Wenig Zunahme und immer noch Bauchschmerzen

Fragen und Antworten rund um das Thema Stillen

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rachel07
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Wenig Zunahme und immer noch Bauchschmerzen

Beitrag von rachel07 »

Hallo ihr Lieben!
Ich bin noch ziemlich neu hier, habe mich aber schon ein bisschen reingelesen.

Um es kurz zu fassen:
Mein Sohn (am 14. 5 Monate alt) wird vollgestillt, leidet immer noch an Koliken, die wir zwar mit lefax in Schach halten, was aber nur mäßig funktioniert. Er nimmt nicht so wirklich gut zu, war auch schon unter seiner Kurve. Er ist ein schlankes Kind, das nach Bedarf gestillt wird (tagsüber alle 2 oder 2,5 Stunden, nachts einmal ca. 4 -5 Stunden nicht und dann meist alle 2 wieder). Zudem hat er noch 2 Löcher im Herzen, eine zu enge Lungenarterie und wird deshalb genauestens überwacht. Die Blähungen haben mit ca. 4 Wochen angefangen und haben uns schon einige schlaflose Nächte beschert. Lefax geben wir 2 Hub vor jeder Stillmahlzeit, nachdem der Kardiologe bei einer der Untersuchungen nichts sehen konnte außer Luft im Bauch.
Im Moment ist es ganz extrem :( Ich glaube, er bekommt seinen ersten Zahn (Zahnfleisch ist ganz weiß) und das wird anscheinend von Bauchschmerzen begleitet, die Püpse stinken richtig fies und tun ihm auch weh, wenn er sie rausdrückt. Er schreit abends erbärmlich :( schläft dann auf mir ein und wird in die nonomo Federwiege verfrachtet :D
Nun zu meinen Fragen:

Unser Kinderarzt meinte, dass er meine Milch nicht so richtig verträgt, deshlab die Bauchschmerzen. ich verzichte jedoch auf alles, was im Verdacht steht, Blähungen zu verursachen. Was kann ich noch tun?

Außerdem macht mir die Gewichtszunahme zu schaffen. Er ist jetzt 21 Wochen alt und wiegt 5800g (allerdings hatten wir gerade einen Magendarmvirus). Letztes Mal meinte der Arzt, er hätte sich wohl anch dem letzten Wiegen gefangen (mit 16 Wochen wog er 5340g ) Was kann ich tun, außer so weiterzumachen?

Sind hier noch andere Mütter, deren Kinder was am Herzen haben? Und hat sich das auf das Gewicht ausgewirkt?

Kann Zahnen mit Bauchschmerzen einher kommen?

Ich hoffe, ihr versteht, was mir Sorge macht und könnt mir helfen.

Ganz liebe Grüße, A.
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Miracleine
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Re: Wenig Zunahme und immer noch Bauchschmerzen

Beitrag von Miracleine »

Hallo und herzlich willkommen.

Bist Du aus Wedel bei Hamburg? Falls ja, bei welchem KiNderarzt bist Du? Ich war gestern, weil unser KiA Urlaub hat nämlich in einer anderen Kinderarzt-Praxis in Pinneberg, die auf Herzkinder spezialisiert sind.

Zu Deinen eigentlichen Fragen kann ich nicht so richtig viel sagen.

Zahnen und Bauchweh hatten wir hier nicht in Kombination.

Bauchweh und Ernährung der Mutter hängt oft auch nicht in Zusammenhang. Normalerweise kann die Mutter alles essen, ohne dass es etwas ausmacht. Bei jedem individuell kann aber das eine oder andere Lebensmittel dann doch auf das Baby durchschlagen. Aber so alles Blähende weglassen würde ich pauschal nicht machen. Dann läufst Du nämlich unter Umständen Gefahr, irgendwann einen Mangel zu bekommen.

Bei uns wurde das Bauchweh mit Abhalten besser. Schon allein deshalb, weil da zuerst immer die Pupsies aus dem Bauch kommen, bevor irgendetwas anderes kommt. Außerdem mag unsere kleine weder eine nasse noch eine matschige Windel. Und daher versucht sie oft alles was sie muß zurückzuhalten. Und das ist sicherlich auch gut für Blähungen.

