Milch weg?

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Marlen
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Milch weg?

Beitrag von Marlen »

Hallöchen,
ich frag mich seit 2 Tagen,ob ich überhaupt noch Milch habe.Meine Kleine (15 Monate) stillt eigentlich nur noch nachts, es sei denn ,sie ist kränklich oder so.
Zur Zeit saugt sie dran,aber ich denke es tut sich nichts.Nach einer Weile ist sie frustriert und lässt es dann ganz sein.
Nachts pennt sie auch schon mal durch,manchmal kommt sie öfter,aber dann bietet mein Mann auch mal Wasser an,weil ich zur Zeit wenig Schlaf bekomme.
Kann die Milch schon weg sein und reichen ihre Saugversuche zum wieder ankurbeln?
Bin gerade echt gefrustet und der Kommentar von meinem Mann:dann ist das eben so... macht mich traurig und hilft mal so gar nicht :roll:
"Mit Kindern vergehen die Jahre wie im Flug. Doch Augenblicke werden zu Ewigkeiten.“
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jusl
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Re: Milch weg?

Beitrag von jusl »

Hallo Marlen,

viele Frauen "haben" so lange Milch, wie eben gesaugt wird. Wird noch einmal pro Tag gestillt, dann ist Milch für "einmal täglich" da, wird noch einmal pro Woche gestillt, dann ist Milch für "einmal wöchentlich" da. Bedarfsgerecht, egal wie oft oder selten noch gestillt wird.
Bei manchen Frauen allerdings klappt das nicht so gut: wenn es bei ihnen irgendwann arg zu selten wird, dann hört die Milchproduktion auf. "Einmal pro Woche" funktioniert dann nicht mehr. Bei diesen Müttern muss sozusagen eine gewisse Mindestmenge gestillt werden, damit die Milchproduktion in entsprechender Menge aufrecht erhalten bleibt. Das Saugverhalten des Kindes spielt da sicherlich auch eine erhebliche Rolle, "zartes Dauernuckeln im Schlaf" oder "eine Minute an der Brust herumdameln und fertig" ist reiz-hormon-technisch nicht das Selbe wie "5/10/20/... Minuten intensives Saugen" wie man das für gewöhnlich von jüngeren Babys kennt.

Es ist also tatsächlich möglich, dass Deine Milchproduktion inzwischen aufgehört hat, wegen der Kombi "lasches/ seltenes/ kurzes Stillen" sozusagen. Um die Milchbildung wieder anzukurbeln wären dann entsprechende Gegenmaßnahmen nötig, also häufiger stillen, tags und nachts, und (abhängig vom Saugverhalten Deines Kindes) auch länger/intensiver. Wenn Dein Kind da noch nicht bzw. nicht mehr richtig mitmacht, wäre Pumpen eine Alternative.

Wie geht es denn Deinem Kind damit? Denkst Du, Deine Tochter ist aufs Stillen noch sehr angewiesen? Ich kann gut nachvollziehen, dass Dich der Kommentar Deines Mannes eher traurig macht als dass er hilft, aber es ist schon auch was dran: Zur Stillbeziehung gehören zwei. Wenn das Stillverhalten Deines Kindes in der letzten Zeit zur Folge hat, dass die Milchbildung bei Dir nun zurückgeht und demnächst vielleicht ganz aufhört UND Dein Kind dies gelassen akzeptiert, dann "ist es eben so". ;-) Im Sinne von: Dann hat Eure Stillzeit ein GUTES, wenn auch nicht ganz SO erwartetes Ende gefunden.

Möglich ist natürlich auch, dass durchaus noch Milch kommt und das Loslassen Deines Kindes andere Gründe hat.
Vielleicht kannst Du ja mal "nachsehen"?

LG
Julia
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Marlen
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Re: Milch weg?

Beitrag von Marlen »

Danke,Julia.
Zu lesen,dass sich unsere Stillbeziehung evt dem Ende neigt,oh man... :( Nicht gut!
Ja,ich denke sie braucht das Stillen noch sehr.Sie fordert es,außer nachts,ja auch nicht mehr ein.Biete ich aber an,nimmt sie es oft.
Sie hatte bis gestern hohes Fieber,aß kaum und trank dann auch tagsüber mal.Nicht immer kam was,hatte ich das Gefühl.Vorhin hat sie nach dem anlegen gerülpst .Also gehe ich davon aus,dass was kam.Bis vor kurzem habe ich auch noch den MSR gespürt.Das ist nun auch weg.
Ich werd versuchen sie öfter anzulegen,wenn sie nicht mehr mag,lass ich sie natürlich..los,obwohl ich sehr gerne noch würde. :7:
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Kate
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Re: Milch weg?

Beitrag von Kate »

Leider habe ich keinen schlauen Rat, aber ich mag dich mal drücken.

Wir hatten diese Woche einen Stillstreik, das erste Mal in der ganzen Zeit, dass ich mich mit dem Thema Abstillen beschäftigt habe. Mir wurde ganz anders.

Mein Mann sagte auch, ich solle mich nicht ärgern, ich hätte ihm doch jetzt eine so lange Zeit so viel gegeben. Ich habe nachgedacht, wie ich es ihm erklären kann, aber ich glaub, Männer bzw. jemand, der noch nicht gestillt hat, kann es einfach nicht nachvollziehen. Wenn wir nochmal darüber geredet hätten, hätte ich es ihm anhand des theoretischen Beispiels eines plötzlichen Auszugs unseres Sohnes aus dem Familienbett zum jetzigen Zeitpunkt erklärt.

Bitte es deinem Kind öfter wieder an, dann wirst du sehen, wie es weiter geht.

Ich wünsch dir auf jeden Fall alles Gute.

(Marlen)
„Wenn wir einfach schon ganz früh erfahren dürfen, dass wir sind und dass wir, weil wir sind, gut sind, ich glaube, das kann eine Gesellschaft wirklich grundlegend verändern.“ (Alexandra)
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