Ich möchte so gerne vollstillen!
Verfasst: 03.02.2012, 22:53
Hallo,
ich überlege schon seit einiger Zeit, ob ich mich hier mit meinem Problem "oute" & habe nun beschlossen mich zu trauen, weil ich mittlerweile keinen anderen Ausweg mehr weiß. Mein Anliegen klingt einfach und scheinbar gelingt es den meisten Frauen ohne Mühe, mir jedoch nicht.
Vielleicht sollte ich ein wenig weiter ausholen, um die Problematik zu verdeutlichen: Mein Sohn, mittlerweile 8 Wochen alt, wurde direkt nach der (Haus-)Geburt auf die Intensivstation verlegt. Dort lag er im Inkubator, ohne Möglichkeit für mich, ihn zu stillen oder auch nur anzufassen. Erst am nächsten Tag durfte ich ihn zumindest zum Stillen auf den Arm nehmen und begann dann auch abzupumpen. Ich habe in den Nächten alle 2 Stunden abgepumpt (20- 8 Uhr) sowie am Tag ca. zweimal und natürlich auch gestillt. Das Abpumpen war nicht sehr erfolgreich, denn ich habe pro Pumpvorgang zwischen 3 Tropfen und 5ml abgepumt. Die Milchmenge hat sich leider gesamten Zeit, die mein Sohn im Krankenhaus verbrachte, nicht erhöht. Des Weiteren glaube ich, dass ich keinen Milcheinschuss hatte, weil ich keinerlei Veränderungen an meinen Brüsten feststellen konnte. Nach der Entlassung aus dem Krankenhaus, in dem mein Sohn neben den winzigen Mengen Muttermilch Flaschenmilch und leider auch einen Schnuller bekam, habe ich genau 4 Tage vollgestillt. In dieser Zeit hat mein Sohn erst sehr viel geweint, dann viel geschlafen. Nachdem er von der Hebamme gewogen wurde, stellten wir fest, dass er innerhalb der kurzen Zeit 350g abgenommen hatte. Aus diesem Grund fütterten mein Mann und ich ihn wieder mit der Flasche zu. Nach kurzer Zeit stellte ich fest, dass mein Sohn immer größere Mengen aus der Flasche trank und immer weniger an der Brust. Häufig schrie er, sobald die Brustwarze wahrnahm. Deshalb begann ich mit verschiedenen Maßnahmen, um die Milchmenge zu erhhöhen: Wechselstillen, Brustmassage, 1-2 Abpumpen (Doppelpumpe) täglich zusätzlich zum Stillen, Malzkaffee, alkoholfreies Weißbier, 3 Tassen Stilltee, Bockshornkleesamen, Phytolacca. Das alles setze bis heute ein, doch es nichts, rein gar nichts gebracht. Meine Hebamme meint, ich hätte nicht genügend Drüsengewebe. Meine Gynäkologin ist nicht dieser Ansicht, ihr Allheilmittel ist: "Anlegen, anlegen anlegen." Als ob ich das nicht selber wüsste. Der größte Hemmschuh ist mein Sohn selbst. Ich stille ihn selbstverständlich nach Bedarf, aber leider hat er kaum Interesse an meiner Brust. Im besten Fall kann ich ihn pro Seite zweimal stillen, er trinkt dann ca. 5 Minuten pro Seite und fängt dann erst an zu schreien. Wenn ich Pech habe, fängt er sofort an hysterisch zu schreien und spuckt die Brustwarze aus. Dann bekommt er natürlich eine Flasche. Wir versuchen, ihm nicht sofort eine ganze Flasche anzubieten, sondern erstmal nur den größten Hunger zu stillen, um es anschließend nochmal mit dem Stillen zu versuchen. Das klappt fast nie, stattdessen ist er erst zufrieden, wenn er eine große Flasche (160-200ml) getrunken hat. Dann ist er natürlich für die nächsten 3-4 Stunden satt und will nicht an die Brust. Wenn er wieder Hunger hat, geht das ganze Theater von vorn los. Um ihm das Stillen attraktiver zu gestalten habe ich mir ein Brusternährungsset gekauft: Fehlanzeige, er schreit trotzdem wie am Spieß. Mittlerweile ist es so schlimm geworden, dass er bei jeder Mahlzeit die Brust verweigert und es wohl über kurz oder lang darauf hinausläuft, dass ich gar keine Milch mehr habe. Es würde mir ja schon reichen, wenn ich wenigsten noch abgepumpte Milch zufüttern könnte, aber ich gewinne max. 25ml Milch oder -so wie heute, obwohl er keinen Schluck getrunken hat- 2 Tropfen. Ich weiß nicht mehr weiter: Ich liebe es, trotz der ganzen Quälerei, mein Kind zu stillen. Ich habe mich in der Schwangerschaft unheimlich auf die Stillzeit gefreut und bin nun am Boden zerstört, dass ich ihn nicht einmal annähernd vollstillen kann.
Ich danke jedem, der das liest und mir vielleicht noch einen guten Tipp geben kann.