Hast Du während der Schreizeit mal versucht, Deinen Kleinen ins Tragetuch zu binden? Bei meinem Großen half das ganz gut, weil die Blähungen auch durch die Körperwärme besser wurden.

Zum Thema Gewicht: Poste doch entweder mal alle Gewichtsdaten (siehe "Wie funktioniert Stillberatung hier im SUT"). Oder wenn Du aus Wedel bei HH bist, wende Dich mal an Gudrun von der Ohe. Die berät in Rissen und ist für besondere Fälle sicherlich der richtige Ansprechpartner vor Ort.

Wenn Du aus Wedel bei Hamburg kommst, melde Dich gerne mal per PN, vielleicht können wir uns ja mal treffen. :D Meine Kleine ist ja auch nicht soviel älter.
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Wortgewitter
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Re: Wenig Zunahme und immer noch Bauchschmerzen

Beitrag von Wortgewitter »

Ein vollkommen anderer Ansatz noch: Manchmal hilft bei 'Koliken' (was ja auch nur ein Ausdruck dafür ist, dass manche Babys irgendwie mehr schreien und keiner weiß sicher, warum) auch emotionale Hilfe bei den Eltern. Wann schreit denn das Kind? Was unternehmt ihr so den Tag über, wie transportierst Du das Kind, was erlebt es? Diese Sorge und die Anspannung wegen der Erkrankung ist sicher ein Päckchen zu tragen - wie geht es denn DIR damit? Hast Du Zeit, aufzutanken und dann gut für das Kind dazusein?

Das sind nur so Gedanken am Rande zum Thema Schreien/Blähungen - lediglich als Anstoß. Ich habe ein Kind, das viel und scheinbar 'grundlos' schrie/schreit und mir half es enorm, zu meditieren, zu tragen, 'bei mir' anzukommen und mal zu fühlen, was ICH eigentlich brauche. Das half ganz nebenbei auch ganz ausschlaggebend, was das Schreien anging.

Falls Du in diese Richtung mal gucken magst, kann ich Dir da gerne Tipps geben bzw. Adressen, um psychologische Hilfe zu bekommen.
Wortgewitter mit Groß (5/09) und Klein (11/11) und Winzigklein (8/15)
und zwei **

ClauWi Trageberaterin (GK 5/2012, MK 6/2013)

Ich möchte jemanden einsingen,
bei jemandem sitzen und sein.
Ich möchte Dich wiegen und kleinsingen,
und Dich begleiten, schlafaus und schlafein...
R.M. Rilke
rachel07
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Re: Wenig Zunahme und immer noch Bauchschmerzen

Beitrag von rachel07 »

Miracleine hat geschrieben:Hallo und herzlich willkommen.

Bist Du aus Wedel bei Hamburg? Falls ja, bei welchem KiNderarzt bist Du? Ich war gestern, weil unser KiA Urlaub hat nämlich in einer anderen Kinderarzt-Praxis in Pinneberg, die auf Herzkinder spezialisiert sind.

Ja, bin ich :D , bei Dr. Konietzki und an sich super zufrieden! Die Praxis in PI kenne ich, da das bis vor zwei Monaten der behandelnde Kinderkardiologe war. Ist er nicht mehr, nachdem er wegen schlechter Untersuchungsbedingungen (BAuch voller Luft und wegen Bauchschmerzen schreiendes Kind) meinte, er überweist uns ins Klinikum Kile, damit er dort unter Vollnarkose untersucht werden kann, denn schließlich ginge es hier um die Frage, OP oder nicht. Und das nachdem er meinte, mein Sohn wäre ein tolles Lehrmodell, denn wir hätten ja ewig Zeit zu warten. Nachdem er mich dann angemault hat, ob ich mein Kind nicht ruhigstellen kann, habe ich mir eine neue Überweisung zu einem anderen Kardiologen geben lassen!

Zu Deinen eigentlichen Fragen kann ich nicht so richtig viel sagen.

Zahnen und Bauchweh hatten wir hier nicht in Kombination.

Bauchweh und Ernährung der Mutter hängt oft auch nicht in Zusammenhang. Normalerweise kann die Mutter alles essen, ohne dass es etwas ausmacht. Bei jedem individuell kann aber das eine oder andere Lebensmittel dann doch auf das Baby durchschlagen. Aber so alles Blähende weglassen würde ich pauschal nicht machen. Dann läufst Du nämlich unter Umständen Gefahr, irgendwann einen Mangel zu bekommen.

