Kann man zu wenig Milch haben?

Fragen und Antworten rund um das Thema Stillen

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Lösche Benutzer 5935

Kann man zu wenig Milch haben?

Beitrag von Lösche Benutzer 5935 »

Hallo!

Meine Schwester hat am 28. Oktober ihr Kind bekommen, ein kleines, dünnes Mädchen. Als ich gestern mit ihr geskypet habe, meinte sie, sie würde einerseits abpumpen (Grund: blutige BWs), aber auch Prenahrung zufüttern, da sie nicht genug Milch für das hungrige kleine Mädchen hätte.


Ich hab direkt sowas gedacht, wie :"Hä? Hat man nicht so viel Milch, wie halt nachgefragt wird?", hab aber nix gesagt, weil meine Schwester grad zum ersten Mal Mama geworden ist, und ich sie nicht verunsichern will und sie soll machen, wie sie denkt und fühlt.

Aber ist das wirklich so? Kann man zu wenig Milch haben?


Danke und LG!
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joli
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Re: Kann man zu wenig Milch haben?

Beitrag von joli »

Ich bin keine Expertin und andere werden dir sicher noch mehr sagen können... bei mir war es aber so, dass ich mit Abpumpen kaum was rausgebracht habe (habs mal versucht um Vorrat anzulegen), mit Stillen war es jedoch nie ein Problem, ich musste nie zufüttern.
Vielleicht ist das das Problem oder eines der Probleme?
Liebe Grüsse von
Joli mit Schnüffelchen (08/09)
Mamma Ju
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Re: Kann man zu wenig Milch haben?

Beitrag von Mamma Ju »

taschana hat geschrieben:...und sie soll machen, wie sie denkt und fühlt.
Genau hier sehe ich heutzutage das Problem- viele Muttis vertrauen eben nicht ihrer Intuition sondern hören auf das was ihnen von anderen (auch durch Werbung) suggeriert wird.

Ist sie schon in einer Stillberatung? Und damit meine ich keinen Kinderarzt oder Hebamme (Ausnahmen bestätigen die Regel ;) ) Ansonsten rate ihr das doch mal. :)
viele Grüße Judith und der Rest :-)

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mayra
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Re: Kann man zu wenig Milch haben?

Beitrag von mayra »

Ich würd ihr auch dazu raten, sich an eine Stillberaterin zu wenden. Selbst Hebammen verzapfen oft so einen Blödsinn wie "es nuckelt an der Faust, also wirds nicht satt" "wenn es so oft ran will, wird es nicht satt" u.ä.
mayra mit Schlawiner 07/08 und Lockenkopf 07/10
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Lösche Benutzer 5935

Re: Kann man zu wenig Milch haben?

Beitrag von Lösche Benutzer 5935 »

Ich weiß ehrlich gesagt gar nicht, ob sie Stillberatung möchte und für sich braucht. Ich glaub, sie findet das ok so. Sie wohnt ja in Singapur, und Hebammenbetreuung gibt es da ja nicht und eine Doula hat sie auch nicht. Und Ihr Frauenarzt findet das auch so ok.

Mir geht´s auch mehr darum, ob das sein kann, zu wenig Milch, um das Kind zu ernähren... Also, wenn sie regelmäßig abstillt, müsste doch wieder mehr Milch produziert werden, oder?


Sie meinte auch, dass das Abpumpen echt lange dauert, und wenn die Kleine dann Hunger hat und weint, und sie wäre grad am Pumpen, dann müsste das Kleine ja warten. Das wäre zwar nicht so toll, weil sie ja dann weint, aber es ginge ja nicht anders...
Lösche Benutzer 5935

Re: Kann man zu wenig Milch haben?

Beitrag von Lösche Benutzer 5935 »

abPUMPT, nicht abstillt, natürlich :roll:
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mayra
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Re: Kann man zu wenig Milch haben?

