Kennt sich hier jemand aus mit der Endokrinologie beim Stillen?
Ich wollte eigentlich meine Tochter so richtig schön lange stillen, aber die Stillerei war für mich eine Katastrophe. Ich hatte so starke Schmerzen, daß es für mich unerträglich war, meine Tochter an der Brust zu haben. Monatelang habe ich es immer wieder probiert und erst, als das Kind schon vier Monate alt war, ging es auf einmal. Aber dann hatte das Kind, das vorher immer gut an die Brust ging,, w keine Lust mehr und brüllte die Brust zornig an. Das zweite Riesenproblem war die viel zu geringe Milchmenge, selbst bei 7 mal Abpumpen am Tag hatte ich maximal 180 ml. Ich war sogar in einer auf Stillen spezialisierten babyfreundlichen Klinik, wo auf alles Mögliche behandelt wurde. Aber die Schmerzen wurden nicht erträglich und die Milchmenge nicht mehr. So habe ich schließlich 5 Monate lang Milch abgepumpt, bis schließlich nichts mehr da war.
Ich habe sehr darunter gelitten, daß ich meine Tochter nicht stillen konnte, es ist ein richtiger Schock für mich. Auch konnte mir niemand sagen, warum es nicht ging. Jetzt habe ich durch googeln herausgefunden, daß es möglicherweise an einer Medikamenteneinnahme zu Schwangerschaftsbeginn gelegen haben könnte. Ich habe eine SD-Unterfunktion ( was erst im Lauf der Kiwubehandlung festgestellt wurde) und wohl daraus resultierend immer zu hohe Prolaktinwerte. Daher mußte ich monatelang und auch noch während der Frühscwhangeschaftr Bromocriptin schlucken. Jetzt habe ich herausgefunden, daß bereits zu Schwangerschaftsbeginn, irgendwie Prolaktinrezeptoren gebildet oder aktiviert oder so ähnlich werden. Daher frage ich mich, ob dadurch die MIlchbildung quasi kaputtgemacht wurde.
Im Nachhinein würde ich es wieder genauso machen, denn ohne diese Behandlungen hätte ich nicht meine Maus im Arm. Aber zu wissen, warum es nicht klappte, könnte mir helfen, meinen Frieden damit finden zu können.
Weiß jemand genaueres? Sämtliche Ärzte, die ich gefragt habe, wissen jedenfalls nix...
Danke
maus111
Stillprobleme-Prolaktinrezeptoren zu wenig?
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maus111
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jusl
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Re: Stillprobleme-Prolaktinrezeptoren zu wenig?
Hallo maus111,
sowohl Schilddrüsenunterfunktion selbst als auch die Einnahme von Prolaktinhemmern können die Milchbildungsfähigkeit so sehr beeinträchtigen, dass volles Stillen nicht möglich ist, zumindest nicht ohne geeignete Behandlung.
Anhaltende Schmerzen nach der Geburt, ob von Geburtsverletzungen, an den Brüsten oder sonstwo, können ebenfalls die Stillhormonausschüttungen (v.a. Prolaktin und Oxytocin) beeinträchtigen, so dass die Milchbildung verringert ist. Deshalb ist bei Bedarf eine gute Schmerztherapie in der Tat wichtig für den Stillerfolg.
Deine ergoogelten Erkenntnisse sind jedenfalls schlüssig.
LG und alles Gute für Dich und Deine Familie!
Julia
sowohl Schilddrüsenunterfunktion selbst als auch die Einnahme von Prolaktinhemmern können die Milchbildungsfähigkeit so sehr beeinträchtigen, dass volles Stillen nicht möglich ist, zumindest nicht ohne geeignete Behandlung.
Anhaltende Schmerzen nach der Geburt, ob von Geburtsverletzungen, an den Brüsten oder sonstwo, können ebenfalls die Stillhormonausschüttungen (v.a. Prolaktin und Oxytocin) beeinträchtigen, so dass die Milchbildung verringert ist. Deshalb ist bei Bedarf eine gute Schmerztherapie in der Tat wichtig für den Stillerfolg.
Deine ergoogelten Erkenntnisse sind jedenfalls schlüssig.
LG und alles Gute für Dich und Deine Familie!
Julia