Bei uns wurde das Bauchweh mit Abhalten besser. Schon allein deshalb, weil da zuerst immer die Pupsies aus dem Bauch kommen, bevor irgendetwas anderes kommt. Außerdem mag unsere kleine weder eine nasse noch eine matschige Windel. Und daher versucht sie oft alles was sie muß zurückzuhalten. Und das ist sicherlich auch gut für Blähungen.

Abhalten kommt so für mich nicht in Frage, irgendwie kann ich mir das nicht vorstellen, aber ich weiß auch nichts weiter darüber, das gebge ich ehrlich zu

Hast Du während der Schreizeit mal versucht, Deinen Kleinen ins Tragetuch zu binden? Bei meinem Großen half das ganz gut, weil die Blähungen auch durch die Körperwärme besser wurden.
Ich trage ihn oft und gerne, zur Zeit meist im Bondolino und sonst liegt er auf meinem BAuch, Körnerkissen habe ich auch oft angewandt

Zum Thema Gewicht: Poste doch entweder mal alle Gewichtsdaten (siehe "Wie funktioniert Stillberatung hier im SUT"). Oder wenn Du aus Wedel bei HH bist, wende Dich mal an Gudrun von der Ohe. Die berät in Rissen und ist für besondere Fälle sicherlich der richtige Ansprechpartner vor Ort.

Vielen DAnk für den Tipp, ich werde mir mal alle Daten besorgen, von Hebi und Arzt

Wenn Du aus Wedel bei Hamburg kommst, melde Dich gerne mal per PN, vielleicht können wir uns ja mal treffen. :D Meine Kleine ist ja auch nicht soviel älter.

mach ich doch galtt, aber später, wenn der Kleine heiert :D LG A.
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rachel07
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Re: Wenig Zunahme und immer noch Bauchschmerzen

Beitrag von rachel07 »

Wortgewitter hat geschrieben:Ein vollkommen anderer Ansatz noch: Manchmal hilft bei 'Koliken' (was ja auch nur ein Ausdruck dafür ist, dass manche Babys irgendwie mehr schreien und keiner weiß sicher, warum) auch emotionale Hilfe bei den Eltern. Wann schreit denn das Kind? Was unternehmt ihr so den Tag über, wie transportierst Du das Kind, was erlebt es?


Ich achte darauf, dass er nicht zuviele Reize erlebt, d.h. kein Fernseher, tragen, nicht zuviele Aktivitäten usw oder meinst du was anderes?

Diese Sorge und die Anspannung wegen der Erkrankung ist sicher ein Päckchen zu tragen - wie geht es denn DIR damit? Hast Du Zeit, aufzutanken und dann gut für das Kind dazusein?

Meist schaffe ich, das Ganze recht gut zu verdrängen, aber ich mache mir schon Sorgen, die sind zwar nicht dauerpräsent, aber sie kommen immer mal wieder auf.Klar, ein gesundes Kind wäre toll gewesen, aber MEIN Kind ist mir doch das Liebste :D

Das sind nur so Gedanken am Rande zum Thema Schreien/Blähungen - lediglich als Anstoß. Ich habe ein Kind, das viel und scheinbar 'grundlos' schrie/schreit und mir half es enorm, zu meditieren, zu tragen, 'bei mir' anzukommen und mal zu fühlen, was ICH eigentlich brauche. Das half ganz nebenbei auch ganz ausschlaggebend, was das Schreien anging.

Mmmmh kannst du da etwas genauer sein, was du damit meinst? Also an sich bin ich schon ziemlcih entspannt, aber wenn er schreit, möchte ich helfen und das geht eben nicht immer :(

Falls Du in diese Richtung mal gucken magst, kann ich Dir da gerne Tipps geben bzw. Adressen, um psychologische Hilfe zu bekommen.

Ganz ehrlich, ich weiß nicht, ob ich das zur Zeit kann, da bei mir auch unbehandelte Kindheitstraumata da sind. Ich danke dir für deinen Beitrag und LG, A.
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Wortgewitter
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Re: Wenig Zunahme und immer noch Bauchschmerzen

Beitrag von Wortgewitter »

Du, ich muss nochmal sagen - es ist wirklich nur ein Anstoß, und ich lehne mich da weit aus dem Fenster, wenn ich behaupte, dass das helfen kann.

