Stillschwierigkeiten

Fragen und Antworten rund um das Thema Stillen

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Gast

Stillschwierigkeiten

Beitrag von Gast »

Hallo,
ich wende mich zum ersten mal an ein Forum und hoffe das es jemanden gibt der mir weiterhelfen kann.
Ich stille meine Tochter (22 Wochen alt) voll.Sie ist eine kleine, zierliche und recht forderne Persönlichkeit. Bisher hatten wir aber keine Schwierigkeiten, bis vor zwei Wochen. Die Woche zuvor wurde sie geimpft, das verträgt sie jedesmal sehr schlecht.Dann fing sie plötzlich an weniger und seltener zu trinken (bisdahin alles zwei Stunden), irgendwann fing sie an die Brust anzuschreien (obwohl noch Milch kam) und es endete schlussendlich in einem Stillstreik.Ich habe mit meiner Hebamme über das Problem gesprochen. Sie riet mir ihr eine Flasche anzubieten da sie davon ausging das die Milch nicht mehr "gehaltvoll" genug sei und sie aus Frustration nun nichts mehr trinken wolle. Ich habe es oft Probiert aber sie nahm keine Flasche an und ehrlich gesagt hat mir der Gedanke nicht gerade gefallen, ich möchte ja auch gerne weiterstillen. Mit viel Körperkontakt, Ruhe und sehr häufigen anbieten der Brust haben wir den Stillstreik überstanden.

Aber seit dem ist alles anders. Zuvor hat sie an einer Seite 10 min.schnell und reichlich getrunken. Ich hatte immer so viel Milch das ich noch ein zweites hätte mit Ernähren können :-)
Nun trinkt sie nur noch ca 3-4 min dafür aber an beiden Seiten, dann kommt keine Milch mehr und sie schreit. Ich bin nun sehr verwirrt da ich dies garnicht kenne.
Tagsüber trinkt sie alle 2-3 Stunden, Nachts alle 3-5 Stunden. Außerdem trinke ich Stilltee und Malzbier um die Milchmenge zu erhöhen, aber nichts hilft.

Was kann ich tun? Ich habe Angst das sie wieder in einen Stillstreik geht.
Kennt jemand die Situation?
Ich hoffe ihr könnt mir helfen, ich bin total fertig und von meiner Hebamme bekomme ich auch keinen hilfreichen Rat.

Vielen Dank schon mal im vorraus.
Mondenkind
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Re: Stillschwierigkeiten

Beitrag von Mondenkind »

Hallo und herzlich willkommen!
Gast hat geschrieben:Sie riet mir ihr eine Flasche anzubieten da sie davon ausging das die Milch nicht mehr "gehaltvoll" genug sei und sie aus Frustration nun nichts mehr trinken wolle. .
Das kann ich schon mal ausschließen. Deine Milch ist immer noch gehaltvoll und gut.
Gast hat geschrieben:aber sie nahm keine Flasche an und ehrlich gesagt hat mir der Gedanke nicht gerade gefallen, ich möchte ja auch gerne weiterstillen. Mit viel Körperkontakt, Ruhe und sehr häufigen anbieten der Brust haben wir den Stillstreik überstanden.
.
Das habt ihr super gemacht. Kluges Kind, schlaue Mutter :wink:
Gast hat geschrieben: Aber seit dem ist alles anders. Zuvor hat sie an einer Seite 10 min.schnell und reichlich getrunken. Ich hatte immer so viel Milch das ich noch ein zweites hätte mit Ernähren können :-)
Nun trinkt sie nur noch ca 3-4 min dafür aber an beiden Seiten, dann kommt keine Milch mehr und sie schreit. Ich bin nun sehr verwirrt da ich dies garnicht kenne.
Tagsüber trinkt sie alle 2-3 Stunden, Nachts alle 3-5 Stunden. Außerdem trinke ich Stilltee und Malzbier um die Milchmenge zu erhöhen, aber nichts hilft.

