Ich habe - siehe Titel - ein recht großes Muttermal an der Brust, das in nächster Zeit entfernt werden soll.
Jetzt war ich diese Woche in der Klinik zur OP-Sprechstunde. Das Ding rauszumachen ist halb so wild, aber weil ich ja noch voll stille, sagte die Ärztin wir können ruhig noch etwas warten, bis ich in ein paar Monaten weniger stille wegen Beikost.(Naja, ich vermute mal, sie stellt sich das so vor, dass ich dann eine Mahlzeit ersetzt haben werde oder wie man das halt so macht. Ist ja auch egal, ich bin mir ziemlich sicher, dass ich auch in ein paar Monaten noch viieeel stillen werde, und ganz sicher nicht zu bestimmten "Zeiten".) Ich wollte dann auch nicht groß diskutieren, wie viel oder wenig ich stillen werde, habe halt nur betont, dass ich miiiiiiindestens noch ein halbes Jahr stillen werde, sodass es wohl zu lange dauert um bis nach dem Abstillen zu warten.
Im Prinzip ging es dabei nur um die Lokalanästhesie. An sich kein Thema, sagt die Ärztin, aber weil ja hier (im Gegensatz zu den Zähnen, z. B.) tatsächlich direkt die Brust betroffen ist, findet sie, ich solle auf jeden Fall danach abpumpen und Milch wegwerfen. Jetzt frag ich mich: ist das so? Geht mehr vom Betäubungsmittel in die Milch über, weil es "vor Ort" gespritzt wird? Ich frage mich halt, ob ich mir extra eine Milchpumpe organisieren sollte, oder ob das garnicht nötig ist.
Und hatte schonmal jemand eine örtliche Betäubung in der Brust? Ich stelle mir das jetzt nicht so "schlimm" vor wie z. B. beim Zahnarzt.... das einzige, was unangenehm sein könnte, ist dass die Narbe beim Stillen ziept. Und sie wird dann auch "nicht so schön aussehen" (O-Ton Ärztin), aber das ist mir ziemlich wurscht.
Oh, ist jetzt etwas lang geworden, dafür dass es nur eine kleine Frage ist. Naja, vielleicht weiß ja jemand was...
LG
K
Muttermal an der Brust muss raus
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Muttermal an der Brust muss raus
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Re: Muttermal an der Brust muss raus
Ich kopiere mal von Embryotox hierher (Lidocain, gängiges Lokalanästhetikum):
ZItat "Pharmakokinetik: HWZ: 1,5 h—2 h (42 min bei i.v.-Injektion), Neugeborene: 3 h;
Proteinbindung: 60%—80%; molare Masse: 234; relative Dosis: 1,8%—4%; M/P-Quotient: 0,4—1,3;
orale Bioverfügbarkeit: 35% aufgrund eines First-pass-Metabolismus.
Klinik: Symptome bei gestillen Säuglingen, deren Mütter mit Lidocain behandelt wurden, wurden bisher nicht beschrieben. Auch nach i.v.-Gabe oder Anwendung im Rahmen einer Epiduralanästhesie sind die Lidocain-Konzentrationen in der Muttermilch gering. Aufgrund der geringen oralen Bioverfügbarkeit wird im Allgemeinen nicht mit einer relevanten Aufnahme durch den Säugling gerechnet.
Empfehlung: Lidocain kann bei üblicher Anwendung, z.B. im Rahmen einer Zahnbehandlung oder eines anderen kleinen Eingriffs, auch in der Stillzeit verwendet werden." (Hervorhebung von mir)
Und das wird ja sogar nur unter die Haut gespritzt, nicht tief in den Drüsenkörper. Soviel dazu. Du darfst also stillen.
Nun zum Pumpen nach Medikamentengabe: Das bringt gar nix! Wie man oben sieht, haben Medikamente Halbwertzeiten, die sind wie sie sind. Die Annahme, dass Pumpen hilft, liegt daran, dass sich die Menschen die Brust quasi als Schwamm vorstellen, der das alles aufsaugt. Und wenn man diesen Schwamm ausquetscht oder auspumpt, dann verschwindet das Medikament. Ist aber nicht so. Es ist so lange im Körper, bis der es abgebaut hat. Die Brust ist an diesem Abbau nicht beteiligt. Ob Du in der Halbwertzeit pumpst oder nicht ändert nichts.
Viel Erfolg bei dem Eingriff!
ZItat "Pharmakokinetik: HWZ: 1,5 h—2 h (42 min bei i.v.-Injektion), Neugeborene: 3 h;
Proteinbindung: 60%—80%; molare Masse: 234; relative Dosis: 1,8%—4%; M/P-Quotient: 0,4—1,3;
orale Bioverfügbarkeit: 35% aufgrund eines First-pass-Metabolismus.
Klinik: Symptome bei gestillen Säuglingen, deren Mütter mit Lidocain behandelt wurden, wurden bisher nicht beschrieben. Auch nach i.v.-Gabe oder Anwendung im Rahmen einer Epiduralanästhesie sind die Lidocain-Konzentrationen in der Muttermilch gering. Aufgrund der geringen oralen Bioverfügbarkeit wird im Allgemeinen nicht mit einer relevanten Aufnahme durch den Säugling gerechnet.
Empfehlung: Lidocain kann bei üblicher Anwendung, z.B. im Rahmen einer Zahnbehandlung oder eines anderen kleinen Eingriffs, auch in der Stillzeit verwendet werden." (Hervorhebung von mir)
Und das wird ja sogar nur unter die Haut gespritzt, nicht tief in den Drüsenkörper. Soviel dazu. Du darfst also stillen.
Nun zum Pumpen nach Medikamentengabe: Das bringt gar nix! Wie man oben sieht, haben Medikamente Halbwertzeiten, die sind wie sie sind. Die Annahme, dass Pumpen hilft, liegt daran, dass sich die Menschen die Brust quasi als Schwamm vorstellen, der das alles aufsaugt. Und wenn man diesen Schwamm ausquetscht oder auspumpt, dann verschwindet das Medikament. Ist aber nicht so. Es ist so lange im Körper, bis der es abgebaut hat. Die Brust ist an diesem Abbau nicht beteiligt. Ob Du in der Halbwertzeit pumpst oder nicht ändert nichts.
Viel Erfolg bei dem Eingriff!
Liebe Grüße, Mondenkind, Modteam Stillberatung
Sei ein Mensch! M. Reif
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- moselkind
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Re: Muttermal an der Brust muss raus
Oh danke für die schnelle Antwort! 
Ja, so war meine Vermutung, aber irgendwie brauchte ich da trotzdem nochmal eine fachkundige Bestätigung
Sehr gut, dann kann die Pumpe ja bleiben wo sie ist.
Und am besten nehm ich die Embryotox-Infos dann mit für die Ärztin, damit sie für die nächste Still-Mama informiert ist.
Ja, so war meine Vermutung, aber irgendwie brauchte ich da trotzdem nochmal eine fachkundige Bestätigung
Sehr gut, dann kann die Pumpe ja bleiben wo sie ist.
Und am besten nehm ich die Embryotox-Infos dann mit für die Ärztin, damit sie für die nächste Still-Mama informiert ist.
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Mondenkind
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Re: Muttermal an der Brust muss raus
Ich gehe davon aus, dass sie Lidocain benutzt. Aber sie kann das ja selbst für jedes andere LA nachlesen, oder sogar dort anrufen und es sich erklären lassen.
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