Meine eigene Erfahrung hat mir gezeigt, dass dieses 'Schwierigsein' eine Hilfe sein kann, sich als Mutter zu finden. Meine Tochter ist mein zweites Kind, aber die ersten Wochen waren wirklich einzigartig belastend :? . Ich persönlich habe ganz viel gelernt, indem ich mein Kind angenommen habe. Also wirklich, so wie es ist. Ich hab die Schreistunden innerlich 'begrüßt', dem Kind in meinem Kopf 'erlaubt' zu schreien und mich dann ganz mit mir beschäftigt. Wie geht es mir? wie ist meine Atmung, meine Körperspannung? Kann ich die Atmung beruhigen, den Körper entspannen? Was beunruhigt mich und was war doof heute, was fand ich schön? Manchmal habe ich mich an einen schönen Ort 'meditiert' und bin von Körperteil zu Körperteil gewandert in meinen Gedanken, wie es sich entspannt und wie es sich an meinem 'Ort' anfühlt (kühl, warm, windig, sonnig...).
Das klingt sicher total abgedreht, aber es hat einen unglaublichen Unterschied FÜR MICH gemacht - nicht mit dem Ziel, dass das Kind weniger schreit sondern dass ich mich wohler fühle, wenn es schreit. Ich kam mit meinem Kind besser zurecht, SO WIE ES IST. Und ab da war es nebenbei kontinuierlich besser mit dem Schreien.

Ich habe inzwischen erfahren, dass solche Methoden wie mein laienhaftes Meditieren auch in Schreiambulanzen für Eltern, zusammengefasst unter 'emotionale erste Hilfe' erlernbar sind, deswegen mein Tipp mit der psychologischen Hilfe. Es kann ja sein, dass sich dann herausstellt, dass ein 'Anrühren' Deiner unbearbeiteten Gefühle, die Du beschreibst, nötig wird. Für den Anfang reicht es ja, wenn Du Dich gut und sicher fühlen kannst und dafür gibt es ganz praktische Hilfe. Das meinte ich mit dem Tipp 'Psychologische Hilfe'.
Wortgewitter mit Groß (5/09) und Klein (11/11) und Winzigklein (8/15)
und zwei **

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Ich möchte Dich wiegen und kleinsingen,
und Dich begleiten, schlafaus und schlafein...
R.M. Rilke
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Wohnort: Wedel bei Hamburg

Re: Wenig Zunahme und immer noch Bauchschmerzen

Beitrag von Miracleine »

rachel07 hat geschrieben:Ja, bin ich :D , bei Dr. Konietzki und an sich super zufrieden! Die Praxis in PI kenne ich, da das bis vor zwei Monaten der behandelnde Kinderkardiologe war. Ist er nicht mehr, nachdem er wegen schlechter Untersuchungsbedingungen (BAuch voller Luft und wegen Bauchschmerzen schreiendes Kind) meinte, er überweist uns ins Klinikum Kile, damit er dort unter Vollnarkose untersucht werden kann, denn schließlich ginge es hier um die Frage, OP oder nicht. Und das nachdem er meinte, mein Sohn wäre ein tolles Lehrmodell, denn wir hätten ja ewig Zeit zu warten. Nachdem er mich dann angemault hat, ob ich mein Kind nicht ruhigstellen kann, habe ich mir eine neue Überweisung zu einem anderen Kardiologen geben lassen!

Abhalten kommt so für mich nicht in Frage, irgendwie kann ich mir das nicht vorstellen, aber ich weiß auch nichts weiter darüber, das gebge ich ehrlich zu

Wenn Du aus Wedel bei Hamburg kommst, melde Dich gerne mal per PN, vielleicht können wir uns ja mal treffen. :D Meine Kleine ist ja auch nicht soviel älter.

mach ich doch galtt, aber später, wenn der Kleine heiert :D LG A.
Das mit dem Kardiologen klingt ja nicht so klasse. Ich kenne in der Pinneberger Praxis nur die Ärztin und die ist richtig nett. Allerdings natürlich keine Kardiologin.

