Zwei- bzw. mehrsprachige Erziehung

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tania
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Re: Zwei- bzw. mehrsprachige Erziehung

Beitrag von tania »

ich quatsche auch mit kleinen kindern auf deutsch. aber mein gesamtes knuddelvokabular ist halt deutsch. grrr.. ich kann echt nicht italienisch mit kleinen kindern. fehlt mir komplett! und das hab ich auch nach jahren leben mit meinem mann, der das ja mit unseren kindern spricht, mir nicht aneignen koennen. als waere das gehirnareal was vom kindchenschema angesprochen wird komplett fremdsprachenfreie zone :mrgreen:
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tania
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Re: Zwei- bzw. mehrsprachige Erziehung

Beitrag von tania »

zu konsequent:

ich hab das erste jahr mit dem grossen fast nur englisch gesprochen (paarsprache mit meinem mann, der voll zu hause ist - damit er mich auch versteht, er sprach damals wenig deutsch) und bis heute mische ich alle drei sprachen - ich bin einfach kein sprachgenie und konsequenz als konzept wurde eindeutig nicht von mir erfunden ;-)

mein kind spricht die "schwache" sprache deutsch sogar noch besser als italienisch (umgebungssprache), was er voellig altersgerecht spricht. englisch versteht er alles, spricht aber nur wenig und nur mit leuten, die wirklich gar kein deutsch oder italienisch sprechen.

es geht also auch trilingual ohne konsequenz..
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LoNa
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Re: Zwei- bzw. mehrsprachige Erziehung

Beitrag von LoNa »

Ich kann es vergleichen)) bei meiner erste Tochter, wo ich nicht konsequent war und bei der mittleren, wo ich es geschafft habe, konsequent zu bleiben, die kann gut zwischen Sprachen umschalten und kann beide Sprachen sehr gut

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Re: Zwei- bzw. mehrsprachige Erziehung

Beitrag von LoNa »

Die erste kann jetzt nur eine Sprache gut und zwar nicht meine Muttersprache

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nido56
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Re: Zwei- bzw. mehrsprachige Erziehung

Beitrag von nido56 »

Mir ist schon klar, dass im Allgemeinen Kinder erstaunlich gut mit den sonderbarsten Sprachkombinationen klarkommen. Ich frage mich halt nur, wie das in unserem Sonderfall mit einem sprachentwicklungsverzoegerten Kind, das zweisprachig aufwaechst, aussieht. Ob es da nicht vielleicht besser waere, auf die Zweisprachigkeit zu verzichten? Waere es nicht besser, er lernt eine Sprache gut genug, um sich damit auch ausserhalb der Familie verstaendige zu koennen? So versteht er zwar zwei Sprachen perfekt, kann sich aber in keiner verstaendlich aeussern, was ihn oft sehr frustriert.
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Re: Zwei- bzw. mehrsprachige Erziehung

Beitrag von LoNa »

nido56, dein kleiner ist doch erst 2 Jahre alt geworden, da würde ich noch gar nicht von einer Sprachverzögerung sprechen. Erst ab 3 kann man Gedanken machen und vllt Logopäde aufsuchen
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Teazer
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Re: Zwei- bzw. mehrsprachige Erziehung

Beitrag von Teazer »

Hallo,

habe den Thread noch nicht durch, daher eine Frage: Gibt es hier auch Familien, die eine "künstliche" Zweitsprache praktizieren?

Wir haben eine große Affinität zu den grünen Inseln. In unserem Alltag gibt es gerade bei den Medien viel englisch-sprachiges: Bücher, Netflix, CBeebies, DVDs, ...

Die Große, die das erst später kennen lernte, weiß genau, wann etwas englisch und wann deutsch ist. Grammatik ist bei ihr nur im Deutschen vorhanden. Sie plappert eher Sätze nach oder konstruiert englisch klingende Konstruktionen ("Weißt you know?" :mrgreen: ). Der Kleine bekommt beide Sprachen quasi seit seines Sprachbeginns aktiv mit. Er spricht allgemein noch nicht viel und wir müssen immer aufpassen welche Sprache er gerade benutzt.

Natürlich fällt das alles im Vergleich zu Familien, in denen zwei Muttersprachen vorhanden sind, eher unter Spiel und Neugier. Ich frage mich aber trotzdem, ob ich es fördern sollte. Ich spreche fließend Englisch und fände es toll, wenn sich die Kids im Urlaub mit anderen Kindern unterhalten könnten. Klar, das geht auch mit Händen und Füßen.
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kroschka
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Re: Zwei- bzw. mehrsprachige Erziehung

Beitrag von kroschka »

Ich würde mir da auch noch keinen Kopf machen, nido. Klar es ist leichter gesagt als getan, aber es ist wirklich noch sehr früh. Meine Tochter hat einen Kumpel der nun schon über 2,5 ist und trotzdem nur ganz, ganz wenige Wörter wie Ball oder Baum spricht. Wenn mal was anderes kommt, dann ist es sehr unverständlich. Und der wächst einsprachig auf.
Ich denke dein Sohn wird auch so genug Spanisch mitkriegen auch wenn er nicht ständig verbessert wird. Aber ich bin da keine Fachfrau, ist nur mein persönliches Gefühl. Vielleicht ist die Zweisprachigkeit auch insofern gut, dass das Sprachenzentrum mehr angeregt wird, also im Endeffekt auch für sprachverzögerte Kinder etwas bringt?!
Was mich übrigens besonders nervt ist, dass man ständig allenmöglichen Leuten seine Lebensgeschichte erzählen muss. Welche Sprache man spricht, warum man diese Sprache spricht usw. :roll:
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Teazer
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Re: Zwei- bzw. mehrsprachige Erziehung

Beitrag von Teazer »

Ich bin die ersten Jahre auch zweisprachig aufgewachsen. Durch die Scheidung ging das dann leider nicht mehr. Ich denke aber schon, dass mein Sprachentalent daher rührt. Nur meine Muttersprache kann ich leider nicht. :-(
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Ainoha
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Re: Zwei- bzw. mehrsprachige Erziehung

Beitrag von Ainoha »

nido56 hat geschrieben:Mir ist schon klar, dass im Allgemeinen Kinder erstaunlich gut mit den sonderbarsten Sprachkombinationen klarkommen. Ich frage mich halt nur, wie das in unserem Sonderfall mit einem sprachentwicklungsverzoegerten Kind, das zweisprachig aufwaechst, aussieht. Ob es da nicht vielleicht besser waere, auf die Zweisprachigkeit zu verzichten? Waere es nicht besser, er lernt eine Sprache gut genug, um sich damit auch ausserhalb der Familie verstaendige zu koennen? So versteht er zwar zwei Sprachen perfekt, kann sich aber in keiner verstaendlich aeussern, was ihn oft sehr frustriert.
Ich hab im Studium gelernt, dass das keinen Unterschied macht und es für die Kinder keine weiteren Nachteile auslöst, wenn man sie zweisprachig aufzieht.

@ Teazer: Wenn ihr Spaß daran habt, würde ich es weiter fördern. Schaden tut es meiner Meinung nach nicht, solange es keinen Streß verursacht, Druck aufbaut oder Ergeiz dahinter steht. Wenn ihr Spaß daran habt, fördert es ja eher die gemeinsame Kommunikation und das "etwas gemeinsam machen".
Liebe Grüße von mir und dem Kolibri (04/14)...
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