Ich möchte mich gerne näher mit dem Thema Resilienz befassen. Für mich selbst, aber auch im Hinblick darauf, diese Fähigkeit(en) bei meinen Kindern zu stärken.
Über diese Bücher bin ich bei meiner Suche gestolpert:
Das Resilienz-Buch. Wie Eltern ihre Kinder fürs Leben stärken
Die Strategie der Stehauf-Menschen: Krisen meistern mit Resilienz
Taugen die etwas? Oder habt Ihr andere Empfehlungen?
Lieben Dank!
Resilienz - Literaturempfehlungen bitte!
- Christiane
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Resilienz - Literaturempfehlungen bitte!
Liebe Grüße, Christiane
"Be decisive. Right or wrong, make a decision.
The road of life is paved with flat squirrels who couldn´t make a decision." (Unbekannt)
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The road of life is paved with flat squirrels who couldn´t make a decision." (Unbekannt)
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Lila
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Re: Resilienz - Literaturempfehlungen bitte!
Kenne beide Bücher nicht, hatte aber in einer mündlichen Prüfung Resilienz als Teilgebiet und hatte Bücher von Wustmann bzw. Opp bzw. Welter-Enderlin ... aber das ist ein bisschen mehr Fachliteratur bzw. Forschungsergebnisse. Ich denke aber, dass auch in den von dir genannten Büchern einige Forschungsergebnisse genannte werden.
Resilienzfaktoren bzw. Schutzfaktoren sind vielfältig, Resilienz ist zudem nichts was zwangsläufig ein lebenlang anhält, sondern ergibt sich aus dem Zusammenspiel verschiedener Stabilisierungs- bzw. Schutzfaktoren und Risikofaktoren.
Ich weiß nicht wie in den von dir genannten Büchern Resilienz "verkauft" wird ... denn es ist auf jeden Fall mehr als ein starrer Aspekt, z.B. "der Unverwundbarkeit"
LG
Resilienzfaktoren bzw. Schutzfaktoren sind vielfältig, Resilienz ist zudem nichts was zwangsläufig ein lebenlang anhält, sondern ergibt sich aus dem Zusammenspiel verschiedener Stabilisierungs- bzw. Schutzfaktoren und Risikofaktoren.
Ich weiß nicht wie in den von dir genannten Büchern Resilienz "verkauft" wird ... denn es ist auf jeden Fall mehr als ein starrer Aspekt, z.B. "der Unverwundbarkeit"
LG
Lila mit zwei Kindern (*2003 und *2006)
- kaehde
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Re: Resilienz - Literaturempfehlungen bitte!
Nur mal so aus dem Bauch heraus:
Ich beschäftige mich bewußt nicht näher mit dem Thema. Weil das bei mir viel von meinem Bauchgefühl kaputt machen würde. Ich denke so schon genug darüber nach, was ich tue. Ich glaube, dieses Thema ist zu komplex um in der Familie "pädagogisch bearbeitet" zu werden. Ich bin mir ganz sicher, daß das ich meinen Kindern mit einer stabilen Beziehung mit positiv zugewandten interessierten Eltern die viel in die Interaktion gehen, aber die auch ihre eigenen Grenzen kennen und artikulieren eine gute Basis mitgebe um resilient zu werden
Viele Grüße,
Katja
Ich beschäftige mich bewußt nicht näher mit dem Thema. Weil das bei mir viel von meinem Bauchgefühl kaputt machen würde. Ich denke so schon genug darüber nach, was ich tue. Ich glaube, dieses Thema ist zu komplex um in der Familie "pädagogisch bearbeitet" zu werden. Ich bin mir ganz sicher, daß das ich meinen Kindern mit einer stabilen Beziehung mit positiv zugewandten interessierten Eltern die viel in die Interaktion gehen, aber die auch ihre eigenen Grenzen kennen und artikulieren eine gute Basis mitgebe um resilient zu werden
Viele Grüße,
Katja
Katja mit Benjamin (32.0 SSW, 02/05)
und Rebecca (02/08 )
Das Wichtigste im Leben sind ja sowieso die gelebten Beziehungen und die Liebe, die man schenkt und bekommt. (duduja)
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-
Lila
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Re: Resilienz - Literaturempfehlungen bitte!
Kaehde ... ich schließe mich dir an.
Nach der Vorbereitung für das Thema kam mir nicht der Gedanke jetzt dies oder jenes mehr zu machen, ganz im Gegenteil war mir für mein Leben als Mutter vieles so schon klar, auch waren mir die Risikofaktoren bewusst (z.B. AE, geringes Einkommen) und dennoch hat es mich getroffen, diese noch mal so vor Augen zu haben, genauso gibt es protektive Faktoren / Schutzfaktoren / Resilienzfaktoren ... eine gute Eltern-Kind-Bindung, Zugang zu Bildung, etc. sind zum Beispiel solche.
Aber wie gesagt, nur deswegen wird ein Kind nicht "resilient", da nach diesem Forschungsstand, es den Zustand der Resilienz nicht als etwas statisches gibt, sondern als eine Dynamik, aus der heraus, dann das Inidivuum im Falle eines belastenden Ereignisses heraus dieses erfolgreich oder nicht erfolgreich bewältigt.
