ende der vollstillzeit - wie seit ihr damit umgegangen

Fragen und Antworten rund um das Thema Stillen

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Roxy89
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ende der vollstillzeit - wie seit ihr damit umgegangen

Beitrag von Roxy89 »

hallo ihr lieben.
mein sohn ist jetzt 5 monate alt u. wenn er seinen 6. lebensmonat voll hat, werden wir mit der beikost starten...ein bisschen freu ich mich ja drauf u. bin auch gespannt...aber die wehmut überwiegt momentan noch ein bisschen. Ich stille wirklich gerne. Es ist schön, bequem u. gesund für mich u. mein Baby u. ich genieße es auch.

Wie ist dass so (bei euch gewesen) wenn die Beikost startet? Ich weiß ja, dass es eh meist langsam geht mit der einführung. Und ich nehme an, dass mein Son bestimmt erst mal beim Einschlaftillen bleibt u. vor allem abends die brust brauch. Aber es kann ja auch sein, dass er sie dann ablehnt, weil er das richtige essen so toll findet?!

wie lange dauert eigentl. etwa der prozess? erst kriegt er ja nur paar löffel mittags, dann wird die komplette mittagsmahlzeit ersetzt u. dadurch bleibt er ja wohl auch länger satt...wobei, er bekommt ja bestimmt auch mehr durst, da kann ich ihn ja dann wieder stillen, oder? aber bisschen tee od. so muss ich ihm dann auch anbieten oder? wie macht ihr das bzw. habt ihr das gemacht? und dann wird ja nach u. nach auch der rest der stillmahlzeiten ersetzt...wisst ihr wie lang etwa der prozess dauert? also ohne einschlafstillen mitgerechnet? das bleibt ja meist noch recht lange erhalten so wie ich das mitbekommen hab.

habt ihr das gut verkraftet, dass die stillzeit dann langsam aber sicher zu ende geht? ich will mein kind nicht zwingen an der brust zu bleiben. ich seh das so: solange er will, darf er gerne, aber wenn nicht, dann muss ich da akzeptieren. ganz klar. er wird ja größer u. das muss ja irgendwann aufhören. aber hab bisschen angst davor.

bin gespannt auf eure erfahrungen.

ganz liebe grüße
sarah u. jan (5 monate) :5:
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WkZaT

Re: ende der vollstillzeit - wie seit ihr damit umgegangen

Beitrag von WkZaT »

huhu,

mach dir keine zu große sorgen...das wird schon :)
das erste lebensjahr hindurch sollen noch keine mahlzeiten ersetzt werden..., nur beigefüttert werden, also zum stillen dazu :)
habe auch keine mahlzeit ersetzt...irgendwie war es bei beiden kindern so, dass sie ihre normalen stillmahlzeiten beibehalten haben, plus das was sie so bei jeder mahlzeit vom tisch mitbekamen.

auf das einschlafstillen musst du bestimmt nicht verzichten, glaube auch nicht dass er auf deine milch verzichtet, wenn er abends ein paar happen essen zu sich nimmt, im ersten lj stillen sich normalerweise keine babys ab..., einfach so von alleine... :)

wie lange der prozess dauert, hm, welchen prozess meinst du? bis das kind eine ganze mahlzeit zu sich nimmt? hier isst die kleine, die jetzt ein jahr wurde, zb morgens eine scheibe brot mit butter und frischkäse oder vegetarischem brotaufstrich, mittags halt mittagessen, abends entweder kleines tellerchen reste vom mittag oder wieder eine scheibe brot mit aufstrich. gerne noch gurke, tomate, obst etc dabei o´der vormittags/ nachmittags. eine stillmahlzeit lässt sie aber trotzdem noch nicht weg :lol: :wink: , die vormittags stillmahlzeit fällt aber zur zeit kürzer aus und auch die am frühen abend...da merke ich eine verschiebung hin zum abendessen...
aber das kann sich schnell wieder ändern, wenn sie arg zahnt, stillt sie mehr, isst weniger, das gleiche bei krankheit...
trinken darfst du natürlich auch anbieten, habe einfach am tisch wasser angeboten zu den mahlzeiten.

stillzeit zu ende..davon sind wir noch weit entfernt... :wink:

hier gibt es aber auch einen tollen thread zur beikosteinführung..., ich glaube er heißt jusls tipps zur beikosteinführung oder so.


lg, caro
WkZaT

Re: ende der vollstillzeit - wie seit ihr damit umgegangen

Beitrag von WkZaT »

http://www.stillen-und-tragen.de/forum/ ... C3%BChrung
gefunden, da stehen ganz ganz viele gute infos zum thema beikosteinführung drinnen!
luna24
ist nicht mehr wegzudenken
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Registriert: 03.02.2010, 22:42

Re: ende der vollstillzeit - wie seit ihr damit umgegangen

Beitrag von luna24 »

Wie mein Sohn in dem Alter war, habe ich mir ähnliche Gedanken gemacht - und dann? Er hat erstmal jegliche Nahrung verweigert und dann auch nur gaaaanz langsam angefangen Minimengen zu essen, was kaum einen Einfluss hatte auf das Stillen. Mit der Zeit hat er zwar angefangen, mehr zu essen, aber wirklich weniger gestillt hat er trotzdem lange Zeit nicht.