Abhalten konnte ich mir auch nicht vorstellen. :wink: Und irgendwie sind wir dann eine Woche vor Ende des sechsten Monats da so reingeschliddert. Abeer wirklich windelfrei sind wir trotzdem nicht. 8) Aber dazu kann ich Dir ja mehr erzählen, wenn wir uns mal treffen. Das wäre jetzt doch ein wenig OT.

Meld Dich gern. :D Mein letzter SUT-Kontakt aus Wedel ist vor einiger Zeit in den Süden gezogen.
A. mit Mini-Mann 04/09 und Zaubermaus 08/11
rachel07
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Re: Wenig Zunahme und immer noch Bauchschmerzen

Beitrag von rachel07 »

Wortgewitter hat geschrieben:Du, ich muss nochmal sagen - es ist wirklich nur ein Anstoß, und ich lehne mich da weit aus dem Fenster, wenn ich behaupte, dass das helfen kann.

Meine eigene Erfahrung hat mir gezeigt, dass dieses 'Schwierigsein' eine Hilfe sein kann, sich als Mutter zu finden. Meine Tochter ist mein zweites Kind, aber die ersten Wochen waren wirklich einzigartig belastend :? . Ich persönlich habe ganz viel gelernt, indem ich mein Kind angenommen habe. Also wirklich, so wie es ist. Ich hab die Schreistunden innerlich 'begrüßt', dem Kind in meinem Kopf 'erlaubt' zu schreien und mich dann ganz mit mir beschäftigt. Wie geht es mir? wie ist meine Atmung, meine Körperspannung? Kann ich die Atmung beruhigen, den Körper entspannen? Was beunruhigt mich und was war doof heute, was fand ich schön? Manchmal habe ich mich an einen schönen Ort 'meditiert' und bin von Körperteil zu Körperteil gewandert in meinen Gedanken, wie es sich entspannt und wie es sich an meinem 'Ort' anfühlt (kühl, warm, windig, sonnig...).
Das klingt sicher total abgedreht, aber es hat einen unglaublichen Unterschied FÜR MICH gemacht - nicht mit dem Ziel, dass das Kind weniger schreit sondern dass ich mich wohler fühle, wenn es schreit. Ich kam mit meinem Kind besser zurecht, SO WIE ES IST. Und ab da war es nebenbei kontinuierlich besser mit dem Schreien.

Ich habe inzwischen erfahren, dass solche Methoden wie mein laienhaftes Meditieren auch in Schreiambulanzen für Eltern, zusammengefasst unter 'emotionale erste Hilfe' erlernbar sind, deswegen mein Tipp mit der psychologischen Hilfe. Es kann ja sein, dass sich dann herausstellt, dass ein 'Anrühren' Deiner unbearbeiteten Gefühle, die Du beschreibst, nötig wird. Für den Anfang reicht es ja, wenn Du Dich gut und sicher fühlen kannst und dafür gibt es ganz praktische Hilfe. Das meinte ich mit dem Tipp 'Psychologische Hilfe'.
Das ist definitiv etwas, worüber ich nachdenken werde! Klingt für mich nach progressiver Entspannung, könnte sogar funktionieren. Sinn macht es jedenfalls, dass wenn ich wenigstens ruhig bin, es vielleicht auch für ihn erträglicher wird......Danke :idea:
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Re: Wenig Zunahme und immer noch Bauchschmerzen

Beitrag von rachel07 »

Miracleine hat geschrieben: Das mit dem Kardiologen klingt ja nicht so klasse. Ich kenne in der Pinneberger Praxis nur die Ärztin und die ist richtig nett. Allerdings natürlich keine Kardiologin.

Abhalten konnte ich mir auch nicht vorstellen. :wink: Und irgendwie sind wir dann eine Woche vor Ende des sechsten Monats da so reingeschliddert. Abeer wirklich windelfrei sind wir trotzdem nicht. 8) Aber dazu kann ich Dir ja mehr erzählen, wenn wir uns mal treffen. Das wäre jetzt doch ein wenig OT.

Meld Dich gern. :D Mein letzter SUT-Kontakt aus Wedel ist vor einiger Zeit in den Süden gezogen.

Die Ärztin kenne ich nicht :wink: Klar, ich bin immer bereit, mir Wissen anzueignen :)
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