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Wann entspann ich denn endlich mal..

Verfasst: 22.08.2011, 12:17
von Waschbaer78
Das 1.LJ von rafael war schalfenstechnisch die Hölle...nur im TT,mit schnellem Laufschritt getragen,alle 1-1,5 h wach,dauerstillen,grundloses schreien..alles dabei..
Mittagsschlaf in dem Sinne gab es nie bei uns,höchstens wenn ich dabei lag,bewegungslos-aber auch dann nur mit viiiiel geduld und Spucke-den gibts es jetzt auch gar nicht mehr,auch nicht am WE..also ich könnte ihn brauchen ehrlich gesagt

von 14-18Monate wurde es stetig besser..Seit er 18Monate ist schläft er durch.(kein Schlafprogramm)Nach dem eischlafen rollt er sich höchstens manchmal noch oder verliert den Schnulli,den ich dann schnell nachreiche.
Nun ist er 2,5..also es läuft schon länger gut..Von der Krippe unter der Woche ist er so müde,dass er abends extrem schnell einschläft(einschalfbegleitet im FB)..d.h. ich kann ohne probleme aufsteehn und noch zeit für mich haben,wenn ich dannins Bett komme rücke ich ihn mir zurecht :-D und wir schlummern selig durch.
Also das ist die regel-mit Ausnahmen wie krank sein oder so..
Mir fällt auf,dass ich mich aber immer noch nicht entspannen kann..ich hypnotisiere das Babyphone,analysiere jeden Schnaufer..und kann mich kaum auf längere Dinge einlassen,da ich denke ich muss bestimmt bald wieder rein.
Wieso kann ich mich nicht 100%freuen,dass er so gut schläft und höre quasi die Flöher husten?
dazu muss ich sagen,dass das erste LJ die Hölle für mich war,ich vollkommen am Limit gelaufen bin und fix und fertig war und ich auch deswegen kein 2.Kind möchte,ausser ich bekomme die garantie dass es von anfang an komplett durchschläft(scherz!!)

Re: Wann entspann ich denn endlich mal..

Verfasst: 22.08.2011, 14:49
von Piet
Hallo Waschbär,

ich glaube, sowas braucht auf der einen Seite einfach Zeit. Wenn der Körper so lange in einer Ausnahmesituation war, renkt sich das halt nicht mal eben wieder ein. Die Muster, die sich in so einer Zeit im Kopf bilden, lassen sich nicht so leicht durchbrechen. Ich kann da auch ein Lied von singen und verstehe dich total gut. Bist du denn grundsätzlich jemand, der nur schwer abschalten kann? Bei mir ist das so (leider scheint meine Tochter das geerbt zu haben *seufz* ... unsere Schlafsituation ist nicht ganz so schlimm wie du es beschreibst, aber auch alles andere als witzig ...) und das Abschalten funktioniert umso schlechter, je mehr ich es bewusst versuche. Deswegen sind für mich persönlich z.B. Yoga oder Autogenes Training nicht geeignet - da werd ich noch nervöser (ist aber natürlich einen Versuch Wert, falls du es noch nicht ausprobiert hast, für manche ist es genau das Richtige). Mir hilft erstmal nur Ablenkung, Sport oder ein kreatives Hobby z.B., aber wenn ich dann mal wieder zur Ruhe gekommen bin, überträgt sich das auch auf andere Situationen. Vielleicht kannst du dir ja irgendetwas suchen, was Spaß macht, dich ablenkt und woraus du Kraft schöpfen kannst?

Re: Wann entspann ich denn endlich mal..

Verfasst: 22.08.2011, 23:33
von Lisandra
Hm, als erstes würde ich das Babyphone abschaffen. Das brauchst du ja nun nicht mehr. Selbst wenn er aufwachen sollte, wirst du es ja bestimmt mitkriegen. Oder er kommt einfach raus so in paar Monaten. Dann denke ich auch, dass du Zeit brauchst, weil du dich auch körperlich umstellen musst. Durch den Schlafmangel hast du dir vermutlich Schlafstörungen eingehandelt

Re: Wann entspann ich denn endlich mal..

Verfasst: 24.08.2011, 21:06
von waldkauz82
Irgendwie kommt mir das total bekannt vor, obwohl ich ein völlig entspanntes Kerlchen hier habe. Er hat bis vor 2 Monaten aber immer erst um 11 geschlafen (nachts stillen hat mich nicht weiter gestört), und das war meinem Mann nicht so recht, und es war schon anstrengend, nicht ein bißchen Zeit für mich zu haben abends. Aber nicht schlimm wie bei Dir. Jetzt schläft er gegen 8, und ich muß regelmäßig (gerade in diesem Moment) rüber, ein bißchen auf den Arm nehmen (Bäuerchen) und schuckeln, dann kann ich ihn wieder hinlegen.

ich sitze hier also, das Babyphon neben mir, und könnte mich gut entspannen, denn grundsätzlich schläft er ja, und falls ich doch nicht fix genug wäre und er wacher würde, na und?
Stattdessen warte ich eigentlich nur auf das nächste "äh, äh, äh" des Babyphons und bin schon echt stolz, wenn ich hier ein bisl lese. Haushalt oder gar arbeiten (aber auch richtig entspannen z. B. lesen) krieg ich nicht gebacken in der Zeit. Das geht echt besser, wenn ich ihn auf dem Rücken hab, auch wenn´s anstrengend ist.

Ich fürchte, unsere Gehirne sind schon so auf Kind gepolt, daß wir alleine weder entspannen noch etwas sinnvolles erledigen können. Ist ja auch irgendwie natürlich, eigentlich sollten unsere Kinder immer bei uns sein, nicht wahr?...