Masernausbruch in Berlin

Moderator: Marla84

quark
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Re: Masernausbruch in Berlin

Beitrag von quark »

Bsp heute. Aktueller tag: 21.5., änderung seit letzter meldung 20.5. ist +8, aber letzter krankheitsbeginn ist der 17.5.

Was bitte sagt diese +8 aus? Gibt es von gestern zu heute 8 neue kranke, die aber schon min 5 tage krank sind und heute erst gemeldet wurden?

Oder sind da die +4 von vor ein paar tagen auch dabei?
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DolphinFFM
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Re: Masernausbruch in Berlin

Beitrag von DolphinFFM »

Nein, es gibt 8 neue Meldungen seit gestern. Insgesamt es der jüngste Krankheitsbeginn am 17.5.
das muss nicht einer von den 8 sein. Die 8 neu gemeldeten Fälle können auch älter sein.
Ich würde es aber für wahrscheinlich halten, dass es einer von den 8 neuen ist.
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aleppo
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Re: Masernausbruch in Berlin

Beitrag von aleppo »

Sandküste hat geschrieben:Ich bin 70 geboren, hatte nie Masern und war nicht geimpft. Warum sollte es jemandem, der 66 geboren ist nicht auch so ergehen? Diese pauschale Aussage halte ich für ziemlichen Unsinn.

Hier im Viertel war ein Fall am Gymnasium, das war kurz geschlossen.
Immerhin ist die Aussage derartig unsinnig, dass das RKI nur eine Impfempfehlung für den Jahrgang ab 1970 aussspricht, weil:

Personen, die vor 1970 geboren wurden, haben mit hoher Wahrscheinlichkeit die Masern bereits durchgemacht. Das belegen sero-epidemiologische Daten, nach denen in der Vorimpfära 95-98% der Kinder bis zum 10. Lebensjahr eine Immunität gegen Masern aufwiesen.


Vielleicht sollten wir das RKi aus solche unsinnigen, pauschlaen Aussagen hin weisen, dass sie es lassen.
:shock:

Oder habe ich das was verstanden?
jali
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Re: Masernausbruch in Berlin

Beitrag von jali »

Das ist ja eine Kosten/Nutzen Abwägung. Vor 1970 werden die allermeisten Masern gehabt haben, aber nicht die allermeisten erinnern sich. Impfe ich jetzt auch Jahrgänge bei denen ich mit 95% bis 98% davon ausgehen kann, dass Immunität besteht? Kostet unter Umständen viel und verhindert nur wenig Masernfälle. Aber immerhin sind im derzeitigen Ausbruch 6% der Erkrankten älter als 44 (insgesamt 69 Personen), so dass es für den Einzelnen unter Umständen trotzdem Sinn macht sich auch ohne RKI Empfehlung impfen zu lassen.
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Re: Masernausbruch in Berlin

Beitrag von EleanorRigby »

DolphinFFM hat geschrieben:Nein, es gibt 8 neue Meldungen seit gestern. Insgesamt es der jüngste Krankheitsbeginn am 17.5.
das muss nicht einer von den 8 sein. Die 8 neu gemeldeten Fälle können auch älter sein.
Ich würde es aber für wahrscheinlich halten, dass es einer von den 8 neuen ist.
So lese ich es auch. Bei Erkrankungsbeginn ist ja idR noch nicht labortechnisch nachgewiesen, dass es sich tatsächlich um die Masern handelt. Umgekehrt ist es zur Einschätzung der Ausbreitung des Virus relevant, wann der jüngste Krankheitsbeginn war.

LG
Eleanor
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pallina
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Re: Masernausbruch in Berlin

Beitrag von pallina »

aleppo hat geschrieben:es ist tatsächlich so: in Belrin bekommt man von Masern fast nichts mit! Die meisten, mit denen ich mich über Masern unterhalten habe, die haben sich -oder besser den Nachwuchs- aus Panik impfen lassen. Es war aber niemand dabei, die/der aus seinem Bekanntenkreis auch nur einen Fall kannte. Obwohl ich mitten im Zentrum des Geschehens, spricht Kreuzberg und Freidrichshain, war. Sehr misteriös.

Man darf halt nicht vergessen, dass der Jahrgang vor 1970 keine Angst vor Masern haben braucht, weil es eh jeder schon hatte. Das sagt auch das RKI. Komischerweise setzt die Panik erst jetzt ein, wo ein Impfstoff verfügbar ist, den einige wenige Unbelehrbare einfach ablehnen oder einfach nicht für nötig halten :twisted:
das ist hier anders.
bei mir gabs vor 2 jahren 2 fälle im freundeskreis und jetzt auch aktuell wieder 3 fälle im nächsten bekannten- und frendeskreis. xberg übrigens..
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Re: Masernausbruch in Berlin

Beitrag von kaehde »

aleppo hat geschrieben:
Man darf halt nicht vergessen, dass der Jahrgang vor 1970 keine Angst vor Masern haben braucht, weil es eh jeder schon hatte. Das sagt auch das RKI. Komischerweise setzt die Panik erst jetzt ein, wo ein Impfstoff verfügbar ist, den einige wenige Unbelehrbare einfach ablehnen oder einfach nicht für nötig halten :twisted:
So pauschal kann man das nicht sagen, nein. Bei den Jahrgängen vor 70 ist es sehr wahrscheinlich dass man erkrankt war und viel. sogar eine Wildvirusauffrischung über erneuten Wildviruskontakt erfolgt ist.
Individuell kann man das natürlich nie sagen.
Aber das ist die Basis der RKI Aussage.
Wobei die Grenze 1970 natürlich willkürlich ist. Das ist ja ein schleichender Prozess gewesen...
Viele Gruesse,
Katja
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Das Wichtigste im Leben sind ja sowieso die gelebten Beziehungen und die Liebe, die man schenkt und bekommt. (duduja)
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Re: Masernausbruch in Berlin

Beitrag von Seerose »

kaehde hat geschrieben: So pauschal kann man das nicht sagen, nein. Bei den Jahrgängen vor 70 ist es sehr wahrscheinlich dass man erkrankt war
Eben. Ich war definitiv nicht erkrankt (meine Mutter hat damals noch Buch geführt über Erkrankungen und Unpässlichkeiten.. 60er Jahre Einzelkind.. :mrgreen: ) und bin nun seit einigen Jahren geimpft. Meine Geschwister (70er Jahre Kinder) waren auch nie an Masern erkrankt, lassen sich aber auch nicht impfen.
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Liebe Grüße,
Seerose
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4mm
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Re: Masernausbruch in Berlin

Beitrag von 4mm »

Mein 60er Jahre Mann hat die Masern auch nicht gehabt, eigentlich wollten wir seinen Titer bestimmen lassen, aber dann ist diese */:*? * Meningitis dazwischen gekommen. Da haben wir gerade andere Sorgen als Masern...

Ich als Anfang 70er bin auch nur einmal geimpft, habe aber einen super Titer.

mobil
Liebe Grüße,
4mm

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aleppo
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Re: Masernausbruch in Berlin

Beitrag von aleppo »

und auch wenn jede Krankheit im Protokoll ihren Eintrag fände und auch die Erinnerung lückenlos wäre:

es gibt auch die stille Feiung :wink:
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