Was kann ich tun? Ich habe Angst das sie wieder in einen Stillstreik geht.
Kennt jemand die Situation?
Hier muss ich genauer nachhaken. Hat sie denn weiterhin nasse Windeln oder hat sich da irgendwas verändert? Empfehlen würde ich in dieser Situation ebenfalls wieder Ruhe, Körperkontakt und Stillen im Halbschlaf/direkt beim Aufwachen.

Interessieren würde mich aber zunächst halt die Frage nach den Windeln.
Liebe Grüße, Mondenkind, Modteam Stillberatung

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Gast

Re: Stillschwierigkeiten

Beitrag von Gast »

Hallo ,
vielen Dank für die schnelle Antwort.
Sie hat weiterhin regelmäßig nasse Windeln, aber nicht mehr ganz so voll wie zuvor. Stuhlgang hat sie von beginn an nur alle 7-10 Tage. Da ist also alles normal.
Ich merke halt nur das sie saugt und saugt und saugt aber nach 4-5. min. ist dann schluss und es kommt nichts mehr.

Gruß
Mondenkind
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Re: Stillschwierigkeiten

Beitrag von Mondenkind »

Oje, das klingt echt anstrengend!

Aber für mich klingt das, als wäret Ihr immer noch in einer Phase, die mit der Impfung zusammenhängt.

Du hast sie bisher erfolgreich voll gestillt, hab ich Dich da richtig verstanden? Wenn dem so ist, dann gibt es keinen medizinisch einleuchtenden Grund, warum von jetzt auf gleich nach 3 Minuten keine Milch mehr kommen sollte. Woran machst Du fest, dass nach wenigen Minuten keine Milch mehr kommt außer daran, dass sie weint? Geschieht das zu jeder Tages- und Nachtzeit oder gibt es Zeiten, in denen es besser geht?
Liebe Grüße, Mondenkind, Modteam Stillberatung

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Gast

Re: Stillschwierigkeiten

Beitrag von Gast »

Ja es ist sehr anstrengend , schlimmer finde ich aber die Ungewissheit und das Gefühl damit allein zu sein.
Das sie nicht genug bekommt mache ich daran fest, dass sie zwar kräftig saugt aber nichts mehr kommt (Sie schluckt nicht mehr und auch die typischen "Fließgeräusche" kann ich dann nicht mehr hören). Nach einiger Zeit ist sie dann frustriert und fängt an zu weinen oder sie schipft die Brust an. Vielleicht baruche ich einfach noch ein bisschen mehr Geduld bis sich die Milchmenge wieder reguliert hat. Heute abend ging es ein bisschen besser und ich hatte das Gefühl sie wird satt.
Das mit der Impfung ist natürlich auch so ne Sache, die nächste steht in 10 Tagen wieder an. :-(
Es hilft aber ungemein sich einfach auszutauschen, vielen Dank!
Mondenkind
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Re: Stillschwierigkeiten

Beitrag von Mondenkind »

Ja, Geduld hilft viel mit Kindern, nicht nur beim Stillen... Aber Geduld ist schwer, vor allem wenn man allein da steht. Unterstützt Dein Mann Dich? Gibt es eine nette Stillgruppe in Deiner Nähe?

Zu der Impfung: keine Impfung geht verloren. Ich habe die 3. 5fach-Impfung meiner Kleinen 3 Monate verschoben, weil sie immer was hatte. Wenn Du das Gefühl hast, dass es für sie grad gar nicht geht, ist es auch legitim, die Impfung etwas nach hinten rauszuschieben (muss ja nicht wie bei uns monatelang sein).
Liebe Grüße, Mondenkind, Modteam Stillberatung

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Re: Stillschwierigkeiten

Beitrag von klimaforscherin »

Wenn sie noch genügend Pipiwindeln hat, muss das ja irgendwo her kommen :wink:
Hast du mal versucht, vor dem Stillen die Brust etwas anzuwärmen?
Impfungen kannst du verschieben, auch wenn so mancher Arzt impft, Hauptsache das Kind ist fieberfrei. :?
Grüße
klimaforscherin
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Re: Stillschwierigkeiten

