ich habe ein kleines Problem. Bin in der 31. Woche schwanger und beim Stillen wird mein Bauch inzwischen so hart, dass es fast weh tut. Daher breche ich abends spätestens bei der 2. Trainingswehe das Stillen meiner großen Tochter (20 Monate) ab. Das kann mal nach fünf Minuten sein, mal nach 10 Minuten. Bisher ist sie immer an der Brust eingeschlafen. Den Abbruch des Stillens nimmt sie jetzt zum Anlass, noch ca. 90 Minuten im Bett rumzuhüpfen, Wasser zu verlangen, ihren Teddy zu küssen, ihr Schlaflied 10mal zu fordern... Und mich nervt das. Ich bin abends fast immer alleine mit ihr, da mein Mann viel Spätdienste hat und dann erst gegen 22 Uhr zuhause ist. So lange will ich sie nicht auflassen, zumal sie immer spätestens um 19 Uhr ziemlich müde ist. Ich habe noch kein anderes Ritual gefunden, mit dem ich sie zuverlässig zum Einschlafen bringen kann.
Jetzt bin ich in der Versuchung es so zu gestalten: Stillen, solange es der Babybauch zulässt, ihr Schlaflied singen und sie dann zum Einschlafen ins Babybett (in unserem Schlafzimmer) zu legen und sie zu uns ins Familienbett zu holen, wenn sie nachts das erste Mal wach wird. Hintergrund meiner Idee: Seitdem sie 16 Monate alt ist, ist sie für 4 Stunden pro Tag bei einer Tagesmutter. Dort hat sie am Anfang auch nicht geschlafen, dann ist sie aber innerhalb von drei Tagen alleine im Zimmer in einem kleinen Bettchen eingeschlafen (ohne Schlaftraining etc.), sie hat mal kurz geweint, aber das war nach diesen drei Tagen vorbei.
Ich weiß allerdings, dass das bei meinen Versuchen in der Anfangszeit mit Geschrei verbunden sein wird (und wenn sie was will, aber nicht bekommt, kann das sehr ausdauernd sein) und ich habe auch irgendwie ein schlechtes Gewissen und habe den Eindruck, ich würde sie "weglegen".
Wir haben mit dem Gordon-Training mittlerweile nachts erfolgreich abgestillt, so dass sie höchstens ein oder zweimal kurz wach wird und dann mit Ankuscheln wieder einschläft. Sobald sie wach wäre, käme sie sofort wieder ins Familienbett, es geht mir nur um die Einschlafsituation. Ich weiß ja von der Tagesmutter, dass sie innerhalb von fünf Minuten einschlafen kann, aber bei mir funktioniert das nicht.
Ich will meine Tochter auch nicht aus dem Familienbett verbannen, aber andererseits will ich auch nicht erst mit einer neuen Situation anfangen, wenn das Baby da ist, damit sie es dann nicht mit dem Kleinen in Verbindung bringen kann. Ich hätte das gerne schon vorher gelöst.
Wie seht ihr das?
Viele Grüße,
Rosinchen