Sutnahpele
ich überlege schon seit einiger Zeit, ob ich mich hier mit meinem Problem "oute" & habe nun beschlossen mich zu trauen, weil ich mittlerweile keinen anderen Ausweg mehr weiß. Mein Anliegen klingt einfach und scheinbar gelingt es den meisten Frauen ohne Mühe, mir jedoch nicht.
Vielleicht sollte ich ein wenig weiter ausholen, um die Problematik zu verdeutlichen: Mein Sohn, mittlerweile 8 Wochen alt, wurde direkt nach der (Haus-)Geburt auf die Intensivstation verlegt. Dort lag er im Inkubator, ohne Möglichkeit für mich, ihn zu stillen oder auch nur anzufassen. Erst am nächsten Tag durfte ich ihn zumindest zum Stillen auf den Arm nehmen und begann dann auch abzupumpen. Ich habe in den Nächten alle 2 Stunden abgepumpt (20- 8 Uhr) sowie am Tag ca. zweimal und natürlich auch gestillt. Das Abpumpen war nicht sehr erfolgreich, denn ich habe pro Pumpvorgang zwischen 3 Tropfen und 5ml abgepumt. Die Milchmenge hat sich leider gesamten Zeit, die mein Sohn im Krankenhaus verbrachte, nicht erhöht. Des Weiteren glaube ich, dass ich keinen Milcheinschuss hatte, weil ich keinerlei Veränderungen an meinen Brüsten feststellen konnte. Nach der Entlassung aus dem Krankenhaus, in dem mein Sohn neben den winzigen Mengen Muttermilch Flaschenmilch und leider auch einen Schnuller bekam, habe ich genau 4 Tage vollgestillt. In dieser Zeit hat mein Sohn erst sehr viel geweint, dann viel geschlafen. Nachdem er von der Hebamme gewogen wurde, stellten wir fest, dass er innerhalb der kurzen Zeit 350g abgenommen hatte. Aus diesem Grund fütterten mein Mann und ich ihn wieder mit der Flasche zu. Nach kurzer Zeit stellte ich fest, dass mein Sohn immer größere Mengen aus der Flasche trank und immer weniger an der Brust. Häufig schrie er, sobald die Brustwarze wahrnahm. Deshalb begann ich mit verschiedenen Maßnahmen, um die Milchmenge zu erhhöhen: Wechselstillen, Brustmassage, 1-2 Abpumpen (Doppelpumpe) täglich zusätzlich zum Stillen, Malzkaffee, alkoholfreies Weißbier, 3 Tassen Stilltee, Bockshornkleesamen, Phytolacca. Das alles setze bis heute ein, doch es nichts, rein gar nichts gebracht. Meine Hebamme meint, ich hätte nicht genügend Drüsengewebe. Meine Gynäkologin ist nicht dieser Ansicht, ihr Allheilmittel ist: "Anlegen, anlegen anlegen." Als ob ich das nicht selber wüsste. Der größte Hemmschuh ist mein Sohn selbst. Ich stille ihn selbstverständlich nach Bedarf, aber leider hat er kaum Interesse an meiner Brust. Im besten Fall kann ich ihn pro Seite zweimal stillen, er trinkt dann ca. 5 Minuten pro Seite und fängt dann erst an zu schreien. Wenn ich Pech habe, fängt er sofort an hysterisch zu schreien und spuckt die Brustwarze aus. Dann bekommt er natürlich eine Flasche. Wir versuchen, ihm nicht sofort eine ganze Flasche anzubieten, sondern erstmal nur den größten Hunger zu stillen, um es anschließend nochmal mit dem Stillen zu versuchen. Das klappt fast nie, stattdessen ist er erst zufrieden, wenn er eine große Flasche (160-200ml) getrunken hat. Dann ist er natürlich für die nächsten 3-4 Stunden satt und will nicht an die Brust. Wenn er wieder Hunger hat, geht das ganze Theater von vorn los. Um ihm das Stillen attraktiver zu gestalten habe ich mir ein Brusternährungsset gekauft: Fehlanzeige, er schreit trotzdem wie am Spieß. Mittlerweile ist es so schlimm geworden, dass er bei jeder Mahlzeit die Brust verweigert und es wohl über kurz oder lang darauf hinausläuft, dass ich gar keine Milch mehr habe. Es würde mir ja schon reichen, wenn ich wenigsten noch abgepumpte Milch zufüttern könnte, aber ich gewinne max. 25ml Milch oder -so wie heute, obwohl er keinen Schluck getrunken hat- 2 Tropfen. Ich weiß nicht mehr weiter: Ich liebe es, trotz der ganzen Quälerei, mein Kind zu stillen. Ich habe mich in der Schwangerschaft unheimlich auf die Stillzeit gefreut und bin nun am Boden zerstört, dass ich ihn nicht einmal annähernd vollstillen kann.
Ich danke jedem, der das liest und mir vielleicht noch einen guten Tipp geben kann.
Sutnahpele