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neues AD- alles schwierig- jetzt doch abstillen?
Verfasst: 30.11.2011, 08:08
von prinzesschenmama
Hi!
ich hab erst überlegt, es in den geschützten Bereich zu schreiben, aber eigentlich ist es wohl besser hier aufgehoben (oder bei kranksein???wenn ja bitte verschieben).
Ich hatte ja schonmal an anderer Stelle geschrieben, dass ich ein Antidepressivum nehme (opipramol). jetzt hab ich letzte Woche noch zusätzlich Citalopram verschrieben bekommen,d a es nicht wirklich besser wurde. (davon soll 20mg nehmen). Beide Medis sind lt. Embryotox wenn es unbedingt nötig ist vertretbar in der Stillzeit, es geht wohl nur ein sehr geringer Teil in die Muttermilch.
Trotzdem fühlt es sich für mich irgendwie komsich an.
Tagsüber hat merlin eigentlich kein verlangen mehr zu stillen, nur sehr selten. dafür aber umso mehr zum schlafen. Ich fühl mich dabei selbst garnicht mehr wirklich wohl, mir ist das dauergestille nachts auch zuviel. (er wird seit 16 Monate meist stündlich wach). ich selbst wäre also nicht mehr traurig übers abstillen, weil ich einfach total am Ende bin.
das Problem ist allerdings, dass ich mittlerweile so fertig bin, dass mir total die kraft fehlt, irgendwas zu ändern und ihn jetzt abzustillen, sei es nach gordon oder pantley oder sonstwas...
Was mach ich denn jetzt bloß? erstmal weiterstillen und wenn es wirklich besser wird durch die AD, dann nochmal nen abstillversuch?
hach, blöd alles.

Re: neues AD- alles schwierig- jetzt doch abstillen?
Verfasst: 30.11.2011, 09:22
von Tinchen73
Ha ich schonmal gesagt, daß Depressionen sch.... sind??
Ich nehm ja seit nem halben Jahr auch eins und habs mit meinem Arzt so abgestimmt, daß ich es
nach dem stillen nehme. Da Noah nur noch morgens nach dem aufwachen stillt, läuft das bei uns ganz gut so. Er darf stillen, bekommt aber nicht die volle Dosis ab. Allerdings wird durch das Medikament ja ein Spiegel aufgebaut, so daß er schon was abbekommt.... Ich hab nach Absprache mit meinem Arzt und dem Kinderarzt beschlossen, daß mein 3-jähriger, der nur noch einmal am Tag kurz nuckelt, trotz AD weiterstillen darf. Ich habe das AD dann auch als Hilfe genommen und meinem Sohn gesagt, daß er tagsüber nicht mehr trinken kann, weil ich Medikamente nehmen muss und die Milch dann nicht mehr so gut für ihn ist und er morgens nur stillen kann bis ich die Tabletten genommen habe.. Vielleicht kannst du Merlin ja abens zum einschlafen stillen, dann die Medis nehmen und nachts abstillen. Er wird die Erklärung mit den Medis halt leider noch nicht so gut verstehen, wie Noah, der ja doch einiges älter war, aber einen Versuch wärs wert!
Re: neues AD- alles schwierig- jetzt doch abstillen?
Verfasst: 30.11.2011, 21:18
von MissMarpelchen
Ich kenn mich mit Antidepressiva und stillen nicht aus, aber ich finde, dass Du ganz dringend die Hilfe von Deinem Mann benötigst. Er muss Dich Nachts unterstützen. Alleine wird das für Dich im Moment nicht zu schaffen sein, so fertig wie Du bist.
Besteht nicht die Möglichkeit, dass C.am Wochenende mal bei einer Freundin schläft? Dann könnt ich Euch mal abends ganz auf Merlin konzentrieren.
Re: neues AD- alles schwierig- jetzt doch abstillen?
Verfasst: 30.11.2011, 21:33
von Gluehsternchen
HUHU
ich nehm nun seit 3 Wochen das Citalopram und vertrage es gut, aber ich stille auch nicht mehr

