Stillen- wie kann ich ihm helfen?Od ist das völlig normal?

Fragen und Antworten rund um das Thema Stillen

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metwurstfan
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Stillen- wie kann ich ihm helfen?Od ist das völlig normal?

Beitrag von metwurstfan »

Hallo,
unser Kleiner ist knapp 2Wochen alt und ich stille ihn alle 3 Std. Oft klappt es recht gut, aber oft leider überhaupt nicht,meistens nachts. Stelle mir den Wecker und muss ihn leider auch aufwecken, was meist durchs Wickeln geschieht.
So, wenn es dann ans Anlegen geht, fängt es an:
Er schafft es einfach nicht, die Brust richtig zu nehmen, es dauert und dauert,bis er sie richtig hat.....oft sind es so 15min die dabei vergehen, ihm die Brust immer und immer wird erneut zu entziehen und einen Neustart zu machen.
Ich merke, dass ich vermehrt ungeduldig werde...meine Brust läuft in dieser Zeit regelrecht aus, oft ist mein Shirt total nass und ich bin genervt.
Er wird dabei auch zunehmend müder und macht diese Saugbewegungen weiter, auch wenn längst keine Brust mehr in seinem Mund ist.....
Die letzten Tage waren die Probleme meist an der linken Brust, gab ich ihm die rechte Brust, musste ich kaum nachhelfen und es klappte....aber ich kann ihm doch nicht immer nur eine Brust geben, oder?

Vielleicht erwarte ich zu viel, daher auch meine Frage, ob das evtl normal ist und ich ihm einfach mehr Zeit geben muss?
Im Moment empfinde ich das Stillen als sehr lästig und überlege ernsthaft, ob ich erstmal abpumpen und mit der Flasche füttern soll, oder gleich auf Prenahrung umsteigen soll....ich wollte wirklich stillen, aber mir graut es langsam davortraurig

LG
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Lavenere
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Re: Stillen- wie kann ich ihm helfen?Od ist das völlig norma

Beitrag von Lavenere »

Hi,
Lass dich erstmal mal drücken, alles wird gut...
Bei mir war es anfangs ähnlich. Und ehrlicherweise Stelle ich vorne an, dass es gut und gerne vier Wochen gedauert hat, bis alles gut klappt...und dann ist es das wunderschönste und du wirst für deine Mühe belohnt. Bei mir waren anfangs die Brüste zu fest und voll, so dass sie auch nicht richtig andocken konnte. Meine Tips
Lass dir Zeit und mach es dir gemütlich
Technik ist alles, lass noch mal jemanden gucken, ob du was verbessern kannst
Versuch zur Not auf der einen Seite kurzfristig!!!! Mit stillhütchen, solange dein kleiner noch nicht lange durchhalten kann
Wachwickeln ist gut, Versuch mal zwischen beiden brüsten zu wickeln
Setz dich nicht unter Druck, ihr seid ein Team und ihr müsst euch noch zusammenraufen bis ihr im Einklang seid (bäh hört sich das Öko an, ist aber so)
nimm dir nen iPod dazu mit entspannender Musik
Dran denken... Auch Fläschchen geben ist anfangs oft anstrengend
Deine Hormone spielen dir streiche und gefühlswallungen normal, auch negative...
Fast keine von uns hatte niemals Zweifel, schaffe ich das, reicht es, etc.....

Ich drück dir die Daumen!
Lg, kiki der Schreimutter
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Mit der Eiskönigin 10/2011
und dem kleinen Padawan 10/2014
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Jägerin
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Re: Stillen- wie kann ich ihm helfen?Od ist das völlig norma

Beitrag von Jägerin »

Hallo und Herzlich willkommen :)

Wahrscheinlich muss er erst mal die Technik besser beherrschen, da beide Brüste nicht immer gleich gut anzudocken sind. Hast du schon versch. Stillpositionen ausprobiert?

Ich frage mich aber, warum du dir den Stress antust und ihn nachts zum Stillen weckst? Ich habe immer gewartet bis meine Kinder von alleine wach geworden sind.