Beitrag von klimaforscherin »

Ach so, grad noch eingefallen: 22 Wochen, da war bei uns eine schwierige Zeit, Stillen ging nur komplett ohne Ablenkung im möglichst dunklen Raum.
Vielleicht hängt es auch damit zusammen?
Grüße
klimaforscherin
mit Wetterfrosch 2010 und Schwälbchen 2012

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Mokri
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Re: Stillschwierigkeiten

Beitrag von Mokri »

Hallo,

meine Tochter trinkt auch seit zwei Wochen nicht mehr 15 Minuten an jeder Brust, sondern nur noch 4 - 7 Minuten. Laut meiner Hebamme ist das irgendwann so. Sie trinken dann halt schneller, weil sie stärker saugen können.

Hast Du die Möglichkeit Dir eine Babywaage auszuleihen, z. B. in einer Apotheke? Ich habe auch immer wieder mal zu wenig Milch und wiege meine Tochter deswegen einmal in der Woche. Bis jetzt hat sie immer zugenommen und ich mache mir keine Sorgen mehr, weil es mich sehr beruhigt. :)

Viel Ruhe und viel Körperkontakt werden Euch sicherlich helfen. Irgendwann pendelt sich das wieder ein. Ich wünsche Dir viel Glück und Kraft!

P.s.:
klimaforscherin hat geschrieben:Ach so, grad noch eingefallen: 22 Wochen, da war bei uns eine schwierige Zeit, Stillen ging nur komplett ohne Ablenkung im möglichst dunklen Raum.
Vielleicht hängt es auch damit zusammen?
Das ist bei uns seit ein paar Tagen auch so. So lange die Milch richtig gut fließt wird getrunken, aber sobald weniger heraus kommt, wird auf der Brust herumgebissen und in der Gegend herum geschaut. Vor allem wenn der große Bruder im Raum ist. :roll:
Liebe Grüße

Kristina mit sturem Giftzwerg (05/08), kleiner Raupe (08/11)
und kleinem Sternchen im Herzen (04/07)

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Wenke

Re: Stillschwierigkeiten

Beitrag von Wenke »

Hallo!

Mir geht es ganz ähnlich.
Mein Sohn ist am 6. 3 Monate alt gewesen.
Ich hatte schon zwischendurch mal ein oder zwei Tage, an denen nicht ganz so viel Milch wie vorher da war, aber im Moment sind wir ziemlich am kämpfen.
Ich mit der Milchbildung und er damit, die erhoffte Menge zu bekommen ;)

Ich habe die gleiche Erfahrung gemacht, er trinkt, man hört das Milch kommt und die Schluckgeräusche. Irgendwann fängt er wieder mit diesem "Ansaugnuckeln" an und wird ganz verzweifelt weil nichts mehr kommt.
Er wird dann unruhig, meckert, zieht teilweise richtig mit dem ganzen Kopf die Brustwarze zurück und gibt irgendwann verzweifelt auf.

Bei ihm kommt evtl noch dazu das er bei der Geburt in der 37. Woche sehr klein war (48cm und 2420g. Seit der 28. Woche unterversorgt), mitlerweile aber zu den größeren seines Alters gehört. Er ist heute bei der U4 mit 62cm und 5920g gemessen worden.
Ich habe ein wenig Angst das mein Körper einfach nicht mehr stillen mag, denn ich bin teilweise ganz schön kaputt danach.
Dazu führen mag auch das ich alleine mit 4 Kindern (15,13,6 und eben der Kleine) bin und mich sehr über den Vater des Kleinen ärgere, auch noch sehr unter der Trennung leide...

Womit, ausser mit häufigem anlegen, kann ich die Milchbildung anregen?
Ich trinke viel Malzbier, habe von meiner Hebamme Milchbildungstee bekommen.
Gibt es da noch was?

LG Wenke
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