Okay, da bin ich wieder:
Ich hab jetzt in der BOB nachgeschaut, das ist eine Zusammenfassung von etlichen Studien in Sachen "
Benefits
of
Breastfeeding".
Also: Es stimmt wohl tatsächlich, dass eine frühe Schwangerschaft und damit eine frühe erste Laktation in Studien einen erhöhten Schutz vor Brustkrebs ergeben. Sprich: Je früher die Schwangerschaft, desto höher der Schutz. Auch die kumulative Stilldauer macht was aus. Wer also mehr als 24 Monate stillt hat ein kleineres Risiko für Brustkrebs als jemand, der vielleicht nur 4 Monate gestillt hat. Dabei gilt das kumulativ, also wurscht, ob die 24 Monate bei 4 Kindern waren oder bei einem.
Ich hab in keiner der aufgeführten Studien was über ein erhöhtes Risiko gefunden ab 35. Eher ist es so, dass sich das eher angleicht zu "gar nicht gestillt". Also je älter bei der ersten Sws, desto kleiner der Benefit. Allerdings auch hier wieder: Je höher die kumulative Stilldauer, desto höher dein Benefit. (Also doch kein Grund zum Verzweifeln.)
Es gibt auch Studien, die finden keinen Benefit durch's Stillen.
Und außerdem scheinen etliche Studien auch daran zu kranken, dass z.B. nicht festgelegt wurde, ob man das Brustkrebsrisiko vor oder nach der Menopause meint. Einige Studien sprechen dafür, dass Stillen nur das Risiko VOR der Menopause senkt. Allerdings gibt es auch da wieder Studien, die sagen: Stillen = spätere Menopause = geringeres Risiko wg. der späten Menopause.
Ist das verständlich? Wenn nicht, frag nach.
Und wenn mich jemand korrigieren will, gerne. Ich hab jetzt eben nur die Zusammenfassung der Studien aus der BOB angeschaut, die ist von 2002, da mag es mittlerweile aktuellere Studien geben.
Schönen Abend noch!