Cocorella hat geschrieben:
Einer Mutter riet ich letztens zu Blw, weil ihr Sohn keinen Brei mag. Sie war ganz begeistert und wird es probieren.
Eine andere war glücklich, als sie im Gespräch rausgehört hat, dass wir auch noch vollstillen. Sie dachte, sie würde ihrem, 6 Monate altem Sohn, damit schaden.
Es gibt ständig solche Situationen.
Dass man als frischgebackene Erstmutti wenig bis gar keine Ahnung hat ist klar, aber warum informiert man sich nicht, wenn Probleme auftreten?
Ich denke, das nicht immer der fehlende Wille sich zu informieren an anderen Ansichten "schuld" ist. Sondern zum größten Teil sind es die Quellen.
Wenn man nach BLW, Tragetuch Bindeweisen usw sucht, wird man im
Internet uU hier landen oder auch ganz woanders.
Ich glaube, ich hatte das schonmal irgendwo geschrieben, dass ich mich wegen der Schlafprobleme von Julian mehrfach im Netz informieren wollte. Meine ersten Treffer waren JKKSL, Ferbermethode usw. Zum einen war ich völlig übermüdet, verunsichert, einfach viel zu fertig um wirklich ausgiebig nach Informationen zu suchen. Zum anderen auch gar keine Zeit. Juli war Schreibaby, ich hatte echt anderes zu tun, anfangs noch kein TT und war völlig hilf- und planlos. Wir hatten Glück und eine sehr bedürfnisorientierte Hebamme, die uns dann ein Tragetuch(imitat *schmunzel* es war das Amazonas Carry Baby) lieh und erst da fing ich an mich auch darüber ausgiebiger zu informieren und bin dann hier gelandet. Allein die Ratschläge der Familie, Kinderärztin usw hätten mich sicher auf andere Wege gebracht. Vertraut hätte ich ihnen zwangsläufig bestimmt irgendwann. Julis Geschrei hat mich genug zermürbt, ich hätte vielleicht wirklich irgendwann gegen meine Intuitionen gehandelt vor lauter Verzweiflung. Auch weil auch diese Wege "funktionieren" hätte ich sie dann wohl auch gar nicht angezweifelt und wäre dann auf diesem Weg vielleicht auch weitergegangen.
Ich finde, gerade was Kindererziehung, Ratschläge zur Ernährung usw angeht ist es sehr schwierig die wirklich wichtigen und richtigen Informationen von Fehlinformationen und Werbestrategien zu trennen.
Für mich ist unser Weg, den wir zuhause gehen jetzt normal. Für viele in meinem Umfeld ist er noch recht befremdlich. Aber wir tun uns ja gegenseitig nix

Und soooo viel Kontakt mit anderen Müttern und ihren Kindern habe ich nicht, deshalb sind da Vergleiche sowieso kaum zu machen.
Wenn ich dann aber aus dem breiteren sozialen Netzwerk manchmal so Fotos von gerade 1-jährigen mit Nutellaschnute sehe oder stolzen Präsentationen vom ersten Karottenschnütchen mit gerade 4 Monaten, Schokomündchen mit 6 Monaten usw. dann merke ich, dass wir doch anders leben, als der größte Teil meines Umfeldes. Und wir leben nur nach wenigen SuT Facetten, ich find uns weder Öko noch Bio, sondern irgendwie normal