Blein dran, das wird schon.
LG
Jägerin mit (06), (08) und (2012)
metwurstfan
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Re: Stillen- wie kann ich ihm helfen?Od ist das völlig norma

Beitrag von metwurstfan »

Hallo und lieben Dank für eure Tipps.
Im Kh hatten wir einen 4 Std Rhythmus, der Kleine lag leider id Kindeklinik. Zuhause dachte ich dann, dass ich alles entspannt angehen werede, ohne diese ständige Wiegerei aus dem Kh und dass er kommt, wenn er hungrig ist. Dann hat meine Hebi ihn 2 mal gewogen und war mit der Gewichtsentw unzufrieden und riet mir zu einem 2-3 Std Rhythmus mit nachts wecken. Muss dazu sagen, dass meine Hebi einmal genau nachdem ich gestillt habe gewogen hat und dann 2 Tage später, kurz bevor ich gestillt habe. Somit hatte er eine Gewichtsentw von gerade mal 10g innerhalb der 2 Tage....aber es ma ht ja einen Unterschied, ob ich vor od nach dem Stillen wiege....daher fing der Wiegestrss wird an, Waage besorgt und immer vor und nach dem Stillen wird nun gewogen.....
Meint ih, ich soll ihn nachts gar nicht wecken und darauf vertrauen, dass er Kommt, wenn er Hunger hat?
Lg
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Jägerin
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Re: Stillen- wie kann ich ihm helfen?Od ist das völlig norma

Beitrag von Jägerin »

Schreibe doch mal alle Gewichtsdaten, die du bist jetzt hast hier auf. Dann kann dir eine von den Fachfrauen hier bestimmt weiter helfen.

Lies dazu bitte das hier: http://www.stillen-und-tragen.de/forum/ ... 2&t=119734

Wenn wirklich eine schlechte Zunahme da wäre, wäre wecken evtl. gerechtfertigt; aber da ich keine Stillberaterin bin, warten wir lieber hier mal auf die Antworten von denen, die sich besser auskennen.
LG
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nahlahh
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Re: Stillen- wie kann ich ihm helfen?Od ist das völlig norma

Beitrag von nahlahh »

Ich bin auch keine Expertin, habe aber die Erfahrung gemacht, dass zuviel wiegen, kontrollieren und Pläne einhalten einen enormen Druck erzeugen kann. Wenn die Gewichtsentwicklung nicht so gut ist, ist das vielleicht alles gerechtfertigt - da kenne ich mich nicht so gut aus. Aber nach zwei Tagen kann man da noch gar keine Schlüsse draus ziehen, da macht schon eine volle Windel einen großen Unterschied...
Ich habe mir am Anfang auch immer viele Gedanken über Gewicht und Abstände gemacht (wenn auch in die andere Richtung - wir hatten sehr kleine Abstände zwischen den Stillmahlzeiten und teilweise große Gewichtszunahmen. Hab schon gedacht Baby bekäme zu viel Milch...). Aber seit ich nicht mehr auf die Uhr gucke und wirklich nach Bedarf stille ist es sehr entspannt und das Stillen ist wirklich schön. Außerdem gibt es nichts bequemeres!
Halte durch - es lohnt sich :) und in ein paar Wochen bist du froh, dass du es durchgezogen hast
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honigtopf2010
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Re: Stillen- wie kann ich ihm helfen?Od ist das völlig norma

Beitrag von honigtopf2010 »

Hallo, ich will mich mal anschließen. Poste doch deine Gewichtsdaten noch dazu, damit eine Expertin das beurteilen kann. So lassen sich bestimmte Probleme erkennen oder ausschließen. Alles braucht seine Zeit. Vielleicht probierst du das Stillen in verschiedenen Positionen? Hält ein müdes Baby auch wach. Und um deine Frage zu beantworten: Doch man kann mit nur einer Brust stillen :-). Manche sogar über Jahre. Es kann schon sein, dass Kinder eine Lieblingsseite haben. Viele sogar. Doch auch hier sollte man bspw. ein KISS ausschließen (Probleme mit der Halswirbelsäule), die oft mit einer Schonhaltung einher gehen. Ohne Expertenmeinung zu deinem Problem würde ich auf jeden Fall zunächst keine Flasche und auch keine Stillhüte benutzen. Natürlich wird dein Kind auch von Formula satt. Aber wie schon die Werbung dafür sagt: Muttermilch ist das Beste für ihr Kind... :-) :-)
die Große 03/10 und der Lütte 03/13 - Breast in Peace!
wunderbabysmama
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Re: Stillen- wie kann ich ihm helfen?Od ist das völlig norma