Jetzt ist er 25 Monate - und ich würde sagen, so richtig geändert hat sich das erst seit ca. 3-4 Monaten. Und trotzdem stillen wir noch abends zum Einschlafen, in der Früh zum Aufwachen - und wenn ich zu Hause bin, auch zum Mittagsschlaf...

Lass es einfach auf DIch zukommen - und selbst wenn Dein KInd sich sofort auf Brei etc. stürzt, die Stillzeit ist noch lang - und ich habe es im Bekanntenkreis weitaus häufiger erlebt, dass die Mütter irgendwann genervt waren, von zu häufigem Stillen als dass sie bedauert haben, dass Kind nicht mehr oder nur noch so wenig stillt.
EULiS

Re: ende der vollstillzeit - wie seit ihr damit umgegangen

Beitrag von EULiS »

Liebe Sarah,
Ein bisschen hatte ich mir auch mal gedacht, was wird wohl wenn mein Schätzchen das essen kennen lernt, wie findet er dann wohl meine Milch? Und ich hab mich aber trotzdem, genau wie du, gefreut zu sehen wie mein kleiner das essen entdeckt! Das ist ganz was herrliches :) und ich hab ihn dann einfach machen lassen. Ich hab ihm sowohl Brei als auch immer von dem was wir gegessen haben etwas angeboten und er zeigte mir genau von was er wieviel braucht.
Nur das stillen ist dadurch nicht viel seltener geworden. Sicherlich trinkt mein Sohn inzwischen weniger als zu vollstill Zeiten. Aber trotzdem habe ich das Gefühl, dass die Nahrung einfach als Ergänzung dazu kommt. Irgendwann wird es dann so sein dass die mamamilch die Ergänzung ist, nur das merkt man, zumindest ist es bei uns so, überhaupt nicht wann genau sich das wandelt.
Mein Sohn isst recht gern und probiert reichlich aus. Er hat sichtlich Freude am essen und doch liebt er mamamilch über alles. Das ist einfach kein Vergleich. Wir stillen auch über den Tag verteilt recht häufig mal kurz, entweder wenn der kleine zeigt dass er trinken möchte oder wenn ich das Gefühl habe dass es ihm jetzt gut täte. Ich überlege da gar nicht groß, das macht mein Gefühl. Mamamilch ist wichtig und essen ist toll. Ganz genauso kann man es aber auch andersherum sagen.
Deine Milch verliert kein bisschen an Wertigkeit für dein Kind ab dem Tag an dem es mitessen wird.
Eher im Gegenteil: wenn die Kleinen groß werden, wird ihre Welt auch größer und da braucht so ein kleiner Mensch auch immer wieder die Geborgenheit des Stillens. Wenn ein kleiner weltentdecker gerade gefallen ist, geht es ihm doch gleich viel besser wenn er in tröstender Atmosphäre den schlimmen Schreck ein bisschen vergessen kann. Da tut Stillen einfach gut.
Für mich ist das ganz was Schönes und stillen gehört immer noch zum Tages (und natürlich Nacht) programm!
Ich wünsche euch einen ganz spannenden Beikoststart!!!
Lösche Benutzer 7681

Re: ende der vollstillzeit - wie seit ihr damit umgegangen

Beitrag von Lösche Benutzer 7681 »

Clara isst sein ca. 6 Wochen schon richtig ordentlich.
Sie darf alles probieren, was wir auch essen (natürlich vom Gewürz abgelutsch und bissel vorgekaut :D ) und kriegt Gläschen.

Ihr schmeckt eigentlich alles, und sie schaufelt auch richtig rein. Tagsüber stille ich seit ca. 1 Woche deutlich merkbar weniger,
sie macht zB ihr Vormittagsschläfchen und das Mittagsschläfchen jetzt ohne Einschlafstillen, von Papa begleitet.

