wie lz-stillen rechtfertigen bzw. erklären?

Fragen und Antworten rund um das Thema Stillen

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Roxy89
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wie lz-stillen rechtfertigen bzw. erklären?

Beitrag von Roxy89 »

hallo,

mein kleiner ist jetzt 7 monate alt u. bis auf ein bisschen fingenrfood u. ab und an mal ein löffelchen brei am mittag still ich ihn noch voll. möchte ihn so lange stillen, wie er mag...das essen kommt schon...ich lass ihm da zeit so viel er brauch.

aber ich merke schon langsam, dass die meisten leute in meinem umfeld es ehr unnormal finden, wie lang ich ihn denn noch stillen möchte u. dass er mal was gescheites brauch...

...jetzt frag ich mich/euch, wie ihr da argumentiert bzw. was sind denn die fakten, die das lange stillen unterstützen?

ich kann ja nicht einfach nur sagen, ich fühle dasss es ok ist ?!

glg :5:
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Miracleine
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Re: wie lz-stillen rechtfertigen bzw. erklären?

Beitrag von Miracleine »

Ich glaube, das Problem kennt fast jede hier.

Lies mal hier. Da geht es ums Stillen im zweiten Lebensjahr. Aber das läßt sich ja auch schon vorher anwenden.

http://www.velb.org/docs/ls-1_2010-was- ... t-noch.pdf

Und ansonsten finde ich, kann man im ersten lebensjahr auch noch besonders gut mit der Herkunft der Milch argumentieren. Denn die Kinder bauchen ja, wenn sie nicht gestillt werden laut Empfehlungen noch Mumi-Ersatz. Warum etwas künstliches geben, wenn das Original verfügbar ist?
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Sibi
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Re: wie lz-stillen rechtfertigen bzw. erklären?

Beitrag von Sibi »

Ich tendiere dazu, bei solchen Diskussionen den Fokus darauf zu legen, dass das Kind entscheidet, was es isst. Ernährungsforschung ist noch sehr im Fluss - ständig ändern sich irgendwelche Empfehlungen. Also kann man auch dem Kind vertrauen. Alles anbieten, aber nichts aufzwingen. Und wenn es nichts isst, muss es halt stillen. Oder soll es verhungern?

Ich habe einiges zum Stillen im 2. LJ gelesen, aber ich glauben, Menschen, die schon ein 7 Monate altes Baby komisch finden, das stillt, sind auch resistent gegen elaborierte Argumentationen, warum es natürlich und gesund ist, Kinder im 2. LJ zu stillen.
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Roxy89
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Re: wie lz-stillen rechtfertigen bzw. erklären?

Beitrag von Roxy89 »

die menschen in meinem umfeld haben halt selbst nicht stillen können zum großteil (früher hat man sich ncoh nicht so um das gelingen gekümmert u. da begann gerade der boom mit den fläschchen glaub ich)

ich denke, wenn ich das so sagen würde, wie sibi meint, dann würden sie bestimmt meinen kleinen was anbieten u. füttern wollen mit brei oder so und ich wette, dann würde er auch essen. wobei ich ehr denke, dass sie meinen, ich müsste halt dran bleiben u. täglich und mmer wieder u. nicht gleich aufgeben, wenn er den kopf weg dreht....aber für mich ist das eindeutig, das er nicht mag u. dann muss er nicht. er wird zu gegegbener zeit schon essen...er ist ja noch klein. und wir würden ja auch nicht uns was aufzwigen lassen.

der link von mira ist schon gut. da hab ich paar sachen rausgelesen.

zieht aber wohl nur, wenn die leute sich wirklich um das kind und viell. auch mich sorgen machen. wenn es quasi um gruppenzwang geht, dass es halt nicht so toll ist, ein größeres kind zu stillen, dann wird es wohl auch nicht ziehn.

bis jetzt redet mir kaum einer groß was rein, aber ich vermute, dass es sich steigert, je älter mein kleiner wird ... und es jetzt halt noch quasi toleriert wird...so auf die art"naja soll sie halt noch weng..."

möchte halt nicht, dass mir die schöne zeit vermiest wird u. letztendlich mein partner viell. auch noch aufgehetzt wird. solang keiner was sagt, findet er das alles ok und normal und so, aber er ist halt so, sobald er von außen hört, dass was großartig kritisiert wird, dann zweifelt er meine weise wahrsch. doch an...

glg
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Sibi
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Re: wie lz-stillen rechtfertigen bzw. erklären?

Beitrag von Sibi »

