B(r)eikosteinführung

Was kommt nach dem Vollstillen?

Moderatoren: klecksauge, Mondenkind

Antworten
Benutzeravatar
klimaforscherin
Prof. Dr. SuT
Beiträge: 7128
Registriert: 06.05.2010, 19:22
Wohnort: bei der Pyramide

B(r)eikosteinführung

Beitrag von klimaforscherin »

So, am Dienstag war Beikostberatung in der Praxis meiner Hebamme (Kollegin) und ich versuche nun, meine Gedanken ein wenig zu sortieren.
Leider hatte ich nicht 100% alles mitbekommen, da die letzten 2 Nächte mein persönliches Sandmännchen Urlaub gemacht hatte und außerdem mein Sohn gerade da hungrig und abgelenkt war und ich bei diversen Stillversuchen im Nachbarraum nur einen Teil mitbekommen habe. Aber trotzdem gut, dass der Papa nicht dabei war, er würde es GENAUSO machen wie es gesagt wurde, so kann ich ihn noch positiv beeinflussen.

Vieles fand ich sehr sinnvoll, anderes glaube ich einfach nicht, deswegen nehme ich mal auseinander.
Ohne Zwang einführen, beenden, sobald das Kind das Interesse verliert. (unterschreib ich)
Bei Zungenstreckreflex eine Woche später probieren.
Ansonsten kann man immer wieder einen Schritt zurückgehen.
Es wird Brei gegeben, ab ca. 9.-10.Monat auch zusätzlich feste Kost, sobald sie dazu bereit sind.
Beginnend mit der Mittagsmahlzeit wird nach und nach eine Mahlzeit "ersetzt." Dies bedeutet, dass sie für mind. 2 Stunden vorhält. Ziel sind 5 Mahlzeiten am Tag, immer etwa zur selben Zeit. Bis dahin wird nach Bedarf gestillt.
Mittags gibt es, angefangen mit Gemüse, nach langsamen Wechsel Gemüse, Sättigungsbeilagen (Reis, Kartoffel), Fleisch
Abends Obst-Milch-Getreidebrei, hierzu kann man Mumi oder auch Kuhmilch nehmen. Kuhmilch NUR für Breizubereitung und nicht fürs Trinken
Morgens habe ich es vergessen.
Zwischendurch Obstbrei
Karotte enthält keine Allergene (??)
Getränke: Saftschorlen, Wasser, Tee-Saft-Gemisch in Trinklernflaschen.
Wenn man möchte, kann man Abstillen und Folgemilch nehmen. (Brrrr!)
Um den Eisengehalt der MuMi zu erhöhen, sollte man die eigene Eisenzufuhr erhöhen. (Hab im Stillforum schon anderes gelesen, hatte aber keine Lust, zu widersprechen)
Für den Eisengehalt der Beikost Fleisch oder Mandelmus für Vegetarier.
Für den Kaloriengehalt (ist unbedingt notwendig!) ein nicht-kaltgepresstes Öl mit vielen ungesättigten Fettsäuren. (Ist das nicht ein Widerspruch??)
Keine Erdnüsse wg. Verschluckens
Bei Verschlucken entweder rauspulen oder auf den Rücken klopfen.
Im 1. LJ kein Salz und keinen Quark wg. der Nieren.
Es gibt immer neue Erkenntnisse, Beikost ist kein Gesetz. (das unterschreibe ich)
Mensch, Stillen ist so einfach, man muss nix denken. Und dann muss man sich auf einmal eine Meinung bilden! Aber - ich habe ein Kind, dass wird mir noch 20 Jahre lang so gehen. :roll:
Zu einigem habe ich schon vorher eine feste Meinung gehabt. (Als Getränk wird es ausschließlcih Wasser aus dem Becher geben, Trinklernflaschen, Saft und Tee sind tabu. Hab Kariesangst. Folgemilch kommt mir nicht ins Haus. Hab Übergewichtangst. Daher auch keine Milchfertigbreie.)
Ich finde Breikost und Fingerfood BEIDES sinnvoll. Unsere Vorfahren werden ihren Babys vermutlich das Essen vorgekaut haben. Also mechanisch zerkleinert + Verdauungsenzyme aus dem Speichel der Eltern. Ist also eine Unterstützung der Verdauung.
Bislang kann ich auch schlecht abschätzen, ob mein Kind ein Breikind, ein Fingerfoodkind oder ein Beikostverweigerer sein wird. 8)
Immerhin ist er Heuschnupfen-Allergiegefährdet, Größe 74 und schlank. Bisherige Spielsachen (ich war einfach auf die Reaktion neugierig): Wasser begeistert aus dem Glas trinken (war seine Idee), Apfel lutschen ohne Gesicht verziehen, Kartoffel abbeißen und Gesicht verziehen, Zwiebel aus dem Zwiebelpäckchen ziehen und lutschen ohne Gesicht verziehen (war seine Idee)
Mir kamen die ganzen Regelungen, wann welcher Brei und wie ich Gemüse und Sättigungsbeilagen im Wechsel einführe, recht kompliziert vor. :oops:
Hat es irgendeine Bedeutung zu welcher Mahlzeit was gegessen wird? Getreide-Milchbrei mittags?
Der Teil, WIE man einen Brei kocht, habe ich verpasst. Gemüse kochen? Dämpfen? (Hab keinen Dämpfeinsatz), Mikrowelle? Miniofen?

Ähm, ja was kann man dazu sagen? Helft mir bei meiner Meinungsbildung! Ich bin verwirrt. Und überhaupt. Nach 11 Monaten wollte ich wieder arbeiten gehen (öhm, hatte ich in der Schwangerschaft so geplant, hmpf!)
Grüße
klimaforscherin
mit Wetterfrosch 2010 und Schwälbchen 2012

Bild Bild
GiGi
ist mit Leidenschaft dabei
Beiträge: 917
Registriert: 10.05.2008, 21:42

Re: B(r)eikosteinführung

Beitrag von GiGi »

Ich habe für den Brei einfach Gemüse und Co. in wenig Wasser im Topf gekocht und dann püriert - fertig, supereinfach. Dann noch ein bisschen Butter oder Mandelmus oder Öl dazu. Haben erst mit 7,5 Monaten angefangern, vorher war kein Interesse da. Mit der Regelung wann was zu geben ist, war ich eher großzügig - wenn ich weiss, dass mein Kind Gemüse oder GEtreidebrei verträgt weiss ich nicht, wieso ich das eine nur mittags und das andere bevorzugt abends geben soll. Milchbrei gabs bei uns nicht, der Knirps wurde lange gestillt - kein Grund für zusätzliche Milchgaben.

Meines Wissens ist KArotte durchaus allergieauslösend, viel mehr als man früher dachte. Allerdings wird sie nach wie vor gern verwendet weil billig und verfügbar.

Wegen der Heuschnupfen/ Allergieprävention - es gibt aktuelle Studien, die besagen, dass es durchaus so scheint, als würde ein früherer Beikoststart (vor dem vollendeten 6. Monat) das Allergierisiko nicht erhöhen. Von dahe rsehe ich kein Problem, dein Kind schon mal von fester Nahrung probieren zu lassen. Da wird jetzt sicher wieder das Argument kommen, dass das alles industriegestützte Studien wären... ich glaube das so nicht.

Ansonsten würde ich einfach probieren und du wirst sehen, ob dein Kind eher Fingerfood oder Brei mag.
Antworten

Zurück zu „Beikost und Familientisch“