Ich wollte dich nur mal drücken!
Re: neues AD- alles schwierig- jetzt doch abstillen?
Verfasst: 01.12.2011, 14:49
von spacerabbit
Wer verschreibt Dir denn das AD? Dein Hausarzt / Hausärztin oder Dein Psychiater / Psychiaterin? Erst einmal fände ich es wichtig, wenn Du das AD vom Hausarzt verschrieben bekommst, fachpsychiatrische Hilfe aufzusuchen, sprich, am besten eine Anbindung an eine Institutsambulanz. Opipramol ist zwar ein altbewährtes AD, mittlerweile gibt es aber, wie z.B. CItalopram, AD mit weniger Nebenwirkungen. Noch besser verträglich finde ich Escitalopram, Cipralex als Handelsname. Ich wäre schon vorsichtig mit beiden AD in Kombination und Stillen, ich finde das auch immer so eine Sache mit mehreren Medikamenten gleichzeitig, gerade wenn Du stillst.
Ist denn auf Dauer das Ziel, dass Du nur ein AD, also das Citalopram, nehmen sollst?
Schlaf ist gerade bei Depressionen etwas sehr Wichtiges, Depressionen können den Schlaf verändern, gestörter Schlaf kann aber auch Depressionen verstärken.
Von daher wäre für Dich ein relativ ungestörter Schlaf gerade im Moment wichtig, von daher auch meine Frage: Könnte Dein Mann Dich unterstützen?
Stillen nach Medikamenteneinnahme ist bestimmt ratsam, aber auf Dauer baust Du doch einen Medikamentenspiegel im Blut auf, der dauernd vorhanden ist.
Re: neues AD- alles schwierig- jetzt doch abstillen?
Verfasst: 01.12.2011, 20:01
von suri
schliesse mich Spacerabbit an
Opipramol UND Citalopram ist keine sinnvolle Kombination.
Re: neues AD- alles schwierig- jetzt doch abstillen?
Verfasst: 01.12.2011, 20:23
von FCF
Um welche Tageszeit nimmst du denn die Medikamente? Morgens, nach dem Nachtstillen?
Und: meiner Erfahrung nach sind chronischer Schlafmangel und Depressionen eine sch...lechte Kombination. Kann es sein, dass der Schlafmangel durch das stündliche Stillen mit ein Grund für deine Verschlechterung ist? Mir hätte sowas jedenfalls in den schlimmen Zeiten vollends das Genick gebrochen.
Würde es denn gehen, dass du mal nr Woche alles nicht zwingend Notwendige hinten anstellst, dich tagsüber von den Anstrengungen der Nacht erholst und so erst mal Kraft tankst? Vielleicht schaffst du es dann, deinen Sohn von einem sinnvolleren Stillrhytmus zu überzeugen.
Alles Gute jedenfalls!
Re: neues AD- alles schwierig- jetzt doch abstillen?
Verfasst: 02.12.2011, 09:41
von prinzesschenmama
spacerabbit hat geschrieben:Wer verschreibt Dir denn das AD? Dein Hausarzt / Hausärztin oder Dein Psychiater / Psychiaterin? Erst einmal fände ich es wichtig, wenn Du das AD vom Hausarzt verschrieben bekommst, fachpsychiatrische Hilfe aufzusuchen, sprich, am besten eine Anbindung an eine Institutsambulanz. Opipramol ist zwar ein altbewährtes AD, mittlerweile gibt es aber, wie z.B. CItalopram, AD mit weniger Nebenwirkungen. Noch besser verträglich finde ich Escitalopram, Cipralex als Handelsname. Ich wäre schon vorsichtig mit beiden AD in Kombination und Stillen, ich finde das auch immer so eine Sache mit mehreren Medikamenten gleichzeitig, gerade wenn Du stillst.
Ist denn auf Dauer das Ziel, dass Du nur ein AD, also das Citalopram, nehmen sollst?
Schlaf ist gerade bei Depressionen etwas sehr Wichtiges, Depressionen können den Schlaf verändern, gestörter Schlaf kann aber auch Depressionen verstärken.
Von daher wäre für Dich ein relativ ungestörter Schlaf gerade im Moment wichtig, von daher auch meine Frage: Könnte Dein Mann Dich unterstützen?
Stillen nach Medikamenteneinnahme ist bestimmt ratsam, aber auf Dauer baust Du doch einen Medikamentenspiegel im Blut auf, der dauernd vorhanden ist.
Also: mit meinem Mann ist das hie4r momentan so ne Sache. ich hatte (glaub in nem anderen thread) ja schonmal erwähnt, dass unsere ehe momentan auf sehr, sehr wackligen Füßen steht, am "seidenen Faden" sozusagen. wenn wir nicht gerade ei9n haus gebaut hätten und so kleine Kinder hätten, wäre wohl die Scheidung eingereicht. (naja, wahrscheinlich wäre es dann aber auch garnicht erst so weit abgestürtzt

). Also, nein, er ist mir momentan keine Hilfe. Ich hab noch nicht ganz aufgegeben, wir haben uns schon Hilfe geholt und arbeiten daran, in Paargesprächen. Aber das iost ein langer Prozess wie es aussieht. jetzt gerade hjat es allerdings wirklich einen Tiefpunkt erreicht.
Zu dem Medikament: das Ziel ist, dass ich dann erstmal Citalopram nehme, das aber auch nur vorübergehend, bis sich die Situation etwas stabilisiert hier. Wenn Merlin nächsten Sommer zum KiGa geht, hab ich auch die Möglichkeit, eine Therapie zu machen. Vielleicht gehts dann auch wieder ohne.
Verschrieben hat mir das der Neurologe/Psychiater. Ich hatte vor 2,5 Monaten schonmal einen Termin bei ihm, da nahm ich schon das Opipramol vom HA. Er hat dann erstmal abgewartet und jetzt letzte Woche beim 2.termin das Citalopram dazu gegeben, weils einfach wirklich nicht besser wird.
Re: neues AD- alles schwierig- jetzt doch abstillen?
Verfasst: 02.12.2011, 10:36
von spacerabbit
So, wie sich das im Moment bei Dir anhört, brauchst Du sofot Hilfe, und nicht "nur" wahrscheinlich nicht sehr lange Termine beim niedergelassenen Psychiater.In Viersen gibt es die Rheinischen Kliniken Viersen, habe ich gerade ergoogelt.
Wie wäre es, wenn Du dort nach kurzer Absprache mit Deinem niedergelassenen Psychiater einen Termin ausmachst? Vielleicht gibt es dort eine Möglichkeit der engermaschigen ambulanten Behandlung, sprich, dass Du öfters Gespräche bekommst.
Deine Situation hört sich momentan so an, dass Du wirklich sofort mehr Hilfe und Entlastung brauchst, auch in Form von Psychotherapie. Das ist mit den Kindern zwar schwierig zu handeln, aber nicht unmöglich.
Wichtig ist aber, dass Du das vorher mit Deinem Psychiater absprichst. Wann hast Du bei ihm denn den nächsten Termin? Vielleicht kannst Du ihm dann noch einmal Deine Situation genauer schildern mit dem Wunsch, Entlastung, auch bei den Kndern, zu bekommen. Es gibt zum Beispiel auch kurzfristig von der Krankenkasse bazahlte Haushaltshilfen oder auch Familienhilfen vom Jugendamt, durch die Du Unterstützung bekommen könntest.
Alles Liebe und lass von Dir hören!