Aber von vorn: Es fing mit einer kleinen schuppigen Stelle an der rechten Brustwarze an. Diese wurde immer größer und es ging auch auf die linke Seite über. Inzwischenist fast der gesamte Warzenvorhof betroffen, praktisch genau der Bereich, den mein Sohn beim Stillen mit dem Mund abdeckt. Die Haut ist knallrot, glänzend, papierdünn und schuppig. Es haben sich rund um die Brustwarze tiefe Risse gebildet, aus denen auch immer wieder etwas Wundsekret austritt. Natürlich sind die BW sehr empfindlich und besonders längeres Stillen schmerzt auch sehr.
Mein Sohn hat übrigens keine Symptome, im Mund ist nichts zu sehen und am Po auch nicht.
Ich habe nach Beschreibungen, Symptomen und Bildern von Soor gegoogelt und bin eigentlich recht sicher, dass es bei mir einer ist. Als es noch nicht so schlimm war, habe ich es zusammen mit meiner Heilpraktikerin zunächst mit homöopathischer Behandlung versucht, absolut ohne Erfolg. Dann bin ich zu meiner Hausärztin. Sie hat einen Abstrich gemacht, der auch bebrütet wurde, ohne Ergebnis. Von der Klinik her meinte sie aber auch, dass es wohl ein Soor ist. Sie meinte dann, dass ich abstillen müsse, sonst könne man das nicht richtig behandeln...
Nächste Station war meine Frauenärztin. Auch sie meinte sofort: Abstillen! Was ist nur los mit den Ärzten?
Mit viel Zögern und Zaudern hat sie mir schließlich das Fluconazol verschrieben, was ich nach dem empfohlenen Behandlungsschema nun seit 6 Tagen nehme. Es hat ein bisschen was gebracht, die Schmerzen sind um ca. 1/3 reduziert, außerdem sind die Risse weitestgehend verheilt. Leider reißen sie manchmal beim Stillen noch wieder auf und dann bildet sich auch etwas Wundsekret. Der Hautzustand ist ansonsten aber fast unverändert. Ich hatte so sehr auf eine schnelle Besserung gehofft, aber der große Durchbruch ist leider bisher ausgeblieben...
Außerdem creme ich noch auf die Empfehlung meiner FÄ hin 2x am Tag mit Miconazolcreme (nicht das Mundgel) und ab und an mit Desitin. Das finde ich aber nicht so gut, denn es trocknet die Haut doch sehr aus. Probiert habe ich auch noch die Calendula-Heilsalbe von Weleda, da ich das Bedürfnis habe, die Haut irgendwie zu pflegen. Aber vielleicht ist dieses ganze Geschmiere auch einfach nicht gut?
Folgende konkrete Fragen habe ich nun:
- Wann zeigt sich unter der Fluconazol-Behandlung i.d.R. eine deutliche Besserung?
- Ist es zwingend erforderlich, das Kind mitzubehandeln, auch wenn es keine sichtbaren Symptome zeigt? Ich habe 2x versucht, ihm das Mundgel zu geben. Das geht nur unter größtem Zwang und er hat sich dabei fast übergeben. Das kann ich nicht 4x am Tag machen...
- Sollte ich das kinderärztlich evtl. doch nochmal abklären lassen?
- Welche Salbe oder Creme macht Sinn bzw. ist meine oben beschriebene Kombination in Ordung?
- Könnte es doch etwas anderes als ein Soor sein und wenn ja, was käme noch in Frage? (und wo finde ich einen kompetenten und stillfreundlichen Arzt, mit dem ich das alles abklären kann
Ich bin inzwischen wirklich verzweifelt und habe wahnsinnige Angst, vielleicht doch abstillen zu müssen. Dabei möchte ich doch unbedingt weiterstillen!