Milchstau: Arzt und Nacht

Fragen und Antworten rund um das Thema Stillen

Moderatoren: Anjamaria01, klecksauge, SchneFiMa, Mondenkind

Doro31
alter SuT-Hase
Beiträge: 2568
Registriert: 08.02.2010, 12:15

Milchstau: Arzt und Nacht

Beitrag von Doro31 »

So, nach mehr als 5 Monaten hat mich mein erster Milchstau erwischt :( Ich weiss nicht mal genau, warum... Na ja, jetzt hat halt meine rechte Brust eine sehr harte Stelle. Das ist ziemlich flächig an der Oberseite, also nicht nur ein kleines Knubbelchen, und außerdem noch sooo blöd zum Anlegen! Ich hab es heute im Vierfüßlerstand versucht, und das erste Mal war mein Kleiner so von seiner neuen Sicht von mir fasziniert, dass er kaum getrunken hat :?
Wenn es sich morgen noch nicht besser anfühlt, werde ich wohl zum Arzt gehen. Wenn nicht das Wochenende käme, würde ich es noch rausschieben, denn sonst fühle ich mich wohl, aber ich will nicht bei einer Verschlechterung am WE zum Notdienst müssen. Jetzt bin ich nur am Grübeln, zu welchem Arzt ich da eigentlich gehen muss? Frauenarzt oder Allgemeinarzt?
Und noch eine Frage: Was mache ich jetzt in der Nacht? J. schafft es hin und wieder mal, 6 oder 7 Stunden am Stück zu schlafen, soll ich mir da besser zwischendrin den Wecker stellen und abpumpen? (Bitte, bitte, sagt nein - ich will nicht mitten in der Nacht aufstehen.)
Doro mit den drei Blondschöpfen (11/09, 07/12 und 02/15)
Benutzeravatar
Jägerin
Profi-SuTler
Beiträge: 3077
Registriert: 05.01.2007, 08:33

Re: Milchstau: Arzt und Nacht

Beitrag von Jägerin »

Ich sag´ dir, was ich machen würde: Wecker für alle Fälle stellen und Kind im Zweifelsfall wecken und die Stelle leer trinken lassen. Für den Fall, dass das Kind auf gar keinen Fall will, würde ich mir heißes Wasser in einer Thermoskanne neben das Bett stellen damit dann einen Waschlappen befeuchten und ihn mir auf die Stelle legen, danach ausstreichen; pumpen würde ich vermeiden.
Und wenn es ganz schlimm werden würde, dann wäre nicht der Notarzt meine Anlaufstelle, sondern die Klinik, in der ich entbunden habe.

Alles Gute!
LG
Jägerin mit (06), (08) und (2012)
Doro31
alter SuT-Hase
Beiträge: 2568
Registriert: 08.02.2010, 12:15

Re: Milchstau: Arzt und Nacht

Beitrag von Doro31 »

Wecker stellen ist wohl wirklich das Beste *seufz* Ich bin jetzt mal Zweckoptimistin und hoffe einfach mal, dass es morgen schon wieder besser geht...
Doro mit den drei Blondschöpfen (11/09, 07/12 und 02/15)
Benutzeravatar
Mijoco
Dipl.-SuT
Beiträge: 4421
Registriert: 30.04.2007, 07:39
Wohnort: Gerlingen (bei Stuttgart)

Re: Milchstau: Arzt und Nacht

Beitrag von Mijoco »

Doro31 hat geschrieben:Wenn es sich morgen noch nicht besser anfühlt, werde ich wohl zum Arzt gehen. Wenn nicht das Wochenende käme, würde ich es noch rausschieben, denn sonst fühle ich mich wohl, aber ich will nicht bei einer Verschlechterung am WE zum Notdienst müssen. Jetzt bin ich nur am Grübeln, zu welchem Arzt ich da eigentlich gehen muss? Frauenarzt oder Allgemeinarzt?
Ich würde mit einem Milchstau den ich nicht in den Griff bekomme als erstes meine Hebamme anrufen.
Sohn 2004, Tochter 2006, Sohn 2009, Hund 2018
Benutzeravatar
Altraia
Prof. Dr. SuT
Beiträge: 8383
Registriert: 25.01.2006, 12:22
Wohnort: Limburg

Re: Milchstau: Arzt und Nacht

Beitrag von Altraia »

Der Frauenarzt wäre der richtige Ansprechpartner (oder eben die Hebamme).
Liebe Grüße,
Christine mit Sohn (2/05), Tochter (6/07) und Tochter (2/14)
Benutzeravatar
ungali
ist nicht mehr wegzudenken
Beiträge: 1200
Registriert: 12.09.2007, 03:33
Wohnort: Ludwigsburg

Re: Milchstau: Arzt und Nacht

Beitrag von ungali »

Judica hat geschrieben:
Doro31 hat geschrieben:Wenn es sich morgen noch nicht besser anfühlt, werde ich wohl zum Arzt gehen. Wenn nicht das Wochenende käme, würde ich es noch rausschieben, denn sonst fühle ich mich wohl, aber ich will nicht bei einer Verschlechterung am WE zum Notdienst müssen. Jetzt bin ich nur am Grübeln, zu welchem Arzt ich da eigentlich gehen muss? Frauenarzt oder Allgemeinarzt?
Ich würde mit einem Milchstau den ich nicht in den Griff bekomme als erstes meine Hebamme anrufen.