Allerdings abends und nachts ist keine Veränderung am Stillverhalten spürbar :)
Sibi
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Re: ende der vollstillzeit - wie seit ihr damit umgegangen

Beitrag von Sibi »

Wir bieten seit ca. 6 Wochen Beikost an - anfangs nur in Form von Fingerfood, inzwischen auch mal ein paar Löffelchen.
In erster Linie lutscht und kostet sie - inzwischen schluckt sie auch ganz gern 3-4 Löffelspitzen herunter. An der Stillfrequenz ändert das nichts, ich denke auch nicht an der Menge. Und das erste Jahr werden wir sicher stillen - eher noch länger, wenn Tochter es will.

Das Ersetzen der Mahlzeiten ist eigentlich doch für Flaschenkinder vorgesehen - bzw. für sehr rhytmisierte Kinder. Hier gibt es Milch, wenn es eingefordert wird und Essen, wenn es verlangt wird. Bisher hat das wenig miteinander zu tun - von ersetzen keine Spur.

Und ehrlich gesagt - ich bin froh, nicht mehr allein verantwortlich für das Gedeihen meiner Tochter zu sein. Gerade weil sie keine Flasche und Becher nahm, war das z. T. auch Stress - wenn ich mal wirklich darüber nachgedacht habe, was passiert, wenn ich kurzfristig verunfalle, krank werde oder aus sonstigen Gründen nicht mehr stillen kann. De facto bin ich momentan auch immer noch allein verantwortlich, aber ich sehe Licht am Ende des Tunnels.
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Karinke
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Re: ende der vollstillzeit - wie seit ihr damit umgegangen

Beitrag von Karinke »

Ich bin schon etwas erschrocken als ich merkte, dass es der Anfang des Ende wurde. Meine Bohne ist bald 9 Monate alt und ich würde sagen, dass es noch ca. 80-90% sind, die wir stillen. Auf grund meiner Eigenen Magen-Darm-Probleme ist es mir sehr wichtig, dass sie das Tempo bestimmt. Ich gebe ihr dann lieber auch mal etwas zu wenig als zu viel, dass ihr darm ausreichend Zeit hat zu reifen.
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Re: ende der vollstillzeit - wie seit ihr damit umgegangen

Beitrag von kruemelmonster »

Bei uns steht der Beikoststart auch an. Ich sehe das auch mit gemischten Gefühlen.
Habe in letzter Zeit viel dazu gelesen und es wird wohl geraten, dass das ideale Zeitfenster von der 17. - 24. Woche ist. Später soll man wohl nicht starten. Wollte eigentlich auch 6 Monate voll stillen und bin jetzt wieder unschlüssig, ob ich nicht doch schon vorher was anbiete.
Junior ist jetzt 5 Monate und zeigt reges Interesse daran, wenn wir essen. Wäre eigentlich schade, wenn ich diese Phase ungenutzt verstreichen lasse. Denke ich werde dann wohl doch schon bei 23+X ihm mal das erste Löffelchen anbieten. Ich will nur 1x pro Woche was Neues anbieten (Allergierisiko) und die neusten Untersuchungen sagen, dass man gerade bei allergiegefährdeten Kindern möglichst viel Lebensmittel parallel zur Muttermilch einführen soll. Der Körper soll auch im ersten Jahr mit kleinen Dosen in Kontakt kommen. Also ist länger als 6 Moante vollstillen für mich *leider* momentan keine Option.
Ist ja nur eine BEIkost, also wird weiterhin gestillt werden und das Tempo gibt sowieso er vor. Aber mit einem guten Jahr, sollte er schon so weit sein, dass er dann auch auswärts essen kann --- denn dann gehe ich wieder arbeiten und stillen wird somit nur noch früh morgens oder abends/nachts möglich sein.

Meine Hebamme (die absolut fürs Stillen ist) meinte, dass ich ab Beikoststart auf jeden Fall Wasser zusätzlich anbieten muss zur Mahlzeit. Tee und Saft rät sie von ab.
jusl
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Re: ende der vollstillzeit - wie seit ihr damit umgegangen

Beitrag von jusl »

Meine Hebamme (die absolut fürs Stillen ist) meinte, dass ich ab Beikoststart auf jeden Fall Wasser zusätzlich anbieten muss zur Mahlzeit.
Sonst was? ...explodiert's Kind? :lol:
Nee, im Ernst: gängige Erst-Beikost (also Obst, Gemüse, Babybrei) besteht ja fast nur aus Wasser. Viele Babys haben da noch gar keinen zusätzlichen Durst, und manche mögen nur bei Durst was trinken. Ab Beikoststart fröhlich Wasser ANBIETEN ist völlig OK, aber von "auf jeden Fall MUSS" kann keine Rede sein. ;-)

LG
Julia
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