Roxy89 hat geschrieben: ich denke, wenn ich das so sagen würde, wie sibi meint, dann würden sie bestimmt meinen kleinen was anbieten u. füttern wollen mit brei oder so und ich wette, dann würde er auch essen. wobei ich ehr denke, dass sie meinen, ich müsste halt dran bleiben u. täglich und mmer wieder u. nicht gleich aufgeben, wenn er den kopf weg dreht....aber für mich ist das eindeutig, das er nicht mag u. dann muss er nicht. er wird zu gegegbener zeit schon essen...er ist ja noch klein. und wir würden ja auch nicht uns was aufzwigen lassen.
Anbieten ist doch ok. Und natürlich wird er essen. Aber er bestimmt eben. Auch ein Löffel Brei ist kein Problem, solange konsequent auf SEINE Signale geachtet wird und eben nicht Essen ins Kind gemogelt wird. Und wenn er den Kopf wegdreht, dann will er eben nicht. Dann kann man es zur nächsten Mahlzeit probieren, oder wenn man meint, dass er Hunger hat. Weitergehende "Versuche" würde ich ablehnen - und da kann man ernährungspsychologisch mit bestem Gewissen auch argumentieren, dass man damit die Selbstregulation des Kindes anhaltend schädigen kann.
möchte halt nicht, dass mir die schöne zeit vermiest wird u. letztendlich mein partner viell. auch noch aufgehetzt wird. solang keiner was sagt, findet er das alles ok und normal und so, aber er ist halt so, sobald er von außen hört, dass was großartig kritisiert wird, dann zweifelt er meine weise wahrsch. doch an...
Naja, das ist ein anderes Problem und m. M. n. das vordringlichere. Roxy, ich sag' es jetzt mal aus Sicht des "Mainstreams". Du driftest immer mehr in eine sehr alternative Richtung "ab". Wenn Du vor hast, Dein Kind mit Deinem Freund zusammen aufzuziehen, dann nimm ihn mit! Sorg dafür, dass er zumindest ein wenig weiß, was Du warum machst. Dass er eine Vorstellung eurer Erziehungslinie hat und die auch ein bisschen mit nach außen vertreten kann. Oder dir wenigstens den Rücken stärkt und dir prinzipiell recht gibt, auch wenn er kein Interesse hat, sich um die Details zu kümmern :wink: . Sonst knallt es irgendwann.

Entschuldige, ich will mich nicht einmischen, aber ich lese solche Anklänge immer wieder bei Dir.
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hennnamae
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Re: wie lz-stillen rechtfertigen bzw. erklären?

Beitrag von hennnamae »

Wieso Rechtfertigen? Wieso hast du so eine Angst, dass dir jemand reinredet?

Ich würde mir garkeine wissenschaftlichen Argmunte zurecht legen, nicht, was die Ernährungswissenschaft oder andere Mamas sagen.

DU musst mit eurer Situation zurecht kommen. EUCH muss es gut gehen! Wenn es euch mit eurer Lebenssituation nicht gut geht, dann sind alle LZS-Pro-Argumente schnuppe. Und wenn es euch gut geht, sind andere Argumente nicht mehr nötig :wink:

Meine Schwiegermutter konnte leider auch nur 4 Monate lang stillen (blöder Drill damals :evil: ) und ist eine Person, der ihr Umfeld sehr sehr wichtig ist. Sie hat eine heiden Angst, was für eine Meinung andere Menschen von ihr haben. Tja, aber sie sieht, wie gut es uns damit geht, dass der kleine "immer noch" gestillt wird, wie er es genießt, wie NORMAL das ist, wie gut wir alle miteinander klar kommen, wie prima sich der kleine von mir lösen kann.

Mehr Argumente müssen wir garnicht mehr suchen!

Aber wenn du Unsicherheit zeigst, Zweifel an dir selbst, werden auch andere anfangen, an dir zu zweifeln! Und Stillen über die üblichen 6 Monate hinaus ist dann wirklich das kleinste :wink:
Mädel 12/2006
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Re: wie lz-stillen rechtfertigen bzw. erklären?

Beitrag von thewhitewolf »

in dem alter (des babys) find ich allein die frage schon unverschämt... warum wohl stillt (säugt) man einen säugling? WEIL es ein säugling ist und das ist es so lange, wie es einen (groß-)teil seiner grundbedürfnisse säugend stillt, fertig, da gibts nix zu argumentieren oder erklären, im gegenteil, ich wünschte mir eher erklärungen dafür, wie man auf die idee kommt, eine funktionierende, störungsfreie stillbeziehung gegen eine künstliche auszutauschen. künstliche babynahrung ist sicher ein segen überall da, wo es wirklich probleme gibt und die einzige alternative, dass das kind verhungern würde. auch die bedürfnisse der mutter sind legitim, die aus was für gründen auch immer, nicht stillen will, aber "das macht man so" kann ich nicht verstehen.
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Re: wie lz-stillen rechtfertigen bzw. erklären?

Beitrag von zierfisch »

Meiner MUtter hat gereicht, als ich gefragt hab, wie lange sie uns denn Fläschchen gegeben hat. Da hat sie kurz überlegt und "akzeptiert". (Wir haben nämlich auch mnit 2 noch schööön abends die Flasche gekriegt, damit wir auch ja gut schlafen können. ;-) )
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Re: wie lz-stillen rechtfertigen bzw. erklären?

Beitrag von BlueSwan »

Ja also bei nem 7Monate alten Baby ist das schon ne echt komische frage.
Ich kenn das leider auch schon und mein Kleiner ist grad 3 Monate (davon noch 2 zu früh) Ich hab es grade so geschafft in von der Flasche weg zu bekommen zum stillen und schon meint meine Schwiegermutter nästen Monat kann er ja auf Brei umsteigen und dann brauch ich nicht stillen. Ich möcht gar nicht wissen was das noch werden wird :roll:
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mayra
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Re: wie lz-stillen rechtfertigen bzw. erklären?

Beitrag von mayra »

Ich würde mir jedes Reinreden verbitten. Das ist allein eure Entscheidung als Mutter und Baby, max. noch der Vater kann da mitreden (aber auch nur bedingt). Ansonsten mal fragen, warum die Flaschenkinder wohl mit 2,3 Jahren noch Flasche und oder Schnuller haben? Eben WEIL noch ein Saugbedürfnis da ist!!
mayra mit Schlawiner 07/08 und Lockenkopf 07/10
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