Zwei- bzw. mehrsprachige Erziehung

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amantedealmeria
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Re: Zwei- bzw. mehrsprachige Erziehung

Beitrag von amantedealmeria »

Ich finde künstlich zweisprachig schwierig, einfach weil du englisch zwar vielleicht gut kannst, aber wahrscheinlich nicht auf muttersprachlichem Niveau und sicherlich Fehler machst. Ich hab Englisch und Spanisch studiert und kann mich echt problemlos in beiden Sprachen ausdrücken und versteh ziemlich alles, aber ich weiß, dass ich garantiert Feler reinbau und die würde das Kind übernehmen. Egal wo man fragt oder liest wird eigentlich immer zur Muttersprache geraten, weil man in der Fremdsprache irgendwo an seine Grenzen kommt. Und ob den Kindern ein paar Worte Englisch was bringen, wenns nur ab und an mal gesprochen wird?
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MaareMum
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Re: AW: Zwei- bzw. mehrsprachige Erziehung

Beitrag von MaareMum »

@ Teazer: fördern würde ich es auch, aber mit Medien. Ich würde dann nicht in der Fremdsprache mit dem Kind sprechen wie ein Muttersprachler. Denn wie hier auch schon diskutiert wurde: wenn es nicht die Herzenssprache ist, kann man gerade auch emotionale Dinge nicht so ausdrücken wie man es in der Muttersprache könnte. Es geht ja nicht nur um Fehler, sondern um die authentische Kommunikation.

Aber durch Medien können Kinder ja auch schon sehr viel Zugang zu einer Fremdsprache bekommen. Siehe die skandinavischen Länder, wo keine Filme synchronisiert werden und die Leute mit dadurch super Englisch können.

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nido56
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Re: Zwei- bzw. mehrsprachige Erziehung

Beitrag von nido56 »

Ich kenne eine Familie, die kuenstlich zweisprachig ist. Die haben lange in den USA gelebt und zumindest die Mutter spricht gemischt Spanisch (ihre Muttersprache) und Englisch mit den Kindern. Die Tochter ist 3 und spricht ausgesprochen gut Spanisch (mehr als altersgerecht) und ein bisschen Englisch (versteht es aber gut). Da klappt es offensichtlich. ICh kenne allerdings die genaue Familienstruktur nicht.

Ich selbst bin zwar nicht zweisprachig aufgewachsen, aber Englisch war bei uns in der Familie aufgrund der Berufe meiner Eltern sehr praesent. Es gab viele englischsprachige Freunde, wir sind haeufig nach GB in den Urlaub gefahren, ich hatte einige Buecher auf Englisch etc. Als Kind konnte ich nur ein paar Worte und Ausdruecke, aber als ich anfing, in der Schule Englisch zu lernen, ging das rasend schnell, so als haette da ganz viel passiv geschlummert, was nur noch aktiviert werden musste.

Ainoha, gut zu hoeren, dass die Zweisprachigkeit wohl nichts verschlimmert. Dann werde ich wohl einfach so weitermachen, mich in Geduld ueben und gegebenenfalls naechste Jahr mit Logopaedie anfangen.
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stimme
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Re: Zwei- bzw. mehrsprachige Erziehung

Beitrag von stimme »

MaareMum hat geschrieben: Aber durch Medien können Kinder ja auch schon sehr viel Zugang zu einer Fremdsprache bekommen. Siehe die skandinavischen Länder, wo keine Filme synchronisiert werden und die Leute mit dadurch super Englisch können.
Liegt das wirklich daran? Wird nicht in Spanien z.B. auch nicht synchronisiert und die Leute können nicht so gut Englisch? Oder irre ich mich da?


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Thistle
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Re: Zwei- bzw. mehrsprachige Erziehung

Beitrag von Thistle »

Bei uns läuft's halb-künstlich. Unsere Familiensprache ist Englisch. Mein Mann ist Schotte, ich bin Deutsche. Fernsehen und Bücher sind zu 99% Englisch. Alles super :D
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tania
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Re: Zwei- bzw. mehrsprachige Erziehung

Beitrag von tania »

ich find "kuenstlich" voellig in ordnung. gerade englisch wird von so vielen leuten "falsch" gesprochen. wir sprechen beide eher eigenes englisch und wenn meine kinder gut englisch lernen wollen, steht ihnen das ja offen. aber so versteht mein kind eben englisch schon. absichtlich waere es mir wohl zu ansrengend, aber wenn es so dabei abfaellt - warum nicht?
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Ainoha
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Re: Zwei- bzw. mehrsprachige Erziehung

Beitrag von Ainoha »

Ich hatte es auch nicht so verstanden, dass Teazer nur noch englisch mit ihrem Kind sprechen möchte. Das fänd ich auch ziemlich anstrengend und nicht so sinnvoll. Ich denke auch eher, dass der Kleine so halt einiges an englisch mitbekommt. Vor allem über die Medien, etc. Und was so an kleinen Fehlern von den Eltern übernommen wird, kann man glaube ich später noch ausmerzen, wenn man eine zeitlang wirklich irgendwo lebt, wo englisch gesprochen wird. Eben weil man es nicht als Hauptsprache gelernt hat, sondern eher so als "Hobby". Auch wenn man englisch in der Schule lernt, ist es ja doch recht fehlerhaft. Und dass kann man ja auch wieder korrigieren.
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tania
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Re: Zwei- bzw. mehrsprachige Erziehung

Beitrag von tania »

also die aussprache meiner englisch-lehrerin in der schule.. meine guete! unter aller sau!
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MaareMum
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Re: AW: Zwei- bzw. mehrsprachige Erziehung

Beitrag von MaareMum »

stimme hat geschrieben:
MaareMum hat geschrieben: Aber durch Medien können Kinder ja auch schon sehr viel Zugang zu einer Fremdsprache bekommen. Siehe die skandinavischen Länder, wo keine Filme synchronisiert werden und die Leute mit dadurch super Englisch können.
Liegt das wirklich daran? Wird nicht in Spanien z.B. auch nicht synchronisiert und die Leute können nicht so gut Englisch? Oder irre ich mich da?


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Sicher nicht nur aber auch. Die anderen Faktoren kenne ich aber nicht.
Aber man merkt ja selber sehr deutlich, was regelmäßiges Gucken von Original-Filmen am Fremdsprach-Verstehen macht.

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Re: Zwei- bzw. mehrsprachige Erziehung

Beitrag von stimme »

Ja, klar. Fördert sicher das Hörverständnis und gibt ein Gefühl für den Klang der Sprache.


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