Beitrag von wunderbabysmama »

Nach jeder Mahlzeit zu Wiegen ist unnötig.
Um wirklich aussagekräftige Zahlen zu haben, würde ich einmal täglich immer zur selben Zeit, beim Wickeln ohne Windel und Kleidung wiegen. Das sollte dann auch entweder immer vor oder immer nach dem Stillen sein, sonst lieber das Wiegen um ne Stunde verschieben und das Stillen noch abwarten, falls du dich für nach dem Stillen entscheidest.
Auch die Zunahme von zwei Tagen sagt wenig aus. Das Wachstum erfolgt Schubweise. Solange keine nennenswerte Gewichtsabnahme zu sehen ist, liegt kein dramatisches Problem vor, auf das man sehr schnell reagieren müsste.
Eine zu geringe Zunahme kann erst über einen längeren Zeitraum von mindestens einer Woche, besser sogar 10 Tagen festgestellt werden. Für diesen Zeitraum sollten tägliche Ergebnisse vorliegen, um Messfehler/Ungenauigkeiten auszuschließen und eine erhebliche schnelle Gewichtsabnahme während dieses Zeitraums zu bemerken.

Zum nächtlichen Stillen denke ich auch, du könntest euch vermutlich ein oder zwei längere Schlafphasen ohne Wecken erlauben. Um das wirklich beurteilen zu können wären aber wirklich genaue Daten besser.
Kommst du tagsüber dazu Schlaf nachzuholen? Wenn du nicht ausreichend schlafen und ausruhen kannst, dann kann die Erschöpfung deine Milchbildung beeinträchtigen. Da wäre dann nächtliches Wecken eher noch kontraproduktiv.

Bei mir lief die Milchbildung sehr gut an, obwohl mein Kind die ersten Wochen jede Nacht 8-10 Std. durchgeschlafen hat. Die Hebamme war etwas besorgt und meinte auch ich solle sie nachts wecken. Das hat aber überhaupt nicht geklappt. Wenn sie schlief, dann war sie völlig unweckbar. Ich war bei den ersten Versuchen wirklich verzweifelt, weil mein Kind überhaupt nicht reagierte.

Vielleicht möchte dein Kleiner nachts einfach nicht Stillen, weil er eigentlich viel zu müde ist und lieber weiter schlafen möchte? Das muss nicht immer verkehrt sein. Jedenfalls kann man ein Kind nicht zu jeder Zeit zum Stillen bewegen, wenn es das grade gar nicht selbst möchte. Manche Kinder sind da sehr eigen und verweigern die Brust komplett, haben aber eine halbe Stunde später Hunger und trinken dann gierig und ohne Probleme.

Setz dir notfalls eine Frist (Wenn es in z.B. zwei Wochen gar nicht besser ist, dann kannst du immer noch zufüttern). Notfalls ist immer Abpumpen besser als zufüttern. Jede Flasche künstliche Nahrung verändert die Darmflora eines Stillkindes und beeinträchtigt die Milchbildung bei der Mutter.

Ich wünsche euch alles Gute! Versuch dran zu bleiben!
Mein erstes Kindlein ist im März 2010 geboren. Ich hoffe auf baldige Familienerweiterung...
wunderbabysmama
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Re: Stillen- wie kann ich ihm helfen?Od ist das völlig norma

Beitrag von wunderbabysmama »

Wollte nochmal nachfragen wie es jetzt so läuft.

Generell find ich das hier im Forum befremdlich. Hier gibt es oft sehr dringende Fragen, dann ein paar Antworten und dann schreibt keiner mehr was. Nicht nur, dass ich dann gerne wissen möchte, ob es geholfen hat. Auch laienhafte Vorschläge und Meinungen werden nicht weiter kommentiert. Da wäre dann nochmal eine fundierte Meinung gar nicht sooo schlecht...
Bei mir hinterlässt das immer ein merkwürdiges Gefühl.
Mein erstes Kindlein ist im März 2010 geboren. Ich hoffe auf baldige Familienerweiterung...
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