hi nachtfrau,
herzlichen glückwunsch der werdenen mutter und oma

.
ansonsten hat blueberry meine gedanken beim lesen deines postes perfekt ausgedrückt. ich ganz persönlich denke, dass deine tochter auch das recht auf eine kuschelzeit mit ihrem kind hat? es ist "nur" ein FÖJ, und dafür soll sie die erste drehung ihres kindes verpassen? das erste lächeln? das erste greifen? das erste aufrichten in den vierfüßler?
klar, das mit dem stillen kriegst DU hin. aber weißt du denn schon, wie es bei deiner tochter mit dem stillen bzw. abpumpen klappt? ich kenne eine erfahrene hebamme und zweifache mutter, die NICHT abpumpen kann. da kommt nüscht. 20ml, wenn sie sich viel mühe gibt. und abpumpen können ist zwingende vorraussetzung für das gelingen eures planes. stillen ist doch sowas schönes, und sowas wertvolles. ich kann mir vorstellen, dass deine tochter es ebenso verdient, in ruhe (wie alle hier?) ein jahr auszusetzen, ihr kind zu stillen, eine feste mutter-kind-bindung aufzubauen (!!!!!!!), und dann wieder voll durchzustarten. und stillen ist sooooo viel kopfsache. ich kenne eine, die auch nur den mutterschutz ausgesetzt hat, und hinterher wieder voll gearbeitet hat. die hatte eine brustentzündung nach der anderen, und hat dann mit 4 wochen abgestillt. stress? kopfsache? wer weiß?
aber ich denke, die größeren probleme bei eurem plan lauern nicht beim stillen, sondern im bereich der persönlichen beziehungen und emotionen. was, wenn ihr kind dann auf einmal lieber bei dir sein will als bei ihr? was, wenn ihr kind dich irgendwann mit "mama" anspricht, aber weint, wenn die eigentliche mutter es auf den arm nehmen will? und: schwanger mit 16 (einen kindsvater muss es ja auch geben), da stecken doch noch ganz andere probleme dahinter. wäre es nicht ratsam, deine tochter hat zeit, sich neu zu sortieren und ihre rolle als mutter gut zu lernen, anstatt sie sofort wieder in die tretmühle des alltags zu schicken, mit einem berg ungelöster fragen und probleme im herzen? ohne eine sichere mutter-kind-bindung? ohne, dass sie zeit gehabt hätte, ihre rolle als mutter gut zu lernen und auszufüllen? ohne, dass sie zeit gehabt hätte, sich neu zu sortieren?
und wenn sie tagsüber voll ihre frau stehen soll, dann wird es für sie wohl extrem anstrengend, nachts zu stillen. die anstrengendsten nächte sind nun mal die im ersten jahr. wenn nichts zwingendes dagegen spricht, dann wäre es vielleicht ratsam, deiner tochter die brutale doppelbelastung von neugeborenem/säugling UND arbeit zu ersparen? und wenn das krümelchen dann ein halbes oder ein jahr bzw. 1,5 jahre bei schuljahresbeginn ist, dann wird sie immer noch (bzw. gerade dann wird sie) jemanden brauchen, der sie bei der kinderbetreuung unterstützt. also, ich persönlich würde mindestens das FÖJ knicken, um das erste halbe jahr bei meinem kind zu sein. wenn du das verpasst, das gibt dir keiner wieder.
und WENN es denn sein muss, dass deine tochter nur den mutterschutz aussetzt, wäre es dann eine option, dass du ihr das kind zum stillen auf arbeit bringst? z.b. alle drei stunden, also 2 mal pro arbeitstag? das wird dann ein stillen mehr oder weniger nach der uhr, was aber bei den von dir beschriebene umständen für die mutter-kind-bindung und die milchproduktion deiner tochter immer noch besser sein kann, als dass deine tochter tatsüber "nur" pumpt.
liebe grüße
Sakura