Ich fühle mit Dir, Maionn!

Wirklich.
Mein Sohn ist 18 Monate alt. Und es ging uns lange so wie Euch. Die Stillabstände nachts verkürzten sich phasenweise immer weiter - so wie bei Mia. Ich war ständig gerädert. Auch das abendliche ständige Nachstillen fand ich nervig. Das war die einzige Zeit für mich oder uns als Paar, und die wurde ständig unterbrochen...

Dazu noch die nervigen Kommentare oder Blicke, wenn mal abends Besuch da war ("Wie, ist der jetzt schon wieder wach?!").

Und ich ging ab März wieder arbeiten.
Kurzum: Wir haben uns für das nächtliche Abstillen entschieden, trotz Bauchgrummeln und schlechtem Gewissen meinerseits. Wirkliche Hoffnungen setzte ich auch nicht hinein, da ich mir nicht vorstellen konnte, dass mein Superschlechtschläfer allein durch Brustentzug plötzlich besser schlafen sollte! Und was geschah? Er tat es! Um Längen! Und das schon in der zweiten, dritten Nacht. Ich konnte es wirklich kaum glauben. Beruhigt hat ihn in der ersten Zeit der Papa. Das funktionierte super, trotz meiner Ängste (er ist eigentlich sehr mama-anhänglich). Ich quartierte mich einfach aus und kam dann erst gegen Morgen wieder dazu, zum ersten Stillen.
Bis ca. vier Uhr laufen unsere Nächte seither super. Er schläft oft durch, manchmal muss ich ihn zwischendurch kurz streicheln (inzwischen schlafe ich wieder bei ihm). Gegen Morgen (nach dem ersten Stillen) wird er dann unruhiger, aber das ist ok so. Nichts im Vergleich zu vorher.
Mir hat gegen meine Zweifel geholfen, mir klarzumachen, dass ich ihm durchaus bereits etwas zutrauen kann. Nur weil er nachts eine Weile nicht nuckeln darf, wird er nicht traumatisiert. Er bekommt ja trotzdem alle Nähe und Wärme, die er braucht. Ich kann Dir die Seite Rund ums Baby, speziell das Expertenforum von Dr. Posth dort empfehlen. Er ist ein sehr kompetenter Tiefenpsychologe - und auch er propagiert das nächtliche Abstillen nach ca. einem Jahr.

Der Stoffwechsel stellt sich innerhalb weniger Tage um. In der ersten Nacht hat Mia bestimmt noch Hunger. Da hilft ganz viel Liebe und Wasser anbieten (was sie sicher ablehnen wird

). Dann wird sie unweigerlich tagsüber mehr zu sich nehmen. Vertrau ihr.
Nimm Deinen Leidensdruck als Kriterium. Ich habe das nächtliche Abstillen immer vor mir hergeschoben. Das hätte gar nicht sein müssen. Wenn Du etwas ändern möchtest, dann tu es jetzt. Morgen gleich. Mia ist kompetent genug, um das mit Deiner/Eurer Hilfe gut durchzustehen. Wut und Frust werden da sein, aber das ist nichts Schlimmes. Das haltet ihr aus.
Ha, das war jetzt ein Motivationsschreiben.
Liebe Grüße
von Mascha.