Für die pädagogische Arbeit ist das Wissen um Resilienz und allem drum und dran natürlich sinnvoll und wichtig. Privat reicht es mir persönlich mein eigenes Päckchen aufzuarbeiten ... wenn das gelingt haben die Kinder schon mal einen riesigen Brocken Risikofaktoren weniger
Eine Psychologin hat mir mal gesagt, dass man sich vorstellen könnte, dass alles was Kinder erleben in zwei Schüsseln fällt, in die eine fallen die belastenden Ereignisse / Erfahrungen / etc. in die andere Schüssel die guten und wärmenden Erfahrungen. Etwas Geschehenes kann man nicht rückgängig machen (man kommt ja an die Schüssel nicht dran), aber man kann alles dafür tun, damit das Kind viele gute, starke, schöne Momente erlebt (die nicht immer darin bestehen, dass dem Kind alles gegeben wird, sondern dass man z.B. auch Konflikte konstrutiv löst). Am Ende entscheidet (unterbewusst) das Kind was es - in einer bestimmten Sitauation oder in seiner Haltung - beeinflusst. Und je nachdem wie das Kind, die Erfahrungen später wertet und integriert wird es glücklich sein oder nicht, altes aufarbeiten müssen oder nicht ... und mit Blick auf die Resilienz ... eine konkrete Herausforderung erfolgreich bewältigen können oder (vorübergehend) daran scheitern.
LG
Nach der Vorbereitung für das Thema kam mir nicht der Gedanke jetzt dies oder jenes mehr zu machen, ganz im Gegenteil war mir für mein Leben als Mutter vieles so schon klar, auch waren mir die Risikofaktoren bewusst (z.B. AE, geringes Einkommen) und dennoch hat es mich getroffen, diese noch mal so vor Augen zu haben, genauso gibt es protektive Faktoren / Schutzfaktoren / Resilienzfaktoren ... eine gute Eltern-Kind-Bindung, Zugang zu Bildung, etc. sind zum Beispiel solche.
Aber wie gesagt, nur deswegen wird ein Kind nicht "resilient", da nach diesem Forschungsstand, es den Zustand der Resilienz nicht als etwas statisches gibt, sondern als eine Dynamik, aus der heraus, dann das Inidivuum im Falle eines belastenden Ereignisses heraus dieses erfolgreich oder nicht erfolgreich bewältigt.
Für die pädagogische Arbeit ist das Wissen um Resilienz und allem drum und dran natürlich sinnvoll und wichtig. Privat reicht es mir persönlich mein eigenes Päckchen aufzuarbeiten ... wenn das gelingt haben die Kinder schon mal einen riesigen Brocken Risikofaktoren weniger
Eine Psychologin hat mir mal gesagt, dass man sich vorstellen könnte, dass alles was Kinder erleben in zwei Schüsseln fällt, in die eine fallen die belastenden Ereignisse / Erfahrungen / etc. in die andere Schüssel die guten und wärmenden Erfahrungen. Etwas Geschehenes kann man nicht rückgängig machen (man kommt ja an die Schüssel nicht dran), aber man kann alles dafür tun, damit das Kind viele gute, starke, schöne Momente erlebt (die nicht immer darin bestehen, dass dem Kind alles gegeben wird, sondern dass man z.B. auch Konflikte konstrutiv löst). Am Ende entscheidet (unterbewusst) das Kind was es - in einer bestimmten Sitauation oder in seiner Haltung - beeinflusst. Und je nachdem wie das Kind, die Erfahrungen später wertet und integriert wird es glücklich sein oder nicht, altes aufarbeiten müssen oder nicht ... und mit Blick auf die Resilienz ... eine konkrete Herausforderung erfolgreich bewältigen können oder (vorübergehend) daran scheitern.
LG
Lila mit zwei Kindern (*2003 und *2006)
- Christiane
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Re: Resilienz - Literaturempfehlungen bitte!
Danke für Deine Antwort!
Im zweitgenannten Buch wird Resilienz als Prozess beschrieben und als Summe verschiedener Haltungen, Eigenschaften und Strategien.
Nach den von Dir genannten Autoren werde ich mal suchen.
Im zweitgenannten Buch wird Resilienz als Prozess beschrieben und als Summe verschiedener Haltungen, Eigenschaften und Strategien.
Nach den von Dir genannten Autoren werde ich mal suchen.
Liebe Grüße, Christiane
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Re: Resilienz - Literaturempfehlungen bitte!
Katja, Danke auch Dir! Deine Überlegungen zum Thema klingen für mich sehr stimmig, vorausgesetzt, die persönliche Basis stimmt. 
Lila, nochmal Danke für die zweite Antwort. Sie hat mir geholfen, das Thema etwas klarer zu sehen und zu sehen, was mir in diesem Zusammenhang für die Kinder wichtig ist: die Risikominimierung.
Vorrangig geht es mir schon um eigene Päckchen.
Lila, nochmal Danke für die zweite Antwort. Sie hat mir geholfen, das Thema etwas klarer zu sehen und zu sehen, was mir in diesem Zusammenhang für die Kinder wichtig ist: die Risikominimierung.
Vorrangig geht es mir schon um eigene Päckchen.
Liebe Grüße, Christiane
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