Beitrag von mayra »

Also normalerweise ist es schon so, dass die Nachfrage das Angebot regelt, sprich: viel saugen, viel Milch. Aber dazu muss es von Anfang an ausreichend angeregt werden, denn nach der Geburt ist nur eine bestimmte Zeit lang möglich, die Milchbildung anzuregen. Ist das aus irgendwelchen Gründen nicht oder nicht ausreichend geschehen, kann es schon sein, dass sie das Kind nicht voll stillen kann. LIes mal hier, da erklärt jsul das echt gut: http://www.stillen-und-tragen.de/forum/ ... 6#p1675056

Außerdem sind bei 1-3% aller Frauen aus verschiedenen med. Gründen das voll stillen auch nicht möglich. Also rein theoretisch ist das schon möglich, dass sie zwar Milch hat, aber nicht ausreichend. Viel wahrscheinlicher ist aber, dass sie nicht genügend oft abpumpt oder nicht lange genug oder den MSR dabei nicht auslösen kann u.ä.

Im übrigen hatte ich letztens das "Vergnügen", einen interessanten Artikel über die MACHT der Muttermilchersatzprodukthersteller in Indonesien zu lesen, und unter welchen Bedingungen da kämpfen, um stillen zu können. Vielleicht ist es in Singapur einfach ähnlich gelagert und sie kommt dagegen dann auch nicht an?
mayra mit Schlawiner 07/08 und Lockenkopf 07/10
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Sabsi
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Re: Kann man zu wenig Milch haben?

Beitrag von Sabsi »

*grusel* Blöd, dass sie nicht hier lebt. Ich finde, das klingt alles danach, als würde sie die Unterstützung einer Stillberaterin brauchen, wenn es nicht der Anfang vom Ende der Stillbeziehung sein soll :?

Wunde BW kommen in den meisten Fällen von falschem Anlegen. Wenn sie jetzt nur noch pumpt und per Flasche füttert, ist die Wahrscheinlichkeit einer Saugverwirrung gegeben. Wird nur gepumpt, kann die Milchmenge zurückgehen, pumpen ist nie so effektiv wie direktes Stillen, und durch die Pre geht das Nachfrage-Angebots-Gleichgewicht durcheinander. Naja, und weinen lassen um die Pumpzeit einzuhalten, geht ja mal gar nicht, armes kleines Würmchen... Wer, wenn nicht die stillerfahrene Schwester ist denn in der Situation, einen guten Rat geben zu dürfen?

Die Tatsache, zu wenig Milch zu haben, gibt es tatsächlich, aber viel, viel seltener, als landläufig so angenommen. Denn die meisten Frauen mit zu wenig Milch haben sich ihre Probleme hausgemacht, leider sehr sehr oft wegen falscher / fehlender Beratung durch "Fachleute" wie Hebamme, KH-Personal...

Liebe Grüße,
Sabsi
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klimaforscherin
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Re: Kann man zu wenig Milch haben?

Beitrag von klimaforscherin »

Zu wenig Milch KANN es geben (zuwenig Brustdrüsengewebe, Hormonprobleme), ist aber selten.:
KLICK
Hier im Forum gibts ja, soweit ich das weiss, 3 Mütter mit diesem Problem.
Grüße
klimaforscherin
mit Wetterfrosch 2010 und Schwälbchen 2012

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feuerdrache
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Re: Kann man zu wenig Milch haben?

Beitrag von feuerdrache »

Nach 3 Kindern kann ich nur sagen: ich habe definitv zuwenig Milch und vor allem mein Ältester wäre ohne Zufüttern verhungert da er nicht vor Hunger geschrien hat sondern immer matter wurde. Der Mythos Vollstillen, dem ich immer hinterhergelaufen bin ist für mich unerreichbar. Ach ja, Stillberaterinnen hatte ich, werden hier vom Krankenhaus gratis zur Verfügung gestellt. Ich brauchte 6 Wochen um zum erstem Mal einen Milchspendereflex zu haben und dann konnte ich 40g pro Mahlzeit bieten! Bei daueranlegen, pumpen autogenem Training ect. Ich bekomme schon Ausschlag wenn ich nur höre: Das muss doch gehen, du machst da nur was falsch mit dem Anlegen!

Ich glaube aber auch dass Kontakt mit einer Stillberaterin Deiner Schwester helfen könnte. Vielleicht mag ja eine der Stillberaterinnen hier mal mit ihr mailen? Vielleicht hilft es ihr auch hier das Forum zu besuchen.

Ach ja, meine Schwester könnte Amme spielen und hier ist durststrecke... Schreien könnte ich darüber
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