Danke, Judica!
Anspruch auf Hebammenhilfe hat jede Frau bis zum Ende ihrer (individuellen) Stillzeit (d.h. des Kindes natürlich). Außerdem kommt die Hebamme auch am WE nach Hause und die wenigsten Ärzte haben stillfreundliche Behandlungsmethoden. Ich würde nur im äußersten Notfall zum Arzt gehen. Die Hebamme kann das mit (frauen-)ärztlichem Attest problemlos abrechnen. In den meisten Städten/Landkreisen gibt es einen Hebammen-Notdienst für Wochenende oder Feiertage, )also, wenn die Nachsorge-Hebamme nicht kommen soll), steht in der Zeitung, die haben "Bereitschaft" von Freitag Abend bis Montag Früh...
Bettina,
still- und tragebegeisterte Hebamme
mit der Handvoll (03, 05, 07, 12, 13) und zwei Sternchen (04 und 06)
Benutzeravatar
Jägerin
Profi-SuTler
Beiträge: 3077
Registriert: 05.01.2007, 08:33

Re: Milchstau: Arzt und Nacht

Beitrag von Jägerin »

Genau, die Hebamme habe ich ganz vergessen....
Mit Krankenhaus meinte ich übrigens die Entbindungsstation; habe auch dort schon mal Freitagsabends Hebammenhilfe in Anspruch genommen.
LG
Jägerin mit (06), (08) und (2012)
Benutzeravatar
Iris
Profi-SuTler
Beiträge: 3025
Registriert: 04.05.2006, 22:38

Re: Milchstau: Arzt und Nacht

Beitrag von Iris »

Du schreibst, dass es schwierig ist, Dein Kind so anzulegen, dass es Richtung Stau das Kinn hat. Wenn ich es richtig verstanden habe, sitzt er an der Oberseite der Brust. Wenn Du im Liegen stillst, aber Dein Kind dabei "verkehrtherum" legst, geht es evt. auch.
Aber wichtiger als diese Akrobatik sind Ruhe, Ruhe und Ruhe, außerdem zwischen den Stillzeiten kühlen und vor dem Stillen wärmen und ggf. die Brust sanft massieren.
Iris mit Großer -10/05- und Kleiner -02/08- , erzogen und geimpft
Benutzeravatar
prinzessinzwerg
alter SuT-Hase
Beiträge: 2233
Registriert: 18.07.2007, 14:31
Wohnort: Dresden
Kontaktdaten:

Re: Milchstau: Arzt und Nacht

Beitrag von prinzessinzwerg »

Und gehts dir besser?

Ich hatte zu Ostern einen Milchstau. Hab die Stelle dann immer mit Quark gekühlt und vor dem/beim Stillen dann mit einem heißen Waschlappen gewärmt und massiert.
Den Großen habe ich dann "benutzt", damit er die Stelle immer leertrinkt, haben dafür einfach mal ne lustige Stillposition probiert. Ihm hat das sogar Spaß gemacht. So nach 2 Tagen wars dann vorbei.
Meine Hebamme hat mir jetzt auch empfohlen, dass man Milchbildungsöl mit Quark vermischen kann und das auf die betroffene Stelle schmiert.

Als mein Sohn 3 Monate war, hatte ich meinen ersten Milchstau und da waren wir im Krankenhaus, weil mir das hohe Fieber so Angst gemacht hat. Dort gabs dann Antibiotika und der Arzt meinte, dass ich nur noch max. 10 Minuten stillen darf. Meine Hebamme wär in dem Fall echt die bessere Wahl gewesen, aber wir waren bei den Schwiegereltern zu Besuch und ich hatte die Nummer nicht mit.
Doro31
alter SuT-Hase
Beiträge: 2568
Registriert: 08.02.2010, 12:15

Re: Milchstau: Arzt und Nacht

Beitrag von Doro31 »

Danke an alle, die Hebamme war ein guter Tip - hatte schon total vergessen, dass es sie gibt :oops:
Mittlerweile kann ich den Zwerg so anlegen, dass er das Kinn in Richtung harte Stelle hat (mir schläft dabei zwar ein Arm ein, aber was soll's), ich kühle fleißig mit Quark oder Retterspitz, wärme vor dem Stillen, aber trotz (oder wegen?) alldem geht es mir noch immer unverändert: Die Brust ist hart, sonst geht es mir prima. Ruhe einzuhalten wäre einfacher, wenn ich mich nicht so gut fühlen würde :?
Doro mit den drei Blondschöpfen (11/09, 07/12 und 02/15)
Antworten

Zurück zu „Stillforum“