Eine Brust kleiner

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Marigold
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Eine Brust kleiner

Beitrag von Marigold »

Hallo!

Vielleicht habt ihr ein paar Tipps für mich!

Mein Sohn ist jetzt 2Monate...
Er wollte am Anfang mal so gar nicht an die Brust, hat gespuckt, gewürgt, geweint usw. Die Hebamme hat getan und gemacht. Ich habe dann ne Stillberaterin dazu geholt, die irgendwann sagte er muss was dazu bekommen, da er fast 40std nichts getrunken hat und schona nfing zu zittern. Auch bei der Flasche tat er sich schwer...er hat anstatt zu saugen immer versucht die Zunge oben drauf zu packen. Klappte aber irgendwann...und ich pumpte brav alle 2std. ab um die Milchproduktion anzuregen.

Irgendwann kam der Punkt, da hatte ich kein Bock mehr...und sagte mir und ihm, entweder nur noch die Brust oder Pre...und schwupps war er an der Brust...aber nu mit Stillhütchen hat es geklappt. Ich habe das pumpen so gut wie geht eingestellt, außer es war zu viel. Er trank ja nun viel mehr und wollte nicht alle 2std. ran. Das hab ich dann eingefroren für den Notfall.

Mir fiel dabei auf, dass er lieber an die von mir ausgesehende rechte Brust wollte...an der linken weinte er häufig. Ich habe das beobachtet und festgestellt das er nicht so gern nach Rechts schaut. Wir sind dann zu einer Osteophatin und es wurde gut. Nun schaut er auf beiden Seiten glech gut.
Allerdings trinkt er immernoch nicht so gut an der linken Brust...und diese ist mittlerweile auch kleiner und nie so prall wie die andere.
Das Stillhütchen hab ich versucht ihm abzugewöhnen....er trinkt dann gar nicht mehr, weint, quängelt und würgt wenn er die Brustwarze im Mund hat. Und irgendwann ist er so sauer, dass er sich und mich kratzt oder den Kiefer einfach zu drückt, was höllisch weh tut!

Wie kann ich dies beheben und die linke auch wieder dazu bringen dass sie mehr produziert. Kommen tut was, aber eindeutig nicht so viel wie rechts. Hab ihr Tipps für mich?
Blumige Grüße von Marigold mit Kornblume (6/10) und Gänseblümchen (11/12)

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uteschnute77
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Re: Eine Brust kleiner

Beitrag von uteschnute77 »

Hallo!

Du könntest mal versuchen, ihn seitlich anzulegen, ihn also "unter den Arm zu packen". Diese Stillposition ist anfangs etwas ungewohnt und geht evtl nur mit Stillkissen, aber es würde den Milchfluss dieser Brust wieder anregen. Es kann durchaus sein, daß sich die Abneigung gegen diese Brustseite im laufe der Zeit von alleine wieder gibt. Manchmal trinken Babys auch gerne im Liegen von der "ungeliebteren" Brust. Lege dein Kind auch tagsüber UNTER BEOBACHTUNG viel auf den Bauch, damit der Schädel durch die Lieblingslage nicht einseitig flacher wird... Das hatte ich bei meinem 1.Kind und ist schwer wieder zu beheben.

LG und viel Glück! :-)

Ute
Spatz
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Re: Eine Brust kleiner

Beitrag von Spatz »

Hallo,
also meine Tochter hatte auch von Anfang an eine Brust (die rechte) bevorzugt. Diese war auch viel größer. Bin immer entsetzt vom Frauenarzt gefragt worden, ob die immer so groß war. :roll: Nach Monaten war irgendwann im STillcafe eine Studentin, die ihre Diplomarbeit schrieb und sie erstellte eine STatistik, wie viele Milchstrahlen (sie hat es anders genannt) man hat. Die STillberaterin strich bei mir Milch aus und es kam herraus, das ich rechts 4 und links nur 2 Strahlen hatte. Klar also, warum meine Tochter bei mir die rechte Seite bevorzugte.
Mittlerweile (sie ist 12 Monate) ist ihr das egal. Vielleicht liegt es aber auch daran, das sie mittlerweile ganz gut isst und das das saugen überwiegend zur Beruhigung und zum schmusen im Vordergrund steht.

Spatz
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Re: Eine Brust kleiner

Beitrag von juliaundfelix »

Meine rechte Brust ist auch grösser als die linke. Das liegt daran, dass ich im tandem stille und zwar die Grosse meist rechts und den Kleinen meist links. Das hat sich einfach so ergeben. meine grosse Maus sagt auch oft, wenn sie mal an der linken Brust sagt: "Da kommt nichts mehr raus." und wechselt dann schwups auf rechts. Offenbar ist meine rechte Brust die produktivere...

Den grössenunterschied sieht man schon, wenn man genau hinschaut. Das finde ich - gerade jetzt im sommer - nicht so toll. Laut meiner Frauenärztin gibt sich das aber in den ersten drei Jahren nach Abstillen wieder, und wenn nicht könne man ja immer noch operieren, meinte sie. ;-) Naja, ich würde erstmal weder das eine noch das andere in Erwägung ziehen...
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Marigold
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Re: Eine Brust kleiner

Beitrag von Marigold »

Habe jetzt angefangen die linke Brust noch zusätzlich abzupumpen, also zu "stimulieren"? Nächste Woche kommt noch mal meine Hebi, dann werd ich sie noch mal fragen. ich hoffe damit kann ich noch was erreichen. Find das schon doof irgendwie
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tigerlily
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Re: Eine Brust kleiner

Beitrag von tigerlily »

ich würde auch andere stillpositionen ausprobieren.

ob abpumpen zur stimulation wirklich was bringt? ich würde eher konsequent weiter die ungeliebte brust anbieten... vielleicht kannst du es so machen, dass du sie als nachtisch-seite anbietest? oder in dem moment die seite wechselst, wenn der milchspendereflex ausgelöst wird?

meine kinder hatten auch alle eine lieblingsbrust (war auch jeweils immer die linke seite). dort floss die milch schneller und scheinbar kam auch mehr raus. ganz am anfang war es noch relativ ausgeglichen, aber irgendwann war es dann so, dass ich erst die "gute" brust angebotene habe und die andere dann immer als zweite seite. klar war die eine brust dann größer als die andere... aber ich glaub so ungewöhnlich ist das nun auch wieder nicht :-)
lg,
tigerlily
mit 3 Jungs (*2000, *2003, *2006)

Trageberaterin, Trageschule NRW, Grundkurs
Wenn es so ist, dass wir nur einen kleinen Teil von dem leben können, was in uns ist - was geschieht mit dem Rest?
(aus "Nachtzug nach Lissabon" von Pascal Mercier)
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