Ich werde gebissen, sehr oft. Meist mehrmals täglich. Manchmal wieder einige Tage lang nicht und dann aber doch wieder.
Ich gebe meiner Tochter (11+ Monate) auf jeden Fall zu verstehen, dass es mir weh tut und dass ich das nicht will. Ich stille sie dann nicht weiter, was ihr manchmal egal/ganz recht ist - in welchem Falle das Beißen ein Zeichen für "jetzt will ich nicht mehr" ist, sie mich dies aber vor dem Beißen in keinster Weise erkennen lässt - und manchmal fast panisches wieder-stillen-wollen Handzeichen auslöst. Wenn ich in diesem Falle nachgebe, dann ist sie entweder glücklich und beruhigt und stillt genüsslich oder aber die beißt mich wieder! Wenn ich nicht nachgebe, fängt sie sehr schnell an zu schreien und ist durch nichts anderes als irgendwann wieder anlegen zu beruhigen - und ich rede hier nicht nur von wenigen Minuten!
Es ist eine wirklich schlimme Situation, für mich UND für sie. Für mich, weil ich wirklich nur noch mit Angst stille und natürlich wegen den Schmerzen. Und für sie, weil ich ihr so oft entziehen muss, was sie wirklich zu brauchen scheint. Und weil sie bestimmt spürt, wie angespannt ich beim Stillen jetzt bin.
Immer wieder höre ich von Müttern, bei denen sich das Beißen nach wenigen Malen erledigt hat, weil sie eben ihren Schmerz gezeigt haben und das Kind verstanden hat, dass es so nicht geht. Aber warum "funktioniert" das bei uns nicht?
Ich fange beim blosen Gedanken ans Abstillen zu heulen an - niemals, niemals niemals wollte ich das so früh und unter solchen Umständen! Aber ich bin mit meinen Kräften am Ende und mittlerweile fast der Meinung, auch meiner Tochter damit einen Gefallen zu tun.
Oder gibt es doch nch einen anderen Weg?
Ach ja: auch das mit dem an die Brust drücken, damit sie keine Luft bekommt habe ich mitlerweile versucht (habe mich lange davor gescheut), aber ich bin wohl zu flach - das kriege ich einfach nicht hin

