Da Mäuschen gerade eingeschlafen ist, ist das jetzt mein erster Beitrag hier:
Ich erzähl einfach mal über die letzten 8 Wochen und vielleicht habt ihr ja ein paar gute Tipps für mich was ich ändern kann oder an was ich noch nicht gedacht habe. Schonmal vielen Dank fürs Lesen und Gedanken machen, freue mich über jede Antwort ggf. Kritik ist auch ok.
So nun zu uns: Meine (naja Unsere
Mein Freund hat sich die ganze Zeit liebevoll um uns gekümmert und teilweise nächtelang gelesen und nach Infos zum Stillen geforscht und mir mitgeteilt. Unter anderem eine genaue Anleitung fürs Anlegen inkl. Stuhl, Stillkissen und Fussballhaltung und wie das Kind die BW greifen muss. Haben wir dann die halbe Nacht geübt und ich war froh, dass es sich zumindest ein klein wenig besser anfühlte. Perfekt war es aber immer noch nicht. Am nächsten Abend war ich dann soweit und hab rumtelefoniert und mich bei einer Stillberaterin ausgeheult (wusste zu dem Zeitpunkt nicht das es sowas gibt, hab nur panisch nach einer Lösung und Hilfe gesucht), die hat mir dann eine gute Hebamme empfohlen, die mir dann gleich am nächsten Mittag geholfen hat, sich Brustwarzen angeschaut hat, außerdem einfühlsam mich überredet hat meine Kleine anzulegen. Abends haben wir dann Fertignahrung gegeben und am nächsten Morgen hab ich aus Verzweiflung mit der Hand ausgestrichen nach ner Internetanleitung. Hat zum Glück recht gut funktioniert und die Brust hat sich endlich wieder besser angefühlt. Die Tage vorher hab ich sämtliche Apotheken belästigt mich über Pumpen informiert (mit der Handpumpe kam ich nicht zurecht bzw. ist mir zu anstrengend da unhandlich) und sämtliche Hilfsmittel ausprobiert. Von Heilwolle über Lanolin und Multi-Mam Kompressen sowie ne Olivenöl-Kakaobutter-Creme von der 1. Hebamme und Quarkwickel, Kühlpads und Wärme hab ich alles ausprobiert. Hatte auch Brusthütchen, aber die falsche Größe von der Apotheke. Die Hebamme hatte mir dann nach einiger Zeit um mir entspannen zu helfen auch welche mitgebracht und damit bin ich dann gut klar gekommen.
Einen richtig schönen Milchstau inkl. Kopfschmerzen und co. sowie etwas Fieber habe ich nämlich kurz zuvor gehabt. Dank Hebamme ging der aber nach 2 Tagen wieder weg. Ich denke die Ursache ist einfach, dass ich durch die ständigen Misserfolge weil es ja eh weh tut und ich das Stillen so extrem wichtig finde, dadurch natürlich noch mehr Druck aufbaue (muss ja unbedingt klappen) und mich dann selbst blockiere. Außerdem lerne ich erst jetzt langsam auch mal in der Öffentlichkeit zu stillen, war natürlich auch nicht einfach und ich hab bisher meist auf Fläschchen zurückgegriffen um das abzufedern oder bin mit der Kleinen auf ne Toilette und hab sie dort angelegt. Was echt nicht schön ist, sich auf ner nicht so schönen Toilette verstecken zu müssen. Viele sind ja nicht gerade schön und sauber.
Mittlerweile hat es ganz gut geklappt mit dem Stillen, aber so richtig schön und schmerzfrei war es bis heute selten bis gar nicht. Ich bin froh, wenn nach kurzer Zeit, wenn sie trinkt das Gefühl von Schmerz weggeht, auch wenn es nicht wirklich sehr weh tut ist es doch nicht gerade angenehm und das find ich so schade. Wenn ich dann hier die Berichte lese, werde ich ziemlich traurig, weil ich das Gefühl habe, sowas nie erleben zu werden. Ich werde definitiv nicht aufhören zu stillen, aber ich habe Angst, dass ich so viel zu früh damit aufhören werde. Eigentlich würde ich das nämlich gern meine Kleine entscheiden lassen, also von mir aus auch erst mit 2, 3 oder 4 Jahren, wenn das bei uns möglich ist und sie möchte.
Ich habe dann immer wieder versucht ohne Hütchen zu stillen, was auch meist gut geklappt hat. Je nach Tagesfassung von mir oder wie zappelig sie war, hab ich mal öfter mal gar nicht ohne Brusthütchen gestillt. Leider bin ich noch nicht so gut in der Technik, dass es immer gut klappt und so habe ich schnell wieder wunde Brustwarzen gehabt. Gerade mit Hütchen muss ich auch aufpassen lernen, da sie das teilweise richtig rein und rausschiebt, was natürlich auch wieder reibt. Nachts kommen wir damit aber besser klar. Ich leg sie seitlich mit meiner Bettdecke gestützt ganz eng an mich und drück meine Brust dagegen, damit sie nicht rausschieben kann. Klappt meist recht gut auch wenn ich schnell wieder einschlafe. Die letzen 2 Tage war es aber wieder so schlimm, dass ich links komplett abgepumpt habe und sie erstmal nur rechts trinken hab lassen. Dachte ich kann vielleicht so nen guten Vorrat anlegen, damit der Papa sich auch mal kümmern kann (macht er nämlich gern und fühlt sich dadurch nicht so hilflos) und wir können die böse Flaschennahrung, grad in den Abendstunden wo sie immer Hunger hat (teilweise geht das von 18-2 Uhr morgens) was für meine Brustwarzen nicht gerade förderlich ist, verbannen. Da ich gestern Geburtstag hatte und wir einen schönen langen Ausflug gemacht haben, hab ich meine gute Laune gleich mal genutzt und bin jetzt seit gestern auch unterwegs am Stillen ohne mich zu verstecken. Abends ging es diesmal auch in größeren Abständen (also nicht mehr stündlich und weniger) und nur an der Brust ganz ohne Flasche.
Ich finde das Gefühl schrecklich sich schlecht zu fühlen, nur weil das eigene Kind Hunger hat. Dadurch fühlt man sich dann gleich noch schlechter. Ich hab auch große Angst, dass sie durch die 3 Techniken also stillen mit und ohne Hütchen und dann noch meist 1-2 Mal am Tag ne kleine Flasche (60 - 100 ml) oft abgepumpt sonst Milchpulver dann auch noch Probleme bekommt und irgendwas verweigert davon oder das sie dadurch keine gute Technik beim Stillen lernt und ich dadurch nie ganz ohne Schmerzen stillen kann, denn das wäre so schade und traurig.
Sorry, ist doch etwas lang geworden. Hoffe man kommt beim Lesen überhaupt noch mit.