsam an zu akzeptieren, dass ich im RL das Alien bin. :D

Trotzdem will es mir nicht in den Kopf, warum andere Mütter sich bei Problemen nicht auch informieren (wenn man mal davon ausgeht, dass im Jahr 2012 die meisten Zugang zum Internet haben). Vor meiner Schwangerschaft hatte ich null Ahnung vom Stillen, Tragen usw. Mein Wissen darüber habe ich mir erst nach und nach angeeignet, weil es mir wichtig ist, es möglichst richtig zu machen. Man stößt doch unweigerlich, beim googeln irgendwelcher Probleme, auf diese oder andere gute Seiten.
Ich bin damals nicht mit meinem Moby Wrap zurecht gekommen, hab nach Bindeanleitungen gesucht und zack, war ich hier. :)

Einer Mutter riet ich letztens zu Blw, weil ihr Sohn keinen Brei mag. Sie war ganz begeistert und wird es probieren.
Eine andere war glücklich, als sie im Gespräch rausgehört hat, dass wir auch noch vollstillen. Sie dachte, sie würde ihrem, 6 Monate altem Sohn, damit schaden.
Es gibt ständig solche Situationen.

Dass man als frischgebackene Erstmutti wenig bis gar keine Ahnung hat ist klar, aber warum informiert man sich nicht, wenn Probleme auftreten?
Ich versteh das wirklich nicht - so viel Information, so leicht zugänglich... da werden davor monatelang Kataloge gewälzt und verglichen, welches der beste Kiwa und der beste Autositz sind, aber bei der Ernährung (beim Schlafen, beim Gebären) geben wir uns mit dem erstbesten zufrieden?
Isa_Belotti hat geschrieben: In diesem Sinne: Gehen wir mit gutem Beispiel voran und tragen die frohe Botschaft hinaus in die Welt ;-). Spaß! Aber uns täte sicher ein bisschen Nachsicht mit unseren Mitmenschen gut. Sie wissen es einfach nicht besser und unser SuT-Goldstandard ist gar nicht die Regel " da draußen ". Das merke ich immer wieder (wenn ich mich mal wieder wundere ...)
Ja, Nachsicht ... das klingt jetzt aber auch schon wieder ein bisschen von oben herab, nicht? Ich für meinen Teil trage die frohe Botschaft aber wirklich gern und aktiv hinaus, weil wenn sich jede hier ihren Teil denkt und nix sagt, dann wird sich wenig ändern. Aber wie du schreibst, Isa, tue ich das nicht mit dem Hintergedanken, dass ich den Schlüssel zur Erleuchtung habe, sondern zugleich sachlich und überzeugt (und hoffentlich auch überzeugend :D )

Meredith, die übrigens auch nicht in allem den Goldstandard einhält ;-)
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